Samsung stellt dünnste Handy-Uhr der Welt vor

      Samsung stellt dünnste Handy-Uhr der Welt vor

      Samsung stellt dünnste Handy-Uhr der Welt vor

      Handy-Uhren fristen derzeit eher ein nebensächliches Dasein. Dennoch scheint der Markt vielversprechend zu sein. Neben zahlreichen kleineren Herstellern bringen auch immer wieder Hersteller großer Namen Handys, die um das Handgelenk getragen werden können, auf den Markt. Samsung hat jetzt ein Modell vorgestellt, bei dem es sich um die dünnste Handy-Uhr der Welt handeln soll.

      Features

      Die Samsung S9110 hat eine Dicke von knapp zwölf Milimetern. Im Inneren verbirgt sich ein Touchscreen-Display mit einer Größe von 1,76-Zoll. Neben der Möglichkeit, über eine Lautsprechfunktion oder ein per Bluetooth verbundenes Headset zu telefonieren, bietet das Gerät auf dem kleinen Raum noch einige weitere Features. So kann der Nutzer das S9110 auch nutzen, um Musik zu hören oder E-Mails abzurufen. Schutz vor Schäden sollen das kratzfeste Displayglas und das Edelstahgehäuse bieten.

      Preis und Verfügbarkeit

      Das Samsung S9110 soll in Frankreich für 450 Euro auf den Markt kommen. Ob die dünne Handy-Uhr auch in Deutschland erhältlich sein wird, ist bislang noch nicht bekannt.
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      Samsung S9110
      Samsungs Uhren-Handy kostet 649 Euro


      Im Sommer wurde das Samsung S9110 angekündigt: die Uhr, die ein Handy ist. Jetzt kommt das Uhren-Handy auch in den Handel - für 649 Euro.

      Das Samsung S9110 trägt man mit einem Lederarmband am Handgelenk. Deshalb ist es nicht nur ein Handy, sondern auch eine Uhr.

      Mit 1,2 cm ist das "Watchphone" zwar recht dick, Samsung spricht dennoch von der flachsten Armbanduhr, mit der man telefonieren und SMS verschicken kann.

      Lederarmband und gehärtetes Glas

      Gesteuert wird das Samsung S9110 über den 1,76 Zoll großen Touchscreen oder über Sprachbefehle. Dem Uhren-Handy liegt bereits das Bluetooth-Headset Samsung WEP750 bei.

      Neben der Aufzeichnung von Sprachmemos können auch Termine und Adressen mit Microsoft Outlook synchronisiert werden. Eine Akkuladung soll eine reine Gesprächszeit von sechs Stunden ermöglichen.

      Das Samsung S9110 ist auch ein MP3-Player. Gehärtetes Glas soll die Oberfläche vor Kratzern schützen.

      Ausgereift: Handy-Uhr Samsung S9110 im Test

      Ausgereift: Handy-Uhr Samsung S9110 im Test

      Wer die Handy-Uhr Samsung GT-S9110 am Handgelenk trägt, kommt schnell ins Gespräch. Interessierte sollten sich auf Kommentare wie "Damit kann man wirklich telefonieren?" oder aber auch "Hast du das wirklich nötig?" gefasst machen. Dabei ist Samsungs Handy-Uhr im Alltag höchstens ein wenig klobig, aber alles andere als unpraktisch.

      Es ist genau wie damals, in den Anfängen des Handy-Booms. Bevor das Mobiltelefon seinen weltweiten Siegeszug beginnen konnte, fristete es ein trauriges Dasein in den Hosentaschen der Yuppies und Banker. Wer als Normalsterblicher, etwa in einem Restaurant, sein Handy zückte, wurde mit verächtlichen Blicken bedacht. Ganz so ergeht es dem Träger einer Handy-Uhr nicht, aber auch er muss sich auf viele Fragen Neugieriger gefasst machen. Spätestens dann, wenn er im besten James-Bond-Stil anfängt, sich angeregt mit seinem Handgelenk zu unterhalten.

      Inhalt

      - Ausstattung
      - Multimedia
      - Bedienung
      - Sprachqualität
      - Surfen im Netz
      - Weitere Funktionen
      - Fazit
      - Technische Daten und Bewertung

      Mit dem Modell GT-S9110 stellt Samsung eine der ersten Handy-Uhren für den Massenmarkt vor. Im Prinzip handelt es sich um ein gewöhnliches Handy, wenn auch um ein besonders kompaktes. Mit der Handy-Uhr von Samsung kann man Kurzmitteilungen schreiben, Notizen verfassen und sogar im Internet surfen. Die Bedienung erfolgt fast ausschließlich über einen berührungsempfindlichen Bildschirm.

