Interessantes zu Formel 1 im Jahr 2009
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AMG stellt erneut Official F1 Safety Car und Official F1 Medical Car
SL 63 AMG und C 63 AMG T-Modell auch 2009 für maximale Sicherheit in der Formel 1 am Start
Auch in der Formel-1-Saison 2009 sorgen der SL 63 AMG als Official F1™ Safety Car und das C 63 AMG T-Modell als Official F1™ Medical Car für maximale Sicherheit. AMG, die Performance-Marke von Mercedes-Benz, geht mit beiden speziell aufgebauten High-Perfomance-Fahrzeugen bei allen 17 Formel-1-Rennen an den Start; der erste Einsatz ist beim Grand Prix von Australien in Melbourne (27. bis 29. März 2009). Für Entwicklung, Aufbau und Betreuung der Fahrzeuge sind die Spezialisten aus dem AMG PERFORMANCE STUDIO verantwortlich.
Der Official F1™ Safety Car ist immer dann gefragt, wenn Unfälle, schlechte Witterung oder andere gefährliche Situationen einen sicheren Rennablauf gefährden. Am Steuer des außergewöhnlichen SL 63 AMG sitzt Bernd Mayländer (Deutschland, 37 Jahre). Der ehemalige DTM-Fahrer muss sich nach einem Kommando der Rennleitung an die Spitze des Formel-1-Feldes setzen und die schnellsten Rennfahrer der Welt sicher um den Kurs führen. Schnelle Rundenzeiten sind für den Safety Car ein Muss, denn sonst würden die Formel-1-Motoren überhitzen - und gleichzeitig die Reifen und Bremsen zu stark abkühlen.
Wie schon 2008 kommt als Official F1™ Safety Car in der aktuellen Saison der Mercedes-Benz SL 63 AMG zum Einsatz. Seine ausgeprägte Fahrdynamik ist Grundvoraussetzung für den anspruchsvollen Einsatz in der Formel 1: Der AMG 6,3-Liter-V8-Motor leistet 386 kW/525 PS und ermöglicht eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in 4,4 Sekunden. Eine neu entwickelte AMG Sportabgas-anlage mit größerem Rohrdurchmesser und besonderen Endschalldämpfern lässt den AMG Hochdrehzahl-Saugmotor noch freier atmen - und noch sportlicher klingen. Für Fahrdynamik pur sorgt das AMG SPEEDSHIFT MCT 7-Gang-Sportgetriebe mit Lenkradschaltung, das Gangwechsel in nur 100 Millisekunden ermöglicht.
C 63 AMG T-Modell als Official F1™ Medical Car
Fester Bestandteil eines jeden Formel-1-Rennens ist neben dem Safety Car auch der C 63 AMG T-Modell Official F1™ Medical Car. Bei jedem Grand-Prix-Start folgt der schnelle AMG Kombi dem Formel-1-Feld in der ersten Runde, weil in dieser kritischen Phase des Rennens die Fahrzeuge noch besonders dicht zusammenliegen. Im Falle eines Unfalls während des Rennens ist der Medical Car als erstes Fahrzeug zur Stelle, um eine schnellst-mögliche Notfallbehandlung gewährleisten zu können.
Für die anspruchsvolle Aufgabe, bei der es sprichwörtlich auf jede Sekunde ankommt, ist das C 63 AMG T-Modell optimal vorbereitet: Der Performance-Kombi wird vom AMG 6,3-Liter-V8-Motor mit 336 kW/457 PS und 600 Newtonmetern Drehmoment angetrieben. Die AMG Sportabgasanlage verfügt über größere Rohrdurchmesser und neue Endschalldämpfer – das Ergebnis ist ein wesentlich markanterer Klang, der den zwei verchromten Doppelendrohren entweicht.
Für eine höhere Standfestigkeit wurden die Wasser-, Motoröl-, Getriebeöl- und die Servolenkungs-Kühlung optimiert; sichtbar auch an der neuen AMG Frontschürze mit den deutlich vergrößerten Kühlluftöffnungen. Die AMG SPEEDSHIFT PLUS 7G-TRONIC mit Zwischengasfunktion übernimmt die Kraftübertragung, perfekte Traktion garantiert die Kombination aus 3-Stufen-ESP® und Differenzialsperre mit 35 Prozent Sperrwirkung. -
Technik: SL 63 AMG - Official F1™ Safety Car
Spezielles Gewindefahrwerk und besondere Kühlmaßnahmen
Optimale Rennstrecken-Performance garantiert das speziell entwickelte Gewindefahrwerk, das sich mittels individuellem Fahrwerk-Setup auf die jeweilige Rennstrecke anpassen lässt. Perfekte Traktion unter allen Witterungsbedingungen stellt die Verbindung aus 3-Stufen-ESP® und Hinterachs-Differenzialsperre mit 30 Prozent Sperrwirkung sicher. Größer dimensionierte und zusätzliche Kühler für Motor- und Getriebeöl, Kühlwasser und die Servolenkung sorgen für die Standfestigkeit selbst bei tropischen Außentemperaturen.
Spezielle Kühlmaßnahmen und große Verbund-Bremsanlage
An Vorder- und Hinterachse kommen 19 Zoll AMG Leichtmetallräder in der extraleichten Schmiedetechnologie zum Einsatz. Auf den 8,5 Zoll bzw. 9,5 Zoll breiten Felgen sind Reifen im Format 255/35 (vorn) sowie 285/30 (hinten) montiert. Das Design der Felgen mit filigranen Doppelspeichen optimiert die Kühlung der hoch belasteten Bremsanlage ebenso wie die spezielle Kühlluftführung. Optimale Standfestigkeit und beste Verzögerungswerte sind eine Selbstverständlichkeit für die AMG Hochleistungs-Bremsanlage, die rundum mit innen belüfteten Verbund-Bremsscheiben bestückt ist. An der Vorderachse arbeiten Sechskolben-Festsättel und Scheiben der Größe 390 x 36 Millimeter, an der Hinterachse Vierkolben-Festsättel mit Bremsscheiben der Größe 360 x 26 Millimeter.
Durch gezielten Leichtbau 220 Kilogramm leichter als die Serie
Dank gezielter Leichtbaumaßnahmen bringt der SL 63 AMG Safety Car weniger Gewicht auf die Waage als sein Pendant aus der Serie – und dies trotz zusätzlicher Kühlmaßnahmen, Lichtanlage und Kommunikationsausrüstung. Motorhaube, Front- und Heckschürze, vordere Kotflügel sowie Kofferraumdeckel sind aus dem Motorsport-erprobten Kohlefaser-Verbundwerkstoff CFK gefertigt. Da der Safety Car stets geschlossen gefahren wird, entfällt zudem das Variodach. Ergebnis: Der Safety Car bringt 1750 Kilogramm auf die Waage (vollgetankt ohne Insassen), was eine Gewichtsreduktion von 220 Kilogramm bedeutet.
Neben dem speziellen Dachaufbau und den F1-Logos unterscheidet sich der SL 63 AMG Official F1™ Safety Car von dem serienmäßigen AMG Hochleistungs-Roadster durch eine Frontschürze mit größeren Kühlluftöffnungen. Am Heck fällt der modifizierte Diffusor-Einsatz in der Heckschürze auf – darin ist die aktive Hinterachs-Kühlung integriert, die Temperaturspitzen im hoch belasteten Differenzialgehäuse kompensiert. Die weißen LED-Blitzlichter in den Frontscheinwerfern und den Rückleuchten sind während des Einsatzes stets aktiv und haben eine neutrale Signalfunktion. Das Nummernschild mit Safety-Car-Schriftzug am Heck wird von knapp 700 LEDs beleuchtet und sorgt speziell bei Regen oder Dunkelheit für noch höhere Sicherheit. -
Interieur: SL 63 AMG - Official F1™ Safety Car
Innenraum mit reinem Motorsport-Flair
Im Interieur des Safety Cars dominiert reines Motorsport-Flair. Zwei AMG Sport-Schalensitze mit 4-Punkt-Gurten, Zierteile in Echt-Carbon, die schwarze Lederausstattung sowie das AMG Performance-Lenkrad mit unten abgeflachtem, 365 Millimeter großem Lenkradkranz und AMG Aluminium-Schaltpaddles bestimmen den Arbeitsplatz von Bernd Mayländer und seinem Beifahrer.
Bild:
Zur Überwachung des Renngeschehens nutzt die Besatzung des Safety Cars zwei Monitore in der Mittelkonsole, mithilfe der Funkanlage steht sie mit der Rennleitung in Kontakt. -
Technik: C 63 AMG T-Modell Official F1™ Medical Car
Gewindefahrwerk und AMG Hochleistungs-Bremsanlage
Ein einstellbares Gewindefahrwerk und die 19 Zoll AMG Leichtmetallräder in 8 bzw. 9 Zoll Breite mit Pneus der Dimension 235/35 (vorn) und 255/30 (hinten) gewährleisten perfekten Fahrbahnkontakt. Die leistungsfähige AMG Hochleistungs-Bremsanlage mit innen belüfteten und gelochten Verbundbremsscheiben an der Vorderachse bürgt für kürzeste Bremswege. Vom serienmäßigen C 63 AMG T-Modell unterscheidet sich der Official F1™ Medi-cal Car durch die neue AMG Frontschürze mit größeren Kühlluftöffnungen und spezieller Bremsenkühlung.
