Interessantes zu Formel 1 im Jahr 2009

    Mercedes-Benz gratuliert Brawn GP

    Mercedes-Benz gratuliert Brawn GP

    Mit einem besonderen Anzeigenmotiv gratuliert Mercedes-Benz seinem Kundenteam Brawn GP zum Gewinn beider Titel in der Formel-1-Weltmeisterschaft 2009 mit dem Mercedes-Benz Formel-1-Motor FO 108W.

    Zwei Fahrer, zwei Titel, zwei Chassis. Und ein Motor, der uns schon letztes Jahr gute Dienste geleistet hat. Wir gratulieren Brawn GP zum Weltmeistertitel.

    Norbert Haug, Mercedes-Benz Motorsportchef
    "Im Namen von Mercedes-Benz möchte ich Jenson Button und dem Brawn GP-Team zum Gewinn der Fahrer- und der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft gratulieren. Vor zehn Monaten waren diese Jungs in Gefahr, in der Formel 1 keine Zukunft mehr zu haben – jetzt erhielten sie alle die bestmögliche Belohnung für all ihre harte Arbeit und all ihre Anstrengungen. Glückwunsch an Ross Brawn und Nick Fry und alle bei Brawn GP – es ist ein wahres Formel 1-Märchen, was hier passierte. Ein großes Kompliment und noch größerer Dank an alle unsere Motorenleute in Brixworth und Stuttgart – zwei Jahre in Folge fuhr der Weltmeister von Mercedes-Power angetrieben."

    Statistik
    Der Titel von Jenson Button ist der sechste Fahrer-WM-Titel in der Formel 1, der mit einem Mercedes-Benz Motor gewonnen wurde. Zweimal holte Juan Manuel Fangio die WM (1954/1955), zweimal Mika Häkkinen (1998/1999) und zuletzt Lewis Hamilton vor einem Jahr, ebenfalls in Brasilien.
    Fahrzeuge mit Mercedes-Benz Motor gewannen zehn der bisherigen 16 Saisonrennen, Jenson Button siegte sechsmal, sein Brawn GP Teamkollege Rubens Barrichello sowie Vodafone McLaren Mercedes Fahrer Lewis Hamilton je zweimal.
    Autos mit Mercedes-Motor standen in neun der 16 Rennen auf der Pole Position, dabei holte jedes der drei Teams, die in diesem Jahr mit dem Mercedes-Benz Formel-1-Motor FO 108W ausgerüstet werden, mindestens eine Pole Position: Brawn GP fünf mit Jenson Button (vier) und Rubens Barrichello (eine), Vodafone McLaren Mercedes mit Lewis Hamilton drei – in Valencia, Monza und Singapur - und Force India mit Giancarlo Fisichella eine.
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    17. Abu Dhabi GP / Yas Marina Circuit

    17. Abu Dhabi GP / Yas Marina Circuit

    Abu Dhabi
    Das Saison-Finale findet in diesem Jahr auf der neuen Strecke in Abu Dhabi am 1. November statt. Der Organisationschef Philippe Gurdjian sagte der örtlichen Zeitung The National, dass er nicht glaube, dass die globale Finanzkiste Auswirkungen auf die Veranstaltung haben werden. Er äußerte sich allerdings enttäuscht vom Rückzug des Honda-Teams: "Es ist eine neue Strecke, ein neues Rennen zum Saisonabschluss. Ich wünschte, wir hätten zehn Teams mit 20 Fahrzeugen, anstelle von neun Teams und 18 Rennwagen."

    Neue Luftaufnahmen zeigen die Bauarbeiten in der Boxengasse, bei den Tribünen und die Fortschritte bei der Errichtung des einzigartigen Hotels "Yas Marina", das in die Strecke integriert wird. Die eigentliche Fahrbahn der Rennstrecke wird ebenfalls gelegt. "Wir sind im Zeitplan und überwachen eine Million Details", sagte Gurdjian optimistisch.
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    Haug will siegeshungrigen Piloten: Räikkönen ist eine Option

    Haug will siegeshungrigen Piloten: Räikkönen ist eine Option

    Für Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug kommt 2010 nur ein Pilot in Frage, dem es mehr aufs Gewinnen als auf das Geld ankommt.
    In den vergangenen Wochen wurden zahlreiche Piloten als neuer Teamkollege von Lewis Hamilton genannt - unter anderem Kimi Räikkönen und Nico Rosberg. Besonders der Finne gilt als heiße Aktie am Fahrermarkt. So hat auch Toyota Interesse an Räikkönen bekundet. Bei McLaren Mercedes ist der Ferrari-Pilot für 2010 ebenfalls eine Option.

    Allerdings stellte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug klar, dass man keinen Fahrer nehmen wird, der mehr an Geld als an einem Siegauto interessiert ist. "Kimi ist eine Option, aber wir haben viele Optionen. Für uns sind aber Fahrer, die auf das große Geld aus sind, nicht die richtige Wahl. Im Moment möchte ich noch keine Namen nennen, aber wir haben mit einem Piloten eine Vereinbarung, der wirklich an Gewinnen interessiert ist. Er ist aber keiner, der Piloten, die sagen: Ich bin ein großer Name in der Formel 1, zahlt mir genug und dann fahre ich für euch", erklärte Haug.

    Wieder ein Siegauto

    Für McLaren Mercedes muss ein Fahrer siegeshungrig, motiviert und fokussiert sein. "Seine Gedanken dürfen sich nicht nur ums Geld drehen", betonte Haug gegenüber Autosport. Der Mercedes-Motorsportchef ist nach der guten, zweiten Saisonhälfte überzeugt, dass man im kommenden Jahr wieder um Siege mitkämpfen wird. "Wir haben gezeigt, dass wir auf einem konkurrenzfähigen Level sind. Lewis hat Siege und Podestplätze geholt und die Jungs geschlagen, die in dieser Saison, um den Titel kämpfen", sagte Haug.

    Nach dem schlechten Saisonstart habe sich das Team wieder stabilisiert. "Jetzt haben wir einen freien Platz in einem Siegauto. Es gibt nur drei, vier oder fünf Teams, die so etwas bieten können", so Haug.

    Hamilton ist egal, wer Kovalainen ersetzt

    Hamilton ist egal, wer Kovalainen ersetzt: Teamplayer als Teamkollegen
    Lewis Hamilton ist es gleich, wer 2010 sein Teamkollege wird. Hauptsache, der Neue ist ein Teamplayer.
    Kimi Räikkönen, Nico Rosberg und auch Jenson Button werden immer wieder mit dem freien Cockpit bei McLaren Mercedes in Verbindung gebracht. "Mir ist es egal, wer kommt - solange er in Frieden kommt und Frieden bringt. Im Vordergrund muss stehen, produktiv zu arbeiten und das Team nach vorne zu bringen", erklärte Lewis Hamilton gegenüber der Daily Mail. Hamilton, der im Vorjahr den Titel holte, würde nur zu gern gegen den amtierenden Champion Jenson Button mit dem gleichen Material antreten.

    "Ich würde Jenson gerne als Teamkollegen haben. Er ist auf dem gleichen Level wie ich und ein cooler Typ. Er hat den Titel verdient und er hat über die letzten Jahre einen tollen Job gemacht. Ich könnte mich nicht mehr für ihn freuen", verriet der McLaren Mercedes-Pilot. Doch egal, ob Button nun im Brawn GP oder im McLaren sitzt, so rechnet Hamilton nächstes Jahr mit einem harten Fight. "Jenson wird ein harter Konkurrent sein, aber ich hoffe, dass ich von Saisonbeginn an gegen ihn kämpfen kann", sagte Hamilton.

    Vorschau: Grand Prix von Abu Dhabi

    Vorschau: Grand Prix von Abu Dhabi

    Lewis Hamilton:
    „Die zweite Saisonhälfte lief für uns sehr gut und es wäre perfekt, das Jahr mit einem Sieg abzuschließen – es gäbe keine bessere Motivation für unser Team in der Vorbereitung auf 2010. Es sieht so aus, als würde uns die neue Strecke in Abu Dhabi liegen – es gibt dort viele enge Kurven mit anschließenden langen Geraden, da können wir sehr gut von unserem KERS Hybrid profitieren:
    Da der letzte Grand Prix 2009 wahrscheinlich auch der letzte ist, bei dem KERS eingesetzt werden darf, wäre es umso schöner, dabei noch einmal ein gutes Ergebnis zu erzielen. Das wäre der passende Dank an alle Ingenieure, die das Vodafone McLaren Mercedes System zum besten in der Formel 1 entwickelt haben.“

    Heikki Kovalainen:
    „In Abu Dhabi will ich unbedingt Punkte holen, damit wir den dritten Platz in der Konstrukteurs-WM verteidigen. Was ich bisher von der Strecke gesehen habe, gefällt mir sehr gut – zu Beginn der Runde gibt es ein paar Hochgeschwindigkeitskurven, im hinteren Abschnitt der Strecke folgt dann ein technischer Teil, wo deutlich langsamer gefahren wird. Allerdings wird es in Abu Dhabi wohl nicht leicht zu überholen. Die gesamte Anlage ist Weltklasse – und die Idee, das Rennen in der Dämmerung abzuhalten ist interessant. Singapur ist die Messlatte für Nachtrennen, aber es sieht so aus, als würde Abu Dhabi ebenfalls neue Maßstäbe in der Formel 1 setzen. Ich kann das Rennen kaum erwarten.“

    Martin Whitmarsh, Vodafone McLaren Mercedes Teamchef
    „In Brasilien überholten wir Ferrari in der Konstrukteurs-WM und liegen jetzt mit einem Punkt Vorsprung auf Rang drei. Deshalb werden wir noch einmal alles geben, um beim letzten Rennen in Abu Dhabi so viele Punkte wie möglich zu holen und den dritten Gesamtrang zu verteidigen.“
    „Das Team arbeitet weiter sehr konzentriert. Unser erneut verbesserter Speed, den wir in Brasilien zeigten, stimmt uns optimistisch und das Saisonfinale ist für uns eine weitere Gelegenheit, um den Sieg zu kämpfen.“
    Alles was ich bisher von der Rennstrecke in Abu Dhabi gesehen und gehört habe zeigt, dass die Veranstalter mit großem Engagement und Perfektion arbeiten. Die Anlage übertrifft alles bisher gesehene und ich denke, dass das Rennen in Abu Dhabi neue Maßstäbe in der Formel 1 setzen wird, wie es zuvor Singapur getan hat. Für unseren Sport eröffnen sich damit neue Chancen im Mittleren Osten wie auch in der übrigen Welt.“

    Norbert Haug, Mercedes-Benz Motorsportchef
    „Bei der Premiere in Abu Dhabi geht eine spannende Saison zu Ende. Die Strecke dort definiert die Spitze
    von Grand Prix Kursen neu und ich bin sicher, es wird ein überaus spannendes und hart umkämpftes Rennen geben. Die WM ist entschieden und jeder, der die Chance hat, will diesen Abschluss-Grand Prix und die vielbeachtete Premiere in Abu Dhabi gewinnen.“
    „Vodafone McLaren Mercedes hat seit Lewis' erstem Sieg, Ende Juli in Ungarn, einen deutlichen Aufwärtstrend gezeigt, sowohl Lewis als auch Vodafone McLaren Mercedes haben in sieben Rennen mit zwei Siegen und insgesamt fünf Podiumsplatzierungen mehr Punkte gemacht als jedes andere Team und jeder andere Fahrer. Diesen Trend wollen wir in Abu Dhabi fortsetzen – am liebsten natürlich mit einem Ergebnis wie beim letzten Stadtrennen in Singapur, das Lewis gewonnen hat.“

    Norbert Haug im Interview mit der dpa

    Norbert Haug im Interview mit der dpa
    «Unser bestes Motorsportjahr»


    Abu Dhabi (dpa) - Mercedes hat in dieser Formel-1-Saison mit seinem Kunden BrawnGP die WM-Titel in der Fahrer- und Konstrukteurswertung geholt. Vor dem Saisonfinale am Wochenende in Abu Dhabi wird spekuliert, dass der deutsche Automobilkonzern bei den Briten als Teilhaber einsteigen könnte. Unabhängig davon stellt die Saison 2009 mit Exklusivpartner McLaren und Force India als zweitem Kundenteam «unter schwierigsten Bedingungen unser bestes Motorsportjahr mit dem bisher besten Preis/Leistungsverhältnis» dar, sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur dpa.

    dpa: Hand aufs Herz: Haben Sie vor der Saison jemals geglaubt, dass Sie mit ihrem neuen Kundenpartner BrawnGP auf Anhieb den Weltmeister-Titel in der Fahrer- und Konstrukteurswertung holen würden?

