Tips und Tricks für Camcorder

      Tips und Tricks für Camcorder

      Tips und Tricks für Camcorder

      Da hat man sich nun einen jener supermodernen (H)DV-Videocamcorder und auch noch eine PC-Schnittsoftware angeschafft. Sehr schnell merkt man jedoch, dass Camcorder und Computer allein noch keinen Film machen. Wie also soll's jetzt weitergehen? Nachfolgend ein paar Tips für einen gelungenen Start.

      Die Aufnahme
      Mit der Aufnahme beginnt natürlich alles. Ohne Bilder (wir sagen Rohfilm dazu) geht gar nichts. Dabei sagt der Name "Rohfilm" schon einiges darüber aus, was da zustande kommt: Rohmaterial nämlich, das in der Regel noch nicht zur Vorführung taugt. Es ist ganz normal (und auch den Profis gehts nicht anders), daß da im Eifer des Gefechts unscharfe, schlecht belichtete und gerissene Aufnahmen dabei sind. Oft ist man sich auch nicht sicher, ob die eben gedrehte Aufnahme denn nun gut geworden ist, und zur Sicherheit dreht man dann dasselbe gleich noch einmal.

      Praxis-Tip.....
      Wenn Sie eine Szene zweimal drehen müssen, weil Ihnen z.B. plötzlich jemand ungewollt ins Bild läuft, dann schieben Sie sofort, nachdem Sie gemerkt haben, daß die Szene verpatzt ist, die Hand kurz vors Kamera-Objektiv und wiederholen die Szene dann. Dadurch haben Sie später beim Durchsehen des Rohmaterials einen Hinweis, daß die Szene unbrauchbar ist und anschließend noch einmal kommt...

      Bei der Aufnahme ist es wichtig, typische menschliche Sehgewohnheiten zu beachten. Wer zum ersten Mal eine Kamera in der Hand hält, neigt gerne dazu, wie wild in der Gegend herum zu schwenken. Unser Auge "schwenkt" jedoch nicht über eine Szene, sondern wir sehen unsere Umwelt als eine Folge von Einzelsequenzen, die "hart aneinandergeschnitten" sind. Die bei Kopfbewegungen oder bei einer Blickwendung erfassten Bild- Sequenzen gelangen gar nicht in unser Bewusstsein. Dem sollten Sie auch bei der Aufnahme Rechnung tragen und Kamera- Schwenks nur sehr spärlich einsetzen. Ruhige Einstellungen aus dem Stand mit wechselndem Bildausschnitt sind die bessere Lösung. Bei Landschafts- Aufnahmen können Sie, wenn ein einführender Überblick beabsichtigt ist, auch einmal einen langsamen Panoramaschwenk über die Landschaft machen - er ist aus dem Stand oder mit einfachen Stativen und etwas Übung realisierbar, ohne dass der Zuschauer später von einer Art "Seekrankheit" befallen wird. Ein sauberer Schwenk im Telebereich gelingt dagegen nur mit einem sehr guten Stativ.

      Quelle: http://www.videoclub-ahrweiler.de/2wegzflm.htm
      Basis: http://www.videoclub-ahrweiler.de/2home.htm
      Bilder
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      Die Musik-Sequenz

      Die Musik-Sequenz

      Eine typische Aufnahme- Situation, die sich im Urlaub, beim Familienausflug oder auch bei Städteportraits immer wieder anbietet, ist die Musik- Sequenz. Ein paar Straßenmusikanten (Bild rechts), ein Drehorgel- Spieler oder auch ein ganzes Blasorchester beim Frühschoppenkonzert sind gut geeignet, einen Videofilm aufzulockern. Das Problem dabei: der Ton. Wenn Sie während einer Musik- Darbietung die Kamera immer wieder stoppen, um die nächste Szene zu suchen, wird der Tonfluss jedesmal unterbrochen, und vom eigentlichen Musikstück bleibt nur noch "Tonsalat".

