Alles zum Thema Uhrenbeweger

      Alles zum Thema Uhrenbeweger

      Alles zum Thema Uhrenbeweger

      Ein Uhrenbeweger wird in der Regel verwendet, um eine Automatikuhr zu bewegen und damit aufzuziehen. Der Uhrenbeweger dreht die Automatikuhr langsam um die Rotorachse. Durch die Bewegungen des Uhrgehäuses und die dadurch ausgelöste Drehung des Rotors wird ein Drehmoment auf den Aufziehmechanismus ausgeübt und die Uhr wird aufgezogen.

      Uhrenbeweger sind in der Regel mit diversen Aufzugsprogrammen (= Drehprogrammen) ausgestattet. An sehr guten Bewegern kann ein individuell für jede Uhr abgestimmtes Aufzugsprogramm eingestellt werden. Die Anzahl der Umdrehungen pro Tag und die Drehrichtung richtet sich nach den Angaben des Uhrmachers oder des Herstellers. Im technischen Datenblatt des eingebauten Kalibers sind die Werte angegeben. Die meisten Automatik-Kaliber werden im Uhrzeigersinn aufgezogen und benötigen 650 bis 900 TPD. Man spricht von engl.: TPD = Turns Per Day, Deutsch: UPT = Umdrehungen Pro Tag. Da es jedoch auch Uhrenwerke gibt, welche nach links bzw. im Wechsel nach links-rechts aufgezogen werden sollen, ist darauf zu achten, dass ein Uhrenbeweger stets auch über eine solche Einstellmöglichkeit verfügt.

      Funktionsprinzip Tramon Uhrenbeweger

      Funktionsprinzip Tramon Uhrenbeweger

      Ihre Automatikuhr

      wird durch einen Rotor aufgezogen, den die Bewegungen des Armes in Dreh- oder Pendelbewegungen versetzen. Neben exotischen Ausführungen meist älterer Bauart verwenden die Hersteller heute Zentral- oder Planetenrotoren, die in einer oder beiden Drehrichtungen die Aufzugfeder spannen, und entweder durch einen Anschlag begrenzt (Hammerautomatik) oder unbegrenzt rotieren können.

      Natürlich: die Uhr bleibt stehen, wenn sie über einen gewissen Zeitraum nicht getragen wird. Die normale Gangreserve genügt nicht, wenn man die wertvolle Uhr nur abends, oder am Wochenende trägt, und sie nicht mit in den Urlaub nimmt ! Also stellt jeder Uhrenliebhaber mehr oder weniger oft seine Automatikuhr. Eine langweilige Beschäftigung - besonders, wenn man mehrere Uhren besitzt - und besonders unangenehm, wenn jede Uhr über eine Vielzahl von Komplikationen verfügt. Eine Beschädigung oder ein extremes Verstellen kann schnell passieren, und macht vielleicht sogar eine teure Reparatur oder Revision notwendig.
      Das Funktionsprinzip

      Unsere Uhrenbeweger verhindern zuverlässig das Stehen bleiben Ihrer Automatikuhr, da sie die Gangreserve täglich auffrischen. Dies geschieht bei allen Baureihen durch die langsame Rotation unseres praktischen Universalhalters, der sich mit etwa acht bis neun Umdrehungen pro Minute dreht. Die Stromversorgung erfolgt über einen Netzadapter. All unsere Geräte werden mit einer völlig ungefährlichen Gleichspannung von unter 5 Volt betrieben. Wir haben diesen Wert bewusst so niedrig gewählt, um die Beeinflussung der Uhr durch ein Motormagnetfeld auszuschließen.

      Die Drehrichtung kann man für jeden Bewegermotor getrennt umschalten, damit auch Kaliber aufgezogen werden, die nur in einer Drehrichtung Kraftschluss zum Federhaus haben (z.B. Valjoux 7750, Lemania 5100). Da 90% aller modernen Automatikkaliber bei Rechtsdrehung (oder in beiden Richtungen, wie ETA 2892 und viele andere) aufziehen, werden unsere Geräte so voreingestellt geliefert. Unsere Konstruktion garantiert, dass auf jedem unserer Mehrfachbeweger gleichzeitig zum Beispiel eine IWC Da Vinci (rechtsdrehend aufziehend), eine SINN 142 (linksdrehend aufziehend) und eine ROLEX Submariner (beidseitig aufziehend) aufgezogen werden können.

      Nur bei unserer Konstruktion wird jede Uhr von einem eigenen Motor bewegt ! Bitte vergleichen Sie diese Eigenschaft mit den Mehrfachbewegern anderer Anbieter, wo in der Regel zwei oder mehr Uhren mit einem Motor bewegt werden. Das kann dort den gleichzeitigen Aufzug von z.B. Valjoux 7750 und Lemania 5100 ausschließen !