    Haug: «Damit konnte natürlich niemand rechnen. Ich dachte wohl, dass dieses Team ein starkes Auto und starke Fahrer hat und vorne mitkämpfen kann - als WM-Tipp standen sie bei mir so wenig auf der Liste wie wohl bei allen anderen. Umso schöner ist, was erreicht wurde. Das Team stand vor einer total unsicheren Zukunft - oder vor gar keiner. Erst am 5. Dezember fragte man bei uns um das Motorleasing nach - drei Monate später wurden Bestzeiten gefahren, vier Monate später hatte BrawnGP bereits die ersten beiden Grand Prix der neuen Saison gewonnen.»

    dpa: Es wird immer wieder spekuliert, dass die Kooperation mit BrawnGP weiter ausgebaut werden könnte. Werden die Fans den Namen Mercedes nächstes Jahr als offizielle Teambezeichnung hören und lesen können, welche Bedeutung hätte es für Sie?

    Haug: «Dazu gibt es nichts Neues zu sagen. Nur soviel: Wir haben Optionen, wie wir uns in der Formel 1 präsentieren. Und wir haben längerfristige Abmachungen mit unserem Partner McLaren.»

    dpa: Auch in Sachen Fahrer wird mächtig spekuliert - Nico Rosberg zu BrawnGP, Kimi Räikkönen zurück zu ihrem langjährigen Partner McLaren. Wann werden die Entscheidungen fallen und welche wären Ihnen am liebsten?

    Haug: «Zu Spekulationen können und wollen wir uns nicht äußern. Es wird sich alles klären, und wir bitten Sie um Ihr Verständnis dafür, dass wir Vertraulichkeit in all unseren Verhandlungen vereinbart haben.»

    dpa: In diesem Jahr hat ihr neuer Kunde BrawnGP den alten, sprich langjährigen Partner McLaren in der WM-Wertung abgehängt. Werden nächstes Jahr beide von Beginn an auf Augenhöhe fahren und wo sehen Sie die in der zweiten Saisonhälfte starken Force India?

    Haug: «Es ist natürlich schön, dass alle Teams, die mit unseren Motoren fahren, mindestens eine Pole-Position und einen Podiumsrang erzielt haben. Damit war in dieser Durchgängigkeit nicht zu rechnen. Force India ist die Aufsteigermannschaft des Jahres in der Formel 1, BrawnGP mit Jenson Button Weltmeister und als Team Konstrukteursweltmeister; und Vodafone McLaren Mercedes ist die Mannschaft der zweiten Saisonhälfte mit mehr Punkten in den letzten sieben Rennen als jede andere Mannschaft seit dem ersten Sieg - dem historischen ersten mit KERS-Hybrid Ende Juli in Ungarn - für Lewis Hamilton und unser Team.»

    dpa: Wie sehr helfen die WM-Titel für BrawnGP und die in der zweiten Meisterschaftshälfte sehr guten Resultate ihrer weiteren Formel-1-Partner McLaren und Force India, um in den schwierigen wirtschaftlichen Zeiten das Engagement in der Königsklasse vor Kritikern möglicherweise auch im eigenen Unternehmen zu rechtfertigen?

    Haug: «Wir haben mit BrawnGP und mit Force India Geld verdient. Wir haben unsere Kosten für die Formel 1 vom letzten auf dieses Jahr um 30 Prozent gesenkt und unsere Motoren haben 10 der bisherigen 16 Grand Prix-Sieger angetrieben, und neunmal in 16 Rennen sind die Mercedes getriebenen Fahrzeuge aus der Pole-Position gestartet. 62 Prozent aller Führungsrunden wurden mit Mercedes getriebenen Fahrzeugen absolviert. Eine wunderbare Bilanz mit weltweit bester öffentlicher Resonanz und so gesehen unter schwierigsten Bedingungen unser bestes Motorsportjahr mit dem bisher besten Preis/Leistungsverhältnis. Und wir werden uns weiter steigern und noch mehr Geld einsparen.»

    dpa: Was erhoffen Sie sich vom letzten Rennen und dann vor allem von der kommenden Saison?

    Haug: «Wir hoffen, vorne dabei zu sein, beim letzten Rennen und während der ganzen nächsten Saison.»

    dpa: Wird es dann zu einem Rennen unter Mercedes-Partnern kommen?

    Haug: «Das gab es schon in diesem Jahr und das wird es hoffentlich auch im nächsten geben - und ganz bestimmt werden uns die Konkurrenten dabei nicht alleine lassen.»

    Button möchte gutes Ergebnis zum Abschluss

    Button möchte gutes Ergebnis zum Abschluss: Barrichello peilt Vizeweltmeisterschaft an

    Nach dem Gewinn beider WM-Titel in Brasilien peilt Brawn GP in Abu Dhabi auch noch den zweiten Platz in der Fahrerwertung an.
    Die Titelfeierlichkeiten von Brawn GP neigen sich dem Ende. In Abu Dhabi steht noch einmal Arbeit auf dem Programm. Für Jenson Button und sein Team ist das erste Rennen auf dem Yas Marina Circuit jedoch eine Art Schaulaufen: "Es ist ein fantastisches Gefühl, zum letzten Rennen zu kommen und bereits den Fahrer- und Konstrukteurstitel gewonnen zu haben", sagt der Brite.

    An Motivation fehlt es ihm aber nicht. Button kündigte an: "Wir möchten die Saison stilgerecht mit einem tollen Ergebnis beenden." Auch Ross Brawn hat noch ein Ziel für das letzte Rennwochenende: "Es ist ein wichtiges Wochenende für das Team, weil wir den zweiten Platz in der Fahrerwertung mit Rubens absichern möchten." Der Brasilianer hat sich ebenfalls ein Highlight zum Saisonende zum Ziel gesetzt. "Es war eine tolle Saison und ich möchte sie an diesem Wochenende auf einem Hoch beenden."

    Herausforderung und Spaß

    Der neue Stadtkurs in Abu Dhabi stellt alle Teams vor die gleichen Herausforderungen. "Wir benutzten die Daten von der FIA, um einen Streckenplan zu erstellen und ihn in unserem Simulator zu verwenden", erklärt Ross Brawn. Genauso habe man sich im letzten Jahr auf die neuen Kurse in Valencia und Singapur vorbereitet. "Die Strecke zu kennen, hilft den Fahrern, sich schnell an den Rhythmus zu gewöhnen."

    Außerdem könne das Team im Vorhinein die Getriebeübersetzungen und das Setup ermitteln. "Wir können auch das Verhalten der Reifen im Simulator verstehen lernen." Das hilft bei der Wahl der Fahrzeugbalance. Button freut sich schon auf die Herausforderungen des Wochenendes. "Es ist immer schön, auf eine neue Strecke zu kommen, besonders da diese so einzigartig ist."

    Barrichello verspricht sich vom Streckenlayout viel Spaß. "Es wird interessant, das Rennen bei Tageslicht zu starten und am Abend zu beenden", sagt der Brasilianer. Besonders wichtig wird der Rundgang am Donnerstag. "Dann bekommen wir ein erstes Gefühl für die Streckencharakteristik." Nach den ersten Runden am Freitag erwartet Barrichello, dass auch die neue Strecke schnell business as usual wird.

    Whitmarsh: Wir können gewinnen

    Whitmarsh: Wir können gewinnen: Meister der zweiten Hälfte

    Martin Whitmarsh geht optimistisch in das letzte Saisonrennen 2009. Er glaubt an einen Sieg und den inoffiziellen Titel des Meisters der zweiten Saisonhälfte.

    Seit dem Deutschland GP im Juli hat kein Fahrer mehr Punkte geholt als Lewis Hamilton. Ganze 40 Zähler fuhr der zweifache Saisonsieger ein. Nur Kimi Räikkönen kam mit 38 Punkten nahe an diese Marke heran. McLaren Mercedes holte seit dem Nürburgring 57 Punkte, das überbot nur Red Bull mit 61 Punkten.

    "Ich bin sehr stolz", sagt Teamchef Martin Whitmarsh. "Wir hatten einen schwachen Start, aber an diesem Wochenende können wir hoffentlich ein Ergebnis einfahren, nach dem wir von uns sagen können, dass wir die zweite Saisonhälfte gewonnen haben. Ich glaube fest daran, dass wir in Abu Dhabi mit Lewis und Heikki gewinnen können."

    Theissen mit Wehmut vor dem Abschied

    Theissen mit Wehmut vor dem Abschied

    Im SID-Gespräch erklärt BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen die Gründe für den Formel-1-Abschied, die Erfolgserlebnisse seines Teams und die Perspektive von Sebastian Vettel.

    BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen fällt vor dem Abschied aus der Formel 1 ein positives Fazit und gibt der FOTA Verbesserungsvorschläge auf den Weg, wie die Formel 1 noch attraktiver gestaltet werden kann. Über seine persönliche Zukunft hüllt sich Theissen im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID) allerdings noch in Schweigen.

    SID: "BMW fährt in Abu Dhabi zum letzten Mal in der Formel 1. Ist das ein Rennen wie jedes andere oder gehen Sie mit einer Träne im Auge?"

    Mario Theissen: "Es ist sicher für uns alle bei BMW-Sauber eine ganz besondere Premiere beim Finale. Wir fahren mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach Abu Dhabi. Durch die zuletzt in Brasilien gewonnenen acht Punkte haben wir eine Position in der Konstrukteurs-Wertung gutgemacht. Auch im Saisonfinale werden wir hoch motiviert ans Werk gehen. Wir freuen uns auf den neuen Formel-1-Standort und sind sehr gespannt auf das Ambiente am Yas Marina Circuit. Doch wir werden natürlich auch mit Wehmut dorthin aufbrechen. Schließlich wird dies unser 70. und letztes Formel-1-Rennen mit dem BMW-Sauber-Team werden."

    SID: "Können Sie jetzt mit ein wenig Abstand die Entscheidung des Vorstandes für den Ausstieg verstehen?"

    Theissen: "Natürlich waren wir alle im Team über die Entscheidung des Vorstandes enttäuscht. Wir hätten dieses Projekt gerne zu einem erfolgreichen Abschluss geführt. Aber verstehen konnte ich die Entscheidung schon damals, als sie getroffen wurde. BMW hat sich für eine strategische Neuorientierung entschieden. Und mit dieser neuen unternehmerischen Ausrichtung war das Formel-1-Projekt nicht mehr vereinbar."

    SID: "Muss sich ein Automobilhersteller in der Formel 1 engagieren – allein aus Imagegründen und natürlich, um technische Kompetenz zu beweisen?"

    Theissen: "Die Formel 1 ist und bleibt eine erstklassige Kommunikationsplattform. Aber natürlich sollten Botschaft und Strategie zusammenpassen."

