Hybris Mechanica 55

      Hybris Mechanica 55

      Objekt der Begierde

      Hybris Mechanica 55
      Tausende Stunden des Tüftelns, null Respekt vor den Grenzen des Machbaren, 176 Jahre horologisches Wissen - vereint in drei Uhren! Die Trilogie der Meisterwerke, die Jaeger-­LeCoultre da feilbietet, bringt es auf 55 Komplikationen und zwei Weltrekorde.

      Hybris, Übermut, nennt die Schweizer Manufaktur Jaeger-LeCoultre ihre neue Attraktion. In einem 700 Kilogramm schweren Spezialsafe ruht tatsächlich das ganze Draufgängertum der Uhrmacherzunft.
      Die erste Uhr ist eine neue Version des Gyrotourbillon I und ein Wunder an Genauigkeit: Das Drehgestell der Unruh rotiert um zwei Achsen statt nur um eine. Probleme mit der Schwerkraft? Pah!

      Die zweite Uhr ist eine überarbeitete Reverso Grande Complication à Triptyque mit 19 Komplikationen. Wann geht die Sonne auf, wie stehen die Tierkreiszeichen am Nachthimmel? Das Wendegehäuse der Triptyque ersetzt glatt eine Sternwarte.
      Das Glanzstück der tollkühnen Schweizer aber ist Uhr Nummer drei. 1300 Teile und 26 Komplikationen stecken in der Hybris Mechanica à Grande Sonnerie, sie ist die komplizierteste Uhr der Welt. Und spielt von allen Armbanduhren, die Musik machen können, die längste Melodie. Jede viertel und volle Stunde (oder allzeit auf Knopfdruck) ertönt die Melodie des Tower of Big Ben, und man sieht durchs Uhrglas die Hämmerchen auf Tonfedern schlagen. Und wenn die Uhr im Safe liegt? Dann hört man sie trotzdem – via Soundsystem.
      Hybris Mechanica 55, die Trilogie von Jaeger-LeCoultre, wird bis 2014 in einer Auflage von 30 Stück hergestellt; Preis inklusive Safe der Tresormanufaktur Döttling auf Anfrage, Preis für die drei Uhren ohne Safe 1,8 Millionen Euro; Informationen auf http://www.jaeger-lecoultre.com oder http://www.jaeger-lecoultre.com/eu/de

      Direkt: http://www.jaeger-lecoultre.com/hybris-mechanica
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      Hybris Mechanica 55

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      Präsentation der hochwertigen Uhrentrilogie von Jaeger-LeCoultre bei den 66. Internationalen Filmfestspielen von Venedig
      Als offizieller Sponsor öffnet Jaeger-LeCoultre die Tore des glamourösesten Filmfestfestivals, der 66. Mostra von Venedig. Leinwand-Persönlichkeiten und Kino- bzw. Uhrenliebhaber bekommen die Gelegenheit, einen Blick auf die hochwertigen Schmuckuhren-Kollektionen zu werfen, die sich von der Welt des Films inspirieren lassen.

      Anlässlich der Filmfestspiele hat die berühmte Schweizer Manufaktur eine einzigartige Kollektion erschaffen: Hybris Mechanica 55, die Trilogie der Meisterwerke von Jaeger-LeCoultre und außergewöhnlichste Trilogie der Uhrmachergeschichte. Das einzigartige Ensemble besteht aus 3 Zeitmessern, die über insgesamt 55 Komplikationen verfügen. Die Einführung fand am Abend des 8. September 2009 statt. Mit der Hybris Mechanica 55 stellt die Manufaktur einmal mehr ihr Vermögen unter Beweis, den höchsten Ansprüchen der Innovation und des Savoir-faire auf der Grundlage einer mittlerweile 176 Jahre alten Tradition gerecht zu werden.

      Die außergewöhnliche Kollektion setzt sich aus drei Armbanduhren zusammen, von denen jede für sich alleine schon als Meisterwerk gelten kann: die neue Hybris Mechanica à Grande Sonnerie, die Hybris Mechanica à Triptyque und die Hybris Mechanica Gyrotourbillon. Diese Trilogie wird die Geschichte der Uhrmacherei prägen. Sie vereint nicht nur die kompliziertesten Armbanduhren, die die Welt jemals gesehen hat, sondern zeugt darüber hinaus eindrucksvoll von der Entwicklung der Haute Horlogerie zu Beginn des dritten Jahrtausends sowie von einigen besonders herausragenden Leistungen in der erfolgreichen Geschichte der Grande Maison aus dem Vallée de Joux.

