Politiker-Luxus-Safari in Afrika unter Beschuss
Mittwoch, 11. Februar 2009
Fragwürdige Afrika-Reise des Bundestagsumweltausschusses. Bund der Steuerzahler fordert Aufklärung von Ausschussvorsitzender. „Touristische Trips zum Kilimanjaro oder durch die Serengeti sind aus Sicht des Bundes der Steuerzahler völlig indiskutabel."
Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Dr. Karl Heinz Däke, hat heute in einem Schreiben an die Vorsitzende des Bundestagsumweltausschusses, Frau Petra Bierwirth, detaillierte Auskünfte darüber verlangt, welche Kosten und welchen Nutzen die neunköpfige Ausschussreise vom 16. bis zum 27. Februar 2009 nach Kenia und Tansania haben wird. (MMnews berichtete am 8.2.)
„Touristische Trips zum Kilimanjaro oder durch die Serengeti sind aus Sicht des Bundes der Steuerzahler völlig indiskutabel. Ebenso wenig ist es die Aufgabe der Steuerzahler, deutschen Umweltpolitikern in Afrika die Teilnahme an Informationsveranstaltungen über die regionale Anzucht von Passionsfruchtsetzlingen und über die Produktion von Kamelmilch zu ermöglichen. Den konkreten Nutzen der Reise für die umweltpolitische Abgeordnetentätigkeit kann ich beim besten Willen nicht erkennen“, sagt Däke.
Die Reise war schon seit einiger Zeit geplant und dient offiziell dem umweltpolitischen Kennenlernen von Land und Leuten. Abgesegnet und bezahlt wurde der Trip vom Umweltausschuss. Es ist zugleich eine Art Abschiedsreise von Petra Bierwirth, der Vorsitzenden des Umweltausschusses, die dem nächsten Bundestag nicht mehr angehören wird.
Auf dem Programm der politischen Luxus-Safari stehen die Höhepunkte Afrikas. Übernachtet wird nur in den besten Lodges und Hotels.
Die Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen besichtigen auch mehrere weltbekannte Nationalparks in Tansania und Kenia.
„Mögliche Gespräche“ mit Umweltexperten seien beabsichtigt, Termine allerdings noch nicht vereinbart, so das aktuelle Programm des Umweltausschusses. Über die Kosten wurde bisher nichts bekannt.
Konkret geplant seien unter anderem mehrere Tage in den berühmten Naturreservaten der Serengeti und des Ngoron-goro-Kraters sowie am Viktoriasee.
Auf dem Programm stehe auch ein Besuch bei Einheimischen, wo die Deutschen „Kultur und Tradition der Masai“ studieren wollen.
Quelle: http://www.mmnews.de/index.php/200902112229/MM-News/Politiker-Luxus-Safari-nach-Afrika-unter-Beschuss.html
Mittwoch, 11. Februar 2009
Fragwürdige Afrika-Reise des Bundestagsumweltausschusses. Bund der Steuerzahler fordert Aufklärung von Ausschussvorsitzender. „Touristische Trips zum Kilimanjaro oder durch die Serengeti sind aus Sicht des Bundes der Steuerzahler völlig indiskutabel."
Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Dr. Karl Heinz Däke, hat heute in einem Schreiben an die Vorsitzende des Bundestagsumweltausschusses, Frau Petra Bierwirth, detaillierte Auskünfte darüber verlangt, welche Kosten und welchen Nutzen die neunköpfige Ausschussreise vom 16. bis zum 27. Februar 2009 nach Kenia und Tansania haben wird. (MMnews berichtete am 8.2.)
„Touristische Trips zum Kilimanjaro oder durch die Serengeti sind aus Sicht des Bundes der Steuerzahler völlig indiskutabel. Ebenso wenig ist es die Aufgabe der Steuerzahler, deutschen Umweltpolitikern in Afrika die Teilnahme an Informationsveranstaltungen über die regionale Anzucht von Passionsfruchtsetzlingen und über die Produktion von Kamelmilch zu ermöglichen. Den konkreten Nutzen der Reise für die umweltpolitische Abgeordnetentätigkeit kann ich beim besten Willen nicht erkennen“, sagt Däke.
Die Reise war schon seit einiger Zeit geplant und dient offiziell dem umweltpolitischen Kennenlernen von Land und Leuten. Abgesegnet und bezahlt wurde der Trip vom Umweltausschuss. Es ist zugleich eine Art Abschiedsreise von Petra Bierwirth, der Vorsitzenden des Umweltausschusses, die dem nächsten Bundestag nicht mehr angehören wird.
Auf dem Programm der politischen Luxus-Safari stehen die Höhepunkte Afrikas. Übernachtet wird nur in den besten Lodges und Hotels.
Die Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen besichtigen auch mehrere weltbekannte Nationalparks in Tansania und Kenia.
„Mögliche Gespräche“ mit Umweltexperten seien beabsichtigt, Termine allerdings noch nicht vereinbart, so das aktuelle Programm des Umweltausschusses. Über die Kosten wurde bisher nichts bekannt.
Konkret geplant seien unter anderem mehrere Tage in den berühmten Naturreservaten der Serengeti und des Ngoron-goro-Kraters sowie am Viktoriasee.
Auf dem Programm stehe auch ein Besuch bei Einheimischen, wo die Deutschen „Kultur und Tradition der Masai“ studieren wollen.
Quelle: http://www.mmnews.de/index.php/200902112229/MM-News/Politiker-Luxus-Safari-nach-Afrika-unter-Beschuss.html