Im Diffusor-Einsatz am Heck sitzt die aktive Kühlung des Hinterachsdifferenzials. Wie der Safety Car zeigt auch der Medical Car seine Ausnahmerolle durch die F1 Logos, den Dachbalken sowie die stroboskopartigen LED-Blitzlichter an Front und Heck. Der besseren Visualisierung bei Dunkelheit oder schlechtem Wetter dient das mit LEDs beleuchtete Nummernschild mit Medical-Car-Schriftzug an der Heckklappe. -
Interieur: C 63 AMG T-Modell Official F1™ Medical Car
Gefahren wird der Official F1™ Medical Car vom Rennfahrer Alan van de Merwe (Südafrika); sein Beifahrer ist der offizielle FIA-Grand-Prix-Chefarzt Dr. Gary Hartstein (Belgien). Sie nehmen auf AMG Sportschalensitzen mit 4-Punkt-Gurten Platz – ebenso wie die beiden assistierenden Ärzte im Fondabteil.
Die zwei in der Mittelkonsole integrierten Monitore helfen der Besatzung bei der Überwachung des Renngeschehens; zur Kommunikation mit der Rennleitung ist eine Funkausrüstung an Bord. Schwarzes Leder und Aluminium-Zierteile prägen die funktionelle Atmosphäre des Innenraums. Das 365 Millimeter große AMG Performance- Lenkrad mit unten abgeflachtem Lenkradkranz und AMG Aluminium-Schaltpaddles garantiert eine perfekte Fahrzeugbeherrschung. Der 485 Liter große Kofferraum bietet reichlich Platz für die komplette Notfallausrüstung inklusive Defibrillator und Beatmungsgerät.
Bild
- AMG Sportschalensitzen mit 4-Punkt-Gurten
- Auch im Medical Car kann das Renngeschehen auf zwei Monitoren überwacht werden -
Seit 1996: Acht Generationen Safety Cars von AMG
AMG stellt seit zwölf Jahren permanent den Official F1™ Safety Car und den Official F1™ Medical Car in der Königsklasse des internationalen Motorsports.
Alle AMG Safety Cars auf einen Blick
1996: C 36 AMG (W 202)
ab 1997: CLK 55 AMG (C 208)
2000: CL 55 AMG (C 215)
ab 2001: SL 55 AMG (R 230)
2003: CLK 55 AMG (C 209)
ab 2004: SLK 55 AMG (R 171)
ab 2006: CLK 63 AMG (C 209)
ab 2008: SL 63 AMG (R 230)
Alle Medical Cars von AMG im Überblick
1996: C 36 AMG (W 202)
1997: C 36 AMG (W 202); E 60 AMG (W 210)
ab 1998: C 55 AMG T-Modell (S 202)
ab 2001: C 32 AMG T-Modell (S 203)
ab 2004: C 55 AMG T-Modell (S 203)
ab 2008: C 63 AMG T-Modell (S 204)
Bereits 1984 kam sporadisch ein AMG E-Klasse Coupé mit V8-Triebwerk als Medical Car zum Einsatz. Die Aktivitäten des Affalterbacher Unternehmens stehen somit auch für das langfristige Engagement von Mercedes-Benz in der Formel 1. -
Vorschau: Grand Prix von Malaysia
Lewis Hamilton:
„Das Rennen in Melbourne lief für mich sehr gut, doch mein dritter Platz sollte uns nicht darüber hinweg täuschen, dass unser Auto noch nicht so weit ist, dieses Ergebnis aus eigener Kraft zu wiederholen. Dazu kommt, dass Sepang eine der schwierigsten Strecken im Kalender ist. Wir werden hier wahrscheinlich weiter hinter der Spitze zurückliegen als zuletzt im Australien. In Sepang kommt es auf mechanischen Grip und vor allem auf die Aerodynamik an. Letztere gehört noch nicht zu den Stärken des MP4-24. Dennoch haben uns die letzten Fortschritte sehr ermutigt und wir werden wie immer alles geben, um auch in Malaysia ordentlich Punkte zu sammeln.”
Heikki Kovalainen:
„Der Kurs von Sepang stellt uns vor keine leichte Aufgabe. Um die optimale Abstimmung zu finden, musst du einen guten Kompromiss finden. Auf den Geraden brauchst du nur wenig Abtrieb, doch wenn es zu wenig ist, kann das Auto in den Kurven rutschen. Mir gefallen die Kurven fünf und sechs am besten, eine Links-Rechts-Kombination hinter den Boxen, in der wir ungefähr 250 km/h schnell sind. Zudem brauchst du eine gute Balance, standfeste Bremsen und eine effiziente Kühlung, sonst bekommst du gegen Ende des Rennens Schwierigkeiten. Das einzige Problem für mich ist die Hitze. Als Finne kenne ich zwar diese Zahlen auf dem Thermometer – aber mit einem Minuszeichen davor.“
Martin Whitmarsh, Vodafone McLaren Mercedes Teamchef
„Trotz des guten Rennergebnisses entsprach unsere Leistung in Australien nicht unseren Vorstellungen. Auch im Rennen am kommenden Wochenende in Malaysia werden wir uns kaum deutlich steigern können. Wir arbeiten weiter daran, das Auto zu verbessern, doch in den wenigen Tagen zwischen den ersten beiden Rennen haben wir dazu nicht viele Möglichkeiten. Immerhin werden wir einzelne Komponenten verbessern können. Unser Ziel ist klar: Wir müssen uns schneller steigern als unsere Konkurrenten, damit wir sie erst einholen und dann mit ihnen kämpfen können. Darauf konzentrieren wir uns und wir sind zuversichtlich, dass wir das schaffen werden - eher früher als später.“
Norbert Haug, Mercedes-Benz Motorsportchef
„Mit dem dritten Platz von Lewis endete der Saisonauftakt in Melbourne für uns erfreulicher als wir das nach seinem 18. Startplatz erwartet hatten. Verglichen mit unseren Testergebnissen vor zweieinhalb Wochen in Barcelona war das ein Schritt nach vorne, ein achtbares Ergebnis und hauptsächlich das Verdienst von Lewis, der ein tolles Rennen fuhr und seine Weltmeisterklasse bewies. Unser Team setzte eine gute Strategie perfekt um. Zudem lief während des Rennens auch einiges für uns. Allerdings können wir nicht erwarten, dass das am kommenden Wochenende in Malaysia auch so sein wird. Wir werden alle weiter arbeiten, um unser technisches Paket weiter zu verbessern.“
Fahrer-Statistik
Lewis Hamilton
Starts: 36
Siege: 9
Pole Positions: 13
Schn. Runden: 3
Km in Führung: 2.833 km
WM-Punkte: 213
Heikki Kovalainen
Starts: 36
Siege: 1
Pole Positions: 1
Schn. Runden: 2
Km in Führung: 197 km
WM-Punkte: 83 -
Trulli und Hamilton bei den Stewards: Eine neue Anhörung
Nachdem die FIA die Untersuchgungen im Fall Trulli/Hamilton wieder aufgenommen hat, wurden beide Fahrer zu den Stewards zitiert.
Mittlerweile ist der 2. April und die Neuauflage der Causa Jarno Trulli/Lewis Hamilton ist nicht vom Tisch. Am Mittwoch war aufgekommen, dass die FIA trotz des zurückgezogenen Einspruchs von Toyota die Vorgänge neu aufrollen will, die zur Bestrafung von Trulli in Australien geführt hatten. Mittlerweile wurden der Italiener und auch Hamilton zu den Stewards gerufen, die neue Beweise vorliegen haben. Dabei soll es sich um den Funkverkehr zwischen Hamilton und seinem Team handeln und daraus soll hervorgehen, ob der Brite Trulli in Melbourne absichtlich vorbeigelassen hatte oder nicht. Trulli hatte wegen Überholens hinter dem Safety Car eine Strafe von 25 Sekunden erhalten, die ihn von Rang drei auf Platz zwölf zurückwarf, während Hamilton damit Dritter wurde.
Für den Toyota-Piloten scheint der Fall jedenfalls ganz eindeutig gelagert zu sein. "Die FIA hat es bei der Entscheidung falsch hinbekommen. Wir haben alle Beweise, inklusive Hamiltons Eingeständnis, dass ich ihn nicht überholt habe. Er ließ mich vorbei. Hamilton hatte ein Problem und wurde langsamer, er stoppte beinahe. Er erlaubte es mir, vorbeizufahren. Ich konnte nichts Anderes machen, als weiterzufahren und um das zu machen, musste ich ihn überholen", sagte er der New Strait Times.
Direkt nach dem Rennen meinte auch Hamilton, dass er Trulli absichtlich vorbeigelassen hatte. Warum dann nach dem Steward-Meeting in Melbourne eine Strafe ausgesprochen wurde, ist allerdings nicht klar. Das könnte eigentlich nur passiert sein, wenn dort etwas Anderes gesagt wurde. Laut Artikel 179b des internationalen Sportkodex kann die FIA die Untersuchung neu eröffnen, wenn es neue Beweise gibt - und die scheint es ja zu geben. Ein Ergebnis der Anhörung steht bislang noch aus. -
Hamilton in Australien disqualifiziert: Trulli-Strafe aufgehoben
Lewis Hamilton und McLaren wurden wegen widersprüchlicher Angaben vom Australien Grand Prix disqualifiziert. Jarno Trulli ist wieder Dritter.
Nach einer Anhörung am Donnerstag in Sepang, bei der noch einmal die Vorfälle zwischen Lewis Hamilton und Jarno Trulli hinter dem Safety Car in Melbourne besprochen wurden, haben die Stewards entschieden, dass Hamilton aus dem Rennen ausgeschlossen wird. Grund für dieses Urteil war die Feststellung der Stewards, dass der Brite und sein Team bei der Anhörung direkt nach dem Rennen irreführende Beweise vorgelegt hatten.
