Drama im Club der Superreichen

      Drama im Club der Superreichen

      „Forbes“-Milliardärsliste
      Drama im Club der Superreichen

      Die Zahl der Milliardäre ist im vorigen Jahr drastisch geschrumpft. Platz eins der legendären „Forbes“-Liste belegt wieder ein alter Bekannter – die Deutschen halten sich wacker.

      Von FOCUS-Korrespondent Jürgen Schönstein (New York)

      Es ist ein Ritual: Einmal im Jahr verkünden die Macher des US-Magazins „Forbes“, wer es geschafft hat auf die Liste mit den reichsten Menschen der Welt. Eine Milliarde Dollar Vermögen sind Pflicht – mindestens. Doch allem Glamour zum Trotz: Diesmal gleicht das Who is Who des globalen Geldadels einem Club der Verlierer. Es kam nicht so sehr darauf an, ob man ärmer wurde – das war in Anbetracht der Finanzkrise vorab klar. Es ging fast nur darum: Wie stark ging es bergab?

      Die Zahlen, die „Forbes“-Verleger Steve Forbes jetzt verkündete, sind ernüchternd: Im Schnitt büßten die Milliardäre 30 Prozent ihres Vermögens ein. Nur noch 793 Namen schafften es auf die Liste, im vorigen Jahr waren es 1125 gewesen.

      Den ersten Platz hat ein alter Bekannter zurück erobert: Microsoft-Gründer Bill Gates, der 2008 hinter seinen Freund Warren Buffett zurückgefallen war. Gates hat nach den „Forbes“-Berechnungen 18 Milliarden Dollar eingebüßt, das Vermögen schrumpfte auf 40 Milliarden Dollar. Vorjahres-Spitzenreiter Buffet hingegen verlor 25 Milliarden Dollar, ebenso wie der 2008 noch zweitplatzierte mexikanische Telekom-Unternehmer Carlos Slim Helu. Sie wurden nun wieder auf die Ränge zwei (Buffett, mit 37 Milliarden) und drei (Helu, 35 Milliarden) verwiesen.

      Russische Oligarchen fliegen reihenweise raus

      In den USA ist der inoffizielle Club durch einen Mitgliederschwund von 469 auf 359 (minus 23,5 Prozent) deutlich exklusiver geworden. Auch in den einstigen Aufsteigerländern Russland – das im vergangenen Jahr Deutschland als Heimat der meisten Milliardäre außerhalb der USA den Rang abgelaufen hatte – und Indien sind Glanz und Vermögen dramatisch zusammen geschnurrt. Von dereinst 87 russischen Oligarchen sind nur noch 32 in der Liste zu finden. Nur noch 24 Inder tauchen auf, bislang waren es 53.

      Deutschland hingegen ist erstaunlich stabil: Von 59 Milliardären, die 2008 hier gefunden wurden, sind immerhin noch 53 übrig. Der Krankenhaus-Unternehmer Bernard Broermann (Asklepios Kliniken) schaffte sogar erstmals den Sprung in die Eliteliga. Und obwohl die Aldi-Brüder Karl und Theo Albrecht zusammen beinahe um zehn Milliarden Dollar ärmer sind als vor einem Jahr – es lag hauptsächlich am erstarkten Dollar – rangieren beide nun im Top-10-Spitzenfeld: der 89-jährige Karl, mit einem Vermögen von 21,5 Milliarden Dollar, auf Rang sechs (im Vorjahr: Rang zehn). Aldi-Nord-Bruder Theo, 87, mit 18,8 Milliarden Dollar auf Rang neun (Vorjahr: Rang 16).

      Dass die Milliardäre im Schnitt älter geworden sind, liegt auf der Hand: Durch den Wegfall der verhältnismäßig jungen russischen und chinesischen Milliardäre stieg das Durchschnittalter der Superreichen von 61 auf 63,7 Jahre. Das „Nesthäkchen“ ist erneut der deutsche Prinz Albert von Thurn und Taxis (25), nachdem es der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (24) und die libanesische Erbin Hind Hariri (ebenfalls 24) diesmal nicht mehr in die Milliarden-Zone geschafft hatten.