      Praxis-Tips.....
      Konzentrieren Sie sich auf ein Musikstück, das Sie von Anfang bis Ende "durchziehen". Bleiben Sie dabei stur immer auf dem Musiker oder den Musikern. Schwenks oder Zooms sind natürlich erlaubt, nur das Abschalten der Kamera ist verboten, da ansonsten die Tonaufzeichnung unterbrochen wird! Nutzen Sie dann das nächste Musikstück, um einige Zuschauer- Szenen aufzunehmen, die später als Zwischenschnitt (sogen. Gegenschuss) dienen. Dabei können Sie die Kamera ruhig zwischendurch abschalten, da für die Zwischenschnitte der Ton nicht gebraucht wird.

      Einstellungsgrößen wechseln

      Einstellungsgrößen wechseln

      Bei jeder neuen Einstellung sollte die Motivgröße je nach Bildinhalt variieren. Die ersten Bilder werden weitwinklig sein, um die räumliche Gesamtsituation zu erklären. Die folgenden Einstellungen sollten dann näher an das dargestellte Objekt herangehen (Nahaufnahmen nicht vergessen!), um schließlich in einer abschließenden Totale noch einmal einen Überblick über die Gesamtszene zu geben. Diese Reihenfolge ist nicht zwingend vorgeschrieben, hat sich jedoch beim "normalen" Film als Regel etabliert (und tausendfach bewährt).

      Einstellungsgrößen und ihre Wirkung

      Totale - Sie verschafft den Überblick (wo befinde ich mich?) und führt ins Handlungsgeschehen ein. Totalen wirken meist statisch und werden deshalb gerne mit Kamerabewegungen (gleichmäßige Veränderung des Kamerastandortes/Dolly/Schienen) verknüpft.

      Halbtotale - Hebt ein Objekt aus der Beliebigkeit heraus und setzt es mit seiner direkten Umgebung in Verbindung. In der Regel sind Personen in der "Ganzkörperansicht" zu sehen.

      Normale - Die "Normale" entspricht am ehesten einer Einstellungsgröße, bei der ein außenstehender Betrachter eine Gesprächsgruppe beobachten würde. Die Unterhaltung ist dabei vom Betrachter akustisch mitverfolgbar.

      Halbnah - Die halbnahe Einstellung zeigt den Oberkörper einer Person formatfüllend. Sie erfasst die Gestik und Gefühlsregung der betreffenden Person.

      Nah - Die Naheinstellung zeigt den Kopf einer Person formatfüllend. Der typische "Close-up". Zeigt sehr deutlich Gefühlsregungen, ohne unnatürlich groß zu werden.

      Detail - Objektstrukturen (wie etwa Holzmaserung) und Körperteile (Nase, Augen, Lippen usw.) werden unnatürlich groß herausgestellt. Diese Einstellung hat bei der Darstellung von Personen eine sehr intime Wirkung und sollte mit Bedacht eingesetzt werden.
      Bilder
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      Kamera-Perspektiven

      Kamera-Perspektiven

      Neben den Einstellungsgrössen hat die gewählte Kamera-Perspektive eine starke gestalterische Aussage. Sie ist beim Betrachten unseres Videos gleichzeitig die Perspektive des Zuschauers. Wir unterscheiden mindestens 5 Perspektiven :

      Am häufigsten wird die Normal- Perspektive verwendet - sie entspricht der gewohnten Sicht des Menschen, wirkt dadurch jedoch leicht "langweilig". Aufnahmen aus der Frosch- Perspektive "erhöhen" das Aufgenommene und geben ihm ein besonderes Gewicht. Das kann bis zur Karikatur übertrieben werden. Die Ober- Perspektive lässt dagegen eine aufgenommene Person klein und unbedeutend erscheinen.

