Interessantes zu Formel 1 im Jahr 2010

    Partymarathon für Champion Vettel und Red Bull

    Partymarathon für Champion Vettel und Red Bull

    Abu Dhabi, Salzburg, Düsseldorf: Sebastian Vettel hat in den kommenden Tagen ein strammes Programm vor sich - Große Siegerparty im Hangar 7

    In seiner ersten Nacht als Weltmeister hat Sebastian Vettel kein Auge zugemacht. Im noblen Streckenhotel in Abu Dhabi wurde durchgefeiert, am frühen Morgen ging es direkt zum Flieger Richtung Salzburg, wo die Red-Bull-Mitarbeiter ihren Weltmeistern einen großen Empfang bereiten wollen.

    Die Ankündigung von Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz zu diesem Thema war eindeutig: "Es wird ein fürchterliches Chaos werden, aber lustig", sagt der Österreicher mit Blick auf ein großes Happening im Red-Bull-Domizil Hangar 7 auf dem Salzburger Flughafen. "Wir haben Mitarbeiter unserer Firma, das sind mittlerweile über 1.000 alleine in Salzburg, eingeladen, um 50 Prozent Weltmeister mit der Möglichkeit auf einhundert Prozent Weltmeister gemeinsam zu feiern."

    Diese Party soll dann nahtlos übergehen in eine Livesendung des konzerneigenen Fernsehsenders Servus TV, in der neben Vettel auch Teamchef Christian Horner, Technikguru Adrian Newey und Teamkollege Mark Webber auftreten. Nach einer voraussichtlich weiteren durchfeierten Nacht steht dann am Dienstagvormittag in Salzburg eine große Pressekonferenz mit den Weltmeistern auf dem Programm, ehe es weitergeht zu einer Party in der Teamfabrik im englischen Milton Keynes.

    Schon Ende der Woche beginnt dann für Vettel am Ort seines Triumphes bereits die Operation Titelverteidigung 2011. Am Freitag und Samstag wird er in Abu Dhabi die ersten Testfahrten mit den Gummis des künftigen Reifenlieferanten Pirelli absolvieren. Vettels erster großer Auftritt als Weltmeister in Deutschland steht eine Woche später auf dem Programm. Am 27. und 28. November tritt er beim Race of Champions in Düsseldorf an. Dort will er am Samstag gemeinsam mit Michael Schumacher zum vierten Mal in Folge den Nationencup gewinnen und tags darauf auch im Einzelwettbewerb ganz weit ankommen.
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    Heppenheim steht Kopf: "Wir sind Weltmeister"

    Heppenheim steht Kopf: "Wir sind Weltmeister"

    Die Heimat des neuen Formel-1-Weltmeisters Sebastian Vettel steht kopf: Die frühere Schule des 23-Jährigen im hessischen Heppenheim nannte sich zumindest auf ihrer Homepage in "Sebastian-Vettel-Gymnasium" um. "Wir sind Weltmeister", ließ die Starkenburg-Schule wissen. Darüber stand zu lesen: "Wenn man ganz fest an etwas glaubt, ist alles möglich."

    Nach Vettels Triumph in Abu Dhabi hatten in Heppenheim rund 3.000 Menschen bis spät in die Nacht gefeiert. Viele von ihnen hatten die Siegesfahrt des Red-Bull-Piloten beim Public Viewing verfolgt. Danach gab es einen Autokorso durch die Kreisstadt an der Bergstraße.

    Derzeit wird in Heppenheim noch beraten, wann der berühmteste Sohn der Stadt empfangen werden soll. Es gibt zudem Gerüchte, dass eine Statue von Vettel errichtet werden soll.

    Tränen-Triumph des emotionaleren Schumachers

    Tränen-Triumph des emotionaleren Schumachers

    Der verdiente Titelgewinn von Sebastian Vettel ist ein Triumph des ehrlichen Sports: Leidenschaft, Emotionen und Fairness sind wichtiger als manipulative Stallorder und kalte Berechnung.

    „You did a good job“ ist eine der meistgebrauchten Formulierungen in der Formel 1. Motorsport ist traditionell technisch, ja technokratisch. Er ist kalt, weil Tüftler in den Fabriken planmäßig vorgehen, Teile entwickeln, probieren. Kalt, weil Spezialisten in der Box errechnen, welche Boxenstrategie am effektivsten sein würde. Und wenn ein Auto nach dem Reifenwechsel wenige Meter vor einem Konkurrenten auf die Strecke zurückkommt, dann ist das keineswegs glücklicher Zufall, sondern Ergebnis genauer Berechnung.