Hamilton hatte das Rennen eigentlich als Vierter beendet, da Jarno Trulli ihn aber hinter dem Safety Car überholte und dafür eine Strafe von 25 Sekunden bekam, rückte er auf Rang drei vor. In der Anhörung damals wurden anscheinend andere Angaben gemacht als in der Öffentlichkeit, denn gegenüber den Medien hatten Hamilton und McLaren gesagt, dass man Trulli absichtlich vorgelassen hatte, weil er zuvor seinen Platz verloren hatte, als er einen Fehler machte. Um sicherzugehen, dass Hamilton keine Strafe bekommt, sei der Italiener vorbeigewinkt worden, hieß es. Was auch immer in der damaligen Anhörung wirklich gesagt wurde, es gab anscheinend Beweise, die die Original-Aussagen widerlegten - dabei soll es sich um Funksprüche gehandelt haben.
In einem Statement der Stewards hieß es: "Nachdem die Stewards die neuen Elemente in Betrachtung genommen haben, die ihnen vom Australien Grand Prix 2009 vorgelegt wurden, sind sie der Meinung, dass der Fahrer mit der Nummer 1, Lewis Hamilton und Teilnehmer Vodafone McLaren Mercedes auf eine Art gehandelt haben, die dem Verhalten des Ereignisses nicht angemessen war, indem man bei der Anhörung am 29. März 2009 Beweise vorlegte, die die Stewards absichtlich getäuscht haben. Das ist eine Verletzung des Artikels 151c des internationalen Sportkodex. Unter Berufung auf Artikel 158 des internationalen Sportkodex werden der Fahrer mit der Nummer 1, Lewis Hamilton und der Teilnehmer Vodafone McLaren Mercedes von der Rennwertung des Australien Grand Prix 2009 ausgeschlossen und die Wertung wird dementsprechend angepasst."
Gleichzeitig wurde auch die Strafe gegen Jarno Trulli aufgehoben, der damit wieder Dritter ist. -
Warum die FIA Hamilton disqualifizierte: Funkverkehr vs. Interviews
Die FIA hat klargestellt, was zur Verurteilung Lewis Hamiltons geführt hat. Zwischen Medien-Interviews, Funk und Aussage gab es Diskrepanzen.
Zwar gab es zur Disqualifikation von Lewis Hamilton und McLaren in Melbourne eine knappe Aussage der FIA, in der es hieß, man habe irreführende Angaben gemacht, die zum Nachteil der Veranstaltung gewesen seien, aber was genau zur Urteilsfindung führte, wurde nicht angegeben. Das wurde mittlerweile nachgeholt. Bei der ersten Anhörung in Melbourne hatten die Stewards keine Aufzeichnungen des Funkverkehrs zur Verfügung und es fehlten ihnen auch die Kommentare gegenüber den Medien. Rein vom Videomaterial her mussten die Stewards davon ausgehen, dass Jarno Trulli Hamilton hinter dem Safety Car überholt hatte, nachdem er zuerst den Platz an den Briten verloren hatte, weil er von der Strecke kam.
Bei der Anhörung nach dem Rennen wurden Hamilton und sein Team Manager David Ryan gefragt, ob es eine Anweisung an den Fahrer gegeben hatte, Trulli vorbeizulassen. Beide sagten, dass es eine derartige Anweisung nie gegeben hat. Der Renndirektor fragte Hamilton sogar spezifisch, ob es eine Anweisung gab, Trulli überholen zu lassen. Hamilton sagte, er habe keine Order erhalten und den Italiener auch nicht vorbeigelassen. Die neuen Beweise, die die Stewards dazu veranlassten, den Fall neu aufzurollen, zeigten anscheinend das Gegenteil.
So wurde einerseits festgestellt, dass Hamilton kurz nach dem Rennen und vor dem Meeting mit den Stewards ein Interview gab, in dem er sagte, dass ihm das Team gesagt hatte, Trulli vorbei zu lassen. Andererseits zeigte der Funkverkehr, dass das Team dem Fahrer zwei Mal gesagt hatte, Trulli vorbei zu lassen. Aus diesem Grund hatten die Stewards den Eindruck, dass sie von Hamilton und seinem Team Manager in die Irre geführt wurden, was dazu führte, dass Trulli eine ungerechtfertigte Strafe erhielt.
Der Inhalt des Funkverkehrs war folgender:
Team: OK Lewis, du solltest sicherstellen, dass dein Delta nach der Safety-Car-Linie positiv ist. Nach der Safety-Car-Linie ist das Delta unwichtig. Aber kein überholen. Kein Überholen.
Lewis Hamilton: Der Toyota ging in der zweiten Kurve von der Linie, ..., ist das OK?
Team: Verstanden, Lewis. Wir klären das und kommen zu dir zurück.
Lewis Hamilton: Er war abseits der Strecke, er kam nach draußen.
Team: Lewis, du wirst den Toyota durchlassen müssen. Lass den Toyota durch.
Lewis Hamilton: OK
Lewis Hamilton: Er ist genau vor mir langsamer geworden.
Team: OK, Lewis. Bleib einstweilen vorne. Bleib vorne. Wir melden uns wieder. Wir sprechen mit Charlie.
Lewis Hamilton: Ich hab ihn schon vorbeigelassen.
Team: OK, Lewis. Das ist in Ordnung. In Ordnung. Halte die Position. Halte die Position.
Lewis Hamilton: Sagt Charlie, dass ich ihn schon überholt hatte. Ich habe ihn gerade vorbei gelassen.
Team: Ich verstehe Lewis. Wir checken das. Du kannst jetzt auf gelb G5 gehen, gelb Golf 5.
Lewis Hamilton: Ich muss ihn nicht vorbeilassen, ich sollte die Position zurückbekommen, wenn er einen Fehler gemacht hat.
Team: Ja, das verstehen wir Lewis. Machen wir es einfach nach dem normalen Prozedere. Wir fragen jetzt Charlie. Du bist auf P4. Halte diese Position. Halte es einfach zusammen.
Team: OK Lewis, dein KERS ist voll, dein KERS ist voll. Pass also auf. Du kannst zurück auf schwarz F2 gehen, schwarz Foxtrott 2.
Lewis Hamilton: Irgendwelche Neuigkeiten von Charlie, ob ich zurück überholen kann oder nicht?
Team: Wir warten noch auf Antwort, Lewis, wir warten noch.
Team: Lewis, arbeite mit deinen Bremsen bitte. Die Vorderbremsen sind kalt.
Team: Wenn wir KERS verwenden könnten, wäre das gut. Wenn du KERS entlädst, mach das bitte jetzt.
Team: OK, Lewis, das ist die letzte Runde des Rennens. Am Ende der Runde wird das Safety Car hereinkommen, fahr einfach ohne Überholen über die Linie, ohne Überholen. Wir schauen uns die Trulli-Sache an, aber halte deine Position.
Aufgrund der neuen Beweise und der Erkenntnisse der Stewards wollte es die FIA am Donnerstag auch noch nicht ausschließen, dass Hamilton weiteres Ungemach drohen könnte. Ein Vergehen gegen Artikel 151c des Sportkodex kann jedenfalls mit Strafen bis zum WM-Ausschluss geahndet werden. In Sepang wurde sogar schon davon gesprochen, dass sich der World Motor Sport Council der Sache annehmen könnte. -
Lauda hält späte Disqualifikation für absurd: Schaden für die Formel 1
Niki Lauda war zwar aus gesundheitlichen Gründen nicht beim Rennen in Australien, hatte aber dennoch einiges zu den Vorfällen zu sagen.
Formel 1-Experte Niki Lauda zeigte sich wenig erfreut über die nachträgliche Disqualifikation von McLaren-Mercedes und Lewis Hamilton. Der Grund dafür ist, dass Lauda weiteren Schaden für die Formel 1 befürchtet, denn für die Fans sei ein solches Hin und Her kaum noch nachvollziehbar.
"Es ist absurd und der größte Witz aller Zeiten, dass man vier Tage benötigt, um das Rennen vollständig zu sichten und ein Resultat festzulegen", sagte der Österreicher in einem RTL-Interview. Entscheidungen müssten auch so gefällt werden, dass der Zuschauer sie verstehen kann.
Für die kommende FIA-Verhandlung am 14. April sagt Lauda klar voraus, dass dort keine neuen Erkenntnisse erzielt, und die Resultate der ersten Rennen bestätigt werden würden. "Die Sportkommissare haben ja schon nach dem Rennen in Melbourne entschieden, dass die Autos mit Diffusor legal sind. Aus und fertig! Die Teams mit Diffusor waren eben die Gescheiteren."
Die Teams ohne Diffusoren müssten eben nachrüsten, auch wenn Getriebe und Hinterradaufhängung dafür neu entwickelt werden müssten, da man den Diffusor nicht nachträglich einbauen könne.
Vom Rennen selbst zeigte Niki Lauda sich beeindruckt, wie fast alle Beobachter. Die Umkehrung der Kräfte lassen wohl selbst alte Hasen wie den ehemaligen Weltmeister nicht kalt. Lauda lobte die Leistungen der Sieger Brawn GP, denn nicht immer könnten Erwartungen an ein Team auch erfüllt werden. Dennoch glaubt er nicht, dass Brawn GP in jedem Rennen dominieren kann.