      Ein Milliardär – steckbrieflich gesucht

      Allerdings schützt auch Alter vor dem Rausschmiss nicht: Der 82-jährige Maurice „Hank“ Greenberg, im Vorjahr noch auf Platz 652, büßte durch den De-facto-Kollaps seines Versicherungskonzerns AIG die meisten seiner 1,9 Milliarden Dollar ein. Er taucht auf der aktuellen Liste ebenso wenig auf wie der einstige Citigroup-Titan Sanford Weill (75). Von „harter Gerechtigkeit“ im Finanzsektor sprach Verleger Steve Forbes. Dinige der Mitverursacher der Finanzkrise hätten „ihre gerechte Strafe“ bekommen.

      Dass Reichtum nicht immer viel mit Recht oder Gerechtigkeit zu tun hat, zeigt der Fall Joaquin Guzman Loera. Der Mexikaner, genannt „El Chapo“ (der Kurze) ist einer von 38 neuen Milliardären – und der bisher einzige, der steckbrieflich von der US-Justiz gesucht wird: Wer den Kokainhändler schnappt, kann sich auf eine Belohnung von fünf Millionen Dollar freuen.

      Will Smith hat den größten Marktwert

      „Forbes“-Liste
      Will Smith hat den größten Marktwert
      In Hollywood kommt derzeit keiner an ihm vorbei: Will Smith ist der Top-Star der Traumfabrik. Was eine neue Liste des Magazins „Forbes“ unterstreicht.

      Demnach ist der Star aus Filmen wie „Bad Boys“, „Hancock“ oder „Sieben Leben“ der weltweit profitabelste Schauspieler. Der 40-Jährige führt eine neue Liste des US-Wirtschaftsmagazins „Forbes“ mit zehn von maximal zehn möglichen Punkten an. Befragt wurden den Angaben zufolge Mitglieder der internationalen Unterhaltungsindustrie. Sie kamen zu dem Schluss, dass Smith den größten finanziellen Erfolg garantiere.

      Platz zwei teilen sich knapp dahinter mit identischer Punktzahl (9,89) Johnny Depp, Leonardo Di Caprio sowie das Hollywood-Paar Angelina Jolie und Brad Pitt. Auf den Rängen sechs bis zehn landeten Tom Hanks, George Clooney, Denzel Washington, Matt Damon und Jack Nicholson. Im vergangenen Jahr hatte Will Smith auch die „Forbes“-Liste der Spitzenverdiener in Hollywood angeführt. Innerhalb eines Jahres kassierte der dreifache Vater 80 Millionen Dollar.

      Kürzlich kündigte der Schauspieler jedoch an, es künftig etwas langsamer angehen lassen zu wollen. Er habe derzeit keine Projekte, sagte Smith Anfang Januar der „Berliner Morgenpost“. Er habe in den vergangenen Jahren einen Film nach dem anderen gedreht. „Also werde ich jetzt erst mal Pause machen“, betonte er. Wie lange diese dauern werde, ließ der 40-Jährige offen. Er sei sich jedoch sicher, „dass erst danach die beste Zeit meiner Karriere kommt.“

      Gates verliert zwei Milliarden Dollar

      Reichste Amerikaner
      Gates verliert zwei Milliarden Dollar
      Die Finanzkrise ist auch an den reichsten Amerikanern nicht spurlos vorübergegangen. Bill Gates ist zwar weiterhin der reichste US-Bürger. Er musste jedoch einiges an Vermögen abschreiben.

      Microsoft-Gründer Bill Gates führt das 15. Jahr in Folge die „Forbes“-Liste der reichsten Amerikaner an. Aber die Probleme der Wirtschaft gingen auch an ihm nicht spurlos vorüber: Sein Vermögen verringerte sich auf geschätzte 57 Milliarden Dollar nach 59 Milliarden im vorigen Jahr, wie das Magazin jetzt berichtete.

      Dieses Schicksal teilt er mit vielen der Superreichen. Warren Buffett liegt zwar immer noch auf Platz zwei der 400 reichsten Amerikaner, aber auch er musste Verluste hinnehmen. Sein Vermögen sank den Angaben zufolge um zwei auf 50 Milliarden Dollar. Andere mussten sogar noch größere Milliardenverluste einstecken.