    SID: "Was muss sich ändern, wenn die Formel 1 angesichts der großen Krisen dieser Welt langfristig bestehen will?"

    Theissen: "Die Formel 1 ist eine starke Marke, und ich bin überzeugt, dass sie auch aus der gegenwärtigen Situation gestärkt hervorgehen wird. Mit der FOTA haben wir schon viele Ideen einbringen und umsetzen können. Allerdings gibt es noch immer Verbesserungsbedarf. Und diesen sehe ich vor allem im Bereich der Show. Wir müssen den Fans an der Rennstrecke mehr bieten als bisher. Auch hierzu gibt es bereits konkrete Ansätze."

    SID: "Sie waren mit BMW zehn Jahre in der Formel 1. Wie fällt Ihr Fazit aus?"

    Theissen: "Es war eine fantastische Zeit – intensiv, lehrreich, spannend, herausfordernd und insgesamt doch sehr erfolgreich. Während unserer Partnerschaft mit Williams haben wir zehn Rennen gewonnen und 2003 bis zum Ende um den WM-Titel gekämpft. Mit dem BMW-Sauber-Team ging es die ersten drei Jahre steil und stetig bergauf. Mit Ausnahme unserer vierten und leider letzten Saison bin ich mit dem, was wir seit 2006 erreicht haben, mehr als zufrieden. In den ersten drei Jahren haben wir unsere selbst gesteckten Ziele allesamt erreicht und sogar übertroffen. Gleich in unserer Premieren-Saison standen wir zweimal auf dem Podest, im darauf folgenden Jahr konnten wir uns als drittes Top-Team etablieren. 2008 folgte der Doppelsieg in Kanada. Fast bis zum Saisonende waren wir eines von drei Teams im Titelkampf. Insgesamt verbuchten wir 2008 elf Podestplätze. Unsere Zuverlässigkeit war exzellent. Dass wir 2009 nicht daran anknüpfen und wie erhofft ein Wort im Titelkampf mitreden konnten, hat natürlich das gesamte Team enttäuscht. Aber die Tatsache, dass wir auch nach dem angekündigten Rückzug von BMW aus der Formel 1 nie aufgesteckt haben, zeigt den starken Charakter unserer Mannschaft. Ich hoffe, dass das Nachfolgeteam den erfolgreichen Weg in der Formel 1 konsequent weiter gehen wird."

    SID: "Was waren in dieser Zeit die schönsten Momente, und was war das größte Erfolgserlebnis?"

    Theissen "Zwei Situationen waren besonders emotional, und beide Male haben sich diese in Montreal ereignet. 2007 hatte Robert Kubica dort seinen fürchterlichen Unfall, den er wie durch ein Wunder ohne ernsthafte Blessuren überstanden hat. Ein Jahr später haben wir an gleicher Stelle mit dem Doppelsieg von Robert und Nick unseren größten Erfolg mit dem BMW-Sauber-Team errungen. Daneben war aber der Triumph in Le Mans 1999 das prägendste Sportereignis während meiner Tätigkeit als BMW Motorsportdirektor."

    SID: "Sie haben mit vielen Fahrern zusammengearbeitet, alles doch sehr unterschiedliche Charaktere. Mit wem hat es besonders viel Spaß gemacht, und mit wem war es extrem schwierig?"

    Theissen: "Ich wäre kein guter Vorgesetzter, wenn ich einen Fahrer herausgreifen würde. Jeder Fahrer ist anders, alle waren starke Charaktere. Ich freue mich aber sehr für Jenson Button, der zehn Jahre nach unserem gemeinsamen Debüt in der Formel 1 nun den WM-Titel geholt hat. Und die Entwicklung von Sebastian Vettel, den wir bei uns in der Formel BMW das Rüstzeug für den Formel-Sport mitgegeben und später bei BMW-Sauber als Testfahrer an Bord genommen haben, beobachte ich natürlich ebenfalls sehr genau. Er wird seinen Weg konsequent weiter gehen und Erfolge sammeln."

    SID: "Haben Sie sich schon entschieden, was Sie künftig machen werden? Bleiben Sie der Formel 1 in dem BMW-Nachfolgeteam von Peter Sauber als Motorsportdirektor erhalten oder machen Sie bei BMW im Tourenwagensport weiter?"

    Theissen: "Ich habe immer gesagt, dass ich eine Entscheidung nach der laufenden Saison treffen werde. Daran hat sich nichts geändert."

    SID: "Können Sie sich vorstellen, dass BMW irgendwann in die Formel 1 zurückkehrt oder ist dieses Thema auf Jahre hinaus erledigt?"

    Theissen: "Wenn ein Unternehmen seine strategische Ausrichtung ändert, dann ist dies von einer gewissen Dauer. Strategien ändert man nicht von einem Tag auf den anderen. Und ein komplexes Formel-1-Projekt kann man auch nicht nach Belieben an- und abschalten. Alles weitere wäre Spekulation."

    Formel 1: Abu Dhabi zündet den Turbo

    Yas Island
    Formel 1: Abu Dhabi zündet den Turbo
    von Michael Backfisch

    Für Exklusivität ist gesorgt, wenn am Sonntag in Abu Dhabi erstmals ein Formel-1-Rennen stattfindet. Eine Mrd. Dollar haben sich die Öl-Scheichs den 5,6 Kilometer langen Parcours auf der Ferieninsel Yas Island im Persischen Golf kosten lassen. Die PS-Boliden sollen den Tourismus im Öl-Emirat ankurbeln.

    ABU DHABI. Von der Ferne sieht das Yas Marina Hotel aus wie eine Raumstation. Tagsüber glänzen die beiden ellipsenförmigen Glasgebäude metallisch in der Sonne, nachts sind sie rot und blau angestrahlt. Doch der futuristische Trakt birgt keine Raketen-Abschussrampe, sondern eine Luxus-Tribüne für Geschwindigkeits-Rekorde am Boden: Die beiden Flügel der Nobel-Bettenburg stehen direkt neben der neuen Formel-1-Rennstrecke in Abu Dhabi. Hotelgäste können die Flitzer von der VIP-Lounge aus wenige Meter über dem Asphalt verfolgen. Zimmer in dem vom New Yorker Büro Asymptote geplanten Design-Tempel kosten weit über 1 000 Dollar die Nacht.

    Für Exklusivität ist gesorgt, wenn am kommenden Sonntag in Abu Dhabi erstmals ein Formel-1-Rennen stattfindet. Die Hauptstadt sowohl des gleichnamigen Öl-Emirats als auch des Gesamtstaats Vereinigte Arabische Emirate wird dann Mitglied im elitären Rennzirkus. Eine Mrd. Dollar haben die Öl-Scheichs in den 5,6 Kilometer langen Parcours auf der Ferieninsel Yas Island im Persischen Golf gesteckt. Den Rundkurs entworfen hat der Aachener Architekt Hermann Tilke, der auch die Formel-1-Strecken in Bahrain und Schanghai plante.

    Allein das kurzfristige Geschäft bringt Abu Dhabi einen kräftigen Geldregen. "Das Rennen bietet die goldene Gelegenheit, sich auf der Weltbühne zu präsentieren", sagt Lawrence Franklin, Direktor für Strategie bei der Tourismusbehörde. Sämtliche 16 000 Hotelzimmer sind ausgebucht, alle 50 000 Tickets für den Grand Prix verkauft. Restaurants und Einzelhandelsgeschäfte dürften bei stark angehobenen Preisen Spitzenumsätze verbuchen.

    Nach einer Studie haben internationale Besucher beim vergangenen Formel-1-Rennen in Bahrain im Schnitt 1 356 Dollar pro Tag ausgegeben - ähnliche Einnahmen kann Abu Dhabi erwarten. Doch das Emirat hat noch weitere Einnahmequellen: So zahlte die vor Ort angesiedelte Etihad Airways mehrere Millionen Dollar für einen dreijährigen Sponsorenvertrag. Der Name der Fluggesellschaft taucht nun im offiziellen Titel des Grand Prix auf.

    Die Scheichs denken in großen Dimensionen. Sie sitzen zum einen auf den fünftgrößten Ölreserven der Welt. Gleichzeitig basteln sie bereits an Konzepten, damit sich der Formel-1-Zirkus auch langfristig als eine Goldgrube erweist. "Die Regierung hat die Vision, Abu Dhabi als arabische Welt-Metropole und internationales Zentrum für Geschäft, Handel und kulturellen Austausch zu etablieren", sagt Khaldoon Al-Mubarak. Er ist einer der Macher in Abu Dhabi. Der Mittdreißiger leitet sowohl die Exekutivbehörde des Emirats als auch das Formel-1-Komitee, ist Präsident des britischen Fußball-Erstligisten Manchester City und steht nicht zuletzt an der Spitze der staatlichen Investment-Gesellschaft Mubadala.

    Das Finanz-Unternehmen, das weltweit ein Anlagevermögen von mehr als zehn Mrd. Dollar hat, gilt als eine der agilsten Firmen am Golf. Es hat den Auftrag, Abu Dhabi auf die Zeit nach dem Öl vorzubereiten. Mubadala soll das Emirat zu einer regionalen Drehscheibe für erneuerbare Energien, Luftfahrt und Tourismus aufbauen.

    So gründete die Gesellschaft unter anderem die Firma Masdar PV in Thüringen, die Solar-Module herstellt und als Referenz-Fabrik für eine Anlage am Golf dient. Mit dem Luftfahrtkonzern EADS vereinbarte Mubadala eine strategische Partnerschaft zur Herstellung von Flugzeug-Komponenten. 2005 kaufte die Gesellschaft dann einen fünfprozentigen Anteil an Ferrari. Schon damals hatte sie das strategische Ziel, eine Unterhaltungs-Industrie zu entwickeln und den Fremdenverkehr anzukurbeln.

    Die Beteiligungen haben System: Mubadala ist nicht nur Sponsor des italienischen Formel-1-Teams. Die Regierung von Abu Dhabi zieht neben der Rennstrecke auch einen Ferrari-Themenpark hoch, der mit 200 000 Quadratmetern Fläche seinesgleichen sucht. Das Projekt ist Teil eines Mega-Vorhabens, das ein Brutto-Investitionsvolumen von 40 Mrd. Dollar aufweist.

    Insgesamt soll auf dem 25 Quadratkilometer großen Yas Island ein gigantisches Ferienparadies entstehen. Geplant sind mehr als 20 Hotels, Golfanlagen, Shopping-Malls sowie ein Yachthafen mit mehr als 1 500 Liegeplätzen.

    Doch damit nicht genug. Während Yas Island in erster Linie auf Rennsport-Fans setzt, sollen einige Kilometer weiter Kultur-Interessierte auf ihre Kosten kommen. So will Abu Dhabi auf dem benachbarten Saadiyat Island Ableger des Pariser Louvre sowie des New Yorker Guggenheim-Museums errichten. Startschuss ist 2013. Die Gesamtkosten werden auf mehr als 30 Mrd. Dollar geschätzt.