"Es wird von Strecke zu Strecke verschieden sein. Der Sepang-Kurs ist anders als der in Melbourne eine richtige Rennstrecke. Die Autos müssen dort gut liegen, brauchen viel Grip, das ganze aerodynamische Paket spielt hier eine besondere Rolle." Die perfekte Strecke, um die Autos miteinander vergleichen zu können. Lauda erwartet, dass erst in Malaysia die wahre Stärke von Brawn GP offenbart wird. -
Ryan-Suspendierung bei McLaren offiziell: Seine Rolle in Melbourne
Nachdem die Gerüchte darüber bereits kursierten, machte McLaren am Freitagnachmittag (Malaysia-Zeit) die Suspendierung von Sportdirektor Dave Ryan offiziell.
Nach der Disqualifikation von Lewis Hamilton für den Australien Grand Prix wegen absichtlich irreführender Angaben hat McLaren nun offiziell Sportdirektor Dave Ryan suspendiert. Gerüchte darüber hatten schon den gesamten Freitag in Sepang die Runde gemacht.
McLaren Teamchef Martin Whitmarsh erklärte: "In meinen 20 Jahren bei McLaren glaube ich nicht, einen noch engagierteren Menschen getroffen zu haben als Davey. Er war seit 1974 ein integraler Bestandteil von McLaren und hat eine wichtige Rolle bei den vielen Weltmeisterschafts-Erfolgen des Teams gespielt."
So viel zur Verabschiedung. Bei den Gründen dafür klang Whitmarsh etwas ernster. "Seine Rolle bei den Vorgängen am vergangenen Sonntag, speziell sein Umgang mit den FIA-Stewards, hat für das Team ernste Auswirkungen gehabt, für die wir uns entschuldigen. Deswegen habe ich ihn heute Morgen suspendiert und er hat das akzeptiert." -
Whitmarsh wegen Australien beschämt: Darüber müssen wir reflektieren
Martin Whitmarsh schilderte, warum er Dave Ryan suspendieren musste und wollte in weiterer Folge keine Konsequenzen ausschließen - auch nicht Rücktritt.
Die nachträgliche Disqualifikation von Lewis Hamilton und McLaren für das Rennen von Melbourne war für Teamchef Martin Whitmarsh klarerweise keine lustige Angelegenheit. Mittlerweile hat er Sportdirektor Dave Ryan suspendiert, weil er dafür verantwortlich sein soll, dass im Steward-Meeting von Melbourne zur Causa Jarno Trulli "absichtlich irreführende Angaben" gemacht wurden. Hamilton könnten zudem noch weitere Konsequenzen drohen, sollte die FIA der Meinung sein, der McLaren-Pilot hätte sich besonders viel zu schulden kommen lassen. Whitmarsh meinte am Freitag in Melbourne, dass ihn die ganze Sache beschämt habe.
Er gab an, keine andere Wahl gehabt zu haben, als Ryan zu suspendieren. "Nach einem Gespräch mit Dave, das von vergangener Nacht bis heute Morgen ging, war klar, dass er während des Steward-Meetings nach dem Australien Grand Prix nicht die volle Wahrheit gegenüber den Stewards gesagt hat. Deswegen hatten wir heute keine andere Möglichkeit, als ihn zu suspendieren. Wie ihr euch vorstellen könnt, ist das ein sehr trauriger Tag für das Team. Wir müssen damit dieses Wochenende zurechtkommen. Wir müssen die ganzen Ereignisse darum herum etwas genauer betrachten", sagte Whitmarsh.
Ryan und Hamilton handelten von sich aus
Er selbst konnte nur sagen, dass ihm die Angelegenheit sehr, sehr leid tue und er sich sicher nicht gewünscht hat, dass die Saison so losgeht. "Wegen dieser Sache sind das Team und ich nicht nur sehr beschämt, sondern bedauern es auch sehr. Für Davey war es ein niederschmetternder Tag." Whitmarsh musste aber betonen, dass Ryan und Hamilton von sich aus gehandelt hatten, als sie den Stewards in Melbourne nichts über den Funkverkehr während des Rennens erzählten. Gleichzeitig meinte er, Ryan habe sicher nicht die Absicht gehabt, die Stewards hinter das Licht zu führen.
"Er ging mit Lewis in das Meeting und ich bin mir sicher, seine Absicht war es, sehr klar und ehrlich zu sein. Ich denke aber, während des Meetings - so wie wir das während der vergangenen 24 Stunden rekonstruiert haben - wurde klar, dass er nicht so ausführlich und umfassend war, wie er das hätte sein sollen." Auch über Hamilton musste Whitmarsh sagen, dass er wohl annehme, dass sein Fahrer nicht gänzlich die Wahrheit gesagt hatte. "Wir haben aber mit Davey gesprochen. Er war das leitende Mitglied des Teams und sie gingen da gemeinsam rein. Ich denke, sie wollten die Situation richtig handhaben, machten es aber falsch - aber Davey war als leitendes Mitglied des Teams verantwortlich dafür, was passiert ist und deswegen habe ich heute Morgen die Entscheidung getroffen."
Zeit für Reflektion
Wie es mit Ryan in Zukunft weitergeht, will Whitmarsh erst entscheiden, wenn das Team nach dem Malaysia Grand Prix wieder zu Hause ist. In der Zwischenzeit will der Teamchef ein noch klareres Bild der Situation gekommen. Weitere Maßnahmen schloss er nicht aus, auch nicht einen möglichen Rücktritt seinerseits. "Ich denke, es gibt da viele Dinge, die mir heute durch den Kopf gehen und die Sache passierte bei einer Veranstaltung, bei der wir den bestmöglichen Job machen wollten. Ich denke, als Team haben wir momentan jemanden verloren, der ein wichtiger Anker der Organisation war und wir müssen sicherstellen, dass wir zusammenstehen, damit wir dieses Wochenende so gut wie möglich abschneiden." Danach sei es dann Zeit für eine gemeinsame Reflektion. -
Alonso überrascht McLaren-Strafe nicht: Früher oder später musste man sie erwischen
Fernando Alonso wundert es nicht, dass McLaren mit abweichenden Aussagen erwischt wurde. Bernie Ecclestone fragt sich, ob der Richtige gehen musste
Fernando Alonso ist nach der Saison 2007 nicht gerade im Guten von McLaren geschieden, nachdem er sich beim Team nicht passend behandelt fühlte und der Meinung war, dass Lewis Hamilton ihm vorgezogen wurde. Angesichts der Kontroverse um Hamilton, McLaren und widersprüchliche Aussagen vor den Stewards in Melbourne konnte der Spanier jetzt nur sagen, dass ihn das alles sehr an Ungarn im Jahr 2007 erinnerte. Damals gab es Probleme, weil Alonso Hamilton im Qualifying an der Box aufgehalten hatte und nach der Anhörung eine Strafe gegen den Spanier ausgesprochen wurde.
"Das ist nicht das erste Mal, dass sie bei den Stewards waren", meinte Alonso gegenüber der AS. "Es ist auch nicht das erste Mal, dass sie bei den Stewards gelogen haben, sie mussten also früher oder später erwischt und bestraft werden."
Etwas ungläubig verfolgt hatte die ganze Geschichte Bernie Ecclestone. Der Formel-1-Boss konnte nicht ganz glauben, dass wirklich Sportdirektor Dave Ryan die Schuld daran tragen soll und vermutete, dass er als Sündenbock dient. "Ich bin mir nicht sicher, ob es da den Richtigen getroffen hat. Dave Ryan war nur ein Angestellter. Handelt so einer auf eigene Faust?", fragte Ecclestone laut auto motor und sport. -
McLaren droht weitere Strafe: Untersuchung läuft noch
Die FIA wartet auf einen abschließenden Bericht zur Bestrafung von Lewis Hamilton. Danach könnte mehr Ärger drohen.
Schon nach der Disqualifikation von Lewis Hamilton vom Australien GP gab es Meldungen, wonach Fahrer und Team noch mehr Ungemach drohen könnte. Am Freitag entschuldigte sich Hamilton öffentlich für die Falschinformation der Rennkommissare in Melbourne. "Wir erkennen es an, dass er alles klar gestellt hat", so ein FIA-Sprecher.
Die FIA wartet nun auf einen Report eines FIA-Beobachters und der Rennkommissare, der auch enthalten soll, ob das Team weiter involviert war als Hamilton und der mittlerweile suspendierte Sportdirektor Dave Ryan. Danach werde man entscheiden, ob der Fall an den World Motor Sport Council weitergegeben wird. Dann könnten dem Team abermals eine hohe Geldstrafe oder gar ein Ausschluss drohen. -
Mosley hat wegen McLaren noch nichts entschieden: Die Berichte sind noch nicht da
In der Sache McLaren, Lewis Hamilton und die Disqualifikation von Australien will Max Mosley vor weiteren Sanktionen die offiziellen Berichte sehen.
Max Mosley will erst die offiziellen Berichte abwarten, bevor er entscheidet, ob das Fehlverhalten von McLaren während des Steward-Meetings in Australien vor dem World Motor Sport Council landet. Sollte es so kommen, dann müsste der Rennstall dort erklären, wie es dazu kommen konnte, dass die Stewards sich absichtlich in die Irre geführt fühlten. Klar ist bislang nur, dass die Diskrepanzen zwischen dem Funkverkehr von Lewis Hamilton mit dem Kommandostand und den Aussagen nach dem Rennen bei den Rennverantwortlichen für Unmut gesorgt haben und Hamilton sowie das Team vom Rennen in Melbourne disqualifiziert wurden. Der nach der Anhörung ursprünglich bestrafte Jarno Trulli wurde wieder freigesprochen.
