Spamfrei in 5 Minuten

      Spamfrei in 5 Minuten

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      Aktien, Viagra, Gewinnspiele – Schwärme von Werbe-Mails überfallen uns. Genug! So stoppen Sie die Spam-Attacken.

      Wie Krähen über die Saat fallen Spam-Roboter über Mail-Adressen im Internet her. Auf irgendeiner Seite pickt eine dieser Krähen Ihre eigene Anschrift heraus – ab dann nimmt der Spam-Terror kein Ende mehr. Besonders Nachrichten mit PDF-Anhängen attackieren derzeit den geplagten User: „Kaufen Sie diese Aktie, kaufen Sie jene Aktie!“ Als wäre das nicht genug, stechen dem Surfer im Web noch grell blinkende Werbebanner in die Augen und kreischen ihm Flash-Sounds in die Ohren.

      Zeit für eine Radikallösung: Der ganze Werbemüll muss weg – dauerhaft! Fangen Sie mit dem Mailprogramm an, danach nehmen Sie sich die Browser vor, Firefox und Internet Explorer. Wir zeigen Ihnen die unkomplizierte Lösung – die aber noch viel Potenzial für Feinjustage bietet.

      Das beste Programm gegen Spam

      Egal, welchen E-Mail-Client man verwendet, bei allen hilft eine bequeme und zuverlässige Lösung gegen Spam: Der Spamihilator.

      Der Spamihilator hängt sich zwischen Postfach und Mail-Programm und sortiert gleich bei der Übertragung lästige Werbe-Botschaften aus. Einfach installieren und dem Assistenten folgen, schon ist man eine gehörige Portion Spam los. http://www.chip.de/downloads/Spamihilator_13007691.html

      Er bietet einen Vorteil gegenüber den Filtern von GMX und Co.: Er lässt sich über spezielle Filter genau auf die Spam-Mails anpassen, die den Anwender am meisten quälen. Zum Beispiel der Aktien-Spam mit PDF-Dateien sowie Botschaften auf Russisch mit kyrillischen Buchstaben oder auf Chinesisch.

      Kleiner Wermutstropfen: Bisher stürzt Spamihilator beim Abrufen von IMAP-Postfächern ab. IMAP steht für Internet Message Access Protocol und bedeutet, dass alle Mails auf dem Server bleiben und dort verwaltet werden. GMX und andere Freemail-Dienste bieten solche Postfächer für wenige Euro im Monat an.

      Spamihilator-Autor Michael Krämer arbeitet derzeit daran, die Fehler zu beheben. Alternativen gibt es allerdings sowieso kaum: Denn die meisten Freeware-Lösungen aus dem Bereich Spamschutz haben die E-Mail-Abfrage per IMAP gar nicht erst auf dem Plan.

      Spezial-Filter einrichten

      Was den Spamihilator so gut macht: Er setzt nicht nur auf einen Filter, er jagt Mails durch eine Kette von Prüfstationen – beliebig erweiter- und anpassbar.

      Der wohl effektivste Filter wird gleich mit installiert: DCC – kurz für Distributed Checksum Clearinghouse. Dessen Prinzip: Jeder PC mit diesem Filter schickt eine Prüfsumme über die gerade erhaltene E-Mail an einen der DCC-Server. Der Server zählt die Häufigkeit einer Checksumme. Überschreitet ein Zähler die kritische Masse, stuft DCC die Mail als Spam ein. Die Checksumme berücksichtigt dabei sogar Variationen, wie sie in Spam- Mails vorkommen. Einziger Nachteil: Das Abfragen der Daten kostet Zeit – aber beim Mail-Aufkommen im Test fiel das allerdings kaum ins Gewicht.

      Falls der DCC-Filter versagt, springen andere ein: Ein Wortfilter, der klassische Spam-Begriffe aussiebt, ein Bayes-Filter, der die Ansammlung bestimmter Begriffe (Sex, Viagra usw.) untersucht und sich sogar noch trainieren lässt, ein Attachement- Plugin, das nicht nur unerwünschte, sondern sogar gefährliche Nachrichten aufhält – und weitere mehr.