    Abu Dhabi schaltet bei der Tourismus-Planung den Turbo ein. Derzeit kommt das Emirat auf etwa 1,6 Millionen Besucher pro Jahr. Bis 2030 wollen die Scheichs die Zahl auf rund acht Millionen Gäste steigern. Die hochverschuldete Glitzer-City Dubai, die heftig unter der Immobilienkrise gelitten hat, schaut an diesem Wochenende etwas neidisch nach Abu Dhabi. "Von derlei üppigen Finanz-Optionen können wir nur träumen", sagt ein Top-Manager der Stadt.
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    Keine Piste für echte Männer

    Keine Piste für echte Männer

    Die Formel 1 endet mit einem Rennen auf der neuen Strecke von Abu Dhabi. Da haben sich die Scheichs etwas Superteures in die Wüste gebaut. Die Fahrer finden's eher öde. von Juha Päätalo, Abu Dhabi
    Wenn es Nacht wird in Abu Dhabi, dann gehen am Yas Hotel die Lichter an, und sie illuminieren die Szenerie so, dass alles ein wenig an das Stadion des FC Bayern erinnert. Der Unterschied ist, dass der Bau nicht nur blau und rot schimmert wie die Arena in München an Spieltagen, sondern in mindestens so vielen Farben wie die Teams der Formel 1. In diesen Tagen ist es das Fahrerhotel und deshalb eine ultramoderne Autobahnraststätte, unter der an diesem Wochenende zum ersten Mal die Formel-1-Autos rasen.
    Die Yas Marina Circuit, wie die Rennstrecke heißt, ist die luxuriöseste und teuerste Arena, die die Formel-1-Welt je gesehen hat. Um zu verstehen wie schnell sie fertig gebaut wurde, lohnt sich ein Blick auf Google Earth. Wenn man dort Yas Island eingibt, bekommt man nur einen gelbgrauen Flecken Wüste zu sehen. Seit dem ersten Spatenstich im Februar 2007 wurden 1,6 Millionen Kubikmeter Erde bewegt, 225.000 Kubikmeter Beton gegossen, Asphalt in der Fläche von 100 Fußballfeldern gelegt. Von zuletzt 17.000 Bauarbeitern. Und die Strecke ist fertig geworden
    Der Asphalt ist sauber gewaschen, die türkisfarbenen Auslaufzonen perfekt gesetzt. Nur da, wo keine Putzmaschinen hinkommen, sieht man noch die Spuren der Bauzeit. Im angeschlossenen Jachthafen dümpeln Styroporbröckchen. Und im Tunnel, der von der Boxengasse zurück auf die Rennpiste führt, liegen noch die Zigarettenstummel der Bauarbeiter auf den Randsteinen. Diese Schönheitsfehler wird aber an diesem Wochenende keine Fernsehkamera zeigen. Denn es gilt, das Vollgasmärchen von Tausendundeiner Nacht in die Welt zu übertragen. Und Abu Dhabi einen Platz in der Weltgeschichte des Sports zu verschaffen.
    Bisher hat jede Nation ihren Stolz und Wohlstand in Bauten verewigt. Das, was der Circus Maximus für die Römer war, ist Yas Marina Circuit für Abu Dhabi. Dessen Geltungsdrang ist vielleicht deshalb so groß, weil das größte der sieben Emirate, die die Vereinigten Arabischen Emiraten bilden, vor 40 Jahren noch Wüste war - ohne Straßen, ohne Schulen, ohne Fernsehen, ohne Radio. Weil aber Abu Dhabi zehn Prozent der heute bekannten Ölreserven besitzt, ist es praktisch über Nacht steinreich geworden. Die Entwicklung von einer Nomadengesellschaft zu einem modernen Staat, die in Europa Tausende Jahre dauerte, ist in Abu Dhabi während einer Generation passiert.
    Nun versuchen die Abu Dhabier, ihre dünne Kulturgeschichte mit umso dickeren Bauten auszugleichen. Stararchitekten wie Frank Gehry, Jean Nouvel, Tadao Ando und Zaha Hadid errichten hier Bauten wie das Guggenheim Abu Dhabi und den Louvre Abu Dhabi. Das mögen Europäer albern finden, aber es geht auch um einen Wettbewerb. Weil das Nachbaremirat Dubai schon viel früher Tourismus als Einnahmequelle entdeckte und für die Besucher ein Fünfsterneparadies aus Wolkenkratzern errichtet hat, muss das noch reichere Abu Dhabi diesen Vorsprung nun einholen und alles in Sechssternestandard errichten. Das Geld setzt dem Selbstbewusstsein dabei keine Grenzen. Ob am Golf nun eine neue Kulturnation entsteht oder doch eher arabisches Disneyland, neidische Aufmerksamkeit der Nachbarn ist schon jetzt garantiert.
    Das gilt auch für die Rennstrecke. Sie wurde gebaut vom Besten seines Fachs, dem Aachener Architekten Hermann Tilke. Er hatte für den Formel-1-Fürsten Bernie Ecclestone schon die Strecken in Malaysia, Bahrain, Schanghai und Istanbul errichtet und Nürburgring, Hockenheimring sowie den Circuit de Catalunya bei Barcelona umgebaut. Aber Abu Dhabi ist auch für Tilke anders als alles, was er bisher gebaut hat. 400 Mio. $ sollen die Baukosten betragen haben. "Das stimmt aber nicht", sagt Tilke, der im Fahrerlager an einem Champagner nippt. War es weniger - oder mehr? Tilke sagt nur so viel: "Jeder will sich doch durch Bauten profilieren, das Vogelnest in Peking ist auch nicht wirtschaftlich zu betreiben." Er jedenfalls ist von seinem eigenen Werk begeistert.
    Die Fahrer sind nur mäßig euphorisch, weil sie schon so viele Tilke-Strecken kennen. "Den modernen Strecken fehlt einfach die Geschichte, die du in Monza oder Spa spürst", sagt Sebastian Vettel. "Und die Auslaufzonen sind so groß, dass man für Fahrfehler zu wenig büßt." Im Klartext: Echte Kerle stehen auf die Gefahr, die Tilke nicht mehr einbauen darf. Prunk ist ihnen egal.

    Staunen über Superlative: Abu Dhabi «unglaublich»

    Staunen über Superlative: Abu Dhabi «unglaublich»

    Abu Dhabi (dpa) - Die Königsklasse kommt aus dem Staunen nicht heraus. «Die Strecke übertrifft wirklich alles, was bisher da war. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das noch mal getoppt werden kann», sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen.

    «Abu Dhabi hat einen neuen Standard in der Formel 1 gesetzt. Es ist absolut unglaublich», betonte Teamchef Ross Brawn. Und selbst Formel-1- Geschäftsführer Bernie Ecclestone konnte das «Wunder», das auf Yas Island Wirklichkeit wurde, kaum fassen. «Ich hätte nie gedacht, dass es so würde wie jetzt», sagte der 79 Jahre alte Brite.

    Die Wüste ist im PS-Wahn. Ein 800 PS starker Formel-1-Bolide als Polizeiwagen - kein Problem. Eine Rennstrecke durch ein Fünf-Sterne- Hotel - kein Problem. Ein Tunnel als Boxenausfahrt - auch kein Problem. Abu Dhabi macht es möglich. «Beeindruckend», ist wohl eines der meistgebrauchten Worte der Fahrer, wenn sie auf die neue Strecke, entworfen vom deutschen Formel-1-Architekten Hermann Tilke, angesprochen werden. Entstanden ist sie auf Yas Island. Die Insel soll für angeblich insgesamt 27 Milliarden Euro in einen gigantischen Freizeitpark verwandelt werden.

    Was die Scheichs auf Sand haben bauen lassen, sprengt alles bisher Dagewesene. 5,55 Kilometer lang ist der Kurs, passenderweise muss er im Rennen am 1. November 55 Mal umrundet werden. 1,173 Kilometer lang ist die Gerade. Vom einen Ende sehen die Piloten nicht mal das andere. Weltmeister Jenson Button und die Kollegen-Karawane werden ihre rasenden Kisten dort auf bis zu 320 Stundenkilometer beschleunigen. «Auf der Gerade muss ich mir eine Zeitung mitnehmen», scherzte schon Williams-Pilot Nico Rosberg aus Wiesbaden. Es ist der längste Geradeaus-Abschnitt im Formel-1- Kalender.

    Kurz danach rasen die Fahrer unter einer Brücke durch, die die beiden Teile der spektakulären Fünf-Sterne-Nobelherberge Yas Hotel verbindet. Ein Prunkbau zwischen Münchner Allianz-Arena und gläsernem Wal, der abends blau und violett leuchtet. Ebenfalls ein Novum: Die Boxenausfahrt führt durch einen Tunnel, kein Witz. Nach Tanken und Reifenwechsel geht es leicht bergab, dann gibt es in der Zone mit Geschwindigkeitsbegrenzung einen scharfen Linksknick, ab durch den Tunnel, dann leicht nach rechts und einen ordentlichen Anstieg hoch zurück auf die Piste. Sebastian Vettel, der im Red Bull den zweiten Platz in der Fahrerweltmeisterschaft beim Finale in der Wüste klarmachen will, hält die Boxenausfahrt für die wahrscheinlich «schwierigste Kurve».

    Was den Piloten unterm Strich mehr zu schaffen machen könnte als der Kurs, ist allerdings die Startzeit. Wenn um 17.00 Uhr Ortszeit die roten Ampeln erlöschen, geht die Sonne schon langsam unter. Spätestens eine halbe bis dreiviertel Stunde danach wird es dunkel sein - die Strecke jedoch im gleißenden Licht der Scheinwerfer strahlen. Zuvor könnte die Sonne die Piloten noch blenden. «Es wird sicher nicht ohne sein», meinte Rosberg.

    Qualifying: Hamilton vor Red Bull

    Qualifying: Hamilton vor Red Bull

    Lewis Hamilton startet beim ersten Großen Preis von Abu Dhabi von der Pole Position. Neben ihm steht Sebastian Vettel in Reihe 1.
    Die historische erste Pole Position auf dem neuen Yas Marina Circuit in Abu Dhabi gehört McLaren Mercedes und Lewis Hamilton. Der Brite fuhr Bestzeit in allen drei Qualifyingsessions und sicherte sich mit einer Zeit von 1:40948 Minuten deutlich die Pole vor Sebastian Vettel und Mark Webber. Zuvor war Hamilton im Q2 die schnellste Rundenzeit des gesamten Rennwochenendes auf dem neuen Kurs gefahren. Neben ihm durchbrach nur Vettel die Marke von 1:40 Minuten.

    Die Brawn GP Piloten begnügten sich mit den Positionen 4 und 5, wobei Rubens Barrichello sich gegen seinen Teamkollegen und neuen Weltmeister Jenson Button durchsetzte. Dahinter starten Jarno Trulli, Robert Kubica, Nick Heidfeld, Nico Rosberg und Sebastien Buemi aus den Top-10 der letzten Startaufstellung der F1-Saison 2009.

    Keine Top10 für Ferrari

    In letzter Sekunde verdrängte Nico Rosberg Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen vom zehnten Platz und warf ihn damit aus dem Q3 heraus. Mit Heikki Kovalainen scheiterte auch ein Anwärter auf die Toppositionen vorzeitig. Der McLaren-Pilot musste sein Auto mit einem Getriebeproblem abstellen und in der entscheidenden Phase des zweiten Qualifyings zuschauen.

    Eine Überraschung gab es schon im ersten Qualifying: Fernando Alonso blieb in seinem letzten Qualifying für Renault zum ersten Mal im Q1 hängen. Der Spanier startet somit nur von Platz 16 in sein Abschiedsrennen vor seinem Wechsel zu Ferrari. Neben ihm schieden auch Tonio Liuzzi, Adrian Sutil, Romain Grosjean und Giancarlo Fisichella aus.

    "Damit hatte ich gerechnet", sagte Alonso. "Wir sind hinten und waren das gesamte Wochenende sehr langsam, wir haben es verdient, im Q1 auszuscheiden." Der enttäuschte Spanier bezeichnete seinen Renault als das wohl schlechteste Auto des Starterfeldes, kündigte aber an, in seinem letzten Rennen für Renault noch einmal alles zu geben. "Punkte sind realistisch gesehen fast unmöglich, aber ich werde dafür kämpfen."

    "Ich hatte keinen Grip", klagte Sutil. "Ich war furchtbar langsam und weiß nicht warum. Ich bin gerutscht ohne Ende. Es ging nicht besser." Vor allem die weichen Reifen funktionierten bei ihm gar nicht. "Irgendwo muss ein großes Problem sein."