Ob es nun weitere Sanktionen gegen McLaren geben wird, beantwortete Mosley in Portugal am Samstag so: "Ich weiß es nicht. Wir haben die Berichte noch nicht. Es könnte ein Bericht an den World Council gehen. Wenn dem so ist, werde ich ziemlich sicher eine der Personen sein, die entscheidet, was passiert. Deswegen wäre es für mich jetzt auch völlig falsch, das Richtig und Falsch der Situation zu diskutieren." McLaren hat derweil sein Meet the Team Pressemeeting in Sepang auf Sonntagmorgen anberaumt, dann könnte es auch weitere Aussagen der Teamverantwortlichen darüber geben, was zwischen dem Sonntag in Australien und dem Donnerstag in Sepang alles vorgefallen ist.
Für Mosley war es nur wichtig, klarzustellen, dass die Zahl der Strafen gegen Hamilton keine persönlichen Gründe habe. "Wir versuchen sicherzustellen, dass sich jeder so verhält, wie er soll. Aber man muss sich immer daran erinnern, dass es im Motorsport generell und speziell in der Formel 1 alle Komplexitäten einer Sportart gibt, in der eine Person oder Gruppe gegeneinander antritt. Und dann hat man noch die ganzen mechanischen Schwierigkeiten dazu, es ist also sehr komplex. Unser System ist nicht perfekt, aber wir tun unser Möglichstes, damit wir sicherstellen, dass jeder den Regeln folgt. Ich würde nicht sagen, dass wir strenger sind als früher, aber vielleicht sind die Wächter besser geworden." -
Whitmarsh bedauert die Affäre: Große Fehler
McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh musste schon nach dem ersten Rennen in seiner neuen Funktion Fehler eingestehen.
Martin Whitmarsh fühlt sich schuldig. Schuldig gegenüber der FIA, den Medien, den Fans und dem Team. Nach der Disqualifikation von Lewis Hamilton beim Australien GP und der Suspendierung von Sportdirektor Dave Ryan trat Whitmarsh am Sonntagmorgen erneut vor die Mikrofone und gestand Fehler seinerseits ein.
"Ich muss mir die Kritik gefallen lassen, dass ich im Urlaub war und nicht eher hier angekommen bin", gab Whitmarsh zu, der das sehr bedauert. "Aber als ich Australien am Sonntagabend verlassen habe, wusste ich nichts von diesem Thema, von dem ich erst am Mittwoch gehört habe, dessen Ausmaß und Verbreitungsgeschwindigkeit ich aber nicht glauben wollte."
Aber selbst wenn er schon am Montag in Malaysia angekommen wäre, hätte sich wohl kaum etwas verändert. Die FIA kurbelte erst am Mittwoch die neuerliche Anhörung an und Lewis Hamilton war zu diesem Zeitpunkt ebenfalls noch nicht in Sepang. "Trotzdem wünschte ich, dass ich es irgendwie vorhergesehen hätte."
So wusste Whitmarsh nicht, dass die Rennkommissare aus Australien nach Malaysia kommen würden und es eine weitere Anhörung geben würde. "Bis Freitagvormittag vertrat Dave aber die Meinung, dass er die Stewards nicht belogen hatte", so Whitmarsh. "Am Donnerstagabend bekam ich das Gefühl, dass etwas Ernstes und Peinliches für das Team vor sich ging." Etwas wofür er sich nochmals entschuldigte.
"Ich hatte den menschlichen Instinkt, meine Kollegen, Dave und Lewis, zu verteidigen, aber ich hatte nicht die notwendigen Hausaufgaben dafür gemacht. Das tut mir zutiefst leid", entschuldigte sich Whitmarsh für seine Aussagen vom Donnerstag, als er behauptete, sein Team hätte die Rennkommissare nicht angelogen. "Aber am Donnerstagabend sagte mir Lewis, dass er das Gefühl habe, gelogen zu haben. Bei Dave war das noch nicht der Fall, aber ich dachte über Nacht darüber nach und kam zu dem schwierigen Entschluss, ihn zu suspendieren." -
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1. Australien GP / Albert Park
Australien: Wettrennen im Albert Park
Die 5,303 Kilometer lange Strecke, die als einer der schönsten Straßenkurse der Welt, aber auch als äußerst anspruchsvoll gilt, verläuft mitten im Stadtpark und wird ihrerseits nur einmal im Jahr zum F1 Grand Prix benutzt. Ansonsten ist der Kurs größtenteils öffentlich zugänglich, weshalb der Asphalt sehr rutschig sowie schmutzig ist. Geprägt wird die Strecke von kurzen Highspeed-Passagen mit engen Schikanen, die einen runden Fahrstil erschweren. Der Reifenverschleiß wird dabei als relativ gering eingestuft.
Auf der technischen Seite benötigen die Boliden vor allem in den langsamen Kurven wie der Jones, Clark, Ascari oder Prost, welche alle samt im zweiten oder dritten Gang gefahren werden, viel mechanischen Grip sowie eine gute Traktion. Für die Whiteford, Lauda oder Waite Kurven ist hingegen auch eine optimale aerodynamische Balance von Nöten. Die beste Überholmöglichkeit auf der teils unebenen Strecke stellt die Start- und Zielgerade dar, an deren Ende sich eine gute Überholchance bietet.
Melbourne ist mit 3,2 Millionen Einwohnern die zweigrößte Stadt Australiens und liegt an der östlichen Südküste des fünften Kontinents. Zudem ist Melbourne auch die Hauptstadt des Staates Victoria. Melbourne City erstreckt sich dabei über 36,5 Quadratkilometer, die Innenstadt ist geprägt von einem Geschäftsviertel, einem interessanten Mix aus moderner und historischer Architektur, dem attraktiven Southbank-Viertel und den wichtigsten Sportzentren sowie zahlreichen Parks und Grünanlagen. Durch die Lage in der Asien-Pazifik-Region ist Melbourne die Handelsdrehscheibe Australiens. -
2. Malaysia GP / Sepang International Circuit
Malaysia: Hitzeschlacht in Sepang
Kaum ein anderer Kurs wirkt aus der Vogelperspektive so symmetrisch - doch kaum einer bietet eine solche Vielzahl verschiedenartiger Kurven. Der Sepang International Circuit hält praktisch an jeder Kehre eine neue Herausforderung bereit.
Trotz der zwei langen Geraden setzen die Teams auf eine Abstimmung mit viel Abtrieb - was unter dem Gesichtspunkt der jederzeit möglichen Regenfälle noch sinnvoller erscheint. Das tropische Malaysia stellt mit seiner feuchtheißen Luft die denkbar ungünstigste Umgebung für Leistungssport dar. Im Rennen verlieren die Grand Prix-Stars rund 1,5 Liter Flüssigkeit - mehr, als sie während des Grand Prix trinken können.
Entsprechend gilt der Grand Prix als ein echter Härtetest für Mensch und Maschine: Das Rennen ist berüchtigt für die üblicherweise herrschende feuchtheiße Witterung. Der Grand Prix stellt die Piloten und ihr Material somit vor eine der härtesten Aufgaben des Jahres. Viele Fahrer bereiten sich mit speziellen Fitness-Programmen in tropischen Gefilden vor. Reichlich Flüssigkeitszufuhr gilt während des gesamten Wochenendes als oberste Pflicht.
Ins Schwitzen kommen auch die V10-Triebwerke: Um ihnen etwas mehr Kühlung zu verschaffen, erhöhen die Teams den Luftdurchfluss durch die Seitenkästen, in denen die Kühler untergebracht sind.
Die Strecke selbst ist mittelschnell und flüssig konzipiert. Die beiden langen Geraden vor und hinter der Haupttribüne verlangen nach guter Motorleistung. Daneben weist der Kurs in der Nachbarschaft des Flughafens von Kuala Lumpur einen Mix aus engen Kurvenkombinationen zu Beginn der Runde und schnellen Richtungswechseln gegen Ende eines Umlaufs auf. -
Qualifying: Button auf Pole, Trulli Zweiter
Jenson Button startet in Malaysia von der Pole Position. Jarno Trulli überrascht auf Platz 2. Die zweite Reihe ist in deutscher Hand.
Trulli, Barrichello, Button - in den Schlusssekunden des zweiten Qualifyings der Saison purzelten die Zeiten und wechselten die Pole-Inhaber. Am Ende war es erneut Jenson Button, der den Brawn GP auf die Pole Position stellte. In 1:35.181 Minuten fuhr er schneller als Jarno Trulli auf Startplatz 2 und Sebastian Vettel. Der Deutsche wird jedoch nicht in den Genuss des dritten Startplatzes kommen. Er verliert aufgrund seiner Strafversetzung aus Melbourne 10 Plätze und steht somit auf Startplatz 13. Auch der viertschnellste Fahrer des Qualifyings muss eine Strafe hinnehmen: Rubens Barrichello rutscht wegen eines Getriebewechsels auf Platz 9 ab.
Von den Strafversetzungen profitieren zwei Deutsche: Timo Glock und Mark Webber rücken jeweils zwei Positionen auf. Glock steht damit hinter seinem Teamkollegen in Reihe 2, Rosberg direkt daneben auf Startplatz 4. Kimi Räikkönen rückt als bester Ferrari-Pilot auf Platz 7 auf.
Aus für McLaren & Heidfeld
In letzter Sekunde flog Nick Heidfeld auf den Top10. Während Kazuki Nakajima die Heidfeld-Zeit um 19 Hundertstel verpasste, schnappte ihm Fernando Alonso den zehnten Rang im letzten Anlauf weg.
"Es wäre besser gewesen, etwas früher draußen zu sein", so Heidfeld. "Ich hatte Verkehr auf der Outlap, das wollte ich verhindern und sagte: Ich will früher raus. Aber ich hatte auf meiner Aufwärmrunde zwei Autos direkt hinter mir, wie Rubens, den ich vorbeilassen musste."