      Um die Außergewöhnlichkeit dieser besonders seltenen und ebenso raffinierten Armbanduhren zu unterstreichen, werden sie in einem echten Tresor geliefert, der sich sowohl durch die edle Verarbeitung als auch durch sein beeindruckendes Gewicht auszeichnet, das den neusten Sicherheitsanforderungen entspricht.

      Anlässlich der Einführung der Trilogie hat die Manufaktur eine Website eingerichtet: Hybris Mechanica. Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier. http://www.jaeger-lecoultre.com/hybris-mechanica

      Die Legende: Jaeger LeCoultre Hybris Mechanica 55

      Die Legende: Jaeger LeCoultre Hybris Mechanica 55

      Hybris Mechanica 55: Jaeger-LeCoultres einzigartige Uhrentrilogie mit 55 Komplikationen

      Uhren mit Schlagwerk verkörpern die Krönung der mechanischen Uhrmacherei. Aber die Bandbreite zwischen relativ simplen Zeitmessern mit Viertelstundenrepetition und dem, was Fachleute als „Grande Sonnerie mit Westminsterschlag“ bezeichnen, ist riesig. In den 176 Jahren ihres Bestehens hat Jaeger-LeCoultre, die renommierte Uhrenmanufaktur aus dem abgeschiedenen Vallée de Joux, nahezu alle Formen und Ausprägungen mechanischer Schlagwerke entwickelt und hergestellt.
      Die unbestrittene Krönung ihres uhrmacherischen Schaffens stellt die Manufaktur 2009 vor. Sie heißt Hybris Mechanica 55 und besteht aus drei Armbanduhren, von denen jede für sich alleine schon als perfektes Meisterstück gelten kann. Zusammen stellen sie Uhrmacherkunst in höchster Vollendung dar. Insgesamt verfügen sie über 55 herausragende mechanische Komplikationen.
      Absolut neu in jeder Hinsicht ist der erste Teil der Trilogie: die Hybris Mechanica à Grande Sonnerie. Ihr hoch komplexes Handaufzugswerk, das Kaliber 182, stellt alles bislang Dagewesene in den Schatten. Mit gut 1300 mechanischen Bauteilen steht ihr der Superlativ zu, die komplizierteste und am dichtesten bestückte Armbanduhr aller Zeiten zu sein. Insgesamt besitzt die Konstruktion nicht weniger als 26 verschiedene Funktionen – 13 Patente sind dafür angemeldet worden. Ganz oben rangiert dabei das einzigartige Schlagwerk. Erstmals überhaupt erklingt der legendäre Westminsterschlag in vollem Umfang am Handgelenk. Aber das ist nur ein Aspekt dieser einzigartigen Uhr. Die Funktion Grande Sonnerie mit vier Tonfedern und vollem Melodiespektrum für Stunden und Viertelstunden besitzt ein eigenes Federhaus, das eine nie dagewesene Gangautonomie von zwölf Stunden gewährleistet. In der Funktion Petite Sonnerie schlägt das Läutwerk nur die vollen Stunden und als Repetition läutet sie die Zeit auf Anforderung minutengenau.