    Das Qualifying im Überblick
    1. Session
    Zwischenfälle: Dreher Kovalainen, Dreher Grosjean
    ausgeschieden: Alonso, Liuzzi, Sutil, Grosjean, Fisichella
    Top-6: Hamilton, Button, Trulli, Kubica, Heidfeld, Barrichello
    2. Session
    Zwischenfälle: Kovalainen Ausfall
    ausgeschieden: Räikkönen, Kobayashi, Kovalainen, Nakajima, Alguersuari
    Top-6: Hamilton, Vettel, Button, Webber, Trulli, Barrichello
    3. Session
    Zwischenfälle: keine
    Top-6: Hamilton, Vettel, Webber, Barrichello, Button, Trulli

    Getriebewechsel bei Kovalainen: Fünf Plätze zurück

    Getriebewechsel bei Kovalainen: Fünf Plätze zurück

    Heikki Kovalainen hatte nach dem Qualifying in Abu Dhabi schon befürchtet, dass sein Defekt in Q2 ein schwerer Getriebeschaden war und das stellte sich im Nachhinein auch als wahr heraus. Der Finne wird am Sonntag ein neues Getriebe in seinem McLaren brauchen und rutscht daher von Startplatz 13 auf 18 zurück.

    Ferrari kämpft weiter um Rang 3: Kaum noch Chancen

    Ferrari kämpft weiter um Rang 3: Kaum noch Chancen

    Ferrari hat den dritten Rang in der Konstrukteursweltmeisterschaft noch nicht abgeschrieben. Die Ausgangslage ist jedoch schwierig.
    Platz 3 in der Konstrukteurs-WM - das ist das Ziel von Ferrari. Dummerweise hat sich auch McLaren Mercedes diesen Platz zum Ziel gesetzt. Bereits vor dem Rennwochenende in Abu Dhabi hatte McLaren einen Punkt Vorsprung auf Ferrari. Nach dem Qualifying sieht die Ausgangslage für die Scuderia nicht viel besser aus: Lewis Hamilton startet von der Pole Position, Kimi Räikkönen von Platz 11.

    "Es wird schwierig, denn McLaren ist sehr konkurrenzfähig", weiß Räikkönen, der nicht auf die Hilfe seines Teamkollegen Giancarlo Fisichella bauen darf - dieser startet wieder einmal als Letzter. "Wir werden alles geben, um ein paar Punkte zu holen und hoffen dann auf etwas Glück."

    Auch Teamchef Stefano Domenicali sieht nur geringe Chancen, das Ziel zu erreichen. "Es wäre schön, ein schwieriges Jahr mit Platz 3 zu beenden, aber uns erwartet ein hartes Rennen, das noch schwieriger wird, weil unsere Hauptgegner vorne stehen." Trotzdem gibt er nicht auf. "Das Rennen muss erst noch gefahren werden und in diesem Sport haben wir schon oft gesehen, dass man nichts als gegeben hinnehmen darf."

    Abu Dhabi GP: Vettel holt Sieg und Vizetitel

    Abu Dhabi GP: Vettel holt Sieg und Vizetitel

    Sebastian Vettel sicherte sich mit einem Sieg im letzten Saisonrennen in Abu Dhabi den Vizeweltmeistertitel 2009.

    Der erste Grand Prix Sieger auf dem neuen Yas Marina Circuit in Abu Dhabi heißt Sebastian Vettel. Nach dem Ausfall des Pole-Manns Lewis Hamilton fuhr der Red Bull Pilot einen ungefährdeten vierten Saisonsieg ein und verteidigte damit den zweiten Platz in der Fahrer-WM. Vettel ist somit hinter dem neuen Formel-1-Weltmeister Jenson Button der neue Vizeweltmeister.

    Neben Vettel standen sein Teamkollege Mark Webber und der neue Champion Jenson Button auf dem Podium. In den Schlussrunden kam Button noch einmal bis in den Windschatten des Australiers, schaffte es aber nicht, den Red Bull Piloten zu überholen.

    "Das war ziemlich heikel, aber Mark hat es durchgezogen und gut verteidigt", lobte Teamchef Christian Horner. "Die Reifen waren nicht mehr so toll, aber es ging. Ich bin stolz auf das Team. Es war ein tolles Jahr von Sebastian und Mark. Sebastian wird sicher einmal Weltmeister."

    Platz 4 ging an Rubens Barrichello, der knapp vor Nick Heidfeld und Kamui Kobayashi ins Ziel fuhr. Der Japaner Kobayashi lag in seinem zweiten Formel-1-Rennen zeitweise sogar auf Podestkurs, verlor auf seiner Einstoppstrategie aber zu viel Zeit im zweiten Stint mit den weichen Reifen. Die Top-8 komplettierten Jarno Trulli und Sebastien Buemi. Der Schweizer sicherte sich den letzten Punkt, den ihm Robert Kubica beim BMW-Abschied streitig machen wollte. Der Pole kollidierte bei einem Angriff auf den Toro Rosso Fahrer mit diesem, drehte sich und fiel bis auf Platz 10 zurück. Den undankbaren 9. Platz belegte Nico Rosberg.

    In der Konstrukteurswertung verteidigte McLaren den dritten Rang vor Ferrari. Beide Teams blieben im letzten Rennen ohne Punkte. Heikki Kovalainen und Kimi Räikkönen fuhren jeweils mit einer Einstoppstrategie auf die Plätze 11 und 12. Im Kampf um Platz 6 der Konstrukteurs-WM setzte sich BMW Sauber gegen Williams durch.

    Bremsprobleme bei Hamilton

    Zu Beginn des Rennens sah der Pole-Mann Lewis Hamilton wie der sichere Sieger aus. Zwar kam Sebastian Vettel dem Briten in den ersten Runden nahe, doch war dieser meistens schneller unterwegs. "Das Auto hat sich super angefühlt", lobte Hamilton. Dann kam jedoch das böse Ende: Sein Team informierte Hamilton über Bremsprobleme hinten rechts, die ihn in Runde 20 zur Aufgabe zwangen.

    "Ich konnte das Auto nicht abbremsen", verriet Hamilton, der einige Male Zeit mit stehenden Rädern und Ausrutschern neben die Strecke verlor. "Es ging ab der dritten, vierten Runde los. Ich konnte die Reifen nicht auf Temperatur bringen und bin viel gerutscht. Vorne haben die Bremsen funktioniert, aber hinten nicht." Die Führung büßte Hamilton bereits nach seinem ersten Boxenstopp in Runde 17 an Vettel ein.

    "Lewis hatte ein Problem mit einem Bremsbelag, was seinen Speed bereits am Anfang beeinträchtige", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. "Er war zuvor am Freitag und Samstag klar der Schnellste im Feld - sehr schade, und sein erster Ausfall mit technischem Defekt in 52 Grand Prix, die Lewis seit 2007 mit uns fuhr."

    Der Start in den ersten Grand Prix von Abu Dhabi verlief relativ unspektakulär. Während sich Hamilton vorne absetzte und von Vettel verfolgt wurde, berührten sich Mark Webber und Rubens Barrichello in der ersten Kurve. Der Brawn-Pilot verlor dabei die Frontflügelendplatte an der linken Seite, konnte aber weiter fahren.

    Grand Prix von Abu Dhabi

    Grand Prix von Abu Dhabi
    Lewis Hamilton nach Pole Position und Führung mit Bremsproblemen ausgeschieden

    - Heikki Kovalainen Elfter
    - Vodafone McLaren Mercedes auf Platz drei in der Konstrukteurs-WM

    Vodafone McLaren Mercedes Fahrer Lewis Hamilton, von der Pole Position gestartet, fiel nach Führung in den ersten 16 Runden im 20. Umlauf des erstmals ausgetragenen Grand Prix von Abu Dhabi aus. Das Team rief ihn wegen eines Bremsproblems aus Sicherheitsgründen an die Box und beendete sein Rennen. Nach 55 Runden (305,470 Kilometer) auf der beeindruckenden neuen Strecke von Yas Marina wurde Lewis‘ Teamkollege Heikki Kovalainen Elfter. Es siegte Sebastian Vettel (Red Bull Renault). Vodafone McLaren Mercedes beendete die Konstrukteurs-WM mit 71 Punkten auf Platz drei; hinter dem Mercedes-Benz Kunden-Team BrawnGP mit 172 Zählern und Red Bull mit 153. In der zweiten Saisonhälfte, die mit dem Mercedes-Benz Heim Grand Prix auf dem Nürburgring begann, verbesserte sich Vodafone McLaren Mercedes vom sechsten auf den dritten Platz der Gesamtwertung. Lewis beendete die Saison nach seinem ersten technisch begründeten Ausfall in den 52 Grand Prix seiner Formel 1-Karriere mit 49 Zählern auf Rang fünf der Fahrer-WM; Heikki wurde Zwölfter mit 22 Punkten. Jenson Button im Brawn Mercedes, heute Dritter, stand bereits seit dem letzten Rennen in Brasilien als Weltmeister und Nachfolger von Lewis Hamilton fest.


    Der Start
    Lewis startete zum vierten Mal in den letzten sieben Rennen seit Valencia von der Pole Position; es war die 66. für McLaren Mercedes und die 17. Pole in seinem 52. Grand Prix – damit begann er fast jedes dritte seiner Formel-1-Rennen von Startplatz eins. Heikki war wegen eines Getriebeschadens in Q2 stehen geblieben, wurde wegen des Getriebewechsels um fünf Positionen nach hinten versetzt und nahm das Rennen als 18. auf. Lewis ging mit einem Startgewicht von 658,5 Kilogramm ins Rennen und wählte die härtere Reifenmischung (prime), Heikki fuhr mit viel Kraftstoff für nur einen Tankstopp los; sein Auto wog 697 Kilo und war ebenfalls auf den härteren Reifen. Lewis führte das Feld in die erste Kurve und kam als Spitzenreiter aus Runde eins zurück. Heikki verbesserte sich um fünf Plätze und war 13.
    Das Rennen
    Runde 5: Nach vier schnellsten Rennrunden in Folge führte Lewis 1,3 Sekunden vor Sebastian Vettel (Red Bull Renault). Heikki war 13., weniger als eine Sekunde hinter Kimi Räikkönen (Ferrari) auf Platz zwölf.
    Runde 17: Lewis fuhr zum ersten Tankstopp an die Box, stand 8,6 Sekunden, blieb bei den härteren Reifen und nahm das Rennen als Siebter wieder auf.
    Runde 20: Wegen eines Bremsproblems hinten rechts wurde Lewis vom Team per Funk an die Box gerufen; aus Sicherheitsgründen beendete er sein Rennen. Heikki war Achter.
    Runde 29: Als Räikkönen zum Boxenstopp abbog, konnte Heikki weiterfahren; er war jetzt Sechster.
    Runde 31: Heikki fuhr als Fünfter zu seinem einzigen Routinehalt herein, wechselte auf die weicheren Reifen (option) und fuhr nach 9,6 Sekunden Standzeit wieder auf die Strecke. Er fiel auf Platz 13 zurück und lag jetzt vor Räikkönen.
    Runde 43: Alle Fahrer hatten ihre geplanten Boxenstopps absolviert – Heikki fuhr jetzt an elfter Position.
    Ziel (Runde 55): Sebastian Vettel siegte vor Mark Webber und Jenson Button; Heikki Kovalainen wurde Elfter.
    Statistik
    Autos mit Mercedes-Motor standen in zehn der 17 Rennen auf der Pole Position, dabei holte jedes der drei Teams, die in diesem Jahr mit dem Mercedes-Benz Formel-1-Motor FO 108W ausgerüstet werden, mindestens eine Pole Position: Brawn GP fünf mit Jenson Button (vier) und Rubens Barrichello (eine), Vodafone McLaren Mercedes mit Lewis Hamilton vier – in Valencia, Monza, Singapur und hier bei der Premiere in Abu Dhabi - und Force India mit Giancarlo Fisichella eine.
    Fahrzeuge mit Mercedes-Benz Motor gewannen zehn der 17 Saisonrennen, Jenson Button siegte sechsmal, sein Brawn GP Teamkollege Rubens Barrichello sowie Vodafone McLaren Mercedes Fahrer Lewis Hamilton je zweimal. Keines der sechs Fahrzeuge mit Mercedes-Benz Aggregat fiel 2009 wegen Motorschadens aus.
    Alle sechs Fahrer mit Mercedes-Benz Motoren fuhren mindestens einmal in die Punkte. Damit wurden 256 der 604,5 in dieser Saison vergebenen Punkte (39,8 Prozent) von Autos mit Mercedes-Benz Motoren gewonnen. Der bestplatzierte weitere Motorenhersteller Renault kam mir seinen Teams Red Bull Renault und Renault auf 178,5 Zähler.
    Fünf der sechs Fahrer mit Mercedes-Benz Motoren führten in 15 der 17 Saisonrennen für insgesamt 593 von 988 Runden, das sind 60 Prozent.
    Der Titel von Jenson Button ist der sechste Fahrer-WM-Titel in der Formel 1, der mit einem Mercedes-Benz Motor gewonnen wurde. Zweimal holte Juan Manuel Fangio die WM (1954/1955), zweimal Mika Häkkinen (1998/1999) und zuletzt Lewis Hamilton vor einem Jahr, ebenfalls in Brasilien.
    In insgesamt 18 Jahren Teilnahme an der F1-Weltmeisterschaft (1954/55 und 1994-2009) fuhr der Weltmeister sechs Mal mit Mercedes-Benz Power, was 33,3 % entspricht. Bei Ferrari sind es 60 Jahre und 16 Fahrertitel (26,6 %).