Ebenfalls in Q2 raus waren die beiden McLaren von Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen, die nicht über die Ränge 13 und 14 hinaus kamen. "Das ist, was wir können", urteilte Lewis Hamilton. "Das Auto ist einfach nicht schnell genug, wie in Melbourne." Sebastien Bourdais war als 15. chancenlos.
Massa verspekuliert sich
Die große Überraschung des ersten Qualifyings war ein Roter: Felipe Massa scheiterte als 16. am Einzug ins Q2. Der Brasilianer fuhr jedoch nur vier Runden. Genauso wenig Runden fuhr sein Teamkollege Kimi Räikkönen, der schaffte aber als 14. geradeso den Sprung ins zweite Segment.
"Ich bin gleich auf den weicheren Reifen raus. Die Rundenzeit war nicht fantastisch, aber wir dachten, es müsste reichen", erklärte Massa. "Dann sind wir drin geblieben und dachten, wir müssen nicht neue Reifen nehmen." Deswegen die wenigen Runden bei den Ferrari-Piloten. "Wir dachten, es sollte reichen, tat es aber nicht. Wir haben uns zu sehr auf unsere Leistung verlassen."
Buemi & Sutil raus
Zusammen mit Massa schieden sein Landsmann Nelsinhp Piquet, Giacnarlo Fisichella, Adrian Sutil und Sebastien Buemi aus. Der Schweizer Buemi kam auf seiner letzten Runde von der Strecke ab und verschenkte so die Chance auf das Q2. "Ich war so schnell, mindestens dreieinhalb Zehntel schneller, kam aber von der Strecke ab", klagte Buemi im Boxenfunk.
Adrian Sutil sang hingegen das übliche Lied: "Es ging nicht mehr. Auch hier war es wie in Melbourne, gleiche Reihenfolge", sagte er. "Das ist das, was das Auto momentan zeigen kann. Wir müssen uns verbessern." Für das Rennen baut er auf Regen. "Wetter kann morgen ein bisschen Action reinbringen. Das wäre für uns besser. Wenn es hier regnet, dann aber so, dass man nicht mehr fahren kann." -
Hamilton soll an Rücktritt gedacht haben: Laut Whitmarsh eine unwahre Geschichte
Während eine britische Zeitung davon berichtet, dass Lewis Hamilton wegen der Lügen-Affäre an Rücktritt dachte, kann Martin Whitmarsh das nicht nachvollziehen.
Die Kontroverse um seine Disqualifikation vom Australien Grand Prix hat Lewis Hamilton angeblich auch darüber nachdenken lassen, aus der Formel 1 zurückzutreten, meldet die Sunday Times. Wie die Zeitung berichtet, hat FIA Präsident Max Mosley den Briten dazu überredet, doch in der Königsklasse zu bleiben, nachdem der Weltmeister dort seinen Frust ausgedrückt hatte. Hamilton soll beim Weltverband beteuert haben, dass McLaren ihn in der Angelegenheit in die Irre geführt hatte.
Der McLaren-Pilot war nach dem Rennen von Melbourne disqualifiziert worden, weil die Stewards der Meinung waren, er und Sportdirektor Dave Ryan hätten bei einer Anhörung nach dem Grand Prix absichtlich irreführende Angaben gemacht, als es darum ging, was hinter dem Safety Car mit Jarno Trulli vorgefallen war. Nachdem er aufgrund der Affäre öffentlich als Lügner bezeichnet wurde, gab Hamilton in Sepang eine Pressekonferenz, wo er beteuerte, dass er vom Team fehlgeleitet wurde, dass er kein Lügner sei und dass es ihm sehr leid tue.
Brundle ortet Vertragsbruch
Bernie Ecclestone fasste es gegenüber der Daily Mail folgendermaßen zusammen: "Lewis ist sehr aufgeregt, aber sein Vater ist es noch viel mehr, weil sein Sohn ein Betrüger genannt wird. Anthony hat Lewis nicht so erzogen und er ist enttäuscht, dass ihn jemand einen Lügner genannt hat, wenn er nicht absichtlich gelogen hat." Geht es nach Martin Brundle, dann könnte Hamilton seinen Vertrag mit McLaren nun auflösen, weil das Team den Kontrakt gebrochen hat. "Von McLaren könnte man nun auch annehmen, dass sie Lewis' Vertrag gebrochen haben, indem sie ihn in Verruf gebracht haben - speziell weil ein verantwortliches Teammitglied die Schuld bekommen hat. Das würde ihn frei verfügbar machen, wenn er das Team wechseln will", meinte der ehemalige McLaren-Pilot in seiner Kolumne in der Sunday Times.
Teamchef Martin Whitmarsh konnte nicht ganz nachvollziehen, was in der Sunday Times berichtet wurde und meinte, dass er einige Male mit Lewis und Anthony Hamilton gesprochen hatte. "Wir sind hier, um unseren Job zu machen und Rennen zu fahren und das war ein recht ablenkender Einfluss. In all den Gesprächen mit Anthony und Lewis hat sich die Bindung zum Team nicht geändert. Es war extrem und es gab keinen Hinweis auf das, was heute Morgen berichtet wurde. Im Moment glaube ich also nicht, was heute Morgen berichtet wurde", erklärte er.
Aus Fehlern lernen
Aber auch wenn Whitmarsh überzeugt bleibt, dass Hamilton dem Team die Treue halten will, so weiß er, dass man als Mannschaft aus den begangenen Fehlern lernen muss. "Ich muss lernen. Ich habe Fehler gemacht, das habe ich am Freitag gesagt und das sage ich hier. Ich muss das Team repräsentieren, ich muss mich im Namen des Teams und der Jungs bei der Öffentlichkeit und der FIA entschuldigen. Und ich muss mich auch im eigenen Namen entschuldigen, denn am Donnerstag hatte ich meine Hausaufgaben nicht gemacht. Ich war schlecht vorbereitet und machte Fehler. Lewis hat das auch gemacht", meinte er. Dass es eine schwere Zeit für seinen Fahrer war, musste Whitmarsh eingestehen, das Team habe aber versucht, ihm für die Arbeit den Kopf so frei wie möglich zu machen.
Auch deswegen konnte er nicht nachvollziehen, warum Hamilton an Rücktritt gedacht haben soll. "Alles, was Anthony und Lewis mir gesagt haben, war sehr unterstützend und anerkennend für das, was das Team für sie getan hat. Es gab bei ihren Aussagen keinen Hinweis auf etwas, das mich glauben ließe, sie hätten deswegen oder aus einem anderen Grund umgedacht. Jetzt wurde in den Medien etwas Anderes berichtet, aber ein wichtiger Teil davon besagt, er habe direkt mit Max gesprochen. Ich glaube nicht, dass das passiert ist, denn Anthony hat uns vor ein paar Minuten gesagt, es liege keine Wahrheit in der Geschichte", meinte Whitmarsh. Brundle war dennoch der Meinung, dass Hamilton lange an der Sache zu knabbern haben wird. "Er wird sich mit der Zeit davon erholen, aber er wird dauerhaft mit dem Stigma leben müssen, so wie [Michael] Schumacher das tut. Es wird in seinem Nachruf immer in Erinnerung gerufen werden." -
Withmarsh: Entscheidung liegt nicht bei mir: Aktionäre müssen entscheiden, was das Beste ist
Ob Martin Whitmarsh nach der Lügenaffäre seinen Teamchefstuhl räumen muss, entscheiden die McLaren-Aktionäre.
Die Lügenaffäre rund um den Australien-GP brachte den Teamchefstuhl von Martin Whitmarsh heftig ins Wanken. Der Brite gestand jetzt, dass er nach den negativen Schlagzeilen seine Karriere bei McLaren überdacht hat. "Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich über meinen Rücktritt nicht nachgedacht habe. In so einer Situation denkt man darüber nach, was das Beste für die Firma und das Team ist. Diese Affäre war eine schlimme Erfahrung für mich. Als ich vor 20 Jahren anfing, hätte ich nicht gedacht, dass ich so eine Erfahrung machen würde", erklärte Whitmarsh.
Der Teamchef glaubt, dass seine Zukunft in den Händen der McLaren-Aktionäre liegt. "Die Entscheidung liegt nicht bei mir, sondern bei den Aktionären des Teams. Sie müssen sich eine Meinung bilden und entscheiden, was das Beste ist", erklärte Whitmarsh gegenüber Autosport. Im Moment stehe nur fest, dass er nicht dieses Wochenende in Malaysia zurücktreten werde. Man werde nach dem Malaysia-GP zurück ins Werk nach Woking gehen und dann eine Entscheidung treffen. -
Malaysia GP abgebrochen: Button gewinnt vor zwei Deutschen
Der Große Preis von Malaysia wurde nach 33 Runden abgebrochen. Der Sieger ist erneut Jenson Button. Nick Heidfeld und Timo Glock auf dem Podium.
Der Malaysia GP 2009 war ein kurzer: Nach 33 Runden wurde das Rennen bei starkem Regen abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt führte das Safety Car von Bernd Mayländer das Rennen vor Jenson Button, Timo Glock, Nick Heidfeld und Jarno Trulli an. Der Regen und die Wassermassen auf der Strecke waren jedoch zu viel, um das Rennen fortzusetzen - selbst hinter dem Safety Car. Gewertet wurde nach dem Stand der vorletzten Runde, weswegen Heidfeld Platz 2 vor Glock, Jarno Trulli, Rubens Barrichello, Mark Webber und Lewis Hamilton belegte. Der letzte Punkt ging an Nico Rosberg, der das Rennen zu Beginn sogar angeführt hatte.