      Praxis-Tip...
      Zur Einarbeitung bietet sich an, einmal Fernsehfilme rein unter dem Blickwinkel eines Kameramannes zu sehen. Man lernt und begreift dadurch sehr schnell, wie Perspektiven auf uns wirken.
      Bilder
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      Über das Zoomen

      Über das Zoomen

      Der Zoom ist immer eine unnatürliche Kamerabewegung - und genau das macht den Zuschauer überhaupt erst darauf aufmerksam. Grundsatz : Wer nichts Aufregendes zu zeigen hat, der läßt am besten die Finger von der Zoom-Wippe. Erfahrene Filmer benutzen sie meist nur in der Aufnahmepause, um eine neue Einstellungsgröße zu wählen - und nicht etwa, während das Band läuft. Es wirkt professioneller, ein Motiv einmal weitwinkelig und danach näher zu zeigen, ohne dazwischen eine Zoomfahrt einzubauen.

      Praxis-Tip.....
      Zooms in den Telebereich sollte man nur vom Stativ oder bei gut abgestützter Kamera riskieren. Selbst der beste Bildstabilisator kann Motiv-Zittern nicht völlig ausschalten. Der winzige Bildwinkel bei langen Brennweiten bewirkt, daß selbst kleinste Objektivruckler im Sucher wie ein mittleres Erdbeben wirken. Leider sieht man die Ruckler während der Aufnahme nicht, da das Motiv subjektiv ja stabil stehenbleibt und sich nur der Sucherrahmen etwas bewegt. Bei der Wiedergabe mit feststehendem Rahmen - also auf dem Monitor - zeigt sich dann die ganze Bescherung.

      Praxis-Tip.....
      Wer eine Zoomfahrt aufnimmt, sollte darauf achten, daß er den Zielpunkt souverän einfängt und anfährt. Zögerliche Starts und verhuschte Enden sind wirklich keine Augenweide - und ein Grund mehr, auf Zoomaufnahmen generell zu verzichten. Dazu kommt, daß die meisten Zoomwippen sich nur mit viel Fingerspitzengefühl sauber starten und stoppen lassen - hier macht Übung tatsächlich den Meister. Vor jedem Zoom sollte man sich auch daran erinnern, wie die Wippe arbeitet, sonst wird aus dem Hinzoom schnell ein ungeplanter Wegzoom.


      Zoom-Technik
      Zoomobjektive durchfahren einen festgelegten Brennweitenbereich mit Hilfe eines kleinen Motors. Maximale und minimale Weite sind auf dem Frontring des Objektivs in der Regel eingraviert. Steht auf dem Objektiv beispielsweise 4 - 40 mm, so entspricht dies einem 10fach-Zoom. Für optische Systeme sind 10- bis 20fach-Zooms realistische Werte. 64- oder 100fache Zooms lassen sich nur mit digitalen Tricks realisieren. Dabei werden auf elektronischem Weg nur noch Ausschnitte des Bildinhalts vergrößert. Da dabei jedoch keine neue Bildinformation entsteht, sondern die alte nur "aufgeblasen" wird, verschlechtert sich das Bild zusehends. Diese elektronische Vergrößerung sollte deshalb für den Normal-Filmer besser tabu sein.

      Durch den Druck auf die T-Position (Tele) der Wippe verschieben sich zwei Linsengruppen im Objektiv. Ihr Abstand zueinander vergrößert sich und damit auch die Brennweite - der Abstand zwischen Brennpunkt und Bildebene. Da die Bildebene ihre Position nicht verändert, trifft sie bei langen Brennweiten nur noch ein kleiner Bereich aus dem Zentrum des Bildkreises. Umgekehrt empfängt sie bei kurzen Brennweiten alles, was an Lichtwellen ins Objektiv gelangt - entsprechend klein natürlich.
      Bilder
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      Schnitt-Vorbereitungen

      Schnitt-Vorbereitungen

      Bevor Sie voll Eifer darangehen, Ihr "jungfräuliches" Masterband zu bespielen, sollten Sie es erst einmal vollständig durch den Aufnahmerecorder laufen lassen! Zum einen werden dabei die Videoköpfe auf das verwendete Band "eingeschliffen", was sich später durch verminderte Dropouts bemerkbar machen kann, zum anderen werden die Bandwicklungen aufgelockert und eventuell verklebte Bandstellen freigesetzt.

