Ohne Batterie: Bald gehen Uhren anders
Fraunhofer-Institut tüftelt an Umwandlung von Wärme in Strom
NÜRNBERG/ERLANGEN - Uhren kommen bald ohne Batterie aus: Ungenützte Abwärme wie die Körpertemperatur lässt sich mit thermoelektrischen Generatoren in elektrischen Strom verwandeln. An dieser zukunftsträchtigen Technologie arbeitet das Fraunhofer-Institut auch in Nürnberg-Erlangen.
Das Verfahren erhöht die Effizienz von Prozessen und ermöglicht energieautarke Systeme. Beides verspricht große Marktchancen. Denn mehr als 60 Prozent der insgesamt verbrauchten fossilen Primärenergie verpuffen ungenutzt als Wärmeenergie.
Thermoelektrische Generatoren sind in der Lage, den als Wärme verlorenen Energieanteil zum Beispiel von Feuerungsanlagen, industriellen Prozessen und besonders aus dem Automobil zumindest teilweise zu verwerten und in elektrischen Strom umzuwandeln. Dass dies funktioniert, beweisen derartige Generatoren im Weltraum, wo sie schon seit Jahrzehnten als äußerst zuverlässige Energielieferanten für Sonden und Satelliten arbeiten - emissionslos, geräuschlos und vibrationsfrei.
Unabhängige Systeme
Kommerziell erhältliche thermoelektrisch betriebene Uhren zeigen, dass bereits die Differenz zwischen Körper- und Raumtemperatur zum Betrieb elektronischer Geräte mit niedrigem Verbrauch ausreicht.
Mit solch geringen Temperaturgefällen, ganz gleich aus welcher Quelle sie stammen, können thermoelektrische Generatoren beispielsweise die Stromversorgung autarker Sensornetzwerke gewährleisten. So sollen sie künftig Batterien oder Akkus, deren Laufzeiten für viele Sensortypen nicht ausreichen, überflüssig machen.
Die erzeugte Energie reicht sogar aus, um nicht nur den Sensor zu betreiben, sondern auch drahtlos Messdaten zu übertragen. Netzunabhängige Sensorsysteme sind vielfältig einsetzbar: Body Sensor Networks und medizinische Sensoren könnten künftig kabellos bestimmte Körperfunktionen überwachen; Sensoren übernehmen die Steuerung von Servicefunktionen im Transportwesen oder sie melden Materialermüdung, beispielsweise bei Flugzeugen.
Eine Studie geht von einer führenden Rolle der Thermoelektrik in der energieautarken Sensorik aus.
Fraunhofer-Institut tüftelt an Umwandlung von Wärme in Strom
NÜRNBERG/ERLANGEN - Uhren kommen bald ohne Batterie aus: Ungenützte Abwärme wie die Körpertemperatur lässt sich mit thermoelektrischen Generatoren in elektrischen Strom verwandeln. An dieser zukunftsträchtigen Technologie arbeitet das Fraunhofer-Institut auch in Nürnberg-Erlangen.
Das Verfahren erhöht die Effizienz von Prozessen und ermöglicht energieautarke Systeme. Beides verspricht große Marktchancen. Denn mehr als 60 Prozent der insgesamt verbrauchten fossilen Primärenergie verpuffen ungenutzt als Wärmeenergie.
Thermoelektrische Generatoren sind in der Lage, den als Wärme verlorenen Energieanteil zum Beispiel von Feuerungsanlagen, industriellen Prozessen und besonders aus dem Automobil zumindest teilweise zu verwerten und in elektrischen Strom umzuwandeln. Dass dies funktioniert, beweisen derartige Generatoren im Weltraum, wo sie schon seit Jahrzehnten als äußerst zuverlässige Energielieferanten für Sonden und Satelliten arbeiten - emissionslos, geräuschlos und vibrationsfrei.
Unabhängige Systeme
Kommerziell erhältliche thermoelektrisch betriebene Uhren zeigen, dass bereits die Differenz zwischen Körper- und Raumtemperatur zum Betrieb elektronischer Geräte mit niedrigem Verbrauch ausreicht.
Mit solch geringen Temperaturgefällen, ganz gleich aus welcher Quelle sie stammen, können thermoelektrische Generatoren beispielsweise die Stromversorgung autarker Sensornetzwerke gewährleisten. So sollen sie künftig Batterien oder Akkus, deren Laufzeiten für viele Sensortypen nicht ausreichen, überflüssig machen.
Die erzeugte Energie reicht sogar aus, um nicht nur den Sensor zu betreiben, sondern auch drahtlos Messdaten zu übertragen. Netzunabhängige Sensorsysteme sind vielfältig einsetzbar: Body Sensor Networks und medizinische Sensoren könnten künftig kabellos bestimmte Körperfunktionen überwachen; Sensoren übernehmen die Steuerung von Servicefunktionen im Transportwesen oder sie melden Materialermüdung, beispielsweise bei Flugzeugen.
Eine Studie geht von einer führenden Rolle der Thermoelektrik in der energieautarken Sensorik aus.