Goldpreis knackt 1000-Dollar-Marke

      Goldpreis knackt 1000-Dollar-Marke

      Goldpreis knackt 1000-Dollar-Marke

      Seit Tagen zeichnete sich der Durchbruch ab - jetzt kostet Gold wieder mehr als 1000 Dollar. Der Preis für die Krisenwährung nähert sich damit seinem Rekordhoch aus dem vergangenen Jahr an. Doch Experten warnen vor einer allzu großen Edelmetalleuphorie.

      London - Sind es Sorgen vor einer Inflation oder ist es schlicht die anziehende Wirkung, die das glänzende Edelmetall auf viele hat? Erstmals seit Monaten kostet Gold wieder mehr als 1000 Dollar. Am Dienstag kletterte der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) bis auf 1007,10 Dollar . Damit ist der Goldpreis seit Ende August um gut 45 Dollar gestiegen.

      Aus Sicht von Experten rückt damit das Rekordhoch von 1030,80 Dollar vom März 2008 in Reichweite. "Der Goldpreis ist weiter im Aufwind", urteilte das Bankhaus HSBC Trinkaus. In den kommenden Tagen dürfte sich Gold demnach weiter verteuern.

      Für den jüngsten Anstieg gebe es zahlreiche Gründe, sagte Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank . So wirke die 1000-Dollar-Marke für viele Anleger "wie ein Magnet". Darüber hinaus neige der Dollar zur Schwäche. Dies treibe den Goldpreis generell stark an. Zudem würden am Markt Befürchtungen laut, dass die Inflation in den kommenden Jahren steigen könnte, weil die Notenbanken angesichts der Krise nicht mehr so streng und stark auf Inflationsgefahren reagieren könnten. Auch die nach wie vor enorme Liquidität im Markt dürfte die Preise beflügeln.

      Weinberg hält den starken Preisanstieg dennoch nicht für gerechtfertigt, weil es an der physischen Nachfrage fehle. Während das Angebot ausreichend sei, bleibe die Nachfrage relativ schwach. Zur Vorsicht mahnten auch die Daten zur Positionierung der Großanleger. Die Commerzbank hält den jüngsten Preisschub deshalb nicht für nachhaltig und rechnet mit einer Korrektur - auch wenn sich der Goldpreis zunächst auf dem nun erreichten Niveau halten könnte. Wie stark der Rückgang tatsächlich ausfalle, hänge vom Dollar-Wechselkurs ab. Bleibe der Dollar weiter schwach, könnte der Preisrückgang bei Gold gering ausfallen. Am Dienstag kletterte der Euro über die Marke von 1,44 Dollar.

      Im vierten Quartal allerdings dürfte die physische Nachfrage nach Gold anziehen, sagte Weinberg. Bereits im September stehen im wichtigen Käuferland Indien Feiertage an, die traditionell auch mit Goldgeschenken begangen werden. Im bisherigen Jahresverlauf seien die Importe Indiens allerdings gering gewesen. Die Inder seien bei Goldkäufen sehr preisbewusst. Darüber hinaus dämpfe auch die Krise die Nachfrage.

      Gold ist ein Edelmetall

      Gold

      Gold ist ein Edelmetall, das selten in Reinform vorkommt, sondern meist in Form von Legierungen. Es verfügt über eine hohe Dichte und wird durch Luft, Feuchtigkeit, Hitze und die meisten Lösungsmittel nicht angegriffen. Aufgrund seiner Einzigartigkeit und seines Wertes ist Gold eine beliebte Absicherung gegen Vermögensverfall in Zeiten von Inflation oder Krieg.
      Schon im Altertum faszinierte Gold die Menschen und es wurde geschätzt wegen seiner Seltenheit, Dauerhaftigkeit und Schönheit. Die Ägypter förderten das gelbe Metall bereits 2000 v. Chr., die Römer brachten ihre ersten Goldmünzen 50 v. Chr. heraus.

      Gold lässt sich gut verarbeiten und verfügt über hervorragende Leitfähigkeit für Elektrizität und Wärme. Diese Eigenschaften machen das gelbe Edelmetall zu einem wichtigen Rohstoff für die Industrie. Bedeutende Einsatzbereiche sind die Elektroindustrie und die Zahntechnik, eine Branche, in der Gold schon seit 3000 Jahren verwendet wird. Die mit Abstand bedeutendste Gold-Verarbeitungsbranche (75%) ist jedoch die Schmuckindustrie. Mit Ausnahme der Antarktis (hier ist seit Jahrzehnten ein internationales Bergbaumoratorium in Kraft) wird Gold auf allen Kontinenten gefördert. Südafrika ist mit 16% Marktanteil der Hauptproduzent.

      Zur Zeit sind die weltweiten Goldvorräte so hoch wie noch nie in der Weltgeschichte. Im Gegensatz zu anderen Rohstoffen, die verbraucht werden, ist Gold praktisch unzerstörbar. Die USA halten die höchsten Reserven (etwa 8.133 Tonnen/287 Millionen Unzen), gefolgt von Deutschland (3.417 Tonnen/120 Millionen Unzen) und der Sonderorganisation der Vereinten Nationen, dem Internationalen Währungsfonds (3.217 Tonnen/113 Millionen Unzen). Frankreich liegt indes auf Platz vier (2.586 Tonnen/91 Millionen Unzen). Im März 2008 erreichte der Goldpreis erstmals einen Wert von über 1.000 US-Dollar pro Unze. Auf Sicht von sechs Jahren vervierfachte sich der Goldpreis damit nahezu.

