Meinungen und Infos zur CleverCard
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Lange Rede kurzer Sinn:
Diese Karte ist ein Instrument, Konsumenten genau dorthin zu schieben, wo sie die Post haben will. Man vergißt leicht, daß die Post nicht nur Briefe und Pakete zustellt sondern daß die Post eines der größten Direktmarketing-Unternehmen Europas ist. Da die Post jeden Schritt, den der Kunde im Internet mit diesem Service macht, genau protokollieren kann, wird zukünftige Werbung genau darauf zugeschnitten.
Außerdem ist die Post im Adresshandel sehr aktiv. Man kann also davon ausgehen, daß Adressen mit solchen detaillierten Surf- und Kaufgewohnheiten sehr viel teuerer verkauft werden können als normale Adress-Datensätze.
Es geht also um Marktanteile und um Verkauf in geschickter Verpackung.
Wer sich also gerne manipulieren lassen will und nichts dagegen hat, wenn er als "gläserner Bürger" herum läuft, für den ist diese Karte sicherlich interessant. Für einen mündigen Bürger, der sich seine Privatsphäre bewahren will ist jedoch absolut abzuraten.
Gruß justii -
Wer gern als manipulierter "gläserner" Bürger durch die Gegend läuft, soll sich die Karte holen. Wer jedoch ein mündiger Bürger ist und Wert darauf legt, daß er noch eine gewisse Privatsphäre hat, sollte getrost darauf verzichten.
Zum Einen: Woher nimmt die Post das Recht, mir meinen Konsum vorschreiben zu wollen oder zu zensieren welche Anbieter diese nicht für mich geeignet hält oder welche Dienste ich nutzen soll? Ich nenne das schlicht und einfach: Manipulation!
Zum Anderen: sollten wir nicht vergessen, daß die Post nicht nur mit Briefe und Pakete zustellen beschäftigt ist sondern einer der größten Direktmarketing-Anbieter und Adresshändler der Welt ist. Mit dieser Karte wird jeder Schritt im Netz, jeder Kauf, jedes gespielte Game usw. genau protokolliert (gläserner Bürger). Zukünftige Werbung wird genau darauf zugeschnitten und das Profil ständig verfeinert.
Adressdaten mit solch detaillierten Fakten (Surf- und Konsumgewohnheiten) sind sicherlich sehr viel teuerer zu verkaufen als ganz normale Adress-Datensätze.
Mit Datenschutz hat das Ganze dann nicht mehr viel zu tun. Wir wehren uns gegen Spam-Emails und gegen Werbung im Briefkasten und dann geben wir der Post genau die Daten, mit denen wir mit Werbung noch besser eingeschüttet werden können. -
Hallo zusammen,
ich habe mein Starter-Paket letzte Woche bekommen. Zuvor wurde ich angeschrieben, ob ich interessiert bin (ich habe per Antwortkarte abgefordert).
Es lagen 6 mehr oder weniger interessante Clevercards bei, u. a. kann man sich ein Lied von vieren (u. a. Seal, James Blunt) kostenlos herunterladen.
Die Clevercards öffnen alle einen individuellen Link im Internet, daher kann mit jeder Clevercard z. B. auch nur einmal ein Lied heruntergeladen werden. Der Code wird dann als benutzt erkannt.
Wenn Clevercard-Besitzer/-erhalter Vorteile bekommen, die man sonst nicht im Netz erhält, ist das sicher interessant!
Vielleicht entsteht auch ein Sammlermarkt für die Karten.
Ich kenne die Verfolgungswahn-Theorien von Justii, aber ein mündiger Bürger und ein mündiger Verbraucher, der sich gern mit Reklame beglücken lässt, schließen sich nicht aus. Als ob nicht eh schon alle Daten beim BKA/BND lägen.
Und das Surfverhalten kann seitens der Post sicher NICHT kontrolliert werden. Hier werden Diskussionen geführt, wo in 20 Jahren kein Hahn mehr nach kräht.
Beste Grüße,
Schredder -
Falls Du -und andere Interessierte- noch nicht auf der Seite nachgeschaut haben - hier die Erklärung der Post:
Was ist Clevercard? Clevercard ist .... die Eintrittskarte für deine Onlinewelt.
Das heißt: Mit diesem innovativen Service der Deutschen Post entdeckt man Onlinewelten auf eine völlig neue Art. Denn mit Clevercard landet man im Internet immer direkt dort, wo man hin will und wo es für einen persönlich wirklich interessant ist. Kein Suchen, kein langes Surfen oder Recherchieren – echt clever.
Clevercard ist aktuell die einfachste und schnellste Art, die Welt des Internets für sich zu nutzen und tolle Inhalte wie Aktionen, Spiele, Filme, Musik etc. zu erleben.
Was ist das Clevercard-Starter-Paket? Wer Clevercard nutzen möchte, braucht nur das Starter-Paket der Deutschen Post. Es enthält alles, um Clevercard direkt am Computer auszuprobieren und zu erleben.
Es gibt zwei Varianten des Starter Pakets: Clevercard-Lesegerät + 8 Karten Clevercard-Connector + 1 Tastatur
Wie und wo erhalte ich das Starter-Paket? Clevercard befindet sich aktuell noch in der Pilotphase. Das Starter-Paket gibt es daher momentan nur in einer begrenzten Auflage für 4000 Kunden, die von der Deutschen Post bereits eine entsprechende Bestellkarte erhalten haben. Leider sind Direktbestellungen von Clevercard nicht möglich. Besteller die jetzt nicht da bei sein können, erhalten nach erfolgreichem Test ein Starpaket zugesandt. Der genaue Termin steht noch nicht fest. Die Startpakete für die ersten 4000 Besteller werden am 20.09.2007 versandt.