      Zwei Stunden Rotation

      2 Stunden tägliche Betriebszeit mit der o.a. Drehzahl reichen, um Ihre Uhr für 24 Stunden aufzuziehen. Diese Zeit steuert man bei der Baureihe EA ganz einfach über eine handelsübliche Steckdosen-Schaltuhr. Wir liefern Ihnen eine solche Schaltuhr unter der Bestellnummer "EMS". Die langsame Bewegung der Uhr belastet das Werk weit weniger als das Tragen am Arm.

      Wenn Sie die zweistündige Betriebszeit auf mehrere Perioden aufteilen (besonders empfehlenswert bei Uhren mit vielen Komplikationen), halten Sie die Feder immer im Bereich hoher Federspannung, was die Genauigkeit des Ganges positiv beeinflusst. Wir testeten u.a. folgende Kaliber, oder haben positive Aussagen unserer Kunden zu folgenden Uhren: Valjoux 7750, 7751, ETA div., Zenith 390, 400, Blancpain div., Breguet div., Chronoswiss div., IWC Da Vinci , JLC div., Patek div., Rolex div., Silberstein Chrono II, Ulysse Nardin div., u.v.a.m. Die Uhrwerke von Seiko Typ AGS werden nicht aufgezogen ! Natürlich räumen wir Ihnen bei Nichtfunktion ein uneingeschränktes Rückgaberecht ein ...

      Unsere Baureihe EA

      wurde in Heft 6/94 des Uhren Magazines getestet. Die Ergebnisse der Untersuchungen haben uns in unserer Entwicklungsarbeit bestätigt, denn sowohl der günstige Preis, die gute Verarbeitung und der praktische Halter fanden besondere Erwähnung. Einziger Kritikpunkt war die Geräuschentwicklung, die durch die Motore verursacht wird.

      Absolute Geräuschlosigkeit ist aus Gründen einer kundenfreundlichen Kalkulation für diese Baureihe leider nicht realisierbar, da wir auf einen bewährten, preiswerten Getriebemotor aus fernöstlicher Produktion zurückgegriffen haben. Durch die geschickte Wahl der Betriebszeit kann man jedoch Störungen durch das Betriebsgeräusch ausschließen. Tipps hierzu finden Sie in der Bedienungsanleitung. Übrigens: für Kunden, die aus dem Internet heraus bestellen, gilt eine verlängerte Gewährleistung von 36 Monaten bei Nutzung des Gerätes gemäß Bedienungsanleitung.

      Uhrenbeweger Theorie

      Uhrenbeweger Theorie

      Dieser Artikel spiegelt die Erfahrungen aus mehr als 15 Jahren Uhrenbewegerbau wider. Trotzdem übernehmen wir keine Gewähr für die Gültigkeit aller Aussagen für alle Uhrwerke in allen Konstellationen ...

      Die nachfolgenden Ausführungen beruhen auf unsere Erfahrungen und Untersuchungen, die wir als einer der „ältesten“ Hersteller von Uhrenbewegern im Laufe von mehr als 15 Jahren zusammengetragen haben. Wir nehmen aber für uns nicht in Anspruch, hier allgemein gültige, auf jeden Uhrenbeweger und jede Automatikuhr und jede Kombination aus beiden zutreffende Aussagen zu machen.

      Ihre Automatikuhr wird durch einen Rotor aufgezogen, den die Bewegungen des Armes in Dreh- oder Pendelbewegungen versetzen. Diese Bewegungen werden mechanisch auf das Federhaus übertragen, und die Aufzugfeder wird gespannt. Neben exotischen Ausführungen meist älterer Bauart verwenden die Hersteller heute Zentral- oder Planetenrotoren, die in einer oder beiden Drehrichtungen die Aufzugfeder spannen, und entweder durch einen Anschlag begrenzt – die so genannte Hammerautomatik, bis in die 60er Jahre verwendet - oder unbegrenzt rotieren können.

      Die frühere Vielfalt automatischer Kaliber hat sich in Folge der Fusionen und Konkurse in der Schweizer Uhrenindustrie seit den 60er/70er Jahren deutlich reduziert. Neben dem Marktführer Swatch Group mit den Herstellern ETA und Valjoux stellt heute nur eine sehr überschaubare Anzahl von Uhrenherstellern Automatikwerke her. Allerdings zeigt sich hier in den letzten Jahren eine erfreuliche Trendwende.