      Durch eine neuartige Bauweise des gesamten Mechanismus und das Verschweißen der Tonfedern mit dem bombierten Saphirglas erreicht die Uhr ein überragendes Klangvolumen. Und selbstverständlich lässt sich das Schlagwerk mit einem Handgriff abschalten. Zum Funktionsspektrum dieser einzigartigen Weißgold-Armbanduhr gehören ferner ein Ewiges Kalendarium und – erstmals bei Jaeger-LeCoultre – ein fliegendes Tourbillon.
      Den zweiten Akt der Trilogie verkörpert die Hybris Mechanica à Gyrotourbillon mit Weißgold- Gehäuse, durchbrochenem Zifferblatt und ultraleichtem, sphärischem Tourbillon, dessen 90 Teile zusammen nur 0,33 Gramm wiegen. Ihr modifiziertes Handaufzugswerk Kaliber 177 besteht aus 679 Komponenten. Dank Doppelfederhaus mit Saphirglasdeckeln beträgt die Gangautonomie 8 Tage. Zu seinen weiteren Komplikationen gehören ein Ewiger Kalender mit drei retrograden Zeigern sowie die Indikation der wahren Sonnenzeit.
      Gleich drei Zifferblätter besitzt schließlich die ebenfalls weißgoldene Hybris Mechanica à Triptyque als dritte Uhr der Trilogie. Auf der Vorderseite im opulenten Wendegehäuse lässt sich die bürgerliche Zeit ablesen. Auf der Rückseite präsentiert sie Sternzeit, Sternenhimmel, Tierkreiszeichen, Zeitgleichung sowie Zeiten des Sonnenauf- und -untergangs. In der Bodenplatte befindet sich ein Ewiges Kalendarium. Das Handaufzugswerk Kaliber 175 besteht aus 642 Einzelteilen und weist insgesamt 19 verschiedene Komplikationen auf, darunter ein Tourbillon mit innovativer Chronometerhemmung. Neu an diesem Modell ist auch die
      ungewöhnliche Unruh mit variablem Trägheitsmoment. Sie hat sich bereits in der Master Compressor Extreme Lab bewährt und besteht aus einer Platin-Iridium-Legierung in Form eines doppelten T. Diese Geometrie – gepaart mit dem extrem dichten Material – minimiert ihre Oberfläche, reduziert damit den Luftwiderstand und benötigt so weniger Energie. Die zugehörige Spiralfeder besitzt eine optimierte Form mit Phillips-Endkurve und einem Knick an exakt berechneter Stelle. Das gewährleistet gleichmäßiges Atmen und perfekten Isochronismus.
      Jaeger-LeCoultre liefert die drei Armbanduhren, deren komplexe Mechaniken die Uhrmacher aus mehr als 2500 Komponenten zusammenfügen, auf Wunsch in einem 1200 Kilogramm schweren Luxustresor. Edler und aufwändiger kann man diese einmalige Technik nicht verpacken.

      Bravourös und einzigartig: Die Hybris Mechanica à Grande Sonnerie
      Einen Zeitmesser wie die Hybris Mechanica à Grande Sonnerie hat es in der gesamten Geschichte der Armbanduhren noch nie gegeben. Das betrifft die Komplikationen an sich, aber auch ihre uhrmacherische Realisation. Jaeger-LeCoultre hat die Herausforderung angenommen, das mit Abstand komplexeste Kunstwerk dieser Art zu entwerfen und zu bauen. Und die damit betrauten Teams haben ihre Aufgabe bravourös gemeistert.
      Mit mehr als 1300 mechanischen Komponenten ist die Hybris Mechanica à Grande Sonnerie die komplizierteste und am dichtesten bestückte Armbanduhr aller Zeiten. Für ihr von Grund auf neu konstruiertes Kaliber 182 wurden 13 Patente angemeldet. Aus 37 Millimetern Durchmesser und 10,42 Millimetern Höhe (ohne Zeiger) errechnen sich 1075 Quadratmillimeter Fläche sowie ein Volumen von rund 11200 Kubikmillimetern. Jedem der Teile, die für die insgesamt 26 verschiedenen Funktionen verantwortlich sind, stehen also weniger als neun Kubikmillimeter Platz zur Verfügung. Ergebnis dieses faszinierenden mechanischen Mikrokosmos: Er lässt den legendären Westminsterschlag erstmals in vollem Umfang am Handgelenk erklingen. Desweiteren benötigt der Ewige Kalender in der Uhr bis 2100 keine manuellen Korrekturen. Schließlich glänzt Jaeger-LeCoultre bei der Uhr auch noch mit seinem ersten Tourbillon fliegender Bauart, also ohne vorderseitige Lagerbrücke.

      Neu in jeder Hinsicht
      Wer wie Jaeger-LeCoultre auf mehr als 176 Jahre uhrmacherische Kompetenz zurückblickt und während dieser Zeit nahezu alles mechanisch Mögliche realisiert hat – immerhin etwa 200 verschiedene Repetitions-Typen, könnte leicht in die prall gefüllte Schatzkiste seiner reichhaltigen Erfahrungen greifen. Aber das passt nicht zur Philosophie der traditionsgemäß auf Innovation bedachten Manufaktur aus dem Vallée de Joux. Daher ist am Uhrwerk der Hybris Mechanica à Grande Sonnerie jedes Bauteil völlig neu konzipiert. Am Anfang der Entwicklung, die gut fünf Jahre zurückliegt, stand eine klare Festlegung des Angestrebten. Dann erst machten sich Ingenieure und Uhrmacher an die schrittweise Verwirklichung dieser Armbanduhr, an die schwierige Kombination des großen Schlagwerks mit einem Ewigen Kalender und dem fliegendem Tourbillon.