      Lassen Sie am Anfang des Bandes mindestens 10 sec Schwarzband stehen! Der Anfang eines Videobandes ist immer einem erhöhten mechanischen Verschleiß ausgesetzt. Zum einen "knallt" das Band beim Zurückspulen oft unsanft an den Anschlag und zerknittert dabei leicht (schauen Sie sich mal Ihre oft benutzten Bänder an!), zum anderen sammelt sich bei der Bearbeitung und Lagerung der Bänder Staub an, der besonders am Bandanfang zu unschönen Dropouts führen kann.
      Wenn Sie die Absicht haben, Ihr Master in einem Kopierwerk vervielfältigen zu lassen - zum Beispiel als Geschenk an Freunde oder Verwandte - ist anstatt des normalen schwarzen Vorspanns ein normgerechter Vorspann empfehlenswert:

      Praxis-Tip....
      Spulen Sie das unbenutzte Band zunächst im Schnellauf bis zum Ende und zurück. Schalten Sie dann auf "Aufnahme" und lassen Sie das gesamte Band noch einmal durchlaufen, ohne irgendwelche Signale zuzuführen. Ergebnis: das Band wird "geschwärzt" und dabei vormagnetisiert - eine Voraussetzung für rauscharme Bild- und Tonaufnahmen.

      Normgerechter Vorspann

      - 1 Min. Farbbalken + Testton 1khz ( -9db )
      - dann 1 Min. Schwarzfilm
      - dann Filmbeginn
      - 1 Min. Schwarzfilm
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      Die Vertonung - Die Mischung machts

      Die Vertonung - Die Mischung machts

      Die drei Komponenten müssen nicht zwangsläufig gleichzeitig und ununterbrochen über die gesamte Filmdauer vorhanden sein. Im Gegenteil - oft ist weniger mehr! Erst die richtige Mischung bringt das gewünschte Ergebnis.

      Der Orginalton
      Die Zeiten, als der Original-Ton (O-Ton (Atmo)) für das Amateurlager noch ein schier unerreichbares Ziel war, sind längst vorbei : Videokameras zeichnen wie selbstverständlich den Ton mit auf - je nach eingebautem Mikrofon in besserer oder schlechterer Qualität. Aber es gibt auch hier - wie immer im Leben - einige Fallstricke . . .

      Praxis-Tip....
      Wenn Ihr Etat ein externes Mikrofon zulässt, sollten Sie davon Gebrauch machen. Die eingebauten Mikros nehmen besonders bei DV-Cameras (Kopftrommelumdrehung = 9000 U/min!) die Laufgeräusche mit auf - bei Aufnahmen in ruhiger Umgebung ein sehr störendes "Hintergrundgeräusch". Gute externe Mikros gibt es ab etwa 75.- Euro.

      Wenn der O-Ton (Atmo) durch Windgeräusche o.ä. verpatzt ist, wünscht man sich oft "Tonkonserven", um wenigstens die wichtigsten Geräusche wie z.B. Waldatmosphäre, Marktgeräusch, Gewitter nachträglich unterlegen zu können.

      Quelle: http://www.videoclub-ahrweiler.de/2tontheo.htm

      Störenfried Nr. 1 : der Wind
      Ein gefürchteter Nebeneffekt bei Aufnahmen in freier Natur sind blubbernde Windgeräusche, die den O-Ton (Atmo) im schlimmsten Fall unbrauchbar machen. Die Ursache liegt darin, dass sich der Wind in den Schlitzen und Gittern des Mikrofons fängt und dort verwirbelt wird. Es gilt also, um das Mikrofon herum Windstille zu erzeugen.
      Der Standard-Schaumgummi-Windschutz herkömmlicher Camcorder- Mikrofone ist dafür leider wenig geeignet, wie wir immer wieder feststellen müssen. Ein zusätzlicher "Überzieher" aus Fellimitat ist angesagt (die gängige Fachbezeichnung dafür ist "Wind-Jammer"). Wer kennt nicht die überdimensionalen langhaarigen "Fellbüschel", die im Fernsehen für Interviews im Freien verwendet werden! Wer allerdings mit einem solchen professionellen Fellbüschel liebäugelt, wird schnell vom enorm hohen Preis abgeschreckt. Kleinere Exemplare (siehe Foto) sind auch für Nicht-Profis erschwinglich, liegen allerdings immer noch in einer Preisregion zwischen 40.- und 60.- Euro.