      Wie bekommt man aber nun die Spams mit PDF-Anhängen oder in kyrillischer Schrift weg? Ganz einfach: Mit den nachfolgenden Spam-Filtern, die Sie hier finden. http://www.spamihilator.com/plugins

      Die Plugins installieren Sie per Doppelklick auf die heruntergeladene Datei. Und voilà, die Vogelscheuchen-Armee gegen Spam-Krähen steht Gewehr bei Fuß!

      Freund und Feind unterscheiden

      Wo gehobelt wird, fallen Späne. Auch der Spamihilator schmeißt anfänglich aus Versehen Mails in den Papierkorb, die dort nicht hineingehören.

      Newsletter zum Beispiel sind schnell Opfer und werden aussortiert. Dies ist aber nicht im Sinne des Anwenders. Die Lösung: Schalten Sie den Newsletter-Filter vor alle anderen. Er lässt anhand einer Whitelist erwünschte Info-Mails passieren. Allerdings muss man ihm hierfür erst sagen, welche das sind.

      Dazu öffnen Sie die Einstellungen, indem Sie mit der rechten Maustaste auf das Spamihilator-Icon rechts unten klicken und »Einstellungen« wählen. Dort suchen Sie »Newsletter | Signaturen« und klicken auf »Neu«. Geben Sie einen typischen Begriff aus dem Betreff des Newsletters ein, etwa »ShortNews«. Die meisten Rundmails gehen an eine bestimmte sichtbare Adresse – alle anderen Empfänger sind ausgeblendet. Diese Adresse geben Sie noch im Bereich »Newsgroups« ein. Ab sofort ist der Newsletter gerettet!

      Mailfilter in die richtige Reihenfolge schalten

      Die Kunst ist es nun, die Mailfilter in der richtigen Reihenfolge zu schalten. Denn: Wenn etwa ein erwünschter Newsletter kommt, sollen sich die anderen Filter erst gar nicht mit ihm aufhalten.

      Also wieder in die »Einstellungen«. Unter »Filtereigenschaften« auf »Reihenfolge« klicken. Hier einen Filter markieren und mit den Pfeiltasten links nach oben oder unten schieben – je weiter oben, desto eher greift das Plugin. Eine mögliche Reihenfolge ist beispielsweise:

      1. Newsletter-Plugin
      2. Scripts-Filter
      3. Mystic-Signs-Filter
      4. DCC-Filter
      5. Server Tester
      6. RFC Validator
      7. Empty-Mail-Filter
      8. Alphabet Soup
      9. Attachment-Filter
      10. Spam-Wort-Filter
      11. Lernender Filter

      Nun ist wichtig, was passieren soll, wenn eine Mail als Spam oder Non-Spam erkannt wird: Unter »Wenn der Filter eine Spam-Mail findet,...« wählen Sie beim Newsletter-Plugin die Option »fahre mit dem nächsten Filter fort«. Bei »Wenn der Filter eine Non-Spam-Mail findet,...« klicken Sie »beende den Filterprozess«. Alle anderen Plugins stellen Sie im Falle einer Spam-Mail auf Filterprozess beenden und bei Non-Spams auf Fortfahren.

      Freunden können Sie einen Passierschein ausstellen: In den Spamihilator-Einstellungen auf »Absender« und »Freunde« klicken und alle Adressen hinterlegen, die nicht geprüft werden sollen. Bei manchen Mailclients funktioniert das per Drag & Drop aus dem Adressbuch.

      In den ersten Tagen sollten Sie den Papierkorb noch mal durchforsten. Sie finden ihn durch einen Doppelklick auf das Spamihilator-Icon. Fälschlich aussortierte Mails holen Sie über »Wiederherstellen« heraus. Es lohnt sich, den Spamihilator zu trainieren: Nach dem Abholen der Mails geht man dazu in den Trainingsbereich – wieder über das Icon, rechte Maustaste und den gleichnamigen Menüpunkt. Korrigieren Sie das Verhalten, indem Sie falsche Treffer oder nicht erkannten Spam markieren. Nach einigen Malen merkt es sich dann der Spamihilator selbst, nur noch sehr selten verirrt sich Spam in Ihr Postfach – endlich Ruhe! Naja, bis auf das, was einen beim Websurfen noch nervt...