      Dass die Reichen nicht noch reicher geworden sind, zeige deutlich, dass die Wirtschaft in Schwierigkeiten stecke, sagte „Forbes“-Redakteur Matthew Miller. Um auf die Liste der 400 Reichsten zu kommen, war in diesem Jahr ein Vermögen von mindestens 1,3 Milliarden Dollar nötig. Der Durchschnitt der 400 reichsten Amerikaner liegt bei 3,9 Milliarden Dollar. Zusammen verfügen sie über 1,57 Billionen Dollar, mehr als das gesamte Bruttoinlandsprodukt Kanadas.

      Der Jüngste auf der Liste ist der 24-jährige Gründer des Internetportals Facebook Mark Zuckerberg. Er hat ein Vermögen von 1,5 Milliarden Dollar.

      US-Milliardäre erobern Spitzenplätze in Reichenliste zurück

      "FORBES"-LISTE
      US-Milliardäre erobern Spitzenplätze in Reichenliste zurück

      Inder und Russen steigen ab: Die globale Rezession hat den Reichtum auf der Welt neu verteilt - Superreiche aus Schwellenländern habe laut "Forbes" im vergangenen Jahr viele Milliarden verloren. Weniger schlimm erwischt hat es die Ultra-Vermögenden in den USA und die deutschen Gebrüder Albrecht.

      New York - Der größte Absteiger ist der Aufsteiger des Vorjahres: Anil Ambani, indischer Multimilliardär, verlor in der Finanzkrise geschätzte 76 Prozent seines Vermögens - 32 Milliarden Dollar. Immerhin behält Ambani seinen Platz auf der Liste des US-Wirtschaftsmagazins "Forbes" - im Gegensatz zu 29 Landsleuten, die ihren Status als Milliardäre verloren.

      Gleich vier Inder schafften es 2008 unter die Top Ten der "Forbes"-Liste, die größte Gruppe noch vor US-Amerikanern und Russen. In diesem Jahr sind es nur noch zwei. Die Gründe dafür sind vor allem im Einbruch der indischen Börse um 44 Prozent und in der Abwertung der heimischen Währung zu finden. Die Rupie verlor im Vergleich zum Dollar 18 Prozent ihres Wertes.

      Neben den Indern gehören die russischen Superreichen zu den großen Verlierern der Krise. Im Vergleich zu 2008 verlor das Land 55 Milliardäre - nach 87 im Vorjahr schafften es 2009 nur 32 Russen auf die Liste. Moskau verlor seinen Status als Stadt mit den meisten Milliardären an New York (55). Die russische Hauptstadt landete mit 27 Superreichen sogar hinter London (28). Russland leidet vor allem unter dem Absturz des Ölpreises. Der Ölexport hatte jahrelang für einen Boom gesorgt, der Preissturz führte nun zu einem rapiden Verfall der russischen Währung.

      Alle Listen: Die Top 100, die deutschen und die jüngsten Milliardäre - klicken Sie hier, um zu den "Forbes"- Schätzungen zu gelangen... http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,612897,00.html

      Die USA haben dagegen ihre Vormachtstellung unter den Reichsten der Welt zurückerobert. Die amerikanischen Multimilliardäre besitzen laut "Forbes" 44 Prozent des Reichtums und 45 Prozent der Plätze auf der Liste. Doch auch in den USA haben in diesem Jahr 110 ehemalige Superreiche ihren Platz auf der Liste eingebüßt.

      Die größten Verlierer

      Anil Ambani: Der Inder büßte im vergangenen Jahr 32 Milliarden Dollar ein. Die Anteile seine Konzerns Reliance verloren zwei Drittel ihres Wertes. Damit kommt der Inder im "Forbes"-Ranking jetzt noch auf ein Vermögen von rund zehn Milliarden Dollar.

      Lakshmi Mittal: Auch der indische Stahlmagnat büßte über die Hälfte seines Vermögens ein. Er verlor 19,3 Milliarden Dollar, bleibt aber mit 25,7 Milliarden in der Top Ten von "Forbes".