      Gold gilt als sichere Kapitalanlage. Eine Investition in Gold kann sowohl durch einen physischen Kauf als auch durch den Handel mit Wertpapieren erfolgen. Der physische Kauf von Gold oder Anlagemünzen ist bei Bankenhäusern, Edelmetall- sowie Münzhändlern möglich. Dabei sind Einlagerungen bei Banken mit hohen Kosten verbunden, während der Handel mit Wertpapieren oftmals Kosten spart. Auf die Notierungen selbst fällt keine Mehrwertsteuer an. Beim physisch hinterlegten Kauf in Form von Wertpapieren kommen jedoch Trading- beziehungsweise Börsengebühren hinzu, welche sich meist inklusive Mehrwertsteuer verstehen. Es gibt auch Handelsplätze, welche ihre Börsengebühren zuzüglich Mehrwertsteuer ausweisen. Investieren kann man direkt über die Börse oder Broker in Goldzertifikate, Goldfonds oder Gold-ETFs. Hierbei fällt die physische Lieferung weg. Auch ist es möglich eine auf Goldbestände lautende nennwertlose Anleihe, das sogenannte Xetra-Gold, an der Börse zu kaufen. Diese ist wie eine Aktie übertragbar.

      London, Zürich, New York und Hongkong sind die wichtigsten Handelsplätze für Gold. Gehandelt wird das wertvolle Erdmetall an der New York Mercantile Exchange (Abteilung COMEX), am Chicago Board of Trade, an der Euronext/LIFFE, am London Buillon Market, an der Tokyo Commodity Exchange, an der Bolsa de Mercadorias and Futuros und an der Korea Futures Exchange.
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      Gold über 1000 Dollar gestiegen

      Gold über 1000 Dollar gestiegen
      Der Goldpreis ist am Dienstag erstmals seit Februar über die Marke von 1.000 Dollar gestiegen. Das Rekordhoch von 1.030,80 Dollar vom März 2008 ist in Sicht.

      "Der Goldpreis ist weiter im Aufwind", urteilte das Bankhaus HSBC Trinkaus. In den kommenden Tagen dürfte er das Rekordhoch ins Visier nehmen. Am Dienstag kletterte der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) des Edelmetalls bis auf 1.007,10 Dollar. Damit hat sich der Goldpreis seit Ende August um gut 45 Dollar erhöht.
      "Die Situation am Goldmarkt bleibt spannend", sagte Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank. Für den jüngsten Anstieg gebe es zahlreiche Gründe. So wirke die 1.000-Dollar-Marke für viele Anleger "wie ein Magnet". Darüber hinaus neige der Dollar zur Schwäche. Dies treibe den Goldpreis generell stark an. Zudem würden am Markt auch Befürchtungen laut, dass die Inflation in den nächsten Jahren steigen könnte, weil die Notenbanken vor dem Hintergrund der Krise nicht mehr so streng und stark auf Inflationsgefahren reagieren könnten. Auch die nach wie vor enorme Liquidität im Markt dürfte die Preise beflügeln.

      Weinberg hält den starken Preisanstieg dennoch nicht für gerechtfertigt. Dieser sei verfrüht, weil es an der physischen Nachfrage fehle. Während das Angebot ausreichend sei, bleibe die physische Nachfrage relativ schwach. Zur Vorsicht mahnten auch die Daten zur Positionierung der Großanleger. Die Commerzbank hält den jüngsten Preisschub deshalb nicht für nachhaltig und rechnet mit einer Korrektur - auch wenn sich der Goldpreis zunächst auf dem nun erreichten Niveau halten könnte. Wie stark der Rückgang tatsächlich ausfalle, hänge vom Dollar-Wechselkurs ab. Neige der Dollar weiter zur Schwäche, könnte der Preisrückgang bei Gold gering ausfallen. Am Dienstag kletterte der Euro über die Marke von 1,44 Dollar.

      Im vierten Quartal dürfte darüber hinaus die physische Nachfrage nach Gold anziehen, sagte Weinberg. Bereits im September stehen im wichtigen Käuferland Indien Feiertage an, die traditionell auch mit Goldgeschenken begangen werden. Im bisherigen Jahresverlauf seien die Importe Indiens allerdings gering gewesen. Die Inder seien bei Goldkäufen sehr preisbewusst. Darüber hinaus dämpfe auch die Krise die Nachfrage. (dpa-AFX)

      Rohstoffe-Go - 1.000 Dollar je Unze erreicht

      Rohstoffe-Go - 1.000 Dollar je Unze erreicht: Steigt der Goldpreis weiter?

      Rohstoffe-Go - Stuttgart (www.rohstoffe-go.de) Jetzt ist es also soweit, der Goldpreis hat die „magische“ Marke von 1.000 US-Dollar je Unze erreicht. Ob sich der Preis bereits jetzt länger auf diesem Niveau halten kann, sei dahingestellt. Experten rechnen aber damit, dass selbst dieses Niveau nichts ist, im Vergleich zu den langfristig zu erwartenden Edelmetallpreisen.

      So sehen beispielsweise die Experten von American Precious Metals Advisors, dass der Goldpreis langfristig auf 2.000, wenn nicht sogar 3.000 Dollar je Unze steigen wird. Ihrer Ansicht nach ist der Goldpreis derzeit an einem historischen Wendepunkt angelangt, der sich als sehr günstig für die weitere Entwicklung erweisen könnte.