    Meister dieser Berechnung war über viele Jahre das Ferrari-Team mit einem gewissen Michael Schumacher. Weltmeister im Testen, jede Schraube, jede Reifenmischung, jede Flügelform. Testen von früh bis spät – mit jährlichen Kilometerleistungen, die manchem Handelsvertreter gut zu Gesicht gestanden hätten. Testen dafür, jede Überraschung im Rennen auszuschließen, jede Eventualität im Keim zu ersticken.

    Und dann gab es ja noch Ross Brawn, das sogenannte Superhirn, Meister der Taktik. Falls dann doch mal der „falsche“ Fahrer, Edeldomestike Rubens Barrichello, vorne lag, dann griff die Rennleitung um Jean Todt ein. „Rubens, let Michael pass for the championship”, lautet der entsetzliche Funkspruch des damaligen Teamchefs an den Brasilianer, als der 2003 Schumacher beim Österreich-Rennen vorbeilassen musste. Bis heute ein Skandal an Unsportlichkeit, der Ferrari – so erfolgreich das Team auch sein mochte – begleiten wird, solange es die Formel 1 gibt. Anschließend wurde die so genannte Stallorder verboten. Nebenbei: Es zeigt die traurige Geisteshaltung der Formel-1-Macher, dass eine derartige sportliche Selbstverständlichkeit erst offiziell geregelt werden muss.

    Kein Mitleid mit den manipulativen Roten
    Die Triumph von Red Bull und Sebastian Vettel hat eine Reihe von Bedeutungen. Eine zeigt der Blick auf das Ferrari-Team um den Spanier Fernando Alonso. Das Mitleid mit den Roten dürfte sich in engen Grenzen halten, weil sich die Philosophie im Team seit den Tagen von Brawn, Todt und Schumacher offenbar wenig geändert hat: Alonso hatte das Team um Stefano Domenicali in Hockenheim an Felipe Massa vorbeidirigiert. Offensichtlich, regelverletzend, kalt, arrogant. Die verbotene Stallregie brachte dem Spanier sieben zusätzliche Punkte für den Sieg (25) statt dem zweiten Platz (18). Sie kostete Ferrari lächerliche 100 000 Dollar – und den letzten Kredit bei den Fans.

    Ferrari patzt bei der Strategie
    Die Freude über den doppelten Triumph von Red Bull hat zwei Komponenten, die sich gegenseitig verstärken: Ferrari hat man den Titel schlichtweg nicht gegönnt. Es wird ein Treppenwitz der Motorsportgeschichte bleiben, dass die Roten ihn deshalb verloren, weil sie in ihrer einstigen Paradedisziplin, der kalten Berechnung, patzten: Alonso musste ja nur deshalb so verzweifelt hinter Nico Rosberg, Robert Kubica und Witali Petrov hinterfahren, weil die Boxencrew dessen einzigen Stopp miserabel getimet hatte. Aber Domenicali fehlt auch ein wenig vom kühlen Talent der Todt-und-Brawn-Generation.

    Sebastian Vettel als Gegenentwurf zu Michael SchumacherZweitens liefert der doppelte Titel für Red Bull den Beweis dafür, dass keineswegs immer kalte Berechnung und fieses Lavieren enlang oder jenseits der Grenze des Erlaubten zum Erfolg führen. Natürlich gewinnt kein Team die WM mit Party und guter Laune. Natürlich hat auch Red Bull sehr hart und ernsthaft gearbeitet. Aber dennoch kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es in diesem Team menschlicher, offener und auch sehr viel emotionaler zugeht als in vielen anderen Teams. Eine Stallorder hatte der noch sehr junge Teamchef Christian Horner auf Geheiß von Finanzier und Eigentümer Dietrich Mateschitz immer abgelehnt – und Recht behalten mit dieser Philosophie der freien Fahrt für freie Piloten.

    Und die Bezeichnung „neuer Schumi“ für Sebastian Vettel stimmt allenfalls für den formalen Fakt: Vettel ist tatsächlich Weltmeister aus Deutschland – aber doch in seiner Art so etwas wie der Gegenentwurf zum älteren Schumacher. Vettel ist kein kühler Technokrat am Volant, sondern ein leidenschaftlicher, ein hochemotionaler Pilot. Nachdem Fernando Alonso als Siebter die Ziellinie überquert hatte und Vettels Titel damit klar war, schluchzte der 23-Jährige derart hemmungslos, dass er vermutlich mit seinen tränenfeuchten Augen kaum noch die Strecke sah.