      Warren Buffett: Im vergangenen Jahr war der US-Investor der reichste Mann der Welt. Diese Rolle verlor er an Microsoft-Gründer Bill Gates, der schon von 1996 bis 2008 an der Spitze stand. Buffett verlor 25 Milliarden Dollar, steht mit einem geschätzten Vermögen von 37 Milliarden nun auf Rang zwei.

      Berühmte Abgänge

      Maurice Greenberg: Der Gründer des US-Versicherungskonzerns AIG verlor 1,8 Milliarden Dollar. Die Aktie verlor in den letzten zwölf Monaten 99 Prozent ihres Wertes.

      Mark Zuckerberg: Im letzten Jahr stieg der damals 23-jährige Facebook-Gründer zum jüngsten Milliardär aller Zeiten auf. Er verlor mindestens 600 Millionen Dollar, ist nun "nur" noch ein jugendlicher Multimillionär.

      Der Ex-Chef von Heinz, Anthony O'Reilly, litt vor allem unter dem Einbruch der irischen Wirtschaft. Aktien seiner Mediengruppe, Independent News & Media, verloren 90 Prozent. O'Reilly verlor 1,1 Milliarden Dollar - geschätzte 61 Prozent seines Vermögens.

      Die Gewinner

      Obwohl die Superreichen insgesamt 23 Prozent ihres Vermögens verloren, gab es auch Einzelne, die von der Krise profitierten. Der einzige in der Top 20, der Gewinn machte, war der New Yorker Bürgermeister und Finanznachrichtendienst-Besitzer Michael Bloomberg. Er steigerte laut "Forbes" sein Vermögen um 4,5 Milliarden auf 16 Milliarden Dollar.

      John Paulson: Der Hedgefonds-Manager konnte sein Vermögen sogar verdoppeln. Seine Anlagen legten um 38 Prozent zu, während der Index S&P 500 um 39 Prozent sank.

      Der jüngste Milliardär auf der berühmten Liste ist jetzt ein Deutscher: Der 25-jährige Albert von Thurn und Taxis wird auf 2,1 Milliarden Dollar geschätzt. Der Sohn von Fürstin Gloria von Thurn und Taxis steht seit seinem achten Lebensjahr auf der jährlich erscheinenden "Forbes"-Liste. Aber erst mit seinem 18. Geburtstag 2001 erbte der Rennfahrer das Familienvermögen.

      Beide Aldi-Brüder schafften es in die Top Ten: Karl Albrecht, 89, wird auf 21,5 Milliarden Dollar Vermögen geschätzt (Platz 6), sein zwei Jahre jüngerer Bruder Theo Albrecht auf 18,8 Milliarden Dollar (Platz 9).