      Die realen Zinssätze seien einmal mehr negativ und wenn man die Situation aus historischem Blickpunkt betrachte, stehe zu erwarten, dass der Goldpreis auch im kommenden Jahr steigen werde. In den kommenden Jahren sollten nach Ansicht von American Precious Metals Advisors schließlich langfristige, zyklische Hochs zwischen 2.000 und 3.000 USD pro Unze erreicht werden.

      Dennoch sagen die Experten einen volatilen Aufwärtstrend voraus, der auch durch schafte Rücksetzer unterbrochen werden könne. Zum Teil, da die Gold-ETFs (Exchange Traded Funds) sich als zweischneidiges Schwert erweisen könnten, da sie die Volatilität – sowohl nach unten als auch nach oben – erhöhen können. Und weil Gold, worauf die Experten besonders hinweisen, immer auch ein monetäres Anlagegut sein wird.

      Der offizielle Zentralbankensektor, so American Precious Metals Advisors, stehe kurz davor unter dem Strich zum Goldkäufer zu werden, und die ersten Anzeichen für eine stärkere Nachfrage kurz vor Beginn der Hochzeits- und Festivalsaison in Indien deute bereits darauf hin, dass der Goldpreis weiter über die Marke von 1.000 Dollar je Unze steigen könnte.

      Zudem seinen die Konjunkturprobleme in den USA noch lange nicht ausgestanden. Unter den kleineren US-Unternehmen wüte noch immer ein Firmensterben und auch die Haushaltseinkommen würden nur sehr langsam wieder steigen.

      Regionalbanken müssten auch weiterhin aufgeben und auch im kommerziellen Häusersektor, seien weitere Insolvenzen zu erwarten, so American Precious Metals Advisors. Zwar hätten einige Konjunkturprogramme der Regierung kurzfristig geholfen, doch tragen sie natürlich dazu bei, dass das US-Haushaltsdefizit weiter steigt. Was die US-Notenbank (Fed) zwingen könnte, die realen Zinsen über Jahre hinweg sehr niedrig zu halten. Das wäre sehr schlecht für den Dollar – aber Musik in den Ohren der Goldbullen.

      Goldpreis markierte neues Rekordhoch

      Goldpreis markierte neues Rekordhoch

      02.12.2009
      Commerzbank Corp. & Markets

      Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Goldpreis markiert heute Morgen mit fast 1.216 USD je Feinunze ein neues Rekordhoch und hat damit erstmals die psychologisch wichtige Marke von 1.200 USD je Feinunze durchbrochen, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

      Auch in Euro gerechnet habe der Goldpreis mit knapp 806 EUR je Feinunze ein Allzeithoch erzielt. Nach Angaben des auf Edelmetalle spezialisierten Researchunternehmens GFMS hätten die Goldproduzenten ihre Goldrückkäufe im dritten Quartal intensiviert und 3,18 Mio. Unzen (99 Tonnen) zurückgekauft. Per Ende September habe das so genannte globale Hedge-Buch noch bei 11,55 Mio. Unzen gestanden. Gestern habe der weltweit größte Goldproduzent, Barrick Gold, bekannt gegeben, seine Goldrückkäufe vorzeitig abgeschlossen zu haben. Seit Anfang September habe das Unternehmen damit 2,9 Mio. Unzen Gold zurückgekauft. Allerdings fehle dem Goldpreis damit nun ein unterstützender Faktor. (02.12.2009/ac/a/m)

      Die Kärntner sind im Goldrausch

      Die Kärntner sind im Goldrausch

      Großer Andrang auf die Klagenfurter Filiale des Goldhändlers Ögussa. Die Kunden verkaufen Uhren, Ringe und Armbänder.

      In der Ögussa-Filiale am Klagenfurter St. Veiter Ring ist in diesen Tagen die Hölle los. "Manchmal stehen die Kunden bis auf den Parkplatz hinaus", erzählt Filialleiterin Sonja Müller. Die gelernte Goldschmiedin ist seit zehn Jahren im Geschäft, aber so etwas hat sie bisher noch nicht erlebt: Die Leute machen alles zu Geld, was aus Edelmetall erzeugt wurde: Halsketten, Ringe, Uhren und Münzen. Der Goldhändler Ögussa hat Filialen in allen Bundesländern und kauft dort die Bestände an Edelmetall auf. Die werden in Wien eingeschmolzen und zu reinem Gold verarbeitet.

      Kunden dafür sind Goldschmiede, Zahnärzte und die Industrie. Den aktuellen Ansturm hat der extrem hohe Goldpreis ausgelöst. Kostete ein Kilo des Edelmetalls im Jahr 1999 noch 7800 Euro ist der Preis bis zum gestrigen Tag auf das historische Hoch von 25.146 Euro angestiegen. Das ist allerdings der Verkaufspreis von reinem Gold. Bruchgold, das der Kunde zur Ögussa bringt, erzielt derzeit einen Preis von 11.253 Euro.

      42 Euro Gewinn fürs Warten
      Gerade steht eine ältere Dame im Pelz am Schalter. Sie kramt in der Tasche nach ihren Schätzen, legt mehrere Armreifen, einen Ring und eine Halskette auf das Pult. Besonders stolz ist sie auf den Ring, den sie schon im Vorjahr hat schätzen lassen. Damals war er 193 Euro Wert. Sonja Müller legt ihn auf die Waage und sagt: "235 Euro". Da erscheint ein Lächeln auf dem Gesicht der Dame: "Das hat sich ausgezahlt. 42 Euro Gewinn für's Warten." Jetzt will sie noch wissen, wie viel der "Brillant" in der Fassung wert ist.