      Beispiellos: Das Schlagwerk
      In Sachen Komplexität rangiert das Schlagwerk im Vergleich zu allen anderen mechanischen Komplikationen ganz vorn. Die Trias aus Grande Sonnerie, Petite Sonnerie und Minutenrepetition verkörpert dabei das Nonplusultra. Doch auf dem Sektor der Armbanduhren vermag die Hybris Mechanica à Grande Sonnerie selbst in dieser Spitzenliga noch eine herausragende Stellung einzunehmen. Noch nie ertönte die Grande Sonnerie mit
      Westminsterschlag – und zwar derart perfekt und in voller Länge – am Handgelenk. Mehr noch: Das neuartige Glockenspiel wartet mit nie dagewesenen zwölf Stunden Gangautonomie auf.
      Bemerkenswert ist ferner die hohe Betriebssicherheit der Uhr. Das größte Risiko bei allen Schlagwerksuhren besteht im Rückwärtsdrehen der Zeiger während ihrer akustischen Aktivität. Diesen größten anzunehmenden Unfall haben die Konstrukteure durch eine intelligente Zeiteinstellung ausgeschlossen. Hier wird die Uhr nämlich nicht durch die Krone gestellt, sondern über einen Drückermechanismus, welcher immer nur ein Vorwärts-, niemals jedoch das gefährliche Rückwärtsstellen gestattet.
      Diese geniale Lösung eines grundsätzlichen Problems passt vorzüglich zur konstruktiven Auslegung der aufwändigen Schlagwerks-Kadratur. Um Funktionen wie den Stunden- und Viertelstunden-Selbstschlag, den vollständigen Westminsterschlag auf vier Tonfedern sowie eine Minutenrepetition derart kompakt in einem Uhrwerk vereinigen zu können, musste man von der üblichen horizontalen Anordnung aller Komponenten Abstand nehmen.
      Stattdessen begannen die Konstrukteure ihre Arbeit mit dem Neuentwurf des Schlagwerk- Gehirns. Alle Abläufe sind in einem konzentrischen, insgesamt 5,15 Millimeter hohen Turm mechanisch gespeichert. Wegen seines extrem komplizierten Aufbaus nennen die Uhrmacher ihn intern den teuflischen Turm. Je eine der in sich frei beweglichen Etagen ist für die akustische Darstellung der Stunden, Viertelstunden und Minuten verantwortlich. Die Stundenschnecke besitzt zwölf Stufen. Der Viertelstundenblock wurde mit verschiedenen Ebenen für die unterschiedlichen Melodien des Westminsterschlags angelegt. Und die 15 Minuten der Minutenschnecke, die sich einmal pro Viertelstunde um ihre Achse dreht, werden durch 15 kleine Stufen dargestellt. Aufgrund der durchdachten Bauweise ist alles leicht einstellbar. Um dieses ausgeklügelte Gedächtnis herum entwarfen die Techniker all das, was der kostbaren Zeit die passenden Töne verleiht.

