Versichert mit 70 Millionen Euro
Die Maßeinheit Karat
Karat ist eine Maßeinheit für Gold und Edelsteine. Das Wort ist abgeleitet vom griechischen "keration" für Hörnchen. Die Samen aus den hörnchenförmigen Schoten des Johannisbrotbaumes wurden einst beim Abwiegen von Gold, Diamanten und Juwelen als Gewichte verwendet. Ein metrisches Karat ist die international gesetzlich festgelegte Maßeinheit für das Gewicht von Edelsteinen und entspricht exakt 0,2 Gramm.
Die größten Diamanten der Welt
Der "Cullinan"-Diamant wurde 1905 in Südafrika gefunden. Der Stein hatte ein Gewicht von 3106,7 Karat und wurde später in mehrere Teile gespalten. Der unter anderem daraus gewonnene Diamant "Stern von Afrika" mit 530 Karat gehört heute zu den britischen Kronjuwelen.
Der "Stern von Sierra Leone" wurde 1972 in dem westafrikanischen Land ausgegraben. Der Diamant mit einem Rohgewicht von 969 Karat wurde in 17 Steine aufgeteilt.
Der "Großmogul", um 1650 entdeckt, wurde nach dem Mogul-Kaiser Shah Jahan benannt, dem Erbauer des Taj Mahal im indischen Agra. Der Rohdiamant hatte 793 Karat und gilt seit 1739 als verschwunden.
Der "Golden Jubilee" wurde 1985 mit 755 Karat aus südafrikanischem Boden geholt. Nach der Bearbeitung verblieben 545 Karat. Damit gilt er als größter geschliffener Diamant der Welt.
Der "Centenary" aus einer südafrikanischen Diamantenmine wog 1986 im Erzgestein 599 Karat. Geschliffen noch 273 Karat schwer, ist der Stein für mehr als 100 Millionen US-Dollar (70 Millionen Euro) versichert.
Der "Kimberley-Prozess"
Mit "Blutdiamanten" haben Rebellen in Afrika in den 90er-Jahren Bürgerkriege finanziert. Besonders in Sierra Leone, Liberia, Angola und dem Kongo brachten sie Minen unter ihre Kontrolle und finanzierten mit Diamanten-Schmuggel ihre Waffenkäufe. Terrororganisationen wie El Kaida nutzten illegale Edelsteinexporte für die Geldwäsche. Der Branchenführer De Beers schätzte, dass im Jahr 2000 "Blutdiamanten" 3,7 Prozent des weltweiten Rohdiamantenumsatzes ausmachten. Nach anderen Angaben kamen bis zu 15 Prozent der Ware im internationalen Handel aus illegalen Quellen. Nach weltweiten Protesten vereinbarten Regierungen, Firmen und Organisationen unter der Schirmherrschaft der UN den im Jahr 2003 in Kraft getretenen "Kimberley-Prozess". Mit dem in der südafrikanischen Stadt Kimberley beschlossenen System aus Herkunfts-Zertifikaten wollen 75 Länder sowie alle wichtigen Zentren für Förderung, Verarbeitung und Handel den Weg der Edelsteine lückenlos belegen. Der Schmuggel von Rohdiamanten zur Kriegsfinanzierung soll so unterbunden werden. Hilfsorganisationen kritisieren Lücken wegen Korruption und unzureichender Kontrollen.dpa
Die Maßeinheit Karat
Karat ist eine Maßeinheit für Gold und Edelsteine. Das Wort ist abgeleitet vom griechischen "keration" für Hörnchen. Die Samen aus den hörnchenförmigen Schoten des Johannisbrotbaumes wurden einst beim Abwiegen von Gold, Diamanten und Juwelen als Gewichte verwendet. Ein metrisches Karat ist die international gesetzlich festgelegte Maßeinheit für das Gewicht von Edelsteinen und entspricht exakt 0,2 Gramm.
Die größten Diamanten der Welt
Der "Cullinan"-Diamant wurde 1905 in Südafrika gefunden. Der Stein hatte ein Gewicht von 3106,7 Karat und wurde später in mehrere Teile gespalten. Der unter anderem daraus gewonnene Diamant "Stern von Afrika" mit 530 Karat gehört heute zu den britischen Kronjuwelen.
Der "Stern von Sierra Leone" wurde 1972 in dem westafrikanischen Land ausgegraben. Der Diamant mit einem Rohgewicht von 969 Karat wurde in 17 Steine aufgeteilt.
Der "Großmogul", um 1650 entdeckt, wurde nach dem Mogul-Kaiser Shah Jahan benannt, dem Erbauer des Taj Mahal im indischen Agra. Der Rohdiamant hatte 793 Karat und gilt seit 1739 als verschwunden.
Der "Golden Jubilee" wurde 1985 mit 755 Karat aus südafrikanischem Boden geholt. Nach der Bearbeitung verblieben 545 Karat. Damit gilt er als größter geschliffener Diamant der Welt.
Der "Centenary" aus einer südafrikanischen Diamantenmine wog 1986 im Erzgestein 599 Karat. Geschliffen noch 273 Karat schwer, ist der Stein für mehr als 100 Millionen US-Dollar (70 Millionen Euro) versichert.
Der "Kimberley-Prozess"
Mit "Blutdiamanten" haben Rebellen in Afrika in den 90er-Jahren Bürgerkriege finanziert. Besonders in Sierra Leone, Liberia, Angola und dem Kongo brachten sie Minen unter ihre Kontrolle und finanzierten mit Diamanten-Schmuggel ihre Waffenkäufe. Terrororganisationen wie El Kaida nutzten illegale Edelsteinexporte für die Geldwäsche. Der Branchenführer De Beers schätzte, dass im Jahr 2000 "Blutdiamanten" 3,7 Prozent des weltweiten Rohdiamantenumsatzes ausmachten. Nach anderen Angaben kamen bis zu 15 Prozent der Ware im internationalen Handel aus illegalen Quellen. Nach weltweiten Protesten vereinbarten Regierungen, Firmen und Organisationen unter der Schirmherrschaft der UN den im Jahr 2003 in Kraft getretenen "Kimberley-Prozess". Mit dem in der südafrikanischen Stadt Kimberley beschlossenen System aus Herkunfts-Zertifikaten wollen 75 Länder sowie alle wichtigen Zentren für Förderung, Verarbeitung und Handel den Weg der Edelsteine lückenlos belegen. Der Schmuggel von Rohdiamanten zur Kriegsfinanzierung soll so unterbunden werden. Hilfsorganisationen kritisieren Lücken wegen Korruption und unzureichender Kontrollen.dpa