      Da folgt die große Enttäuschung: "Das ist ein Zirkonia und kein Brillant. Der ist überhaupt nichts wert." Trotzdem geht die Frau zufrieden nach Hause. Sie hat für die alten Schmuckstücke, die "sowieso nur in der Schatulle liegen" einen Preis von 355,29 Euro erzielt. Wer in der Ögussa Edelmetall verkaufen will, muss sich mit einem amtlichen Dokument ausweisen. Müller: "Damit beugen wir der Hehlerei vor."

      Goldpreis steigt auf neues Rekordhoch

      Goldpreis steigt auf neues Rekordhoch

      London (dpa) - Der Goldpreis ist am Montag den zweiten Handelstag in Folge auf ein neues Rekordhoch geklettert. Im Vormittagshandel stieg der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) auf bis zu 1262,30 US-Dollar. Damit wurde das letzte Hoch vom vergangenen Freitag übertroffen.

      Händler nannten den schwächeren Dollar als Ursache für die Jagd beim Goldpreis. Die chinesische Notenbank hatte mit der Ankündigung von flexibleren Wechselkursen die US-Währung unter Druck gesetzt. Eine schwacher Dollar verbilligt Gold für Investoren außerhalb des Dollarraums und stützt damit die Nachfrage.

      Deutsche kaufen Gold für 500 Millionen Euro

      Deutsche kaufen Gold für 500 Millionen Euro

      Im ersten Quartal 2010 wurden im deutschen Einzelhandel 17,6 Tonnen Gold in Form von Barren und Münzen abgesetzt. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal bedeutet dies einen deutlichen Nachfrage-Rückgang. Die Zahlen für die nachfolgende Periode dürften allerdings gewaltig darüber liegen.

      13 Tonnen Gold im Wert von 628 Millionen US-Dollar (ca. 511 Mio. Euro) wurden im ersten Quartal 2010 im deutschen Einzelhandel zu Investmentzwecken (Barren, Münzen) abgesetzt. Diese Zahlen hat der World Gold Council (WGC) im Rahmen seines aktuellen Marktberichts bekannt gegeben.

      Im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2009 sind die Goldverkäufe damit um 64 Prozent (wertmäßig) beziehungsweise 70 Prozent (gewichtsmäßig) stark zurückgegangen. Mit einem Investment-Retail-Absatz von 59 Tonnen war das erste Quartal 2009, in den turbulenten Monaten nach Beginn der Finanzkrise in Europa, allerdings ein außerordentlich umsatzstarker Zeitraum.

      Gegenüber dem Vorquartal (Q4 2009) lag der Retail-Umsatz in Deutschland per Ende März 2010 um 7,4 Tonnen oder 29,6 Prozent niedriger.

      Interessant dürften die deutschen Absatzzahlen ab April dieses Jahres sein. Nach der Zuspitzung der Euro-Krise meldete der Edelmetallhandel Goldumsätze, wie nach der Lehman-Pleite im Herbst 2008. Es ist anzunehmen, dass der Quartalsumsatz sich entsprechend den damaligen Werten annähert. Im vierten Quartal 2008 setzte der deutsche Einzelhandel laut WGC die Rekordmenge von 71 Tonnen Gold ab, so viel wie in keinem anderen Land der Erde.

      Eine Übersicht über die physische Gold-Investmentnachfrage in ausgewählten Ländern (Q1 2010) und die Veränderung zum Vorquartal erhalten Sie in der folgenden Tabelle.
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      Gold to go

      Deutsche kaufen im Weihnachtsgeschäft kleine Goldbarren und Münzen, doch als Geldanlage eignen sich andere Formen besser. Die Vor- und Nachteile verschiedener Produkte auf einen Blick.

      Er sieht aus wie ein gepanzerter Fahrkartenautomat - mit goldener Farbe angestrichen. Nur anstelle der Tickets spuckt er kleine Goldbarren und -Münzen aus. Zu etwas höheren Preisen als die meisten Fahrkarten, versteht sich. Seit knapp drei Monaten steht der Goldautomat in der Vorhalle der Münchner DAB Bank. Das Geschäft läuft recht gut in diesen Tagen: "Gold als Weihnachtsgeschenk ist sehr gefragt, vor allem in kleinen Stückelungen", sagt Joe Dreixler vom Reutlinger Automatenbetreibers Ex Oriente Lux. Elf dieser Tresor ähnlichen Goldterminals hat die junge Firma in Deutschland aufgestellt und damit einen weiteren Schritt vollzogen, Edelmetalle zur breiten Anlageklasse auszubauen.

      Nach einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest hat jeder fünfte deutsche Anleger bereits Rohstoffanlagen im Depot, die Hälfte davon Gold, überwiegend als Direktanlage, also in Form von Barren und Münzen. Inflationsangst ist dabei das Hauptargument der meisten Anleger für das zinslose Metall. Doch nicht jede Investmentform ist für dieses Motiv geeignet. Ein-Gramm-Barren etwa, die es für gut 40 Euro am Automaten gibt, "dienen eher als Pralinen- oder Blumenersatz zum Fest denn als effiziente Geldanlage", räumt Dreixler von Ex Oriente Lux ein. Wegen der relativ hohen Prägekosten für die Winzlinge sind als Investment größere Einheiten besser geeignet.