      Effizient: Der Auslösemechanismus
      Das Herz des Schlagwerks bildet der turmförmig gestaltete Auslösemechanismus. Die Rechen zum Heben der kleinen Hämmerchen, welche die Tonfedern kurz und kraftvoll anschlagen, sind konsequenterweise übereinander angeordnet. In herkömmlichen Konstruktionen benötigen sie 90 Prozent der zugeführten Energie für ihre Funktion. Nur die restlichen 10 Prozent stehen für das Erzeugen des Klanges zur Verfügung. Ganz anders das Trébuchet-System der Hybris Mechanica à Grande Sonnerie. Hier musste abermals das überlieferte einem völlig neuen Konzept weichen. Kleine Spiralfedern lassen das bewegliche vordere Ende der zweiachsigen Hämmerchen kurz, präzise und dynamisch gegen die Tonfedern schnellen, vergleichbar mit einer mittelalterlichen Schleuder. Dieser geniale Mechanismus hat einen Kraftverlust von lediglich 20 Prozent, stattliche 80 Prozent der Energie werden für die Klangbildung verwendet. Diese günstige Relation trägt erheblich zur hohen Gangautonomie des Schlagwerksmechanismus mit seinem eigenen Federhaus bei.
      Im Gegensatz zu den üblichen Minutenrepetitionen, bei denen die Betätigung eines kleinen Schiebers im Gehäuserand das zum einmaligen Schlagen nötige Energiereservoir erzeugt, genügt bei der Hybris Mechanica à Grande Sonnerie ein sanfter Knopfdruck zum Auslösen der Repetition. Auch auf die üblichen Exzenter zur Feinregulierung des Hammer-Anschlags konnte verzichtet werden. Diese zukunftsweisende Konstruktion macht individuelles Einstellen durch den Uhrmacher entbehrlich, denn sie gewährleistet von vorn herein optimale Werte.
      Neben den Hämmerchen stellen die vier Tonfedern wichtige Komponenten für beeindruckende Klangwelten dar. Sie sind das Resultat langer, aufwändiger Forschungsarbeiten und werden in
      einem Stück aus einer neuen Metall-Legierung mit geheimer Zusammensetzung gearbeitet. Im Gegensatz zu den klassischen, runden Vorbildern haben sie einen eckigen Querschnitt und werden mit zunehmender Entfernung vom Montageblock immer breiter. Ihre Tonhöhe kann individuell angepasst werden. Kleine Distanzblöcke verhindern gegenseitiges Berühren.
      Intensive Recherchen haben ferner ergeben, dass die Klangqualität von einer möglichst festen Verbindung der Tonfedern mit ihrem Träger abhängt. Stahlschrauben vertragen nur begrenzte Belastung, deshalb bestehen die Tonfederschrauben des Kalibers 182 aus Titan, wie es sich schon bei Klavieren bestens bewährt hat. Mit ihren Vierkant-Köpfen gestatten sie ein fünfmal höheres Drehmoment beim Befestigen.

      Phänomenal: Die Tonentwicklung
      Eine bereits bewährte Klangentwicklung der Manufaktur ist der sogenannte Crystal Gong, die patentierte Kopplung der Tonfedern mit dem bombierten Saphirglas. Letztere wird an den Berührungspunkten mit einer Metallschicht bedampft. Dort werden die Tonfedern mit dem Glas verlötet. Zum Einsetzen des Saphirglases erwärmen die Uhrmacher das Gehäuse. Das Weißgold dehnt sich aus und gewährleistet nach dem Abkühlen einen perfekten, form- und kraftschlüssigen Sitz, womit die Uhr wasserdicht wird und der Klang der Sonnerie nicht durch Dichtungen gedämpft wird.
      Die erforderliche Energie für das kraftvolle Anschlagen der vier Tonfedern über die Dauer von einem halben Tag hinweg erhält das Schlagwerk über die Krone. In einer Drehrichtung spannt sie seine Zugfeder, in der anderen versorgt sie das Uhrwerk mit der nötigen Energie. Diese doppelte Kronenfunktion hat ein Uhrmacher aus dem Vallée de Joux erfunden. Nach sechs Stunden schaltet das große Schlagwerk selbsttätig ab. Auf diese Weise bleibt in jedem Fall genügend Gangreserve zur Auslösung der Minutenrepetition, die über einen Drücker in der Krone erfolgt.

      Vielfältig: Die Klang-Funktionen
      Der Drücker bei 4 Uhr hilft beim Einstellen des Schlagwerks und bietet folgende Wahlmöglichkeiten: Grande Sonnerie (volles Klangspektrum), Petite Sonnerie (nur Stundenschlag) und Stille. Den jeweiligen Schaltzustand indiziert eine Zifferblattanzeige mit den Buchstanden G(rande), P(etite) und S(ilence).
      Im Werk taktet der Sonnerie-Mechanismus die Zeit, Stunden- und Minutenzeiger folgen den Umdrehungen des teuflischen Turms. Dadurch ist der unbedingte Synchronismus zwischen Zeit und Glockenschlag immer gewährleistet. Die springende Stunde selbst wird – nur vorwärts – durch einen Drücker bei 2 Uhr eingestellt. Die Minuten werden durch den zweiten Drücker bei zwei und einem bei vier Uhr verstellt. Signalisiert die Sonnerie-Anzeige „G“ oder „P“, ist der Einstellmechanismus für die Uhrzeit aus Sicherheitsgründen entkoppelt. Desgleichen verlangt das Auslösen der Minutenrepetition ein vorheriges Umschalten der Sonnerie auf „S“.
      Ohne einen Regler für den gleichförmigen Ablauf des Schlagwerks kommt auch die Hybris Mechanica à Grande Sonnerie nicht aus. Während herkömmliche Mechanismen hierzu einen kleinen Anker verwenden, der seiner Arbeit deutlich hörbar nachkommt, nutzt Jaeger-LeCoultre einen Fliehkraftregler mit zwei beweglichen Platin-Flügeln, die sich linear vom Zentrum wegbewegen. Er rotiert absolut lautlos und kommt so den hohen klanglichen Qualitäten des Schlagwerks akustisch nicht in die Quere.