      Braucht man den O-Ton (Atmo) unbedingt?
      Wenn wir während der Dreharbeiten ein Interview oder eine spielende Musikergruppe aufgezeichnet haben, keine Frage - der O-Ton ist dabei das tragende Element. Viel ist jedoch schon darüber diskutiert worden, ob man die von der Kamera aufgenommene Geräusch-Atmosphäre unbedingt braucht. Die Meinungen gehen da oft weit auseinander. Manche Reisefilmer neigen dazu, die O-Tonspur generell wegzulöschen und durch Musik zu ersetzen. Warum? Weil die Bearbeitung und Abmischung der vielen von der Reise mitgebrachten O-Töne eine sehr diffizile Angelegenheit sein kann. Unerwünschte Verkehrsgeräusche, laute Stimmen in Kameranähe oder eine zufällig in der Nähe befindliche Baustelle können die Lust am Nachvertonen gehörig verderben - von blubbernden Windgeräuschen einmal ganz abgesehen. Oft flüchten wir uns dann in die Ausrede, dass früher in der guten alten Super8-Filmzeit auch kein O-Ton zur Verfügung stand, und die Filme trotzdem sehenswert gewesen seien. Nun, diesen Einwand können wir heute nicht mehr gelten lassen. Unser Publikum ist durch den Fernsehkonsum sehr verwöhnt und misst unser Werk unwillkürlich an den professionellen Vorbildern. Deshalb sollten wir die Erwartungen unserer Zuschauer erfüllen und dem O-Ton (Atmo) zwar nicht den wichtigsten, jedoch einen gebührenden Platz in unserem Video einräumen.

      Nichts ist langweiliger für unser späteres Publikum als sich ellenlange, ineinander verschachtelte und geschwollene Kommentare anhören zu müssen. Hier ein paar Tipps aus der Praxis :

      Praxis-Tips....

      Oft glauben wir, dass man sich bei einem Film- Kommentar "gewählt" ausdrücken müsse. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn Hans seinen Reisefilm kommentiert, möchten wir am liebsten Hans hören - so, wie er auch ohne Film von seiner Reise erzählen würde! Halten wir also keinen Vortrag, der in einen Universitätshörsaal passen würde, sondern schildern wir unsere Erlebnisse in lockerer Form.

      Die Erzählform ist am besten. Dozieren wir also nicht, daß der Schleusentrog 36,4m breit und 82,7m lang ist! Wenn's denn schon Größenangaben sein sollen : So breit wie eine sechsspurige Autobahn. Fast so lang wie ein Fußballfeld. So hoch wie ein vierstöckiges Haus. Darunter kann man sich viel konkreter etwas vorstellen als unter dezi- oder zentimetergenauen Maßangaben

      Es gibt eine gute Möglichkeit, Fehler zu vermeiden oder auszumerzen und unseren Kommentar-Entwurf zu prüfen: Ein guter Filmfreund, vielleicht einer, dessen Texte uns besonders gefallen, soll bitte unser Manuskript laut lesen oder unsere Kommentaraufnahme abhören; zuvor sollten wir ihm allerdings versprechen, kein kritisches Wort übel zu nehmen...