Was sind die Clevercard-Karten? Die Clevercard-Karten sind intelligente Papierkarten in Visitenkartengröße. Auf ihnen sind die Daten und links gespeichert, die Ihnen an Ihrem Computer direkt den für Sie entsprechenden Inhalt öffnen. Jede Karte bietet einen neuen Inhalt und ist ein überraschendes Erlebnis.
Wie nutze ich die Clevercard-Karten? Ganz einfach! Karte in das mit dem Computer verbundene kleine Lesegerät schieben und schon erscheint der für Sie interessante Inhalt.
(Detailerklärung as Clevercard-Lesegerät schließen Sie einfach über USB an Ihren Computer an. Es ist keine Software-Installation notwendig. Dann schieben Sie eine Clevercard-Karte mit der Bildfläche nach oben in das Lesegerät. Nach wenigen Sekunden eröffnet sich der auf der Karte angekündigte Inhalt.)
Was ist die Clevercard-Tastatur? Die Clevercard-Tastatur ist ein ca. A4 großes Pad aus intelligentem Papier. Auf ihm sind die Daten und links gespeichert, die Ihnen an Ihrem Computer unterschiedliche Inhalte öffnen. Jede Tastatur bietet 4-8 unterschiedliche Inhalte und ist ein überraschendes Erlebnis.
Wie bediene ich die Tastatur? Ganz einfach! Den mit dem Computer verbundenen Connector auf die Tastatur schieben, auf den Inhalt Ihrer Wahl drücken und dieser erscheint direkt auf Ihrem Bildschirm. (Detailerklärung: Das Clevercard-Connector schließen Sie einfach über USB an Ihren Computer an. Es ist keine Software-Installation notwendig.
Dann wird der Connector mit der Öffnung auf die Tastatur geschoben, so dass die zweilagige Papierlasche vollständig in die Öffnung des Connectors passt. Die Tastatur sollte sich dabei nicht wölben.
Drücken Sie etwas länger auf den Start-Pfeil und danach auf einen Inhalt Ihrer Wahl. Nach wenigen Sekunden eröffnet sich der entsprechende Inhalt.)
Die Vorteile von Clevercard auf einen Blick?
Einfach Karte rein, Inhalt da – Clevercard ist ganz easy zu nutzen.
Direkt Ohne Umwege erscheint direkt entsprechende Inhalt.
Schnell Kein Suchen, kein Rumsurfen.
Individuell Inhalte und Onlinewelten, die wir für Sie gemacht sind, weil sie für Ihre Interessen zusammengestellt wurden.
Sicher Keine Viren, keine Crashs. Clevercard ist ein geschlossenes System und daher sicher. Nur was auf der Karte ist, erscheint auch auf Ihrem Bildschirm.
Vielseitig Immer wieder neue Welten entdecken.
Funktioniert Clevercard eigentlich mit jedem Computer? Clevercard funktioniert mit vielen Computern. Voraussetzungen sind ein aktuelles Windows-Betriebssystem (ab Win 98SE), Standard-Tastatureinstellungen – die Feststelltaste bitte nicht gedrückt halten – sowie eine aktive Verbindung des Computers zum Internet.
Und wenn Clevercard trotzdem nicht klappt? Sie bekommen keine Verbindung? Bitte schließen Sie das Gerät einfach erneut an. Falls Sie dennoch technische Unterstützung brauchen, wenden Sie sich bitte an die Hotlinenummer, die Sie in der Bedienungsanleitung des Starter Paketes finden.
Kostete Clevercard etwas? Nein, Clevercard ist ein kostenloser Service der Deutschen Post. -
Deutsche Post Clevercard:
Werbepest per Kartenleser
Wolf-Dieter Roth, 9. November 2008 15:17 Uhr, 27 Kommentare
Die Deutsche Post hat sogenannte “Clevercards” entwickelt, die man in einen USB-Kartenleser steckt, um dann Werbung aus dem Internet zu saugen. Freiwillig.
Das sinnloseste Gadget des Monats November scheint gefunden: Die Deutsche Post versucht ja neuerdings, technisch innovativ zu sein, schafft es dabei aber immer wieder, extrem komplizierte Lösungen zu erschaffen.
“Handy-Porto” konnte uns im Test schon weder vom Preis noch von der Sinnhaftigkeit her überzeugen. Doch es geht noch blöder - auch wenn die Karte erstens anders heisst und zweitens wenigstens einfach zu nutzen ist - wenn man sie den nutzen will:
Die “Clevercard” der Deutschen Post, das ist ein USB-Kartenleser, in den man dann regelmäßig von der Post zugeschickte Pappkärtchen schieben darf, die dann am PC über das WWW “exklusive” Werbeangebote aufrufen.
Die Omas, die aus lauter Langeweile so etwas tun dürften, werden keinen Computer benutzen, und die Kinder, die ebenfalls nichts besseres zu tun haben, dürften wiederum nicht geschäftsfähig sein.
Aber falls jemand von den Lesern Langeweile und Bock auf Werbepost hat: hier kann er die Werbekärtchen bestellen. Mit einem Sammelheft. Für 95 Kärtchen gibt es dann eine Baggerfahrt durch die Eifel.
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