      Weitere Komplikationen: Fliegendes Tourbillon und Ewiger Kalender
      Komplikation Nummer zwei ist ein fliegendes Tourbillon mit ultraleichtem Titan-Käfig. Es besitzt einen Durchmesser von 12,42 und eine Höhe von 3,85 Millimetern, besteht aus 67 Teilen und bewegt sich auf der Uhrwerkrückseite fliegend, also ohne vordere Lagebrücke, gelagert auf abnützungsfreien Keramikkugeln. Dank der 10 Millimeter großen Unruh mit variablem Drehmoment kann sich die Breguetspirale des Schwingsystems völlig frei entfalten. Zur Einteilung der Zeit oszilliert das hoch präzise Ensemble mit vier Hertz, also 28.800 Halbschwingungen pro Stunde.
      Das Ewige Kalendarium bildet die dritte Zusatzfunktion der einzigartigen Hybris Mechanica à Grande Sonnerie. Es wurde nach dem Julianischen Kalenderedikt konzipiert und bedarf bis Ende Februar 2100 keiner Korrektur. Die Darstellung von Datum, Wochentag und Monat erfolgt mit Hilfe retrograder Zeiger, die blitzschnell in ihre Ausgangsposition zurückspringen, wenn sie am Ende der zugehörigen Skala angekommen sind. Der Kalender kann über Drücker eingestellt werden, die zwischen den beiden Bandanstößen bei 12 Uhr versteckt sind.
      Unentbehrliches Wissen rund um die Energieversorgung bieten schließlich zwei gleichartig aufgebaute und mit sphärischen Differenzialgetrieben ausgestattete Gangreserveanzeigen mit Anzeigen bei 12 beziehungsweise bei 6 Uhr. Beim Schlagwerk reicht die Skala bis 12, beim Gehwerk bis 50 Stunden.
      Der gesamte Mikrokosmos, dessen aufwändige Neusilberplatine ganze 130 Bohrungen besitzt, findet Platz in einem nur 44 Millimeter großen und 15 Millimeter hohen Weißgold-Gehäuse. Dieses Material gewährleistet einen dezenten Auftritt und außergewöhnliche akustische Brillanz.
      Das Grundprinzip der „Duomètre“ -Linie, zu der die Hybris Mechanica à Grande Sonnerie gehört, haben die Designer von Jaeger-LeCoultre konsequent fortgesetzt: Alle Indikationen heben sich entsprechend ihrer Zugehörigkeit farblich voneinander ab. Links im Zifferblatt findet sich zudem ein großes Fenster, durch das man die funktionalen Abläufe des Schlagwerks in allen Details beobachten kann. Die ebenfalls völlig neu gestaltete Weißgold-Schließe gestattet das millimetergenaue Justieren des Lederbands und bleibt dennoch so flach wie eine Faltschließe normaler Bauart.