      Wer einen Teil seines Ersparten in das glänzende Metall stecken möchte, sollte sich daher eine Frage stellen: Wozu investiere ich in Gold? Wer nur an möglichen Kursgewinnen partizipieren möchte, kann in Zertifikate oder in Goldminen-Aktien investieren. Steht der Inflationsschutz im Vordergrund, bieten sich in erster Linie ebenfalls Zertifikate oder Goldfonds an. Wer mit seiner Edelmetallanlage ernsthaft das Risiko eines Zusammenbruchs des Finanzsystems einkalkuliert, sollte sich das Edelmetall am besten physisch besorgen. Die SZ zeigt Chancen und Risiken der Anlageformen auf:

      Barren und Münzen
      Das ist die einfachste Form, in Gold zu investieren. Erhältlich sind Münzen und Barren in größeren Bankfilialen, bei Edelmetallhändlern, in Online-Shops oder eben am Automaten. Ein Preisvergleich zwischen den Anbietern und den verschiedenen Münzprägungen lohnt in jedem Fall. Denn die Aufgelder auf den reinen Marktpreis des Goldes, welche die Münzhersteller und -händler für Transport, Versicherung und Herstellungskosten in Rechnung stellen, variieren enorm. Beim größten bankenunabhängigen Münzhändler Pro Aurum liegen die Aufgelder für gängige Ein-Unzen Münzen derzeit bei 4,5 Prozent (Krügerrand, Wiener Philharmoniker) bis 9 Prozent (American Buffalo).

      Barren und Münzen eignen sich vor allem für Anleger, die Banken und dem Finanzsystem als solches extrem misstrauen. Sie sollten dann konsequenterweise auch überlegen, ihr Gold außerhalb des Bankensektors zu lagern. Wer seine Bestände in einem Bankschließfach aufbewahrt, muss im Falle einer Institutspleite nach Einschreiten der Bankenaufsicht einige Tage warten, bis er Zugriff auf sein Tresorfach bekommt. Die Bestände im Schließfach fallen aber nicht in die Insolvenzmasse, sie sind Eigentum des Kunden, nicht des Instituts.

      Goldfonds
      Sie sind nach einhelliger Meinung von Experten ein wesentlicher Treiber der jüngsten Goldhausse. Fast 1300 Tonnen Gold lagert der mit Abstand größte Goldfonds SPDR Gold Shares für seine Kunden ein. Die kommen vorwiegend aus den Vereinigten Staaten. Hierzulande ist der Fonds wie die meisten seiner Art nicht zum öffentlichen Vertrieb zugelassen. Grund dafür ist das deutsche Investmentgesetz: Demnach müssen Anlagen in einem Fonds breit gestreut sein. Für Goldfonds heißt das, nicht mehr als 30 Prozent der Mittel dürfen direkt in Barren angelegt sein.

      Der Fonds DWS Gold plus musste wegen einer Verletzung dieser Regel in diesem Jahr vom Markt genommen werden. Die meisten Fondsgesellschaften legen neben dem anteilig erlaubten Direktinvestment in physisches Metall ihre Mittel in andere börsengehandelte Edelmetallfonds (ETF) und Zertifikate sowie zunehmend auch in andere Edelmetalle wie Silber, Platin, Palladium an, um den Streuungsvorschriften nachzukommen. Ein Blick auf Schweizer oder Luxemburger Fondsanbieter kann daher lohnen. Diese investieren konform mit den Gesetzen dort meist bis zu 100 Prozent ihrer Mittel direkt in Gold und Silber und hinterlegen das Edelmetall entsprechend in Tresoren. Explizit bewerben dürfen Vermögensverwalter solche Anlagen allerdings in Deutschland nicht. Die Anleger müssen explizit danach fragen.

      Wesentlicher Vorteil aller Fondslösungen: Publikumsfonds sind Sondervermögen. Die Insolvenz eines Anbieters berührt das eingesetzte Kapital der Anleger folglich nicht. Für die Verwaltung des Fonds sind allerdings Ausgabeaufschläge und Managementgebühren zu zahlen. Der Nachteil: Anders als bei Anlagen in Münzen und Barren müssen Investoren künftig damit rechnen, dass ihre Goldfonds der Abgeltungsteuer unterliegen. Nach Auffassung der Wertpapieraufsicht Bafin werden etwa die hierzulande weit verbreiteten physisch hinterlegten Produkte der Züricher Kantonalbank (ZKB) "nicht wie Anlagefonds besteuert. Somit wäre eine Besteuerung analog der Inhaberschuldverschreibungen eine logische Konsequenz", schreibt die ZKB auf Anfrage der SZ. Gemeint sind Zertifikate und die unterliegen der Abgeltungsteuer.

      Gold-ETC und Zertifikate
      Weil Publikumsfonds hierzulande nach dem Streuungsgebot eben nicht voll und direkt in Edles investieren dürfen, sind einige Anbieter den Umweg über Zertifikate oder börsengehandelte Exchange Traded Commodities (ETC) gegangen, um eine öffentliche Vertriebszulassung von der Bafin zu bekommen. Vorteil dieser Investmentform: Die Gebühren sind niedriger als bei einem Fonds. Nachteil: Die Kursgewinne unterliegen der Abgeltungsteuer. Zudem handelt es sich bei diesen Produkten rechtlich meist um Inhaberschuldverschreibungen. Geht der Herausgeber der Wertpapiere pleite, können Anleger damit ihr gesamtes Geld verlieren. Allerdings haben einige Anbieter die Anteile direkt mit physischen Gold hinterlegt und die Ware in einem Tresor hinterlegt. Das schränkt die Risiken eines Totalverlustes, vor allem bei bankenunabhängigen Anbietern, ein.