      Internet Explorer werbefrei

      Auch für Web-Browser gibt es schnelle Hilfe im Kampf gegen Spam.

      Beim aktuellen Internet Explorer zum Beispiel ist das die Erweiterung IE7Pro. Einfach installieren. Danach gehen Sie über »Extras | IE7Pro Preferences« in die Einstellungen. Unter »Werbefilter« den Flash-Blocker, den Werbefilter und die Standardregeln aktivieren. Abschließend starten Sie den Internet Explorer neu, und die Werbequal hat ein Ende.

      http://www.chip.de/downloads/IE7pro_23645589.html

      Adblock Plus für Firefox

      Die Stärke des Firefox-Browsers liegt in der großen Entwicklergemeinde, die hinter ihm steht. Kein Wunder also, dass es die ausgereiftere Freeware-Lösung für diesen Browser gibt: AdBlock Plus. Dieser Werbefilter lässt nichts mehr durch.

      Holen Sie sich die jüngste Version und installieren Sie diese. Wird ein entsprechendes Dialogfeld angezeigt, erlauben Sie Firefox, dass er grundsätzlich von dieser Seite Add-Ons installieren darf. Später benötigen Sie nämlich noch Filterregeln. Denn nach einem Neustart steht Adblock Plus zur Verfügung, blockt aber noch keine Werbung. Dazu gehen Sie auf die Website von Adblock Plus und wählen bei folgenden Filterlisten »Abonnieren«:

      - Cédrics Liste
      - ABP Tracking Filter
      - Filter von Dr.Evil

      Wichtig: Die beiden Optionen »Automatisch aktualisieren« und »Filter aktivieren« müssen aktiviert sein. Das war es schon – Werbung ade!

      Prüfen Sie, ob Ihre Site Mail-Adressen verrät

      Webseiten-Betreiber können sich dem Selbsttest unterziehen: Wie viele E-Mail-Adressen verrät meine Web-Präsenz den Spam-Krähen? Dazu nimmt man ein Tool, das auch die Adress-Sammler benutzen.

      Wir haben uns für den 1st Email Address Spider entschieden. Um die Adressen exportieren zu können, muss man allerdings die Vollversion kaufen, die 130 US-Dollar kostet. Zum Selbstcheck reicht aber die Testversion. Und so geht’s:

      Mail-Postfächer finden: Installieren
      Sie die EXE-Datei und öffnen Sie das Programm. Den Register-Dialog schließen Sie mit »Close«. Im Hauptfenster klicken Sie auf »Start from a specific URL« und geben als Start-URL den Domain-Namen Ihrer Webseite an. Aktivieren Sie dann die Option »Only search the pages of current domain« – sonst geht der Spider auch auf verlinkte Seiten. Klicken Sie auf Start und verfolgen Sie den Fortschritt.

      Adressen verschlüsseln: Die Auswertung nehmen Sie als Grundlage, um die Adressen auf Ihrer Website zu entfernen – die Spalte »URL« verrät den Deeplink, unter dem der Spider fündig wurde. Soll die Adresse sichtbar, aber nicht sammelbar sein, so verschlüsseln Sie diese für die Such-Spider. Die richtigen Methoden werden Ihnen auf dieser Website verraten. Eine der besten Methoden ist derzeit übrigens diese: Schreiben Sie die Mail-Adresse in eine Bilddatei – zum Beispiel mit Paint. Dieses Bild schneiden Sie längs in zwei Teile, speichern diese einzeln ab und setzen Sie erst auf der Webseite wieder zusammensetzen – zum Beispiel in einem Div-Tag. http://www.antispam.de/wiki/Harvester