Ein trockener Start
Der Gewinner des Starts war Nico Rosberg. Der Deutsche zog an Jarno Trulli, Timo Glock und Jenson Button vorbei und fuhr in den ersten Runden einen Vorsprung von drei bis vier Sekunden auf Trulli und Button heraus. Noch schlimmer als den schlecht gestarteten Button erwischte es Robert Kubica. Der BMW Sauber-Pilot klagte schon auf der Einführungsrunde über seltsame Motorengeräusche, blieb dann am Start fast stehen und fiel kurz darauf mit einem rauchenden Heck aus. Nicht viel weiter kam Heikki Kovalainen, der in der Anfangsphase abflog und zum zweiten Mal innerhalb einer Woche früh ausschied.
"In der Formationsrunde hatte ich plötzlich keinen Antrieb mehr im Motor und sagte: Es gibt ein Problem", berichtete Kubica. "Es ging dann normal los, aber lief nicht rund. Ich hatte beim Start keine Power, es hieß, wir kriegen das hin, aber das klappte nicht."
Taktikfehler bei Ferrari
Danach begann das Warten auf den Regen. Ein Fahrer nach dem anderen musste an die Box und wieder auf weichen Reifen hinausgehen, da es noch nicht regnete - die dunklen Wolken drohten jedoch. Bei Kimi Räikkönen riskierte Ferrari in Runde 18 einen Wechsel auf Regenreifen, obwohl die Strecke noch trocken war.
Der Reifenpoker ging für den Finnen nicht auf: Der Regen ließ zu lange auf sich warten und der Finne verlor über 20 Sekunden und zerstörte sich die Regenreifen, die dann auch unter nassen Bedingungen keine Hilfe mehr waren. "Es war ein Lotteriespiel", gestand Michael Schumacher, "das wir leider nicht gewonnen haben."
Der Regen ist da
Auf der Strecke ging es derweil hin und her. Nachdem der Regen eingesetzt hatte, wechselten fast alle Fahrer auf Regenreifen - bis auf Timo Glock. Toyota schickte ihn mit Intermediates auf die Bahn, mit denen er bis zu zehn Sekunden pro Runde aufholte und plötzlich in Führung lag. Entsprechend wechselten auch seine Konkurrenten auf Intermediates.
Doch das Wetter wendete sich erneut und Glock führte das Feld zu einem neuerlichen Reifenwechsel an die Box, wo er sich Regenreifen holte und damit erneut nach vorne fuhr, während die anderen Piloten gerade Intermediates aufgezogen hatten. In Runde 31 lag Glock hinter Jenson Button auf dem zweiten Platz. Dann ging das Safety Car auf die Strecke, die Autos drehten sich aber selbst im Schleichtempo im Sekundentakt von der Bahn, darunter auch anerkannte Regenspezialisten wie Nick Heidfeld, Giancarlo Fisichella und Weltmeister Lewis Hamilton.
Für Sebastian Vettel war das Rennen nach einem Dreher ganz vorbei. "Eigentlich war es ganz okay, kein Problem. Es war die ganze Zeit recht dunkel und tröpfelte, aber nicht schlimm", berichtete Vettel. "Plötzlich kam dann viel Regen. Meine Intermediates hatten kaum mehr Profil und ich konnte nichts machen." In Kurve sechs und sieben bekam er Aquaplaning und flog ab. "Meine Elektronik hat nicht gescheit funktioniert und der Motor ging aus. Schade, das ist schon das zweite Mal dieses Jahr. Vielleicht sollten wir wieder eine Kupplung für die Fahrer einbauen." Kurz darauf wurde das Rennen mit der roten Flagge abgebrochen. Die ersten Acht erhalten nur halbe Punkte für den Stand nach der vorletzten Runde vor dem Abbruch. Es wäre das erste Mal seit Adelaide 1991, dass ein Rennen keine vollen Punkte erhält. -
Grand Prix von Malaysia
Lewis Hamilton im Regenchaos Siebter
Vodafone McLaren Mercedes Fahrer Lewis Hamilton belegte beim Grand Prix von Malaysia in Sepang den siebten Platz. Sein Teamkollege Heikki Kovalainen fiel in der ersten Runde aus, nachdem er von der Strecke ins Kiesbett gerutscht war. Wegen heftigen Regens wurde das Rennen in der 33. Runde mit der roten Flagge abgebrochen und nicht wieder gestartet. Weil noch keine 75 Prozent der ursprünglichen Distanz von 56 Runden (310,408 km) zurückgelegt waren, gab es nur die halbe Punktzahl. Sieger wurde Jenson Button im Brawn Mercedes. Nach zwei Siegen in den ersten zwei von 17 Läufen zur Formel-1-Weltmeisterschaft 2009 führt Button mit 15 Punkten. Lewis ist Zehnter mit einem Punkt.
Der Start
Lewis und Heikki nahmen das Rennen von den Startplätzen zwölf und 14 auf; beide begannen mit der weicheren Reifenmischung. Lewis verbesserte sich um zwei Positionen und kam als Zehnter aus der ersten Runde zurück. Heikki kam von der Strecke ab und blieb im Kiesbett stecken; er fiel aus.
Das Rennen
Runde 4: Lewis wurde von Sebastian Vettel (Red Bull Renault) überholt und war jetzt Elfter.
Runde 9: Lewis passierte Nick Heidfeld (BMW Sauber) und fuhr wieder auf Platz zehn.
Runde 13: Nach Vettels Boxenstopp war Lewis Neunter.
Runde 19: Lewis fuhr jetzt auf Platz sechs - nach den Boxenstopps von Vettel (Runde 13), Timo Glock (Toyota, Runde 15), Mark Webber (Red Bull Renault, Runde 16) und Kimi Räikkönen (Ferrari, Runde 18).
Runde 22: Es begann zu regnen. Fernando Alonso (Renault) rutschte von der Strecke, Lewis war Fünfter. Er fuhr an die Box und wechselte auf Regenreifen. Lewis nahm das Rennen als Sechster wieder auf und hatte danach einen spannenden Zweikampf mit Webber.
Runde 26: Glock, der auf Intermediate-Reifen fuhr, überholte Lewis; er war jetzt Achter. Eine Runde danach fuhr Lewis erneut an die Box und wechselte auf Intermediates; danach war er Zehnter.
Runde 30: Heftiger Regen. Lewis kam wieder herein und holte Regenreifen.
Runde 32: Das Safety Car fuhr auf die Strecke; einen Durchgang später wurde das Rennen mit der roten Flagge unterbrochen. Lewis war Sechster. Das Rennen wurde nicht wieder gestartet und entsprechend dem Reglement mit dem Stand von Runde 31 gewertet, als Lewis Siebter war.
Stimmen zum Rennen
Lewis Hamilton
„Die Entscheidung, bei meinem ersten Boxenstopp auf Regenreifen zu wechseln, war nicht einfach, denn die Strecke war unterschiedlich nass. Als der Regen heftiger wurde, war es unmöglich zu fahren. Überall herrschte Acquaplaning. Ich bin noch nie bei so gefährliche Bedingungen Rennen gefahren. Ich tat mein Bestes, um das Auto auf der Strecke zu halten und die Entscheidung zum Abbruch war die einzig richtige. Eigentlich mag ich Regen, aber das war heute einfach zuviel.“
Heikki Kovalainen
„Ich startete gut und reihte mich hinter Lewis ein. Dann drehte ich mich plötzlich und rutschte von der Strecke. Mein Fehler. Damit war das Rennen vorbei.“
Martin Whitmarsh, Vodafone McLaren Mercedes Teamchef
„Der extreme Wechsel zwischen trocken und nass machte es heute für alle Teams nicht einfach. Doch als es ganz schwierig wurde, brillierte Lewis einmal mehr und zeigte erneut eine beeindruckende Leistung. Er behielt immer einen kühlen Kopf und das Ergebnis war ein hart verdienter Punkt. Das klingt nach unseren Maßstäben nicht berauschend, doch vom zwölften Startplatz war das ein Schritt in die richtige Richtung. Das Team leistete unter schwierigen Bedingungen sehr gute Arbeit, genau wie Lewis.“
Norbert Haug, Mercedes-Benz Motorsportchef
„Ein Rennen wie eine Schlacht. Lewis gehörte trotz Start aus der sechsten Reihe zu den Besten - und jeder, der bei diesen Bedingungen sein Auto auf der Straße hielt, ist heute ein Held. Glückwunsch an Jenson Button und Brawn GP zum zweiten Sieg mit Mercedes-Power in Folge, die er jeweils von der Pole Position holte." -
Ausstellung im Europa-Park in Rust
„75 Jahre Silberpfeil: Die Farbe des Erfolgs“
Vor 75 Jahren startete der erste Mercedes-Benz Silberpfeil und gewann souverän. Ein Sieg folgte dem anderen und der Mythos Silberpfeil war geboren. Bis heute prägen die silbernen Rennfahrzeuge die Formel-1-Geschichte. Die erfolgreiche Historie können Besucher des Europa-Parks in Rust vom 4. April bis November 2009 in der Mercedes-Benz Hall „live“ erleben. Faszinierende Bilder, historisches Audio- und Filmmaterial sowie einzigartige Fahrzeuge sorgen für ein hautnahes Motorsportfeeling.