      Nicht Bilder, sondern Situationen und Zusammenhänge beschreiben
      Oft machen wir in unserer Begeisterung den Fehler, den ohnehin sichtbaren Inhalt der gezeigten Bilder zu beschreiben, anstatt Situationen und Zusammenhänge zu erläutern. So erfährt der Zuschauer, der gerade einen Wald sieht, dass dies ein Wald sei. Besser ist es - wenn zum Bild "Wald" unbedingt auch noch das Wort "Wald" vorkommen soll - das Gezeigte mit einer im Bild nicht erkennbaren Aussage zu verbinden: "Gleich hinter dem Hotelgarten beginnt der Wald..." -

      Der Kommentar "steht" - und was nun?
      Wer sich das erste Mal in das Abenteuer "Kommentar" stürzt, macht oft einen kapitalen Denkfehler und meint, man könne den Text "mal so eben" auf den fertigen Film sprechen. Schnell merkt man dann, das dies nie und nimmer zum Erfolg führt. Grundlage sollte immer ein exaktes "Kommentar-Drehbuch" sein, in dem genau vermerkt ist, an welcher Stelle welcher Satz beginnt. Erst dann wird der Kommentar gesprochen:

      Die klassische Methode
      Der Kommentar wird - ohne den Film dabei zu sehen und inclusive aller Sprechfehler - aufgezeichnet. Dieser Rohtext wird mittels eines Audio-Editors in einzelne Blöcke aufgeteilt - genau so, wie man es vorher mit den Bildern auch gemacht hat. Und erst jetzt werden die einzelnen Blöcke in der Timeline an die richtige Stelle gezogen. Ergebnis: jeder Satz steht genau dort, wo er hingehört.

      Die Voice-Over-Methode
      Alle besseren Schnittprogramme sind in der Lage, den Text auf eine separate Audiospur der Timeline aufzuzeichnen und gleichzeitig nebenher das laufende Bild zu sehen. Diese "Voice-Over" genannte Methode kann, wenn man sie beherrscht und die notwendige Erfahrung hat, die Filmkommentierung um einige Arbeitsschritte verkürzen. Die Qualität ist je nach Software unterschiedlich.

      Warum nicht selbst sprechen?
      Den meisten Menschen gefällt merkwürdigerweise die eigene Stimme nicht, wenn sie sich zum erstenmal auf Tonband hören, und oft meinen wir dann, wir könnten unsere Kommentare nicht selbst sprechen. Diese Befürchtung ist grundlos. Wenn wir unseren aufgenommenen Text einer uns bekannten Person vorspielen, werden wir bestätigt bekommen, dass dies ganz genau unsere Stimme sei, so wie sie im wirklichen Leben ebenfalls klingt. Sprechen wir also ruhig selbst, und benutzen wir dabei unsere Stimme als Instrument - heben und senken wir sie, und seien wir bei unserem Bericht mit unseren Gefühlen dabei! Dann wird das Publikum später aufmerksam und gespannt den Ausführungen folgen. Vielleicht gelingt es nicht gleich beim ersten Versuch, einen fesselnden Kommentar überzeugend zu sprechen - aber Übung macht ja bekanntlich den Meister.

      Fazit : Auch der Kommentar ist ein Gestaltungsmittel, das Aufmerksamkeit verdient.
      Die Musik

      Musik dient beim Film meist dramaturgischen Zwecken. Der Filmautor möchte damit eine bestimmte Stimmung hervorrufen oder eine durch das Bild bereits gegebene Stimmung verstärken. Dies bedeutet zwangsläufig, daß der falsche Einsatz von Musik auch das Gegenteil bewirken kann. Also Vorsicht! -
      Dieser Beitrag ist nicht als Abhandlung über die dramaturgische Wirkung von Filmmusik gedacht. Er soll vielmehr dazu dienen, besonders dem Filmneuling einige Tips aus der Praxis an die Hand zu geben. Weiterführende Informationen und vor allen Dingen die unbedingt notwendige Erfahrung erhalten Sie als Mitglied im Ihrem Film- und Videoclub.

      Praxis-Tips....

      Vermeiden wir vor allem eine vom Anfang bis zum Ende durchgehende Musikspur. Gerne neigen wir dazu, unseren Film vom ersten bis zum letzten Bild mit Musik zu unterlegen (man sagt "Musikteppich" dazu). Der Einsatz von Musik ist allerdings, wie wir alle wissen, in sehr starkem Masse eine Frage des Geschmacks - eine Regel, wann und wo Musik passt, gibt es nicht.