      Natürlich bleibt eine Automatikuhr stehen, wenn sie über einen gewissen Zeitraum nicht getragen wird. Die normale Gangreserve, die je nach Werk bei Vollaufzug zwischen 35 und 45 Stunden liegt, genügt nicht, wenn man die wertvolle Uhr nur abends oder am Wochenende trägt, sie im Tresor aufbewahrt, oder sie nicht mit in den Urlaub nimmt ! Also stellt jeder Uhrenliebhaber mehr oder weniger oft seine Automatikuhr. Eine langweilige Beschäftigung - besonders, wenn man mehrere Uhren besitzt - und besonders unangenehm, wenn jede Uhr über eine Vielzahl von Komplikationen verfügt. Eine Beschädigung oder ein extremes Verstellen kann schnell passieren, und macht vielleicht sogar eine teure Reparatur oder Revision notwendig. Ein Ewiger Kalender, der im Eifer „zu weit“ gestellt wurde, muss zur Korrektur zum Hersteller geschickt ... oder bis zum eingestellten Tag liegengelassen ... werden.

      Ein Uhrenbeweger verhindert zuverlässig das Stehen bleiben Ihrer Automatikuhr, da er die Gangreserve permanent auffrischt. Es gibt heute eine große Anzahl verschiedener Fabrikate, die aber alle sehr ähnlich funktionieren: durch die Rotation der Uhr auf einem Halter wird die Bewegung des Armes nachgeahmt, und die Automatikuhr zieht sich auf. Diese Arbeitsweise ist nicht sonderlich kompliziert. Einige Besonderheit muss der Konstrukteur eines Uhrenbewegers allerdings beachten, und daraus leitet sich ein durchaus bedeutendes Problem ab, dass bei einigen Konstruktionen beachtet werden muss, und auf das wir hier noch eingehen werden.

      Die große Mehrheit der modernen Automatikwerke werden auf einem Uhrenbeweger unabhängig von dessen Drehrichtung aufgezogen, da ihre Mechanik bidirektional arbeitet. Das bedeutet, dass sowohl die Links- und Rechtsdrehung des Rotors von der Mechanik zum Aufzug der Feder genutzt wird. Allerdings gibt es Werke, die nur in einer Drehrichtung des Rotors die Aufzugfeder spannen. Das bekannteste Werk mit dieser Eigenschaft ist das Valjoux 7750, ein millionenfach eingesetztes Chronographenkaliber, das per Rechtsdrehung aufgezogen wird. Ausschließlich per Linksdrehung zieht sich zum Beispiel das Chronographenkaliber Lemania 5100 auf.

      Die Hersteller von Uhrenbewegern lösen dies Problem auf unterschiedliche Weise: wir haben beispielsweise unsere Baureihe EA so konstruiert, dass jeder Halter individuell auf Rechts- oder Linkslauf umgeschaltet, und somit problemlos an das Werk der aufgespannten Uhr angepasst werden kann. Andere Uhrenbeweger schalten die Drehrichtung automatisch um, wechseln also permanent zwischen Rechts- und Linkslauf, und werden so auf den ersten Blick allen Automatikuhrkalibern „automatisch“ gerecht. Leider ist das nicht der Fall, doch mehr dazu später.

      Im Zusammenhang mit dem Funktionsprinzip aller Uhrenbeweger werden uns regelmäßig Fragen gestellt, mit denen wir uns jetzt erst einmal auseinandersetzen wollen:

      Kann man eine Automatikuhr auf einem Uhrenbeweger oder durch Handaufzug „überspannen“ ?
      Die Antwort darauf lautet (eigentlich) NEIN. Sobald die Aufzugfeder voll gespannt ist, aktiviert sich bei einer Automatikuhr eine Art Rutschkupplung im Federhaus, und die Feder entspannt sich ein wenig. Diese Absicherung ist erforderlich, weil der Hersteller natürlich nicht abschätzen kann, wie intensiv sich der Träger einer Automatikuhr bewegt. Allerdings ist es in der Tat ungünstig, wenn diese Rutschkupplung permanent aktiviert wird, da sich dadurch ein erhöhter Verschleiß einstellen kann, und die Ganggenauigkeit der Uhr möglicherweise leidet. Darauf gehen wir gleich aber noch genauer ein. In unseren Versuchen haben sich einige Werke als sehr empfindlich gegen permanenten Überaufzug erwiesen !

      Verbessert oder stabilisiert sich die Ganggenauigkeit einer Automatikuhr, wenn sie immer „voll“, also zu 100 % aufgezogen ist ?