    Stimmen zum Rennen

    Heikki Kovalainen
    „Mir gelang ein super Start und ich gewann dabei fünf Positionen. Doch mein Auto war nicht so stark wie ich es erwartet hatte, was wohl auch am hohen Gewicht wegen der großen Spritmenge lag. Ich gab bis zur letzten Kurve alles, aber nach meinem Boxenstopp funktionierte das KERS Hybrid nicht mehr und deshalb war mehr als Platz elf nicht drin.“

    Lewis Hamilton
    „Ich startete gut, allerdings merkte ich bald, dass etwas mit den Bremsen nicht stimmte. Nach drei oder vier Runden stellte sich ein Problem mit den Belägen hinten rechts heraus. Deshalb gelang es mir nicht, den Vorsprung vor Sebastian Vettel und Mark Webber zu vergrößern. Als es schlimmer wurde, beendete ich mein Rennen eine Runde nach meinem Boxenstopp. Das war wirklich schade, denn so konnten wir die überlegene Leistung unseres Autos am bisherigen Wochenende nicht fortsetzen. Ich kann die nächste Saison kaum erwarten, denn dann will ich wieder um die Weltmeisterschaft kämpfen.“

    Martin Whitmarsh, Vodafone McLaren Mercedes Teamchef
    „Lewis fuhr das ganze Wochenende und das ganze Jahr über großartig.
    Leider zeigte nach fünf Runden des heutigen Rennens der Bremsbelag hinten rechts eine ungewöhnlich hohe Abnutzung; deshalb beendeten wir Lewis‘ Rennen aus Sicherheitsgründen. Das war wirklich schade, denn bis dahin zeigte er hier in Abu Dhabi einen unglaublichen Speed.
    Deshalb war das heutige Rennen für uns das enttäuschende Ende einer schwierigen Saison – dennoch gibt es viele Gründe sich zu freuen. Das Team arbeitete das ganze Jahr über äußerst hart, um den MP4-24 zu verbessern. Er gehörte zu Saisonbeginn zu den langsameren Autos, doch in den letzten acht Rennen gewannen wir zweimal und holten zum Abschluss hier am Samstag eine überlegene Pole Position.
    Noch wichtiger ist aber, dass die Arbeiten am MP4-25 gute Fortschritte machen – der neue ist schneller als das jetzige Auto und wir sind zuversichtlich, dass die Entwicklung bis zum Saisonbeginn 2010 weiter gut voran geht.
    Zurück zu diesem Wochenende. Heikki hatte Pech, weil er ohne eigene Schuld als 18. starten musste. Mit einer guten Mischung aus Angriffslust und Disziplin startete er sehr gut und überholte beim Boxenstopp Kimi Räikkönen, ganz wie erhofft. Danach blieb er vor Kimi und er passte seine Fahrweise dem Ausfall des KERS Hybrid zu Rennmitte an.
    Damit erreichten wir in der Konstrukteurs-WM Platz drei vor Ferrari, und das macht uns stolz – ich danke allen Vodafone McLaren Mercedes Mitarbeitern für ihre übermenschlichen Anstrengungen, die das möglich machten. Ferrari ist ein harter Gegner und wir wollen sie auch nächstes Jahr wieder schlagen – aber dann im Kampf um Platz eins.
    Zum Schluss ein Lob für die Grand Prix Premiere in Abu Dhabi. Es war eine wunderbare Veranstaltung und wir freuen uns darauf, im nächsten März in diese Region zurückzukehren, wenn in Bahrain die Saison 2010 beginnt.“

    Norbert Haug, Mercedes-Benz Motorsportchef
    „Die Grand Prix Premiere in Abu Dhabi war eine großartige Veranstaltung zum Finale der bemerkenswerten Saison 2009.
    Schade, dass Lewis wegen eines Problems mit einem Bremsbelag ausfiel – er war zuvor am Freitag und Samstag der Schnellste im Feld; das zeigte er auch mit seiner außergewöhnlichen Qualifyingrunde gestern. Heikkis Rennen wurde durch seinen 18. Startplatz beeinflusst, die Folge eines Getriebewechsels, und im Rennen gab es gegen Halbzeit leider ein Problem mit dem KERS Hybrid, so dass dieses abgeschaltet werden musste, was natürlich Heikkis Rundenzeiten beeinflusste.
    Im Rückblick auf die Saison zeigte unser Team nach unserer Schwäche in der ersten Saisonhälfte eine klasse Rückkehr zur Wettbewerbsfähigkeit und Lewis holte in den letzten sieben Rennen vier Pole Positionen und gewann zwei dieser Rennen.
    Alle Mercedes-Motoren in insgesamt sechs Autos brachten die Saison ohne auch nur einen einzigen Schaden hinter sich. Unser Kundenteam BrawnGP und Jenson Button gewannen beide WM-Titel – nochmals Glückwunsch, das war erste Klasse.
    Ich danke allen im Team in Woking, Brixworth und Stuttgart für die harte und nie nachlassende Arbeit – es hat sich ausgezahlt und es wird sich künftig noch mehr auszahlen.
    Zum Schluss und last but not least Glückwunsch an Sebastian Vettel und das Red Bull Team zum großartigen Sieg bei diesem ersten und ganz besonderen Grand Prix von Abu Dhabi.“

    Norbert Haug im Interview mit der dpa

    Norbert Haug im Interview mit der dpa
    «Unser bestes Motorsportjahr»

    Abu Dhabi (dpa) - Mercedes hat in dieser Formel-1-Saison mit seinem Kunden BrawnGP die WM-Titel in der Fahrer- und Konstrukteurswertung geholt. Vor dem Saisonfinale am Wochenende in Abu Dhabi wird spekuliert, dass der deutsche Automobilkonzern bei den Briten als Teilhaber einsteigen könnte. Unabhängig davon stellt die Saison 2009 mit Exklusivpartner McLaren und Force India als zweitem Kundenteam «unter schwierigsten Bedingungen unser bestes Motorsportjahr mit dem bisher besten Preis/Leistungsverhältnis» dar, sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur dpa.

    dpa: Hand aufs Herz: Haben Sie vor der Saison jemals geglaubt, dass Sie mit ihrem neuen Kundenpartner BrawnGP auf Anhieb den Weltmeister-Titel in der Fahrer- und Konstrukteurswertung holen würden?

    Haug: «Damit konnte natürlich niemand rechnen. Ich dachte wohl, dass dieses Team ein starkes Auto und starke Fahrer hat und vorne mitkämpfen kann - als WM-Tipp standen sie bei mir so wenig auf der Liste wie wohl bei allen anderen. Umso schöner ist, was erreicht wurde. Das Team stand vor einer total unsicheren Zukunft - oder vor gar keiner. Erst am 5. Dezember fragte man bei uns um das Motorleasing nach - drei Monate später wurden Bestzeiten gefahren, vier Monate später hatte BrawnGP bereits die ersten beiden Grand Prix der neuen Saison gewonnen.»

    dpa: Es wird immer wieder spekuliert, dass die Kooperation mit BrawnGP weiter ausgebaut werden könnte. Werden die Fans den Namen Mercedes nächstes Jahr als offizielle Teambezeichnung hören und lesen können, welche Bedeutung hätte es für Sie?

    Haug: «Dazu gibt es nichts Neues zu sagen. Nur soviel: Wir haben Optionen, wie wir uns in der Formel 1 präsentieren. Und wir haben längerfristige Abmachungen mit unserem Partner McLaren.»

    dpa: Auch in Sachen Fahrer wird mächtig spekuliert - Nico Rosberg zu BrawnGP, Kimi Räikkönen zurück zu ihrem langjährigen Partner McLaren. Wann werden die Entscheidungen fallen und welche wären Ihnen am liebsten?

    Haug: «Zu Spekulationen können und wollen wir uns nicht äußern. Es wird sich alles klären, und wir bitten Sie um Ihr Verständnis dafür, dass wir Vertraulichkeit in all unseren Verhandlungen vereinbart haben.»

    dpa: In diesem Jahr hat ihr neuer Kunde BrawnGP den alten, sprich langjährigen Partner McLaren in der WM-Wertung abgehängt. Werden nächstes Jahr beide von Beginn an auf Augenhöhe fahren und wo sehen Sie die in der zweiten Saisonhälfte starken Force India?

    Haug: «Es ist natürlich schön, dass alle Teams, die mit unseren Motoren fahren, mindestens eine Pole-Position und einen Podiumsrang erzielt haben. Damit war in dieser Durchgängigkeit nicht zu rechnen. Force India ist die Aufsteigermannschaft des Jahres in der Formel 1, BrawnGP mit Jenson Button Weltmeister und als Team Konstrukteursweltmeister; und Vodafone McLaren Mercedes ist die Mannschaft der zweiten Saisonhälfte mit mehr Punkten in den letzten sieben Rennen als jede andere Mannschaft seit dem ersten Sieg - dem historischen ersten mit KERS-Hybrid Ende Juli in Ungarn - für Lewis Hamilton und unser Team.»

    dpa: Wie sehr helfen die WM-Titel für BrawnGP und die in der zweiten Meisterschaftshälfte sehr guten Resultate ihrer weiteren Formel-1-Partner McLaren und Force India, um in den schwierigen wirtschaftlichen Zeiten das Engagement in der Königsklasse vor Kritikern möglicherweise auch im eigenen Unternehmen zu rechtfertigen?