      Die Handy-Uhr ist 3,9 x 5,9 x 1,2 Zentimeter groß und wiegt 110 Gramm. Damit ist sie nicht schwerer als ein vergleichbarer Chronograph. In die starr abgewinkelten Armband-Enden integriert Samsung Mikrofon und Lautsprecher. Vor allem bei Menschen mit dünneren Armen wird es vorkommen, dass das Gehäuse leicht vom Handgelenk absteht, obwohl das Armband dank sechs Befestigungslöcher straff sitzt. Der Uhren-Korpus besteht aus kühlem Metall, das Armband aus weichem Leder.

      An der Verarbeitung der mindestens 450 Euro teuren Handy-Uhr gibt es nicht das Geringste auszusetzen. Das Display besteht aus gehärtetem Glas und erwies sich im Testzeitraum von mehr als zwei Wochen als unempfindlich gegenüber Kratzern. Lediglich drei Tasten finden sich an der rechten Gehäuse-Flanke, allesamt verfügen über einen klar definierten Druckpunkt. Die restliche Steuerung erfolgt über den Touchscreen mit einer Diagonalen von 1,76 Zoll. Dies entspricht umgerechnet 4,32 Zentimetern.

      Ausstattung

      Als Dual-Band-Handy ist das Uhrenhandy in vielen Ländern der Welt einsetzbar. Schnelle Standards zur Datenübertragung wie HSPA oder auch WLAN fehlen, werden im Alltag aber auch nicht vermisst. Für kurze Ausflüge ins Internet steht lediglich eine langsame GPRS-Verbindung zur Verfügung.

      Das integrierte Bluetooth-Modul hingegen ist essentiell: Über diesen Funkstandard nimmt Samsungs Watchphone S9110 Verbindung zum im Lieferumfang enthaltenen Headset mit der Bezeichung WEP750 auf. Denn nicht in allen Situationen ist es angebracht, über den im Armband integrierten Lautsprecher zu telefonieren. Leider unterscheiden sich der Stromanschluss der Handy-Uhr und der des Headsets in ihrer Größe. Die Folge: Samsung legt gleich zwei verschiedene Netzteile ins Paket, die auf Reisen beide in den Koffer müssen.

      Multimedia

      Das ungewöhnliche Samsung-Handy muss mit einem internen Speicher von 40 Megabyte auskommen. Eine Möglichkeit, den Speicher durch Speicherkarten auszubauen, besteht nicht. Der auf den ersten Blick knappe Speichervorrat erweist sich in der Praxis als ausreichend bemessen. Denn die Samsung-Uhr bietet keine Kamera, die den Speicher mit Bildern vollschreiben könnte. Die 40 Megabyte stehen daher ausschließlich Programmen, Nachrichten, Notizen und Musik zu Verfügung.

      Prinzipiell lässt sich Samsungs S9110 als MP3-Player einsetzen. Die Musik-Übertragung erfolgt über Bluetooth. Einen ungewöhnlichen Weg wählt Samsung allerdings bei der Kopfhörer-Frage: Da die Handy-Uhr keinen Kopfhörer-Ausgang bietet, muss der Nutzer wiederum das Bluetooth-Modul nutzen. Im Lieferumfang ist ein Stereo-Kopfhörer enthalten, der wiederum kein Bluetooth unterstützt. Um nicht nur Mono-, sondern Stereo-Musik hören zu können, muss der Nutzer daher das bereits erwähnte Mono-Headset WEP750 per Bluetooth mit der Uhr koppeln und anschließend dieses Headset per Steckverbindung mit dem Stereo-Kopfhörer verbinden. Umständlicher geht es kaum.

      Bedienung

      Die Anzeige lässt sich aufgrund ihrer leuchtstarken Farben auch bei direktem Sonnenlichteinfall gut ablesen. Der Touchscreen reagiert auf Nutzereingaben in den meisten Fällen präzise, genehmigt sich in manchen Menü-Ebenen allerdings Bedenkzeit. Eine zusätzliche Navigationswippe wäre daher wünschenswert gewesen.

      Im Alltag fällt es zunächst etwas schwer, während eines Gespräches etwa die Lautstärke des Gesprächspartners über die zu klein geratenen Bildschirm-Schaltflächen zu erhöhen oder zu verringern. Die drei physikalischen Tasten am Gehäuserand übernehmen abgesehen von ihren Grundfunktionen - Rufannahme, Auflegen, Menü - leider auch keine Zusatz-Aufgaben.