      Die Antwort darauf lautet NEIN. Die Ganggenauigkeit ist davon abhängig, dass vom Federhaus bis zur Unruh permanent ein möglichst gleichmäßiges Drehmoment herrscht. Die Konstruktion eine modernen Automatikuhr und die Eigenschaften des heute verwendeten Federmateriales gewährleistet, dass dies in einem recht weiten Bereich der Federspannung der Fall ist. Ist die Feder nahezu völlig entspannt, verringert sich das Drehmoment, und die Ganggenauigkeit lässt nach. Gleiches passiert bei permanentem Vollaufzug, weil die Rutschkupplung im Federhaus den Kraftfluss zur Unruh regelmäßig unterbricht, und der Antrieb sozusagen „stottert“. Ideal ist nach unseren Untersuchungen eine Gangreserve, die zwischen 50 und 80% der maximalen Gangreserve liegt. In diesem Bereich ist das Drehmoment weitestgehend konstant, und die Uhr läuft unter optimalen Bedingungen. Ein Uhrenbeweger sollte also die Automatikuhr genau in diesem Bereich „halten“. Wie das nach unserer Auffassung zu erreichen ist ... siehe unten.

      Wird die Ganggenauigkeit einer Uhr auf einem Uhrenbeweger beeinflusst ?

      Die Antwort darauf lautet JA. Ausschlaggebend ist aber nicht die Federspannung, wie wir bereits erläutert haben. Von Bedeutung ist, dass sich die Uhr ständig in einer konstanten „Lage“ (meist in einem Winkel von ca. 45 Grad zur Standfläche des Uhrenbewegers) befindet, und nicht – wie am Arm des stolzen Besitzers – ihre Position immer wieder verändert. Also arbeitet die Uhr ständig in dem Abweichungsbereich, den sie „werkseitig“ in dieser Lage hat. Ob daraus ein genauerer oder ungenauerer Gang als am Arm resultiert, ist von Werk zu Werk verschieden, und lässt sich nicht voraus sagen. Eine in mehreren Lagen regulierte Uhr sollte auf keinen Fall auf einem Uhrenbeweger gravierende Unterschiede zum „Normalbetrieb“ am Arm zeigen.

      Schadet es einer Automatikuhr, wenn sie nur von Zeit zu Zeit getragen, und dann von Hand aufgezogen wird ?

      Die Antwort darauf lautet NEIN. Es schadet allenfalls dem Umsatz der Uhrenbeweger - Hersteller. Früher nannte man das Risiko der Verharzung als Grund dafür, das eine Uhr in der Schublade schneller altert, als eine getragene Uhr. Die Qualität der modernen Öle allerdings hat diese Argumentation „altern“ lassen. Allerdings gilt nach wie vor, dass eine mechanische Uhr regelmäßig gewartet werden sollte ... etwa alle 5 Jahre. Ein Uhrenbeweger dient also der Bequemlichkeit des Besitzers, von dem bereits erwähnten Risiko bei Ewigen Kalendern einmal abgesehen.

      Wir nehmen gerne in diesen Beitrag unsere Antwort auf Ihre spezielle Frage zu diesem Thema auf. Bitte senden Sie sie uns per Email zu.

      Kommen wir nun zu der bereits mehrfach erwähnten Problematik, die besonders bei solchen Uhrenbewegern zu Tage tritt, die ihre Drehrichtung automatisch wechseln. Beginnen wir die Betrachtung mit Rechenbeispielen für drei sehr gängige Automatik-Kaliber:

      Das Kaliber Valjoux 7750 benötigt etwa 750 Umdrehungen im Uhrzeigersinn täglich. Das Kaliber Lemania 5100 benötigt dagegen täglich etwa 800 Umdrehungen, allerdings gegen den Uhrzeigersinn. Zu guter Letzt benötigt das Kaliber Eta 2892 etwa 650 Umdrehungen pro Tag, wobei die Drehrichtung keine Rolle spielt.

      Die meisten Uhrenbeweger mit integrierter Steuerung liegen deutlich über diesen Werten. Das ist aber kein Problem, wenn sie über die Steckdose betrieben werden, denn dann hilft schon eine preiswerte Schaltuhr aus dem Baumarkt. Unser Tramon - Uhrenbeweger EA 3 beispielsweise dreht sich mit cirka 8 Umdrehungen pro Minute, und leistet in 1 ½ Stunden die für alle oben aufgeführten Werke notwendigen Umdrehungen ab. Bewegermodul 1 schalten Sie auf Rechtslauf, Modul 2 auf Linkslauf, und bei Modul 3 haben Sie die freie Wahl. Wenn Sie die benötigten 90 Minuten auf zweimal 45 Minuten täglich verteilen, was mit der Schaltuhr ja kein Problem ist, kommt es mit Sicherheit nicht zum „überspannen“, da sich die Aufzugfeder für jeweils mehr als 11 Stunden „entspannen“ kann.