    Haug: «Wir haben mit BrawnGP und mit Force India Geld verdient. Wir haben unsere Kosten für die Formel 1 vom letzten auf dieses Jahr um 30 Prozent gesenkt und unsere Motoren haben 10 der bisherigen 16 Grand Prix-Sieger angetrieben, und neunmal in 16 Rennen sind die Mercedes getriebenen Fahrzeuge aus der Pole-Position gestartet. 62 Prozent aller Führungsrunden wurden mit Mercedes getriebenen Fahrzeugen absolviert. Eine wunderbare Bilanz mit weltweit bester öffentlicher Resonanz und so gesehen unter schwierigsten Bedingungen unser bestes Motorsportjahr mit dem bisher besten Preis/Leistungsverhältnis. Und wir werden uns weiter steigern und noch mehr Geld einsparen.»

    dpa: Was erhoffen Sie sich vom letzten Rennen und dann vor allem von der kommenden Saison?

    Haug: «Wir hoffen, vorne dabei zu sein, beim letzten Rennen und während der ganzen nächsten Saison.»

    dpa: Wird es dann zu einem Rennen unter Mercedes-Partnern kommen?

    Haug: «Das gab es schon in diesem Jahr und das wird es hoffentlich auch im nächsten geben - und ganz bestimmt werden uns die Konkurrenten dabei nicht alleine lassen.»

    Nach BMW steigt auch Toyota aus der Formel 1 aus

    Nach BMW steigt auch Toyota aus der Formel 1 aus

    Schon seit langem wurde darüber spekuliert, nun ist es offiziell: Nach BMW und Reifenhersteller Bridgestone beendet auch Toyota sein Engagement in der Formel 1, in der damit kein japanisches Team mehr vertreten ist. Der deutsche Pilot Timo Glock muss sich für die neue Saison also einen neuen Rennstall suchen.

    Toyota sagt Sayonara und steigt nach acht Jahren ohne Sieg aus der Formel 1 aus. Die bereits seit Monaten befürchtete Vollbremsung verkündete der größte Automobilkonzern der Welt am Mittwoch in Tokio. Firmenchef Akio Toyoda begründete die Entscheidung mit der nötigen Reaktion auf die „momentan schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen“.

    „Es war eine schwierige, letztlich aber unvermeidbare Entscheidung. Seit dem letzten Jahr und angesichts des schlechten Wirtschaftsklimas hatten wir mit der Frage gekämpft, ob wir in der Formel 1 weitermachen sollten“, sagte Toyoda und erklärte: „Wir ziehen uns komplett aus der Formel 1 zurück. Ich entschuldige mich zutiefst bei den vielen Toyota-Fans, dass wir nicht in der Lage waren, die Resultate zu erzielen, die wir angepeilt hatten.“

    Betroffen vom Formel-1-Ausstieg der Japaner ist vor allem die Motorsport-Abteilung in Köln mit zurzeit 750 Mitarbeitern, die auch erst am Mittwochmorgen von der Entscheidung erfuhr. Neben der Konzentration auf einen neuen Straßensportwagen wird jetzt nach anderen Motorsport-Projekten gesucht, die aus Köln betreut werden können. In Frage kommen könnten eine Rückkehr zu den 24 Stunden von Le Mans oder der Einstieg in die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft.

    Auf per Option mögliche Vertragsverlängerungen mit den Fahrern Timo Glock (Wersau) und Jarno Trulli (Italien) hatte Toyota verzichtet, Glock steht vor einem Engagement bei Renault. Erst kurz vor dem Saisonende hatte der bisherige Motoren-Kunde Williams seinen Vertrag vorzeitig gekündigt. In der Königsklasse sind 2010 als Hersteller jetzt nur noch Ferrari, Mercedes und Renault vertreten.

    Profiteur des Toyota-Ausstiegs ist dagegen das bisherige BMW-Sauber-Team. Nach dem Ausstieg von BMW und dem Verkauf an die aus dem Mittleren Osten finanzierte Schweizer Stiftung Qadbak war der Rennstall aus Hinwil vom Automobil-Weltverband FIA nur als 14. Team und damit erster Nachrücker für die Saison 2010 geführt worden.

    Toyota war 2002 in die Formel 1 eingestiegen und mit rund 300 Millionen Euro Budget pro Saison seitdem der Krösus in der Königsklasse. Erfolge blieben dennoch aus. In 140 Rennen fuhren Toyota-Piloten lediglich dreimal auf die Pole Position (Trulli 2005 beim Skandal-Rennen in den USA 2005 und 2009 in Bahrain, Ralf Schumacher 2005 in Japan). Im Rennen gab es fünfmal Platz zwei: durch Trulli 2005 in Malaysia und Bahrain sowie 2009 in Japan und durch Glock 2008 in Ungarn und 2009 in Singapur.

    Durch den Rückzug droht Toyota jetzt allerdings eine Konventionalstrafe. Im Sommer hatte der Konzern noch das neue Concorde Agreement unterschrieben und sich damit eigentlich bis 2012 zur Teilnahme an der Formel 1 verpflichtet. Aus finanziellen Gründen hatte das Unternehmen, das in der Wirtschaftskrise erstmals in der Firmengeschichte Verluste einfuhr, bereits zuvor die Austragung des Japan-GP 2010 auf der konzerneigenen Rennstrecke in Fuji zurückgegeben, das Rennen findet jetzt wie in diesem Jahr in Suzuka statt, auf einer Piste des japanischen Rivalen Honda.

    Honda war Ende 2008 aus der Königsklasse ausgestiegen, das Nachfolgeteam Brawn holte in dieser Saison die Konstrukteurs-WM und durch den Briten Jenson Button auch den Fahrertitel. Im Sommer hatte dann BMW den Ausstieg zum Jahresende verkündet und sein Team verkauft.

    Für die japanische Motorsportszene bedeutet der Toyota-Ausstieg einen weiteren Schlag. Erst am Montag hatte Bridgestone überraschend bekannt gegeben, sich nach Ende des laufenden Vertrages Ende 2010 als Reifen-Lieferant aus der Formel 1 zurückzuziehen. 2008 hatte sich bereits Subaru und Suzuki aus der Rallye-WM sowie Kawasaki aus der MotoGP zurückgezogen.

    Toyota steigt aus F1 aus

    Toyota steigt aus F1 aus: Vor Wirtschaftslage nicht verschließen

    Mit Toyota bestätigte der dritte Automobilhersteller innerhalb eines Jahres seinen Ausstieg aus der Formel 1.
    Die Toyota Motor Corporation (TMC) gab am Mittwoch bekannt, dass man sich mit dem Ablauf der Saison 2009 aus der Formel 1 zurückziehen wird.

    In einer Pressemitteilung heißt es: "Angesichts der auf absehbare Zeit geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen können auch die kurz- und mittelfristigen Motorsportakivitäten von Toyota nicht ausgenommen werden, wenn es gilt, limitierte Budgets zu verteilen."

    Toyota war acht Jahre in der Formel 1 und fuhr 13 Podiumsplätze und 278,5 Punkte ein. "TMC möchte gegenüber den Fahrern und ganz besonders gegenüber allen Mitarbeitern der Toyota Motorsport GmbH seinen zutiefst empfundenen Dank aussprechen", heißt es in der Pressemeldung weiter. "Sie haben den Erfolg des Teams erst möglich gemacht. TMC wird allen betroffenen Mitarbeitern umfassende Hilfestellung in dieser Situation leisten. Auch bei all seinen Formel 1 Fans und Unterstützern bedankt sich TMC für ihre Treue."

    Im Motorsport wird Toyota sich neben der Teilnahme an verschiedenen Serien auch im Breitensport aktiv engagieren und Veranstaltungen unterstützen, die offen für jedermann sind.

    Reifenhersteller dementieren Einstiegspläne: Kein Comeback

    Reifenhersteller dementieren Einstiegspläne: Kein Comeback

    Die Suche nach einem neuen F1-Reifenhersteller hat begonnen. Noch gibt es keine Ausschreibung, die Hersteller dementieren aber schon mal.
    Für die Saison 2010 sucht die Formel 1 nach einem neuen Einheitsreifenhersteller. Am Montag kündigte Bridgestone an, dass man den Ende 2010 auslaufenden Vertrag nicht mehr verlängern werde. Schnell wurden ruhmreiche Reifenhersteller der F1-Vergangenheit ins Spiel gebracht: Michelin und Goodyear. Beide dementierten jedoch Einstiegsgerüchte.

    "Wir haben keine Pläne, wieder in die F1 einzusteigen", teilte ein Goodyear-Sprecher dem Akron Beacon Journal mit. Gleichzeitig räumte er allerdings ein, dass man die Möglichkeiten kontinuierlich überprüfe, um dann die bestmöglichen Entscheidungen für das Unternehmen zu fällen. Der italienische Reifenhersteller Pirelli, der ab 2010 die GP3 ausrüstet, soll ebenfalls nicht an einem F1-Einstieg interessiert sein.

    Haug: McLaren Mercedes so stark wie früher

    Haug: McLaren Mercedes so stark wie früher: Perfekte Zusammenarbeit

    Laut Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug gibt es keine Pläne die Partnerschaft McLaren Mercedes in naher Zukunft zu beenden.
    Immer wieder wurde in den letzten Wochen spekuliert, dass Mercedes Benz plant, einen größeren Aktienanteil an Brawn GP zu kaufen. Doch Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug dementiert die Gerüchte und betont, dass man an der Partnerschaft mit McLaren festhält. Daimler ist mit 40 Prozent an dem deutsch-britischen Rennstall beteiligt und laut Haug besteht kein Grund, daran etwas zu ändern.

    "Wir sind mit unserem Partner McLaren eine langfristige Verbindung eingegangen. Trotz aller Spekulationen, die es gibt, will ich betonen, dass das Team besser zusammenarbeitet als jemals zuvor", erklärte Haug. McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh bestätigt die gute Beziehung zwischen Mercedes und McLaren. "Mercedes war in den letzten 15 Jahren ein fantastischer Partner und wir werden noch eine lange Zeit zusammenbleiben", so Whitmarsh. Nach einem schlechten Saisonstart hat sich das Team wieder an die Spitze zurückgebracht und Platz drei in der Konstrukteurswertung geholt.

    "Die Jungs haben einen fantastischen Job gemacht. Es ist nicht so, dass man einen Schalter umlegt und dann ist man wieder vorne. Es gab viel zutun und ich denke, McLaren und die Chassis-Jungs haben einen großartigen Job gemacht", sagte Haug. Der Mercedes-Motorsportchef ist überzeugt, dass man den Performance-Level in der neuen Saison halten kann, wenn nicht sogar noch steigern.

    Silberne Boliden 2010 am Start?:

    Silberne Boliden 2010 am Start?: Brawn/Mercedes-Deal vor Bekanntgabe

    Es wird erwartet, dass Mercedes am Montag den Deal mit Brawn GP bekannt gibt. Zugleich bestätigte Norbert Haug Gespräche mit Nick Heidfeld.

    Der Deal zwischen Mercedes Benz und Brawn GP steht kurz vor der Bekanntgabe. Bereits seit einiger Zeit wird spekuliert, dass der deutsche Autohersteller seine Partnerschaft mit McLaren beenden und eine Aktienmehrheit beim Weltmeisterteam von Ross Brawn übernehmen will. So soll Brawn GP 2010 in Mercedes umgetauft und mit silbernen Boliden an den Start gehen. Die Gründe für einen Deal liegen auf der Hand: Mercedes würde der Deal mit Brawn GP weit weniger kosten als die Verbindung mit McLaren.

    Zudem hätte der deutsche Autohersteller ein größeres Mitspracherecht, was die Piloten betrifft. Nachdem für Montag eine Pressekonferenz anberaumt wurde, wird erwartet, dass Mercedes den Deal noch heute offiziell bekannt gibt. Nicht bekannt ist weiterhin, wer kommende Saison das Cockpit neben Lewis Hamilton bei McLaren erhält. Neben Kimi Räikkönen und Jenson Button wird auch Nick Heidfeld als Fahrer gehandelt. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug bestätigte Gespräche mit dem 32-jährigen Deutschen.

