Uhren-Innovation des Jahres 2009 kommt aus Holland

      Uhren-Innovation des Jahres 2009 kommt aus Holland

      Uhren-Innovation des Jahres 2009 kommt aus Holland / High-Tech um Unruh und Automatikwerk setzt Zeichen für den Uhrenbau

      Heerlen, Niederlande (ots) - Königin Beatrix der Niederlande könnte glücklicher nicht sein: Kennen die Europäer das Land meist für guten Gouda oder frische Tulpen, kommt in diesem Jahr auch die Uhren-Innovation 2009 aus Holland. In Heerlen tüftelte Goldschmied und Uhrmacher Roland Oostwegel vier Jahre an einem System, das mechanische Uhren schlag- und stoßfest macht wie nie. Wohlgemerkt ohne das verbaute Uhrwerk übermäßig zu verändern. Im Gehäuse aus Edelstahl (auch PVD-beschichtet), Roségold oder Platin steckt so auch das bewährte Automatik-Chronographenwerk 7750 der ETA. An den Gehäuseflanken zeigt sich die exklusive Besonderheit der R.O.1 getauften Uhr, die sich in den Niederlanden bereits verkauft wie geschnitten Brot: Drei Schraubeinsätze, knapp bündig abschließend mit der Flanke, tragen ein durchbrochenes "S" zuoberst.

      Das "S" steht für das von Erfinder Oostwegel Shock-System genannte Stückchen Vorsprung vor der eidgenössischen Uhrengarde. "Das Uhrwerk ist nicht mehr starr mit dem Gehäuse verbunden, sondern flexibel aufgehängt", erklärt Roland Oostwegel. Damit kann das System harte Schläge beispielsweise beim Fahrradfahren, auf dem Motorrad oder beim Golfen ausgleichen. Der Bedienkomfort leidet nicht, die Stoppfunktionen des Valjoux 7750 lassen sich knackig wie stets bedienen. Eingestellt wird das System ab Werk auf die größte Alltagstauglichkeit, dazu verwenden die beiden Uhrenbauer einen speziellen Drehmoment-Schraubendreher. "Das Werkzeug wurde eigens für dieses System entwickelt", beschreibt Oostwegel.

      In Handarbeit verbaut Roland Oostwegel das schweizer Valjoux 7750-Werk in das Gehäuse, Besonderheiten wie der unsichtbar verschraubte Boden machen die Uhr einmalig. Die erste Serie mit dem System, die R.O.1 Shock-System, ist limitiert auf 250 Stück in Stahl/Varianten in PVD-Beschichtung, 50 Stück in Roségold und 9 Stück in Platin. Pläne für die R.O.2 sind noch geheim, aber bereits in Arbeit. Dass die Stückzahlen mit der aufwendigen Technik nie auf Genfer Massenniveau liegen können, nimmt Oostwegel in Kauf. "Qualität und eine echte Innovation sind mir wichtiger als die dritte Heritage-Kollektion", schmunzelt Oostwegel. Die Preise für die Innovation liegen, je nach Gehäuse und Werksausführung, zwischen 3.550 (Stahl) und 27.500 Euro (Platin). Besonders ist die Version in Roségold, eine eigene Mischung des Goldschmieds, zum Preis ab 11.000 Euro. Nach "swiss made"' scheint es nun an der Zeit für "dutch made".

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      Roland Oostwegel ist Goldschmied und Uhrmacher im niederländischen Heerlen. Um Uhren bis zu größten Schlag- und Stoßbelastungen unempfindlich zu machen, entwickelte er für seine erste eigene Armbanduhr das Oostwegel Shock-System. Über eine spezielle Aufhängung kann das Uhrwerk im Gehäuse auch starke Belastungen verkraften. Die speziellen Dämpferelemente sind außen am Gehäuse als stilisierte Schraube sichtbar. In limitierter Auflage ist das Modell R.O.1 Shock-System erhältlich.

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      Uhren aus Holland
      Uhrmacher Roland Oostwegel aus Heerlen läutet neues Zeitalter ein


      (08/2009) Einst machte eine Schweizer Marke von sich reden, in Tests der US-Raumfahrtorganisation NASA das Lastenheft vor allem an Beschleunigungs- und Stoßresistenz erfüllen zu können. Ein Uhrmacher und Goldschmied aus den Niederlanden stellt das nun auf den Kopf, ohne das Uhrwerk antasten zu müssen. R.O.1 heißt der erste Chronograph von Roland Oostwegel aus Heerlen. In dem ausgeklügelten Gehäuse tickt das bewährte und modifizierte ETA-Valjoux 7750. Anders als bei gewöhnlichen Uhren ist es nicht fest mit dem Gehäuse verbunden, sondern über eine vom Erfinder "Shock-System" genannte Aufhängung. Die damit möglichen Stoß- und Schlagbelastungen halten sogar Herausforderungen aus, die man einer mechanischen Armbanduhr normal besser ersparen sollte. Radfahren, Golfsport, Motorradausfahrten, harte Türkanten oder der Badezimmerboden - Extrembelastungen, die schnell zu Schäden am Werk führen können.

      "Ein simpler Abschlag beim Golf ist eine unglaublich hohen Belastung für ein mechanisches Uhrwerk. Bei meiner Uhr ist das Werk nicht starr mit dem Gehäuse verbunden und kann so den Stoß abfangen", so Erfinder Roland Oostwegel. Das Grundprinzip ist einem Stoßdämpfer im Auto vergleichbar. Im Detail ist das Shock-System jedoch wesentlich ausgeklügelter. Drei verschraubte Dämpferelemente an der Gehäuseflanke zeigen das sonst unsichtbare System. Die runden Elemente haben an der Kopfseite ein als Durchbruch graviertes "S". Der Buchstabe ist gleichzeitig Schraubenschlitz: "Hier wird ein spezieller Drehmoment-Schraubendreher angesetzt, um das Shock-System perfekt zu justieren", verrät Oostwegel.

      Das ETA 7750 ist mit dem System optimal geschützt, eingeschalt wird es in der verzierten Soigne-Version oder in einer exklusiv modifizierten Ausgabe. Der Verkaufserfolg in den Niederlanden war vom Start weg überwältigend - und das ohne besondere Werbung. Die Uhr mit Gehäuse wahlweise aus Edelstahl, Edelstahl mit PVD-Beschichtung, Rotgold oder Platin bietet auch Raum für individuelle Zifferblatt- und Gehäusevariationen. Der Kundenwunsch ist Oostwegel wichtig, schließlich soll gerade diese Uhr viele Jahre ein treuer Begleiter sein. "Ich verzichte bewusst auf asiatische Zulieferer, auch wenn diese billiger sind. Diese Uhr muss meinen Ansprüchen an Qualität genügen, und die sind sehr hoch", erklärt der Erfinder Roland Oostwegel. Die Kosten für Haute Horologerie made in Holland liegen zwischen 3.550 (Stahl), 11.000 (Roségold, exklusiver Farbton) und 27.500 Euro (Platin).
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