    Kühl zu einem „Good Job“ musste ihm dann niemand mehr gratulieren. Sebastian Vettel, jener in dieser Saison durchaus fehlerbehaftete, aber sympathische und zutiefst menschliche Fahrer ist verdient Weltmeister geworden. Mit ihm triumphieren Leidenschaft über Kalkül und Fairness über Manipulation. Das ist der wahre weltmeisterliche Triumph.
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    Pressestimmen zum WM-Titel von Sebastian Vettel

    La Gazzetta dello Sport
    „Was für ein bitteres Finale. Ferrari macht alles falsch und wirft den Titel weg. Eine fehlerhafte Strategie verrät Alonso. Vettel ist der Baby-Weltmeister. Da ist Schumis Erbe: Superschnell und voller Einsatz. Vettel fährt wie der frühere Ferrari-Star. Dass Red Bull bis zuletzt auf eine Stallorder verzichtet hat, verdient noch mehr Respekt."

    Corriere dello Sport
    „Ein fataler letzter Grand Prix. Was für eine Riesen-Enttäuschung. Die Ferrari-Strategie war völlig falsch. Ferrari und Alonso gehen vor Vettel in die Knie."

    Tuttosport
    „Ferrari begeht Selbstmord. Eine irrsinnige Strategie. Ferrari hatte keinen Mut. Alonso allein reicht nicht."

    Corriere della Sera
    „Ferrari schießt ein Eigentor. Was für ein Geschenk! Vettel ist der König der Formel 1."

    La Repubblica
    „Ferrari schießt sich selbst ab und schenkt Vettel den Titel. Vettel – Il campione bambino."

    Libertà
    „In Maranello schwiegen die Festglocken und die Tifosi weinten. Ferrari schenkt Vettel den Weltmeistertitel. Ein Desaster."


    und, und.......... das geht runter wie Öl :twisted:

    Die armen Italiener! ;)

    Vettel: Formel-1-Führungskraft ohne Manager

    Vettel: Formel-1-Führungskraft ohne Manager

    Abu Dhabi (dpa) - Sebastian Vettel hat seinen eigenen Weg zum Formel-1-Gipfel gefunden. Manager, dubiose Berater oder zweifelhafte Einflüsterer gehörten nicht dazu. Der neue Weltmeister Vettel ist quasi ein «Selfmade-Man».

    Allen Avancen von Möchtegern-Unterhändlern hat der 23-Jährige bislang widerstanden, nur Sprecherin Britta Roeske ist stets an seiner Seite. «Ich sehe nicht, warum ich was anders machen sollte. Ich mach' mein Zeug wie zuvor», hatte Vettel schon 2008 nach seinem Premieren-Sieg in Monza gesagt, als Willi Weber ihm seine Dienste anbot.

    Weber war lange Jahre Michael Schumachers Manager und brachte die Vermarktungsmaschine rund um den Rekordchampion auf Touren. Doch auch Vettel ist längst Millionär und vertraut lieber sich selbst. Ab und zu holt er sich Rat bei seiner Familie, bei Freunden oder Formel-1- Experten. Auch Vorbild Schumacher gab ihm immer mal wieder Tipps.

    Aber Vettel weiß sehr gut, was er will. Der Abiturient mit Notenschnitt 2,8 ist als Stammfahrer bei Red Bull Führungskraft, muss einem Team von Ingenieuren die Richtung vorgeben. Von Red Bull hatte er auch die Starthilfe für seine Karriere bekommen, stand schon als Rennfahrer-Knirps im Förderprogramm und ist nun der beste Werbeträger für den Brause-Konzern.
    Hier hat Vettel Formel 1 Kariere angefangen:

    http://www.spaelte.com/phpBB2/viewtopic.php?t=100&postdays=0&postorder=asc&highlight=vettel&start=90 -->Seite 7

    Formel 1: Startverbot für Kubica
    15.06.2007 | 06:04 | (DiePresse.com)

    Der BMW-Pilot hat einen Test der FIA nicht bestanden. Sebastian Vettel gibt in Indianapolis sein Debüt.

    Startverbot für Robert Kubica: Vier Tage nach seinem Horror- Crash von Montreal hat der Pole vor dem Grand Prix in Indianapolis einen Extra-Test des Automobil-Weltverbandes FIA nicht bestanden. Sein deutscher Ersatzmann Sebastian Vettel fährt am Sonntag im BMW-Sauber-Team an der Seite von Nick Heidfeld sein erstes Rennen in der Königsklasse. ...............