      Am besten ist es, neben Vorspann und letzter Szene nur ganz bestimmte Sequenzen mit Musik zu unterlegen. Lassen wir ansonsten O-Ton (Atmo) und Kommentar auf den Zuschauer wirken. Und wenn wir etwa in der Mitte des Films zusätzlich noch eine Life-Musikaufnahme einbauen (Drehorgelspieler, Folklore o.ä.), dann haben wir unsere Musik vorbildlich und wirkungsvoll platziert!

      Benutzen wir keine bekannte Musik, die jeder Zuschauer gleich mitpfeift. Sogenannte "Gassenhauer" lenken vom Filmgeschehen ab und erzeugen beim Publikum Erinnerungen, die bestimmt nichts mit unserem Film zu tun haben. Im Fachhandel und im Internet gibt es spezielle Filmmusik auf Cassette oder CD. Sparen wir uns also Pop-Musik oder "Rondo Veneziano" für die Party nach der Filmvorführung auf.

      Wenn wir aus bestimmten Gründen unseren Film trotzdem mit einem Musikteppich hinterlegen wollen oder müssen (z.B. weil der O-Ton (Atmo) durch Windgeräusche unbrauchbar ist), so achten wir natürlich darauf, daß jede Sequenz mit dem Ende eines Musikstückes abschließt. Und daß nach dem letzten Bild das Musikstück ebenfalls ein logisches Ende haben sollte, ist Ehrensache. Die Musik einfach auszublenden oder gar abzuhacken gilt als grober Regelverstoss.
      Die Mischung

      Die gehörrichtige Abmischung von drei Tonquellen (Kommentar, O-Ton (Atmo) und Musik) verlangt einige Übung. Wichtigster Bestandteil ist der

      Kommentar
      Er muß klar und deutlich über allem stehen und wird deshalb mit 100% ausgesteuert. Vorsicht jedoch bei digitaler Abmischung, da es dabei leicht zu Verzerrungen (Tonkrachen oder Tonknacken) kommt! Hier ist ein Maximalpegel von -3 db empfehlenswert.

      O-Ton (Atmo) und Musik
      Sie sind in der Regel von untergeordneter Bedeutung, es sei denn, Sie benutzen diese als gestalterisches Element in Ihrem Film. Normalerweise werden sie mit 20-60% ausgesteuert. Es ist jeweils von Ihrem persönlichen Geschmack abhängig.

      Bei non-linearen Computer-Systemen erfolgt die Tonmischung vor dem Überspielen des Films auf das Masterband. Bei linearen Systemen wird während der Nachvertonung abgemischt. Dabei hören Sie die endgültige Tonmischung mit und können jederzeit O-Ton (Atmo) und Musik "zurücknehmen" oder "aufziehen". Die Lautärkeeinstellung des Kommentars bleibt jedoch immer gleich! - Viel Erfolg und eine glückliche "Mischhand" !

      Praxis-Tips....

      Aussteuerungs-Schema : So weit sollten die Aussteuerungspegel etwa ausschlagen, wenn die einzelnen Tonspuren im gehörrichtigen Verhältnis zueinander stehen :
      - O-Ton (Atmo) (links) etwa -13 dB
      - Musik (Mitte) etwa -6 dB
      - Kommentar (rechts) = 0 dB (DV lieber -3 db)
      Dateien
      • animpeak.gif

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      Tips und Tricks. Non-linearer Schnitt

      Tips und Tricks. Non-linearer Schnitt

      Beim non-linearen Schnitt wird das Rohmaterial zunächst auf die Festplatte(n) des Computers übernommen und dort mittels spezieller Software geschnitten und vertont. Erst der komplett fertiggestellte Film wird auf Band zurückgespielt, auf ein Distributionsmedium (DVD u.ä.) gebrannt oder fürs Internet aufbereitet.

      usw.

      Quelle: http://www.videoclub-ahrweiler.de/2nonline.htm