      Dank ausreichend groß dimensionierter, berührungsempfindlicher Tasten funktioniert das Verfassen von Kurzmitteilungen reibungslos und wie von anderen Mobiltelefonen her gewohnt.

      Sprachqualität

      Über den eingebauten Handy-Lautsprecher ertönt der Gesprächspartner kräftig. Im Büro oder den eigenen vier Wänden ist daher der Anschluss des Headsets nur dann nötig, wenn ein gewisses Maß an Privatsphäre gewünscht wird. Am Rande einer Hauptverkehrsstraße, unter freiem Himmel, ist der Einsatz des Headsets zwingend erforderlich.

      Dann kommt der Nutzer auch nicht darum herum, das Mikrofon der Uhr per angewinkeltem Ellenbogen dem Mund entgegenzuführen. Ansonsten versteht die Gegenstelle nur noch sehr wenig. Die Sprachqualität über Headset ist sehr gut und steht der eines herkömmlichen Handys in keiner Weise nach.

      Surfen im Netz

      Selbst kurze Ausflüge ins Internet unterstützt die Handy-Uhr von Samsung. Ausgedehnten Surf-Touren stehen aber die langsame Verbindungsgeschwindigkeit über GPRS und der kleine Bildschirm mit einer Auflösung von 176 x 220 Bildpunkten gegenüber. Im Test brach die Verbindung mehrmals kurz vor dem endgültigen Laden einer Seite mit der Fehlermeldung "Speicher voll" ab. Auch ein kompletter Reset der Uhr brachte nicht den gewünschten Effekt.

      Weitere Funktionen

      Auch abseits den reinen Telefon-Funktionen bietet die Handy-Uhr von Samsung ein paar Extras. Neben rudimentären Organizer-Funktionen wie Kalender, Notizzettel, Wecker und Adressbuch steht auch eine Sprachwahl zur Auswahl. In der Theorie wählt diese Funktion im Speicher abgelegte Kontakte auf Zuruf an. In der Praxis funktioniert diese Art der Mensch-Maschine-Kommunikation aber eher schlecht als recht.

      Ein wenig bedauerlich ist es, dass Samsung die S9110 nicht ab Werk aus mit mehreren verschiedenen Uhren-Layouts ausstattet. Lediglich aus zwei unterschiedliche Uhren-Typen, digital und analog, kann der Nutzer wählen. Die verschiedenen Ansichten wechselt der Anwender per Fingerwisch über den Bildschirm. Die Anzeige-Möglichkeiten, die ein Touchscreen mit vergleichbar hoher Auflösung bietet, lässt Samsung daher noch fast ungenutzt.

      Fazit

      Das Watchphone S9110 von Samsung hinterlässt einen ausgereiften Eindruck. Das Telefonieren funktioniert in der Praxis besser, als man zunächst vielleicht vermuten mag. In Zeiten, in denen das Handy das Tragen einer Armbanduhr fast überflüssig gemacht hat, müssen manche Nutzer sich vielleicht auch erst wieder an das Tragen einer Uhr am Handgelenk gewöhnen.

      Dann ergeben sich aber gleich zwei Vorteile: Zum einen bleiben die Hosen- und Hemdtaschen handyfreie Zone. Und zum anderen kann man eine Handy-Uhr, im Gegensatz zum herkömmlichen Handy, nur sehr schwer aus Versehen irgendwo vergessen. Dauertelefonierer sollten aber mit dem Gedanken leben können, stets ein Headset im Ohr tragen zu müssen, sofern sie ungestört telefonieren wollen.

      Technische Daten und Bewertung

      Einzeltest

      Samsung S9110 Watchphone
      Stammdaten
      Hersteller Samsung
      Handy-Typ Uhren-Handy / Watchphone
      Abmessungen 3,9 x 5,9 x 1,2 Zentimeter
      Gewicht 110 Gramm
      Datenübertragung
      Quadband Nein
      Triband Nein
      GPRS/EDGE Ja
      UMTS Nein
      WLAN Nein
      Bluetooth Ja (2.1 EDR)
      Sonstige
      Multimedia
      MP3-Player Ja
      Kamera Nein
      Kameralicht Nein
      Videofunktion Nein
      Radio Nein
      MMS Nein
      Spiele Nein
      Kalender Ja
      Polyphone Klingeltöne Ja
      Erweiterbarer Speicherplatz Nein
      Interner Speicher circa 40 Megabyte
      Bewertung
      Design Gut
      Leistung Gut
      Ausstattung Ausreichend bis Mangelhaft
      Vorteile Formfaktor, Verarbeitung, Akkulaufzeit
      Nachteile Kaum Zusatzfunktionen, Preis
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