„Wir freuen uns, den zahlreichen Besuchern des Europa-Parks, die faszinierende Geschichte unserer Silberpfeile präsentieren zu können“, sagt Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug. „Die Ausstellung der grandiosen Silberpfeil-Historie im Europa-Park in Rust ist einmalig auf der Welt, und wir alle im Motorsport-Team sind natürlich besonders stolz darauf, dass wir mit dem Weltmeisterfahrzeug 2008 von Lewis Hamilton den vorläufigen Höhepunkt zur Classiccollection beisteuern können. Die augenblickliche Zeitspanne der Formel‑1-Silberpfeile dauert seit 1997 an und begann gleich beim ersten Auftritt des McLaren-Mercedes Silberpfeils der Neuzeit mit einem Sieg von David Coulthard in Melbourne. Seither haben wir in der bisher längsten ununterbrochenen Silberpfeil-Zeitspanne von zwölf Jahren 58 Grand Prix gewonnen und dabei insgesamt vier Weltmeistertitel geholt. Die Ausstellung in Rust ist eine Reise wert - wir freuen uns auf Ihren Besuch.“
Den Mittelpunkt der Ausstellung „75 Jahre Silberpfeil: Die Farbe des Erfolgs“ bilden fünf Fahrzeugexponate aus den unterschiedlichen Epochen des Mercedes-Benz Motorsports:
- Der legendäre Mercedes-Benz W 25 (Nachbau)
Er wurde erstmals beim Eifelrennen am 3. Juni 1934 eingesetzt und gab den Silberpfeilen ihren Namen. Die Silberpfeil-Legende hat folgenden Ursprung: Der Wagen vom Typ W 25 brachte in seiner klassischen deutschen Rennfarbe Weiß ein Kilogramm zu viel auf die Waage. Über Nacht schabte die Mechaniker-Mannschaft Nitrolack und Spachtelmasse bis zum blanken Metall herunter. Danach lag das Gewicht der Wagen unterhalb der zulässigen 750 Kilogramm. Manfred von Brauchitsch startete mit der silbern funkelnden Aluminiumkarosserie und siegte souverän. Ein Jahr später holte Rudolf Caracciola den Europameistertitel. Bis 1936 gewann Mercedes-Benz mit dem W 25, der kontinuierlich modifiziert und mit stärkeren Motoren ausgestattet wurde, elf Grand-Prix-Siege. Silber wurde zur Farbe des Rennsporterfolgs.
- Der Mercedes-Benz W 165 „Tripolis“ (Originalfahrzeug)
Er startete nur ein einziges Mal – beim Großen Preis von Tripolis im Jahr 1939. Um die erfolgreichen Mercedes-Benz Wagen als Konkurrenz auszuschließen, hatten die italienischen Veranstalter dieses populäre Rennen für 1,5-Liter-Rennwagen ausgeschrieben. Mercedes-Benz entwickelte daraufhin in nur acht Monaten einen komplett neuen Wagen. Mit Erfolg: Am 7. Mai 1939 errang der W 165 gegen eine Übermacht von 28 Rennwagen einen Doppelsieg.
- Der W 196 R „Stromlinie“ (Karosserie)
Mit diesem Rennwagen kehrte Mercedes-Benz 1954 in die Formel-1 zurück. Das erste Rennen mit dem W 196 R in Stromlinienausführung beim Grand Prix von Frankreich endete für Juan Manuel Fangio und Karl Kling mit einem grandiosen Doppelsieg. „Die Konkurrenten sahen wir an diesem Tag eigentlich nur beim Start und bei Überrundungsmanövern“, sagte Fangio später. Der W 196 R errang 1954 drei weitere Siege, Fangio wurde Weltmeister.
- Der W 196 R (Karosserie)
Auch 1955 dominierte der W 196 R. Bei den meisten Rennen der Rennjahre 1954 und 1955 kam nicht die Stromlinienausführung, sondern der klassische Monoposto mit frei stehenden Rädern zum Einsatz, der für kurvenreiche Rennstrecken besser geeignet war. 1955 fuhr der W 196 R in sieben Saisonläufen fünf Siege ein, davon vier Doppelsiege. Juan Manuel Fangio wurde erneut Formel-1-Weltmeister.
- Der McLaren-Mercedes MP4 -14 (Original-Siegerfahrzeug)
Mit diesem Fahrzeug konnte Mika Häkkinen beim Großen Preis von Japan in Suzuka 1999 seinen Weltmeistertitel von 1998 erfolgreich verteidigen. Die Erfolgsserie hält bis heute an. 2008 wurde Lewis Hamilton mit Vodafone McLaren Mercedes jüngster Weltmeister in der Formel-1-Geschichte.
Neben den Fahrzeugen werden verschiedene kleinere Exponate gezeigt, die die Ausstellung zu einem wahren Boxenstopp-Erlebnis machen. Dazu gehören Modellfahrzeuge, Lenkräder, Reifen und Rennkleidung von damals und heute sowie eine Sitzkiste. Sie bietet Besuchern die Möglichkeit, hautnah zu erleben, wie es sich anfühlt, in einem Formel-1-Rennwagen zu sitzen. Zudem können an Audio-Stationen mit Zitaten des legendären „Regenmeisters“ und dreifachen Europameisters Rudolf Caracciola sowie Sir Stirling Moss, Ralf Schumacher oder dem langjährigen Mercedes-Benz Rennleiter Alfred Neubauer die historischen Erfolge der Silberpfeile „live“ miterlebt werden. Hintergrundinformationen zu den Silberpfeil-Piloten von damals und heute runden die Jubiläumsausstellung ab. Sie ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
Die gesamte Geschichte der Silberpfeile ist auch im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart zu sehen. Das Mercedes-Benz Museum ist täglich außer montags von 9 bis 18 Uhr geöffnet. -
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Whitmarsh unter Verdacht: FIA fordert BBC-Interviews an
McLaren Mercedes droht bei der FIA World Motor Sport Council Anhörung Ende April noch mehr Ärger. Jetzt steht Martin Whitmarsh unter Verdacht.
Die FIA treibt ihre Untersuchungen in der sogenannten Lügen-Affäre rund um Lewis Hamilton, Dave Ryan und McLaren weiter voran. Nachdem Ryan vom Team entlassen worden ist und Hamilton öffentlich einen Fehler eingestanden hat, rückt vor der FIA Weltratssitzung am 29. April
So forderte die FIA Kopen der Whitmarsh-Interviews nach Rennende in Australien an. Darin soll er ein Mitwissen, um die irreführenden Aussagen vor den Rennkommissaren andeuten beziehungsweise selbst davon sprechen, dass Trulli sich den Platz irregulär zurückgeholt habe. Der Funkverkehr bewies jedoch, dass Hamilton den Italiener vorbeigelassen hat.
Verschwörungstheoretiker hatten schon nach der Suspendierung und späteren Entlassung von Ex-Sportdirektor Ryan gemutmaßt, dass er nur ein Bauernopfer sei. Whitmarsh hatte derweil wegen der Affäre sogar einen Rücktritt in den Raum gestellt. -
FIA entscheidet: Diffusoren legal: Alles bleibt wie es ist
Die FIA hat entschieden: Die Diffusoren von Toyota, Brawn GP und Williams sind legal. Die anderen Teams werden nun ähnliche Lösungen entwickeln.
Ferrari, Red Bull, Renault und BMW Sauber hatten gegen die Diffusoren von Brawn GP, Toyota und Williams Protest eingelegt, weil sie diese für nicht regelkonform hielten. Nachdem die Rennkommissare in Australien und Malaysia diesen Protest abgelehnt hatten, bestätigte das FIA-Berufungsgericht am Mittwoch die Legalität der umstrittenen Bauteile.
"Der FIA International Court of Appeal hat beschlossen, die Berufung gegen die Entscheidungen Nummer 16 und 24 der Rennkommissare vom 26. März beim Australien GP 2009 abzuweisen", heißt es in einem FIA-Statement. "Basierend auf der Argumentation und den vorgelegten Beweisen, hat das Gericht beschlossen, dass die Rennkommissare mit ihrer Entscheidung korrekt gelegen haben, dass die betroffenen Teile dem Reglement entsprechen."
Toyota begrüßte als erste betroffene Partei die Entscheidung der FIA. "Unser Team hat den Wortlaut der Regeln bis ins letzte Detail genau studiert und ihn korrekt interpretiert", teilte das Team in einer Pressemitteilung mit. Zudem habe man den Abstimmungsprozess mit der FIA voll ausgenutzt, was bei der Interpretation der technischen Regeln geholfen habe. Andere Teams, etwa Renault, beklagten sich darüber, dass die FIA ihre ähnlichen Ideen abgelehnt hätte.
"Es war eine schwierige Situation für die Formel 1 und ich bin froh, dass dieses Problem jetzt beseitigt ist und wir uns wieder auf eine spannende Saison konzentrieren können", sagte Toyota-Teamchef Tadashi Yamashina. Für alle Teams außer den drei Teams mit dem sogenannten Doppeldiffusor steht nun eine Aufholjagd an. Sie haben bereits in den letzten Wochen eine Parallelentwicklung für den Fall betrieben, dass die zweistufigen Diffusoren erlaubt werden. Bereits bei den nächsten beiden Rennen sollen erste Versionen zum Einsatz kommen.
Wie Yamashina zeigte sich auch Ross Brawn erleichtert. "Wir respektieren das Recht unserer Konkurrenten, jedes Design oder Konzept an unseren Autos in Frage zu stellen", sagte der Teamchef. "Die Technische Abteilung der FIA, die Rennkommissare des Australien und Malaysia GP sowie die fünf Richter des International Court of Appeal haben jedoch unseren Glauben bestätigt, dass unsere Autos immer strikt dem 2009er Technischen Reglement entsprochen haben."
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