      Problematischer wird die Geschichte bei Mehrfach - Uhrenbewegern mit automatischen Richtungswechsel. Das Modell WTS4 für 4 Automatikuhren zum Beispiel dreht sich ein paar Minuten nach rechts, macht dann eine Pause und dreht sich dann ein paar Minuten nach links. Vollautomatisch und sehr bequem, weil sich der Besitzer nicht um die Eigenschaften seiner Uhren kümmern muss. In Summe drehen sich die Uhren täglich 1.200 mal rechtsherum und 1.200 mal linksherum. Dies ist für alle modernen Automatikuhren eigentlich schon weit mehr als nötig, gibt aber die Sicherheit, dass wirklich jede Uhr auch zuverlässig aufgezogen wird. So weit, so gut, da dieser Uhrenbeweger an der Steckdose arbeitet, kann man die Betriebszeit ja mit einer preiswerten Schaltuhr regeln, und somit genauer an die Uhren anpassen.

      Zum Beispiel auf sieben Stunden Betrieb, dann fünf Stunden Pause, wieder sieben Stunden Betrieb, und nochmals fünf Stunden Pause. Rechnerisch ergibt sich dann ein Wert von 700 Umdrehungen nach links und 700 Umdrehungen nach rechts. Für das Valjoux und auch für das Lemania ideal, da sie ja nur in einer Richtung aufgezogen werden, und in der Gegenrichtung „Karussell fahren“. Anders sieht es aus, wenn zusätzlich das bidirektional aufziehende Eta 2892 „mitfährt“, da es mit ca. 1.400 Umdrehungen doppelt so lange aufgezogen wird wie nötig. Eine weitere Reduzierung per Schaltuhr ist nicht möglich, da sonst die beiden anderen Uhren früher oder später stehen bleiben ! Das bewährte und robuste Eta-Kaliber verkraftet das nach unserer Erfahrung problemlos längere Zeit, aber es gibt Werke, die darauf viel empfindlicher reagieren, wie die El Primero Kaliber !

      Was tun ? Hier hilft eigentlich nur, auf einem besagten Uhrenbeweger WTS4 ... oder anderen mit automatisch wechselnder Drehrichtung ... nur Kaliber mit gleichartigem Aufzug gemeinsam zu betreiben, und bei Kalibern mit beidseitigem Aufzug die Betriebszeit weiter zu reduzieren (in diesem Fall etwa auf die Hälfte). Oder Sie entfernen die Uhren mit beidseitigem Aufzug für eine Laufperiode vom Uhrenbeweger (was natürlich umständlich ist, und vergessen werden kann).

      Uhrenbeweger, die ausschließlich mit Batteriebetrieb arbeiten, lassen sich in ihrer Betriebszeit normalerweise nicht einstellen. Hier müssen Sie damit leben, dass Ihre Uhren mehr als nötig aufgezogen werden. Als Lösung des Problems kann nur der Tipp herhalten, die Uhr regelmäßig vom Beweger zu nehmen, mit den vorgenannten Nachteilen. Das Modell Modelle WTB100 dreht sich einmal pro Minute für eine Umdrehung. Das ergibt 1.440 Umdrehungen pro Tag, was bedeutet, dass man sinnvoller Weise dieses Modell morgens einschaltet, und abends wieder ausschaltet (oder umgekehrt).

      Auf jeden Uhrenbeweger hier ausführlich einzugehen, würde den Rahmen dieses Betrages sicher sprengen. Sie können aber anhand von eigenen Messungen oder unserer (demnächst auf unserer Homepage veröffentlichten) Tabellen leicht selbst feststellen, welche Betriebszeit für Sie und Ihre Uhren die richtige ist.

      In unserer Tabelle „Werke“ finden Sie die empfohlenen Umdrehungen für eine Vielzahl von Kalibern.

      FAQ zu Uhrenbewegern

      FAQ zu Uhrenbewegern

      Es gibt teure Uhrenbeweger für mehrere Uhren, deren Laufzeit jedes Bewegers sich minutengenau an das Uhrenkaliber anpassen lässt. Ist das eigentlich erforderlich ?

      Nein ! Absolut nicht, denn Automatikwerke sind so konstruiert, dass sie am Arm eines ruhig am Schreibtisch arbeitenden Menschen genauso funktionieren wie am Arm eines Handwerkers. Anders als bei Handaufzuguhren hat die Aufzugfeder keinen Anschlag, sondern eine Art "Rutschkupplung", und kann somit nicht überspannt werden.
      Uhrenbeweger müssen also nur eines: mindestens so lange laufen, dass die Uhr nicht stehen bleibt. Alles andere ist technischer Schnickschnack, der nur Geld kostet, aber keinen entsprechenden Nutzen bringt !


      Strapaziert der Betrieb auf einem Uhrenbeweger die Automatikuhr ?