      Goldminenaktien
      Bei dieser Variante vereinen Anleger die Chancen und Risiken zweier Märkte in einem Investment. Steigen die Aktienmärkte, profitieren die Papiere profitabler Gesellschaften oft überproportional. Geht es allerdings bergab an den Börsen, drückt das in der Regel auch die Minenpapiere, selbst wenn gleichzeitig der Goldpreis relativ stabil bleibt. Wer das Minenrisiko breiter streuen möchte, kann in Goldminen-Fonds investieren.
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      Goldautomat GOLD to go

      Goldautomat GOLD to go
      Der erste Goldautomat der Welt - jetzt auch bei der DGAG in Wiesbaden!


      Die Zeiten ändern sich. Die Deutsche Golf AG geht mit und wagt den Schritt voraus. Mit dem Goldautomat von GOLD to go®, Entwickler des ersten Goldautomaten der Welt.


      Das Prinzip ist einfach und genial: Geld rein – Gold raus!

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      Der Automat arbeitet auf Basis von Echtzeitpreisen und ist durch seine hervorragende Benutzerführung sehr einfach zu bedienen.

      Gerne geben wir Ihnen unverbindlich zum ersten Goldautomaten der Welt weitere Informationen oder kommen Sie doch einfach mal bei uns im Consilium Wiesbaden vorbei!

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      Kurssturz Größter Einbruch bei Gold und Silber seit 30 Jahre

      Kurssturz Größter Einbruch bei Gold und Silber seit 30 Jahren

      Die Angst vor einer weltweiten Rezession vertreibt die Anleger aus den Rohstoffmärkten. Statt in Edelmetalle zu investieren, horten viele Bargeld.

      Aus Furcht vor einer Ausbreitung der europäischen Schuldenkrise und einer weltweiten Rezession sind Anleger in Scharen aus den Rohstoff-Märkten geflohen. Die Verluste erstreckten sich auf fast alle Commodities. Selbst Edelmetalle, die in Krisenzeiten gern als „sicherer Hafen“ angesteuert werden, mussten Federn lassen.

      Die Preise für Gold und Silber fielen so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Getreu dem Motto „Cash is King“ horteten Anleger Bargeld oder investierten es in die Weltleitwährung Dollar. Der Dollar-Index , der die Kursentwicklung zu den sechs wichtigsten Währungen wie Euro oder Yen widerspiegelt, stieg zeitweise auf ein Siebeneinhalb-Monats-Hoch von 78,86 Punkten.

      „In Zeiten extremer Anspannung gibt es keinen Ersatz für Liquidität“, sagte Analyst Tom Kendall von der Credit Suisse. „Gold ist zwar im Vergleich zu anderen Metallen liquide, bei einer Flucht ins Bargeld zählt aber Cash allein – und das bedeutet US-Dollar.“

      Da keine schnelle Lösung für die europäische Schuldenkrise in Sicht sei, werde sich dieser Trend voraussichtlich fortsetzen. Sein Kollege David Thurtell von der Citigroup äußerte sich ebenfalls pessimistisch: „Die Leute befürchten das schlimmste. Wir befinden uns im freien Fall und niemand wagt es, sich dagegenzustemmen.“


      Silber und Gold büßen 34 Prozent des Wertes ein

      Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold fiel um bis zu 7,3 Prozent auf 1534,49 Dollar. Silber brach in der Spitze sogar um gut 16 Prozent auf 26,04 Dollar ein. Damit büßten die beiden Edelmetalle binnen drei Handelstagen 14 beziehungsweise 34 Prozent ihres Wertes ein.

      Dies ist der größte Preisverfall seit jeweils rund 30 Jahren. Volkswirt Song Seng Wun von CIMB Research betonte, dass der Goldpreis angesichts der Rally in den vergangenen Jahren reif für eine Korrektur sei. Seit der Lehman-Pleite im Herbst 2008 hat sich der Goldpreis mehr als verdoppelt.

      Kupfer verbilligte sich am Montag um bis zu 7,6 Prozent auf 6800 Dollar je Tonne. Blei und Zinn brachen sogar um acht beziehungsweise neun Prozent ein. Analyst Du Xiaohua von Dongzheng Futures sagte ein Fortsetzung der Talfahrt voraus.

      „Investoren befürchten eine tiefe globale Rezession.“ Daher hätten sich viele chinesische Firmen in den vergangenen Tagen mit Bestellungen zurückgehalten. China ist der weltweit größte Kupfer-Verbraucher.

      Am Rohöl-Markt rutschte der Preis für die US-Sorte WTI um bis zu 3,4 Prozent auf 77,11 Dollar je Barrel (159 Liter) ab. Das Nordsee-Öl Brent verbilligte sich in der Spitze um 3,4 Prozent auf 101,66 Dollar. Im Fahrwasser kräftiger Kursgewinne der Aktienmärkte konnten sich beide ins Plus vorarbeiten und notierten am Mittag bei 80,37 beziehungsweise 104,92 Dollar.


      Auch Öl wird billiger

      „Der Markt ist schon stark gefallen und die meisten schlechten Nachrichten scheinen eingepreist“, sagte Öl-Händler Christopher Bellew vom Brokerhaus Jefferies Bache. Die Talsohle sei durchschritten – zumindest vorläufig. Für Analyst Edward Meir von MF Global sind die Rohstoff-Märkte noch lange nicht über den Berg. „Vor uns liegen entscheidende Tage und Wochen. Sie erinnern stark an die kritische Zeit von 2008.“ Damals hatte die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers die Welt in die Rezession gestürzt.