      Die 100 reichsten Menschen der Welt laut "Forbes"
      Rang Name Land Alter geschätztes Vermögen (in Mrd. Dollar)
      1 Bill Gates USA 53 40.0
      2 Warren Buffett USA 78 37.0
      3 Carlos Slim Helu und Familie Mexiko 69 35.0
      4 Lawrence Ellison USA 64 22.5
      5 Ingvar Kamprad und Familie Schweden 83 22.0
      6 Karl Albrecht Deutschland 89 21.5
      7 Mukesh Ambani Indien 51 19.5
      8 Lakshmi Mittal Indien 58 19.3
      9 Theo Albrecht Deutschland 87 18.8
      10 Amancio Ortega Spanien 73 18.3
      11 Jim Walton USA 61 17.8
      12 Alice Walton USA 59 17.6
      12 Christy Walton und Familie USA 54 17.6
      12 S. Robson Walton USA 65 17.6
      15 Bernard Arnault Frankreich 60 16.5
      16 Li Ka-shing China/Hongkong 80 16.2
      17 Michael Bloomberg USA 67 16.0
      18 Stefan Persson Schweden 61 14.5
      19 Charles Koch USA 73 14.0
      19 David Koch USA 68 14.0
      21 Liliane Bettencourt Frankreich 86 13.4
      22 Prinz Walid Bin Talal Al Saud Saudi-Arabien 54 13.3
      23 Michael Otto und Familie Deutschland 65 13.2
      24 David Thomson und Familie Kanada 51 13.0
      25 Michael Dell USA 44 12.3
      26 Donald Bren USA 76 12.0
      26 Sergey Brin USA 35 12.0
      26 Larry Page USA 36 12.0
      29 Steven Ballmer USA 53 11.0
      29 Gerald Cavendish Grosvenor und Familie Großbritannien 57 11.0
      29 George Soros USA 78 11.0
      32 Paul Allen USA 56 10.5
      32 Kwok Familie Hongkong k.A. 10.5
      34 Anil Ambani Indien 49 10.1
      35 Abigail Johnson USA 47 10.0
      35 Susanne Klatten Deutschland 46 10.0
      35 Ronald Perelman USA 66 10.0
      35 Hans Rausing Schweden 83 10.0
      39 Birgit Rausing und Familie Schweden 85 9.9
      40 Michele Ferrero und Familie Italien 82 9.5
      40 Michail Prochorow Russland 43 9.5
      40 Jack Taylor und Familie USA 86 9.5
      43 Mohammed al-Amoudi Saudi-Arabien 63 9.0
      43 Anne Cox Chambers USA 89 9.0
      43 Carl Icahn USA 73 9.0
      43 George Kaiser USA 66 9.0
      43 Lee Shau Kee China/Hongkong 81 9.0
      43 Forrest Mars Jr USA 77 9.0
      43 Jacqueline Mars USA 69 9.0
      43 John Mars USA 72 9.0
      51 Roman Abramowitsch Russland 42 8.5
      52 Ernesto Bertarelli Schweiz 43 8.2
      52 Philip Knight USA 71 8.2
      54 Nasser al-Kharafi und Familie Kuwait 65 8.1
      55 James Simons USA 71 8.0
      55 Alain & Gerard Wertheimer Frankreich k.A. 8.0
      57 Abdul Asis al-Ghureir und Familie Arabische Emirate 55 7.8
      57 Wagit Alekperow Russland 58 7.8
      59 Sunil Mittal und Familie Indien 51 7.7
      60 Francois Pinault und Familie Frankreich 72 7.6
      61 Eike Batista Brasilien 52 7.5
      62 Mohammed Bin Issa al-Dschaber Saudi-Arabien 50 7.0
      62 Maan al-Sanea Saudi-Arabien 54 7.0
      62 Edward Johnson III USA 78 7.0
      62 Ananda Krishnan Malaysia 70 7.0
      62 Robert Kuok Malaysia 85 7.0
      62 Joseph Safra Brasilien 70 7.0
      68 Jeffrey Bezos USA 45 6.8
      69 August von Finck Deutschland 79 6.7
      70 Silvio Berlusconi und Familie Italien 72 6.5
      71 Leonardo Del Vecchio Italien 73 6.3
      71 Curt Engelhorn Deutschland 82 6.3
      71 Michail Fridman Russland 44 6.3
      74 Suleiman al-Rajhi Saudi-Arabien 89 6.2
      75 James Goodnight USA 66 6.1
      76 Iris Fontbona und Familie Chile k.A. 6.0
      76 Petr Kellner Tschechische Republik 44 6.0
      76 John Kluge USA 94 6.0
      76 John Paulson USA 53 6.0
      76 Tadashi Yanai und Familie Japan 60 6.0
      81 Dan Duncan USA 76 5.9
      81 Eliodoro Matte und Familie Chile 63 5.9
      83 Alberto Bailleres und Familie Mexiko 76 5.7
      83 Azim Premji Indien 63 5.7
      83 Hansjörg Wyss Schweiz 74 5.7
      86 Shashi & Ravi Ruia Indien 65 5.6
      87 Steven Cohen USA 53 5.5
      87 Ng Teng Fong und Familie Singapore 80 5.5
      87 Patrick Soon-Shiong USA 57 5.5
      90 Serge Dassault und Familie Frankreich 83 5.4
      90 Erivan Haub und Familie Deutschland 76 5.4
      92 Jorge Paulo Lemann Brasilien 69 5.3
      93 Eli Broad USA 75 5.2
      93 Kunio Busujima und Familie Japan 83 5.2
      93 Karl-Heinz Kipp Deutschland 85 5.2
      93 Wladimir Lissin Russland 52 5.2
      93 Reinhold Würth Deutschland 73 5.2
      98 Philip Anschutz USA 69 5.0
      98 Kirk Kerkorian USA 91 5.0
      98 Nicky Oppenheimer und Familie Südafrika 63 5.0

      Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,612897,00.html

      355 weniger Milliardäre als vor einem Jahr

      Forbes-Liste
      355 weniger Milliardäre als vor einem Jahr
      Ein wenig Schadenfreude gehört für uns Normalsterbliche schon dazu: Laut der Forbes-Liste gibt es in diesem Jahr 355 weniger Milliardäre als noch vor einem Jahr. Das gesamte Vermögen aller Milliardäre hat sich beinahe halbiert. Nach den Gründen, warum man bald mit dem Klingelbeuten herumgehen muss, braucht man nicht lange zu suchen.

      HB NEW YORK. Die Rezession hat binnen eines Jahres 355 der reichsten Menschen der Welt zu Ex-Milliardären degradiert. Das gesamte Vermögen aller Milliardäre schmolz auf 2,4 von 4,4 Billionen Dollar, wie aus der neuen „Forbes“-Liste der reichsten Menschen hervorgeht. US-Star-Investor Warren Buffett ist war nach wie vor Mitglied im Club, sein Vermögen schmolz aber um 25 Mrd. auf 37 Mrd. Dollar. Zudem musste er die Krone des reichsten Menschen der Welt wieder an Microsoft-Gründer Bill Gates zurückgeben.

      Erstmals seit 2003 ging der Liste zufolge die Zahl der Milliardäre insgesamt wieder zurück: Während sich vor einem Jahr noch 1125 Wohlhabende mit dem Titel eines Dollar-Milliardärs schmücken konnten, sind es heute nur noch 793. Besonders hart traf es die Reichen in Russland, Indien und der Türkei. 18 weitere Mitglieder der Vorjahresliste leben mittlerweile nicht mehr - darunter der deutsche Unternehmer Adolf Merckle.

      Reichster Mensch der Welt ist „Forbes“ zufolge Microsoft-Gründer Gates, obwohl dessen Vermögen innerhalb eines Jahres auf 40 von 58 Mrd. Dollar geschrumpft ist. Dabei überholte Gates neben Buffett, dessen Vermögen im vergangenen Jahr noch 62 Mrd. Dollar umfasste, auch den mexikanischen Telekom-Tycoon Carlos Slim, der über 35 Mrd. Dollar verfügte. Allein die drei reichsten Menschen der Welt büßten damit innerhalb eines Jahres zusammen 68 Mrd. Dollar ein.

      Als Stadt mit den meisten Milliardären überholte New York Moskau: 55 wohnen in der US-Finanzmetropole, während die Zahl aller Milliardäre in Russland auf 32 von zuvor 87 schrumpfte. Von den türkischen Milliardären mussten sich vor allem wegen der Talfahrt der Landeswährung Lira ebenfalls fast zwei Drittel aus der Liste verabschieden, nur 13 blieben übrig. Die Zahl der indischen Milliardäre nahm um mehr als die Hälfte auf 24 ab. Vor einem Jahr waren unter den zehn reichsten Menschen der Erde noch vier Inder - nun sind es nur noch zwei.

      Von den 20 reichsten Menschen der Welt mussten 19 Einbußen hinnehmen - einzige Ausnahme war der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg dank einer Neubewertung seiner Medienfirma Bloomberg. Zu den prominentesten Abgängen aus der Liste der Milliardäre zählen der ehemalige Chef des taumelnden US-Versicherers AIG, Maurice „Hank“ Greenberg, der ehemalige Disney-Chef Michael Eisner und der US-Investor Christopher Flowers, um dessen Beteiligung an der angeschlagenen Immobilienbank Hypo Real Estate sich derzeit die Bundesregierung streitet.