    "Wir sprechen auch mit Nick. Mercedes unterstützt die Idee eines erfahrenen und fähigen, deutschen Fahrers im Team. Es gibt keinen Grund in der Fahrerfrage übereilt zu entscheiden", erklärte Haug gegenüber DPA. Angesichts des Mercedes/Brawn-Deals könnte Heidfeld nächstes Jahr auch bei Brawn GP fahren. Der Deutsche schrieb auf seiner Homepage, dass er sich keine Sorgen um seine Zukunft mache.

    Mercedes GP entsteht aus Brawn GP: Mercedes-Werksteam

    Mercedes GP entsteht aus Brawn GP: Mercedes-Werksteam

    Mercedes-Benz übernimmt das Weltmeisterteam von Ross Brawn und geht 2010 unter dem eigenen Namen an den Start.

    Seit Monaten wurde darüber spekuliert, jetzt haben es Daimler-Vorstandsvorsitzender Dr. Dieter Zetsche und Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug offiziell gemacht: Mercedes übernimmt das Weltmeisterteam von Brawn GP. Das ehemalige Honda Werksteam wurde nach dem Ausstieg der Japaner im letzten Winter von Ross Brawn übernommen und holte im ersten Jahr als Privatteam den Konstrukteurs- und den Fahrerweltmeistertitel.

    "Mercedes wird im Jahr 2010 mit einem eignen F1 Team Mercedes GP an den Start gehen", bestätigte Dr. Zetsche. "Um das zu ermöglichen, werden vorbehaltlich der Genehmigung der Kartellbehorden 75,1% von Brawn GP übernommen." 30% hält Aabar, 45,1% Daimler. Die restlichen 24,9% bleiben bei den bisherigen Anteilseignern. Teamchef bleibt Ross Brawn. Bei Mercedes-Benz bleibt Norbert Haug verantwortlich.

    Die exklusive Partnerschaft mit McLaren wurde vorerst etwas aufgelöst. "Wir haben in völligem Einvernehmen vereinbart, dass die McLaren Gruppe die 40% Anteile über die nächsten zwei Jahre von Daimler abkauft", so Zetsche. "Wir werden die Rolle des Motorenpartners von McLaren weiter wahrnehmen. Wir sind sportlich Rivalen, werden uns aber weiter über Siege von McLaren Mercedes freuen."

    McLaren setzt auf Diversifikation: Aufregende Möglichkeiten

    McLaren setzt auf Diversifikation: Aufregende Möglichkeiten

    McLaren freut sich über die Fortführung der Motorenpartnerschaft mit Mercedes und auf eine Zukunft als Autohersteller.

    Es ist die Nachricht des Tages: Mercedes-Benz und McLaren machen einen Schritt zurück. Die deutsche Automarke übernimmt das bisherige Kundenteam Brawn GP und tritt ab 2010 unter dem Namen Mercedes GP als Werksteam in der Formel 1 an. Gleichzeitig werden die 40% Anteile durch McLaren zurückgekauft und aus dem bisherigen Quasi-Werksteam ein Kundenteam. McLaren wird dadurch wieder zu einem unabhängigen Unternehmen.

    McLaren verkauft diese friedliche Trennung als "langfristige, strategische Allianz". Von 2010 bis 2015 erhält das Team die Möglichkeit, Kundenmotoren von Mercedes einzusetzen. McLaren betont zudem, dass es Möglichkeiten gebe, die Partnerschaft auch darüber hinaus fortzusetzen. Mit 15 Jahren Partnerschaft zwischen 1995 und 2009 ist die Verbindung zwischen McLaren und Mercedes bereits eine der längsten in der F1-Geschichte. Im Jahr 2015 würde man 21 Jahre ununterbrochen zusammenarbeiten.

    "Das Team wird weiter McLaren Mercedes heißen und die bekannte silber-rote Lackierung aufweisen. Mercedes-Benz wird als Motorenlieferant und Partner bestehen bleiben", heißt es in einem McLaren-Pressetext. Die McLaren Gruppe wird weiterhin aus McLaren Racing (dem F1-Team), McLaren Marketing, McLaren Elektronic Systems (zusammen mit Microsoft Hersteller der Einheitselektronik), McLaren Applied Technologies (Technikpartner von Force India) und McLaren Electronics bestehen. McLaren Automotive wird aus der Gruppe als eigenständiges Unternehmen ausgegliedert. Dieses Unternehmen stellt auch die McLaren-Supersportwagen her, die zum Bruch mit Mercedes führten.

    "Es ist eine Win-Win-Situation für McLaren und Daimler", sagt Ron Dennis. "Ich habe schon immer gesagt, dass ein Team im 21. Jahrhundert mehr sein muss als ein Team, um zu überleben." Durch die neue Ausrichtung soll McLaren die nötigen Einnahmen generieren, um weiterhin Grand Prix und WM-Titel zu gewinnen. "Die nächsten Jahre werden sehr aufregend für McLaren", glaubt Dennis. "Die Formel 1 wird immer unser Kerngeschäft sein."

    Betriebsrat kritisiert Brawn-Übernahme: F1 zu kostspielig

    Betriebsrat kritisiert Brawn-Übernahme: F1 zu kostspielig

    Daimler-Betriebsratschef Erich Klemm kritisierte die Übernahme von Brawn GP aufs Schärfste.

    "Mercedes wird im Jahr 2010 mit einem eigenen F1 Team namens Mercedes GP an den Start gehen", verkündete Mercedes-Vorstandschef Dieter Zetsche am Montag stolz. Der Autohersteller übernimmt 75,1 Prozent des Weltmeisterteams von Ross Brawn. Doch nicht jeder steht dieser Entwicklung positiv gegenüber. So verurteilte kurz nach der Bekanntgabe des Mercedes/Brawn-Deals Daimler-Betriebsratschef Erich Klemm die Übernahme aufs Schärfste.

    Laut Klemm sei der Ausstieg bei McLaren für Mercedes eine Chance gewesen, den kostspieligen und zuletzt durch Affären schwer gebeutelten F1- Zirkus zu verlassen. "Wir haben kein Verständnis dafür, dass der Vorstand mit dem Ausstieg gleich wieder ein neues Formel-1-Abenteuer beginnt", erklärte Klemm. Grund ist die immer noch angespannte Wirtschaftslage. Bereits im Frühjahr hat der Autohersteller aus diesem Grund massiv den Sparstift angesetzt. Tausende Jobs wurden gestrichen, weitere Kündigungen sollen bis zum Frühjahr 2010 folgen.

    "In den Fabriken wird derzeit jeder Cent dreimal umgedreht. Die Beschäftigten nehmen in der Krise aufgrund von Arbeitszeitverkürzung und Kurzarbeit erhebliche Einkommensverluste hin", sagte Klemm. Folge dessen sollte Mercedes Benz nach Ansicht des Betriebsrates anstatt in die Formel 1 lieber in das Marketing seiner Straßenwagen investieren.

    Die Bombe ist geplatzt: Mercedes kauft Weltmeister-Team

    Die Bombe ist geplatzt: Mercedes kauft Weltmeister-Team

    Mega-Deal zwischen Mercedes und Brawn GP

    Die Nachricht kam zwar nicht ganz überraschend, aber man musste sich doch gewaltig die Augen reiben: Aus Brawn GP wird Mercedes GP. Brawn GP verschwindet damit nach nur einer Saison wieder aus der Formel 1 - und das mit einem Fahrer- und Konstrukteurstitel. Diese einmalige Erfolgsstatistik wird wohl auf Ewigkeit Bestand haben. Jetzt bleibt nur noch die Fahrerfrage. Superhirn Ross Brawn und Statistik-Hero Norbert Haug werden uns demnächst die Frage beantworten, ob die Startnummer eins bei den Silbernen glänzt und ob endlich ein deutscher Fahrer im Cockpit des Werks-Mercedes sitzt. Der Teamsitz befindet sich nun in Stuttgart und deshalb wird man auch demnächst die deutsche Hymne mindestens einmal bei einem Mercedes-GP-Sieg hören.

    Der alte Partner McLaren bekommt bis zum Jahr 2015 angeblich weiter die Motoren von Mercedes. Damit behält McLaren als Andenken den Trennungsgrund unter der Haube. Ron Dennis hat Mercedes stark verärgert, als man Supersportwagen ohne die Motoren des Formel-1-Partners herstellte. Vielleicht wollte Ron Dennis nach der Spionage- und Lügen-Affäre die Trennung auch weiter provozieren.

    Ein weiterer Gewinner steht auch schon fest: Jenson Button. Jetzt wird er seine Gehaltsforderungen mit der Startnummer eins in der Hosentasche sicherlich durchsetzen können. Nur bei welchem Team? Es würde auch nicht verwundern, wenn bei Mercedes und McLaren ohne den Champion der abgelaufenen Saison geplant wird. In den nächsten Tagen oder Wochen wird man viel über die Besetzungen der Cockpits spekulieren dürfen. Es wird sicherlich Überraschungen geben. Die britische Presse freut sich schon auf ein Dream-Team mit den beiden letzten Weltmeistern Lewis Hamilton und Jenson Button. Vielleicht kontern dann die Schwaben mit einem deutschen Fahrer-Duo. Auf jeden Fall kann man Mercedes zu diesem Schachzug an einem grauen Montag im November nur gratulieren.

    Die Bombe ist geplatzt: Mercedes kauft Weltmeister-Team

    Die Bombe ist geplatzt: Mercedes kauft Weltmeister-Team

    Mega-Deal zwischen Mercedes und Brawn GP

    Die Nachricht kam zwar nicht ganz überraschend, aber man musste sich doch gewaltig die Augen reiben: Aus Brawn GP wird Mercedes GP. Brawn GP verschwindet damit nach nur einer Saison wieder aus der Formel 1 - und das mit einem Fahrer- und Konstrukteurstitel. Diese einmalige Erfolgsstatistik wird wohl auf Ewigkeit Bestand haben. Jetzt bleibt nur noch die Fahrerfrage. Superhirn Ross Brawn und Statistik-Hero Norbert Haug werden uns demnächst die Frage beantworten, ob die Startnummer eins bei den Silbernen glänzt und ob endlich ein deutscher Fahrer im Cockpit des Werks-Mercedes sitzt. Der Teamsitz befindet sich nun in Stuttgart und deshalb wird man auch demnächst die deutsche Hymne mindestens einmal bei einem Mercedes-GP-Sieg hören.

    Der alte Partner McLaren bekommt bis zum Jahr 2015 angeblich weiter die Motoren von Mercedes. Damit behält McLaren als Andenken den Trennungsgrund unter der Haube. Ron Dennis hat Mercedes stark verärgert, als man Supersportwagen ohne die Motoren des Formel-1-Partners herstellte. Vielleicht wollte Ron Dennis nach der Spionage- und Lügen-Affäre die Trennung auch weiter provozieren.

    Ein weiterer Gewinner steht auch schon fest: Jenson Button. Jetzt wird er seine Gehaltsforderungen mit der Startnummer eins in der Hosentasche sicherlich durchsetzen können. Nur bei welchem Team? Es würde auch nicht verwundern, wenn bei Mercedes und McLaren ohne den Champion der abgelaufenen Saison geplant wird. In den nächsten Tagen oder Wochen wird man viel über die Besetzungen der Cockpits spekulieren dürfen. Es wird sicherlich Überraschungen geben. Die britische Presse freut sich schon auf ein Dream-Team mit den beiden letzten Weltmeistern Lewis Hamilton und Jenson Button. Vielleicht kontern dann die Schwaben mit einem deutschen Fahrer-Duo. Auf jeden Fall kann man Mercedes zu diesem Schachzug an einem grauen Montag im November nur gratulieren.