      Mit Sicherheit weit weniger als der tägliche Betrieb am Handgelenk, wo Stöße, schnelle Bewegungen und Feuchtigkeit auf das gute Stück einwirken. Allenfalls die gleichmäßige (Körper-) Temperatur wirkt sich da positiv aus. Bitte stellen Sie Ihren Uhrenbeweger nicht direkt am Fenster, auf der Heizung oder im Kühlschrank auf ...


      Verbessert oder stabilisiert sich die Ganggenauigkeit einer Automatikuhr, wenn sie immer "voll", also zu 100 % aufgezogen ist ?

      Die Antwort darauf lautet NEIN. Die Ganggenauigkeit ist davon abhängig, dass vom Federhaus bis zur Unruh permanent ein möglichst gleichmäßiges Drehmoment herrscht. Die Konstruktion eine modernen Automatikuhr und die Eigenschaften des heute verwendeten Federmateriales gewährleistet, dass dies in einem recht weiten Bereich der Federspannung der Fall ist. Ist die Feder nahezu völlig entspannt, verringert sich das Drehmoment, und die Ganggenauigkeit lässt nach. Gleiches passiert bei permanentem Vollaufzug, weil die Rutschkupplung im Federhaus den Kraftfluss zur Unruh regelmäßig unterbricht, und der Antrieb sozusagen "stottert". Ideal ist nach unseren Untersuchungen eine Gangreserve, die zwischen 50 und 80% der maximalen Gangreserve liegt. In diesem Bereich ist das Drehmoment weitestgehend konstant, und die Uhr läuft unter optimalen Bedingungen. Ein Uhrenbeweger sollte also die Automatikuhr genau in diesem Bereich "halten". Wie das nach unserer Auffassung zu erreichen ist ... siehe Abschnitt "Theorie".


      Wie verhält es sich mit den Laufgeräuschen bei den Bewegern aus dem Tramon Angebot ?

      Die Beweger der EA-Baureihe arbeiten mit langlebigen und zuverlässigen Getriebemotoren, deren Laufgeräusch deutlich zu hören ist. Allerdings kann man durch geschickte Programmierung der Schaltuhr jegliche Störung ausschließen. Legen Sie einfach die Betriebszeit des Bewegers auf eine Tageszeit, in der der Aufstellungsraum normalerweise nicht benutzt wird.

      Die Beweger der EB-Baureihe arbeiten nahezu geräuschlos. Das gilt insbesondere für das Modell EB1SD. Es ist kein Problem, dieses Gerät im Schlafzimmer aufzustellen, den Schlaf stört es sicher nicht.


      Schadet es einer Automatikuhr, wenn sie lange Zeit auf einem Uhrenbeweger betrieben wird ?

      Nein ! Eine Uhr ist dafür gebaut, zu laufen ... und da ist egal, wo. Es schadet einer Uhr, wenn die Schmierung der Lager vernachlässigt wird. Bei der Qualität der heutigen Uhrenöle ist nach etwa 5 Jahren eine Revision erforderlich, egal, ob die Uhr in der Schublade liegt oder auf einem Uhrenbeweger tickt !


      Kann man eine Automatikuhr auf einem Uhrenbeweger oder durch Handaufzug "überspannen" ?

      Die Antwort darauf lautet (eigentlich) NEIN. Sobald die Aufzugfeder voll gespannt ist, aktiviert sich bei einer Automatikuhr eine Art Rutschkupplung im Federhaus, und die Feder entspannt sich ein wenig. Diese Absicherung ist erforderlich, weil der Hersteller natürlich nicht abschätzen kann, wie intensiv sich der Träger einer Automatikuhr bewegt. Allerdings ist es in der Tat ungünstig, wenn diese Rutschkupplung permanent aktiviert wird, da sich dadurch ein erhöhter Verschleiß einstellen kann, und die Ganggenauigkeit der Uhr möglicherweise leidet. Darauf gehen wir hier noch genauer ein. In unseren Versuchen haben sich einige Werke, zum Beispiel das herrliche Zenith 410 Chronographenkaliber, als recht empfindlich gegen permanenten Überaufzug erwiesen !


      Wie ist es mit der Ganggenauigkeit einer Automatikuhr auf einem Uhrenbeweger ?

      Diese hängt nur von der Uhr ab. Manche Uhren laufen auf einem Beweger genauer als am Handgelenk, bei manchen Uhren ist es umgekehrt. Die Ganggenauigkeit einer Uhr kann abhängig von ihrer Lage variieren. Auf einem Uhrenbeweger befindet sich die Uhr ständig in einer Lage, die Unruhe hat einen Winkel von 45 Grad zur Waagerechten. Ein Uhrenhersteller stellt das Werk aber so ein, dass es in der Summe aller Lagen genau läuft. Dadurch kann es am Arm und auf dem Beweger zu Gangunterschieden kommen, die aber in ihrer Auswirkung nicht vorher zu sagen sind. Diese sind aber völlig normal.