      Gold-Experte Weinberg: "Gold wird sich als Währung etab

      Gold-Experte Weinberg: "Gold wird sich als Währung etablieren"

      Goldpreis unter 1.600 Dollar - Was nun? "Es ist in der Tat sehr schwierig zu erklären, wie so ein sicherer Hafen so stark unter Druck kommen kann," so Eugen Weinberg, Rohstoffexperte bei der Commerzbank. Doch Weinberg bleibt weiter positiv für den Preis je Feinunze Gold. Ob wir wieder Kurse über 1.900 Dollar sehen werden - das erfahren Sie in diesem Interview... In der ersten Phase, in der die Anleger ihre Gewinne mitnehmen und vor allem die Liquidität bunkern, gehe es oft mit einem Preis nach unten, erklärt Weinberg. "Auch in der Krise von 2008 da gingen die Preise noch von den Hochs vom Juli noch bis November um knapp 25 Prozent zurück. Also ist eine Korrektur in einer Krise ein ganz normales Phänomen." Wie man sieht ist der Rohstoffexperte für den Goldpreis weiter zuversichtlich: "Vor Allem die sehr starke Nachfrage seitens der Schwellenländer, seitens der Zentralbanken sehe ich immer noch als einen ganz wichtigen Faktor. Ich glaube, dass sich wirklich Gold immer mehr als eine Währung herauskristallisiert und weniger als ein Rohstoff."
      Es werde sich eine einmalige Kaufgelegenheit bei Gold ergeben, erklärt Weinberg. Die weltweite Schuldenkrise und so lange die Politik keine Lösungen für die ähnlichen Probleme in den USA und in Japan findet, werden dazu beitragen, dass Gold weiterhin stark nachgefragt wird. Wie es mit dem Goldpreis weiter gehen wird und ob wir bald wieder die Marke von 1.900 Dollar oder sogar Kurse weit darüber hinaus sehen werden - das erfahren Sie in diesem Interview.

      Sinkender Goldpreis behindert chinesische Anleger nicht

      Sinkender Goldpreis behindert chinesische Anleger nicht

      In der vergangenen Woche erlebten die Goldanleger eine schwierige Zeit. Der internationale Goldpreis ist auf 1639 US-Dollar pro Feinunze eingebrochen. Gegenüber dem historischen Rekordhoch von 1920 US-Dollar ist der Goldpreis bereits um über 15 Prozent gesunken. Der Preisrutsch hat die einfachen Chinesen begeistert.

      Am Donnerstag und Freitag ist der Goldpreis jeweils unter 1800 US-Dollar und 1700 US-Dollar pro Feinunze gefallen. Am Freitag sank der Preis sogar um etwa 5,5 Prozent, was der stärkste Preisnachlass seit fünf Jahren war. Heute ist der Goldpreis in New York einmal unter 1600 US-Dollar gefallen. Die Kursziele für Gold liegen vielleicht bei rund 1500 US-Dollar pro Unze.

      Viele Analysten sind weiter sehr optimistisch hinsichtlich der langfristigen Tendenz des Edelmetalls. Der Analyst Zhang Shibo schätzt, dass der Goldpreis im November und Dezember 2000 US-Dollar pro Feinunze erreichen werde. Zhang Bingnan ist der Vize-Direktor des Chinesischen Goldverbands. Er meint, der hohe Goldpreis sei auf die Vertrauenskrise des US-Dollars zurückzuführen. Wenn der US-Dollar weiter abgewertet werde, soll der Goldpreis allmählich steigen.

      Der Einbruch auf dem Goldmarkt scheint eine gute Nachrichte für viele einfache Chinesen zu sein. Bald feiert China die Nationalfeiertagsferien, eine traditionell gute Zeit für den Einzelhandel. Am Wochenende ist in der südchinesischen Stadt Guangzhou die Menge der Goldkäufer deutlich gewachsen.

      Im Yuebao-Goldmarkt in Guangzhou kaufte ein Anleger etwa 2000 Gramm Goldbarren im Wert von 700.000 Yuan. Eine Frau sagte: "Ich habe keine Angst vor einem möglichen Sinken der Goldpreise. Die ganze Welt kämpft gegen die Inflation und Gold wird sowieso ein sicherer Hafen sein. Meinen Sie wirklich, dass ich in Aktien oder Immobilien investieren soll, wenn ich kein Gold kaufe?"

      Quelle: german.china.org.cn
      Deutsche horten so viel Gold wie nie
      VON CHRISTIAN SIEDENBIEDEL -AKTUALISIERT AM 16.04.2019-07:24

      Gut zwei Drittel der Deutschen besitzen Gold. 40 Prozent lagern es zuhause. Das unterscheidet sie von den meisten anderen Völkern. Woher kommt die besondere Liebe zum Gold?

