"Nur jeder fünfte Gast will hier tauchen"
Interview mit Carsten Schieck, General Manager des Conrad Maldives.
Das Stranderlebnis ist auf den Malediven größer als auf den Seychellen", sagt Carsten Schieck. Der umtriebige Deutsche ist seit sechs Jahren General Manager des Conrad Maldives und hat auf seiner Visitenkarte auch "Island-Chief" stehen. In seiner Amtszeit wurde das Resort um 50 Millionen US-Dollar herausgeputzt.
KURIER: Wieso wurde das Hilton Maldives auf Conrad Maldives umgetauft?
Carsten Schieck: Conrad ist die luxuriöseste Marke der Hilton-Familie und steht für Top-Luxus und Top-Service. Nach der aufwendigen Renovierung war das Rebranding notwendig.
Was macht das Conrad Maldives einzigartig?
Es ist ein Zwilling-Insel-Resort und bietet daher viel Weitläufigkeit. Einzigartig sind die Vielfalt der Villen-Kategorien, das Spa-Resort mit 21 Wasservillen, die über einen eigenen Behandlungsraum verfügen, die kulinarische Vielfalt und vor allem das Unterwasserrestaurant.
Wie hoch ist die Auslastung im Resort?
Wir liegen durchschnittlich bei 87 Prozent. In der Hauptsaison von November bis April können wir preislich verlangen, was wir wollen. Da sind wir immer voll. Schwierig sind Mai, Juni und Juli. Da sind Villen frei.
Wie schaut's mit der Konkurrenz im Top-Segment aus?
Im Luxusbereich öffnen jährlich neue Insel-Resorts. Das Problem: Die Malediven haben zwar besuchermäßig Zuwachsraten, aber nicht im Luxussegment.
Aus welchen Ländern kommen ihre Gäste?
30 % aus Großbritannien, 20 % aus Deutschland, der Rest ist bunt gemischt. Auffallend: Tauchen spielt keine große Rolle. Unsere Gäste wollen Relaxen, Spa-Anwendungen und gutes Essen genießen. Ein Top-Tauchzentrum zu haben ist natürlich wichtig. Aber nur 20 % unserer Gäste kommen, weil sie tauchen wollen.
Ist die Korallenbleiche noch ein Thema?
Wissenschaftler haben mir gesagt, dass die Riffe nun in besserem Zustand sind als vor zehn Jahren.
Sind auf den Malediven weitere Resorts geplant?
Rund 30 Inseln im Süden wurden von der Regierung für Investoren freigegeben. Aber man muss vorsichtig sein. Die Hotel-Einstiegskosten sind wahnsinnig hoch geworden und es wird immer schwieriger, Geld zu verdienen. Die Betriebskosten sind sehr hoch, die Logistik ist überlebenswichtig. Alle Lebensmittel werden per Boot aus Male angeliefert.
Interview mit Carsten Schieck, General Manager des Conrad Maldives.
Das Stranderlebnis ist auf den Malediven größer als auf den Seychellen", sagt Carsten Schieck. Der umtriebige Deutsche ist seit sechs Jahren General Manager des Conrad Maldives und hat auf seiner Visitenkarte auch "Island-Chief" stehen. In seiner Amtszeit wurde das Resort um 50 Millionen US-Dollar herausgeputzt.
KURIER: Wieso wurde das Hilton Maldives auf Conrad Maldives umgetauft?
Carsten Schieck: Conrad ist die luxuriöseste Marke der Hilton-Familie und steht für Top-Luxus und Top-Service. Nach der aufwendigen Renovierung war das Rebranding notwendig.
Was macht das Conrad Maldives einzigartig?
Es ist ein Zwilling-Insel-Resort und bietet daher viel Weitläufigkeit. Einzigartig sind die Vielfalt der Villen-Kategorien, das Spa-Resort mit 21 Wasservillen, die über einen eigenen Behandlungsraum verfügen, die kulinarische Vielfalt und vor allem das Unterwasserrestaurant.
Wie hoch ist die Auslastung im Resort?
Wir liegen durchschnittlich bei 87 Prozent. In der Hauptsaison von November bis April können wir preislich verlangen, was wir wollen. Da sind wir immer voll. Schwierig sind Mai, Juni und Juli. Da sind Villen frei.
Wie schaut's mit der Konkurrenz im Top-Segment aus?
Im Luxusbereich öffnen jährlich neue Insel-Resorts. Das Problem: Die Malediven haben zwar besuchermäßig Zuwachsraten, aber nicht im Luxussegment.
Aus welchen Ländern kommen ihre Gäste?
30 % aus Großbritannien, 20 % aus Deutschland, der Rest ist bunt gemischt. Auffallend: Tauchen spielt keine große Rolle. Unsere Gäste wollen Relaxen, Spa-Anwendungen und gutes Essen genießen. Ein Top-Tauchzentrum zu haben ist natürlich wichtig. Aber nur 20 % unserer Gäste kommen, weil sie tauchen wollen.
Ist die Korallenbleiche noch ein Thema?
Wissenschaftler haben mir gesagt, dass die Riffe nun in besserem Zustand sind als vor zehn Jahren.
Sind auf den Malediven weitere Resorts geplant?
Rund 30 Inseln im Süden wurden von der Regierung für Investoren freigegeben. Aber man muss vorsichtig sein. Die Hotel-Einstiegskosten sind wahnsinnig hoch geworden und es wird immer schwieriger, Geld zu verdienen. Die Betriebskosten sind sehr hoch, die Logistik ist überlebenswichtig. Alle Lebensmittel werden per Boot aus Male angeliefert.