      Worauf ist beim Aufspannen der Uhr zu achten ?

      Bei eigentlich allen uns bekannten Uhrenbewegern ist es wichtig, die Uhr so aufzuspannen, dass sich die Mitte des Gehäuses (Zeigerachse) mit dem Drehmittelpunkt des Halters so genau wie möglich deckt, da sonst eine Unwucht entsteht, die die Mechanik unnötig belastet. Bei Bewegern, die auf einer Achse zwei Uhren bewegen (TimeMover, MTE WTA220) sollten beide Uhren in etwa gleich schwer sein, da sonst der vorgenannte Effekt extrem auftritt.

      Viele Billigprodukte nutzen für das Aufspannen der Uhr ein Kissen, dass sich nicht an unterschiedliche Armbandlängen anpassen kann. Es wird dann in die Öffnung einer rotierenden Scheibe gedrückt. Diese Befestigung ist nicht langzeitstabil, und führt im Extremfall zur Beschädigung der Uhr. Oft werden zwei Uhren auf einer Scheibe gedreht, die sich im Betrieb berühren, und dann Kratzer bekommen können.


      Schadet es einer Automatikuhr, wenn sie nur von Zeit zu Zeit getragen, und dann von Hand aufgezogen wird ?

      Die Antwort darauf lautet NEIN. Es schadet allenfalls dem Umsatz der Uhrenbeweger - Hersteller. Früher nannte man das Risiko der Verharzung als Grund dafür, das eine Uhr in der Schublade schneller altert, als eine getragene Uhr. Die Qualität der modernen Öle allerdings hat diese Argumentation „altern“ lassen. Allerdings gilt nach wie vor, dass eine mechanische Uhr regelmäßig gewartet werden sollte ... etwa alle 5 Jahre. Ein Uhrenbeweger dient also vor allem der Bequemlichkeit des Besitzers, von dem bereits erwähnten Risiko bei Ewigen Kalendern einmal abgesehen. Aber es ist schon komfortabel, am Morgen eine "betriebsbereite" Uhr vom Uhrenbeweger weg anzuziehen ...

      Kriterien für den Kauf eines Uhrenbewegers

      Kriterien für den Kauf eines Uhrenbewegers

      Zur Zeit wird der Internet-Markt von einer Vielzahl von Uhrenbewegern aus Fernost überschwemmt, die zu vermeintlich günstigen Preisen und mit sehr attraktiven, schön polierten Holzgehäusen als Schnäppchen z.B. auf Ebay angeboten werden. Dabei wird der empfohlene Verkaufspreis vom Mond geholt (manchmal mehr als 1.000 Euro), um dem Betrachter vorzugaukeln, dass er ein tolles Schnäppchen machen kann.

      Hinzu kommen dann Anbieter wie wir, die seit längerer Zeit , oft sogar schon seit vielen Jahren, ihre Uhrenbeweger anbieten. Genannt seien hier Hersteller wie MTE, Orbita, Buben & Zörweg, oder eben Tramon.

      Diese unüberschaubare Vielfalt hat viele Interessenten verunsichert, von denen eine ganze Reihe deshalb mit uns Kontakt aufgenommen hat. Wir wurden gebeten, doch einmal die wesentlichen Kriterien zur Auswahl des richtigen Uhrenbewegers zusammen zu fassen.

      Diesem Wunsch kommen wir natürlich gerne nach, und bemühen uns dabei redlich um weitgehende Neutralität! Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir aus diesem Grund auch keine Marken oder Bezugsquellen nennen, weder im positiven noch im negativen Sinne.

      1. Sinnvolle Zahl der Umdrehungen pro Tag

      Wenn Sie sicher sein wollen, dass Ihre Uhr auch auf Dauer keinen Schaden nimmt, sollten Sie keinen Uhrenbeweger kaufen, der Ihre Uhr mit mehr als 900 Umdrehungen pro Tag bewegt. Ideal sind Geräte, die das in jedem Fall gewährleisten, über eine Elektronik, oder ganz einfach über eine Schaltuhr.

      Der Nutzen von einem "Mäuseklavier", auf denen sich die Drehzahl in 10er Schritten zwischen 600 und 5.000 einstellen lässt, ist Null. Wenn eine Uhr mehr als 1.000 Umdrehungen pro Tag benötigt, sollte sie nach unserer Erfahrung zum Uhrmacher zur Revision.