      Die Goldbestände privater Haushalte in Deutschland haben einen Rekordstand erreicht. Das geht aus einer Studie der Steinbeis-Hochschule für die Reisebank hervor. Demnach besitzen Privatleute in Deutschland derzeit rund 8918 Tonnen Gold, davon 4925 Tonnen in Form von Barren und Münzen und knapp 4000 Tonnen in Form von Schmuck. Das ist eine größere Menge als beispielsweise die Goldreserven der Vereinigten Staaten von Amerika, die bei der Notenbank Federal Reserve, kurz Fed, gelagert werden. Die Wissenschaftler haben diese Zahlen mit Hilfe einer repräsentativen Befragung von 2000 Deutschen berechnet.
      Seit der vorigen Erhebung dieser Art wuchsen die Goldbestände der privaten Haushalte in Deutschland demnach um rund 246 Tonnen. Rechnet man die Bestände der Deutschen Bundesbank hinzu, das sind etwa 3369,7 Tonnen, so sind rund 6,5 Prozent der globalen Goldbestände in deutschem Besitz: Eine ganze Menge, wenn man bedenkt, dass der deutsche Anteil an der Weltbevölkerung lediglich rund 1 Prozent beträgt.

      In der Studie gaben drei Viertel der Befragten an, in irgendeiner Form Gold zu besitzen. Die Goldbesitzer teilen sich dabei in drei Gruppen auf. Rund 37,9 Prozent der Bevölkerung in Deutschland besitzen Münzen und Barren. 61,6 Prozent besitzen Schmuck aus Gold. Und 14,8 Prozent besitzen Wertpapiere, die in irgendeiner Form mit Gold verbundenen sind.

      Seit dem Jahr 2010 ist demnach der Besitz von Gold in Form von Schmuck in Deutschland insgesamt von 3566 Tonnen auf 3993 Tonnen gestiegen, ein Plus von knapp 12 Prozent. Goldanlagen in Barren und Münzen hingegen haben stärker zugenommen, von 3992 auf 4925 Tonnen, ein Plus also von rund 23 Prozent. Es ist also wohl vor allem das Anlagemotiv, dass die Goldbestände der Deutschen vergrößert hat. Im Durchschnitt kämen der Studie zufolge jetzt 58 Gramm Goldschmuck auf jeden Deutschen und 71 Gramm Gold in Form von Barren und Münzen.

      Mit der interessanten Geschichte dieser überdurchschnittlichen Goldhaltung in Deutschland hatte sich schon im vergangenen Jahr die Lobbyorganisation World Gold Council beschäftigt. Im Jahr 2016 hatte schließlich kein Land der Welt je Einwohner mehr Geld für Goldbarren, Goldmünzen und Goldschmuck ausgegeben als Deutschland. „Die deutsche Gier nach dem Gold“ oder „Die mysteriöse Flucht der Deutschen ins Gold“ titelten damals die Zeitungen. Deutschland lag mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Investment in Gold von 50 Euro im Jahr nicht nur auf dem ersten Platz in der Welt, vor der Türkei, China und den Vereinigten Staaten. Der Vorsprung vor dem Zweitplatzierten, der Türkei war auch ungewöhnlich groß: In Deutschland wurden mit 1,4 Gramm je Einwohner mehr als 50 Prozent mehr gekauft als in der Türkei mit knapp 0,9 Gramm.

      Mehr als in anderen Ländern wird in Deutschland Gold dabei von den Privatleuten offenbar als wertbeständige Geldanlage angesehen – in anderen traditionellen Goldländern wie beispielsweise Indien oder China hingegen dominiert die Schmucknachfrage.

      „German Angst“
      Als Ursache für das besondere Interesse der Deutschen an Gold wird häufig die „German Angst“ angeführt – ein besonderes Sicherheitsbedürfnis, das allgemein mit der eher vorsichtigen Mentalität oder auch mit der besonderen deutschen Geschichte mit zwei Weltkriegen, Inflation und Währungsreformen zu tun haben könnte. Das ist allerdings alles umstritten. Auf jeden Fall halten die Deutschen mehr Geld in Form von den als relativ sicher geltenden Bankeinlagen als die Menschen in vielen anderen Ländern – und sie kaufen tendenziell mehr Gold und im Gegenzug deutlich weniger Aktien.

      In Umfragen im vergangenen Jahr wurden von den Gold-Fans als Begründung für ihr Gold-Investment unter anderem Angst vor einem Euro-Crash, die Schuldenkrise im Euroraum und Skepsis gegenüber dem Finanzsystem genannt, sowie Besorgnis über eine mögliche Vermögensvernichtung durch Negativzinsen. 48 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen Gold „ein Gefühl der Sicherheit“ gebe.

      Die Gold-Anhängerschaft ist dabei offenbar nach wie vor recht stark vom eigenen Handeln überzeugt. Immerhin 91 Prozent derjenigen, die in der Vergangenheit schon Gold zu Anlagezwecken gekauft hatten, gaben jetzt in der Umfrage an, mit ihrer Entscheidung weiterhin zufrieden zu sein. Unter den Gold-Fans waren dabei die wohlhabenderen Schichten überproportional vertreten, sowohl was das Einkommen, als auch was das Vermögen betrifft. In der Gruppe mit mehr als 4000 Euro Monatseinkommen und in der Gruppe mit mehr als 400000 Euro Anlagevermögen gab es in der Umfrage überdurchschnittlich viele Gold-Anleger – vermutlich einfach hinsichtlich der Gelegenheit zu einem solchen Investment. Interessant auch die Auskunft darüber, wo die Goldanleger ihre Pretiosen aufbewahren: 39 Prozent sagten „im Schließfach meiner Bank“, 5 Prozent sagten „im Edelmetalldepot“ oder „Verwahrlösung bei einem spezialisierten Drittanbieter“ – und immerhin 38,3 Prozent sagten „zu Hause“.

      Quelle: faz.net/aktuell/finanzen/meine…old-wie-nie-16142337.html
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