      2. Einstellbare Drehrichtung

      Um sicher zu gehen, dass der Uhrenbeweger zu jeder Ihrer Uhren passt, sollte die Drehrichtung für jede einzelne aufgespannte Uhr umschaltbar sein. So ist sichergestellt, dass jede Kombination mehrerer Uhren zuverlässig aufgezogen wird. Geräte, bei denen 2, 4 oder sogar 8 Uhren mit einem Motor bewegt werden, stellen das natürlich nicht sicher. Ideal sind Geräte, bei denen jede Uhr über einen eigenen, einstellbaren Motor bewegt wird.

      Geräte, bei denen sich die Drehrichtung des Motors "zwangsweise" automatisch umstellt, sind nicht so universell, wie sie zu sein vorgeben, denn sie bergen das Risiko des Über-Aufzugs bestimmter Kaliber.

      3. Einfache, sichere und flexible Halterung

      Die sichere Befestigung der Uhr auf dem Beweger ist nicht nur bei teuren Uhren unabdingbar. Dabei ist besonders wichtig, dass der Halter sich den durch den Handgelenksumfang verursachten sehr unterschiedlichen Armbandlängen anpasst, denn es ist lästig, das Armband auf dem Beweger anders als am Arm einzustellen.

      Bei Metallbändern ist dies sogar unmöglich, hier muss der Halter sich anpassen. Durch die bei vielen Fernost-Bewegern üblichen Kissen, die im Träger nur festklemmen, kommt es besonders mit Metallbändern zu instabilen Positionen der Uhr, mit dem Risiko des höheren Verschleißes oder sogar der Beschädigung, wenn die Uhr sich von Halter löst.

      4. Ökonomischer Energieverbrauch

      Anders als im Prospekt angegeben, verbrauchen Billigprodukte wegen der Verwendung einfachster Motore eine ganze Menge elektrischer Energie. Das führt besonders bei Batterie-Bewegern zu hohen Betriebskosten und ungewollter Umweltbelastung.

      Abgesehen davon wird der Kunde dann davon überrascht, dass seine Uhren trotz Beweger stehen bleiben ... statt 12 Monate hält der Batteriesatz noch nicht einmal 6 Wochen !

      5. Service nach dem Kauf

      Für sehr viele Anbieter von Fernost-Hochglanzware gilt: nach dem Kauf ist der Kunde vergessen. Man drückt als Verkäufer fest die Daumen, dass das Gerät mit viel Glück die Gewährleistungsfrist übersteht (falls man es selber tut ...). Nach dieser Frist ist der Käufer in vielen Fällen auf sich selbst gestellt, und das Gerät landet dann in der Mülltonne.

      Wir hingegen reparieren alle Tramon Modelle, die wir seit 1989 ausgeliefert haben. Während der Gewährleistungszeit erhalten Sie ein Ersatzgerät gleicher Erhaltung, und müssen nicht auf eine Reparatur warten. Nach der Garantie bieten wir Austauschgeräte zu günstigen Konditionen an. Unser Tipp: achten Sie darauf, dass der Anbieter eines Uhrenbewegers echten Werkstattservice im EU Raum anbietet !

      6. Fazit

      Hiermit sind wir schon am Ende unserer Auflistung. Wenn Sie die oben stehenden 5 Hauptkriterien beachten, sollten Sie lange Zeit mit dem Produkt zufrieden sein, für das Sie sich entscheiden. Wenn das ein Gerät aus unserem Angebot ist, freut uns das natürlich besonders.

      Wenn, wie rechts abgebildet, zwei oder mehr Uhren von einem Motor bewegt werden, entsteht durch das meist sehr unterschiedliche Gewicht der Uhren zwangsläufig eine große Unwucht, die den Motor und das Getriebe besonders belasten, und sich negativ auf die Lebensdauer auswirken können. Bei losen (Metall-) Bändern werden sich die nahe beieinander platzierten Uhren immer wieder berühren, und über kurz oder lang Kratzer bekommen.

      Einige Anbieter locken mit feinster Ausführung und aufwändigster, PC-programmierbarer Elektronik. Beides ist nicht von Nachteil, kostet aber Geld, und ist für die reine Funktion nicht notwendig.

      Wir liefern zu den ausgewiesenen Preisen immer betriebsbereite Geräte an Sie aus, d.h. Sie erhalten die notwendigen Batterien oder Netzteile und Schaltuhren ohne zusätzliche Kosten mit geliefert !

      Eine Armbanduhr ... gleich ob eine preiswerte, oder eine sehr wertvolle ... ist für den relativ rauhen und komplexen "Betrieb" am Arm des Besitzers konstruiert worden. Da ist der Aufenthalt auch auf einem Uhrenbeweger ohne viel Schnick und Schnack die reinste Erholung ...