      Zweiter Akt der Trilogie: Die Hybris Mechanica à Gyrotourbillon
      Das faszinierende Gyrotourbillon I debütierte im Jahre 2004. Beim exklusiven, aus rund 679 Komponenten bestehenden Kaliber 177 rückte Jaeger-LeCoultre die Dreidimensionalität der Unruh-Rotationen ins Zentrum uhrmacherischer Schaffenskraft. Sie schaffte jene Unzulänglichkeiten aus der Welt, welche üblichen Drehgang-Mechanismen naturgemäß zu Eigen sind. Zu diesem Zweck besitzt die Hybris Mechanica à Gyrotourbillon, als Neuauflage dieser wegweisenden Uhr gleich zwei Käfige. Der äußere rotiert in sechzig Sekunden um die eigene Achse. Das innen liegende Drehgestell mit Unruh, Unruhspirale und Hemmung dreht sich innerhalb von 24 Sekunden um sich selbst. Insgesamt besteht der Gyrotourbillon-Mechanismus aus 90 Teilen, die zusammen nur 0,33 Gramm auf die Waage bringen. Ohne die Verwendung von Aluminium und Titan wäre solch ein Superlativ unerreichbar. Die Unruh mit variablem Trägheitsmoment besteht aus 14-karätigem Gold. Die Sekunden werden durch einen kleinen, am äußeren Alu-Korpus befestigten Zeiger angezeigt. Zwei Federhäuser bewirken mehr als 8 Tage Gangautonomie, eine Gangreserveindikation zeigt die verstrichene Zeit an. Zum Komplikationenspektrum der Hybris Mechanica à Gyrotourbillon gehören ferner ein Ewiges Kalendarium mit vier retrograden Zeigern und die Anzeige der wahren Sonnenzeit. Letztere justiert Jaeger-LeCoultre auf die geographischen Wohnort-Koordinaten des künftigen Besitzers.

      Dritter Akt der Trilogie: Die Hybris Mechanica à Triptyque
      2006 erhielt die Reverso von Jaeger-LeCoultre anlässlich ihres 75. Geburtstags mit der Reverso Grande Complication à Triptyque ein drittes Zifferblatt. Ihre Weiterentwicklung, die Hybris Mechanica à Triptyque, zeigt auf der Vorderseite im Wendegehäuse die bürgerliche Zeit, auf der Rückseite die Sternzeit, den Sternenhimmel, die Tierkreiszeichen, die Zeitgleichung sowie die Zeiten des Sonnenauf- und –untergangs, jeweils individuell berechnet für den Wohnort des künftigen Besitzers. In der Bodenplatte, dem dritten Zifferblatt, zeigt die Uhr ein ewiges Kalendarium. Insgesamt verfügt das Handaufzugswerk 175 über 19 verschiedene Komplikationen und bislang einmalige konstruktive Details. Etwa das Tourbillon, in dessen Zentrum die „Isometer-Hemmung“ mit Wippe für die Einteilung der Schwingungen verantwortlich ist. Seine Konstruktion und die Materialwahl, auch das moderne Silizium kommt hier zum Einsatz, machen Öl überflüssig und sorgen für akkurate Gangwerte. Die Schnittstelle zwischen den Gehäuseteilen verkörpert ein patentierter Hebelmechanismus. Fünf Patente sind für die 17,9 mm hohe Weißgold-Armbanduhr angemeldet.

      Exklusive Verpackung
      Dreißig Mal wird es die Uhrentrilogie Hybris Mechanica 55 geben. Sie werden von 2009 bis 2014 gebaut und die erste Auslieferung erfolgt im September 2010. Ebenso einzigartig wie die Uhrentrilogie selbst ist ihre optional erhältliche Verpackung. Nicht weniger als 1200 Kilogramm bringt sie auf die Waage, so dass Unbefugte sich unter keinen Umständen der tickenden Kleinodien bemächtigen können. Gemeint ist ein Edeltresor deutscher Provenienz in den Dimensionen 100 mal 150 Zentimeter, von Hand mit Leder oder Alcantara bezogen. Im Inneren finden sich drei Schubladen mit elektronisch gesteuerten Systemen, welche die Handaufzugswerke der Hybris Mechanica à Sonnerie, der Hybris Mechanica à Gyrotourbillon und der Hybris Mechanica à Tryptique regelmäßig mit Energie versorgen.
      Ein Kondensator- Verstärkersystem überträgt das Schlagen der Sonnerie – falls gewünscht – selbst bei geschlossenen Türen nach außen. Auf diese Weise bringt Jaeger-LeCoultre Sicherheit auf intelligente Weise in Einklang mit dem akustischem Erlebnis. Wer tickende Kunstwerke wie diese sein Eigen nennt, besitzt in der Regel noch weitere Armbanduhren. Insgesamt acht davon finden links und rechts auf den Uhrenbewegern Platz, weitere in den Schubladen.

      Mechanische Kompetenz seit 1833
      Ohne geniale Techniker, Mechaniker und Uhrmacher wäre das Schlagen der Uhrzeit aus der Tasche oder gar vom Handgelenk immer ein Wunschtraum jener Menschen geblieben, die das Besondere zum Maß ihrer hohen Ansprüche machen.
      Ganz entscheidende Verdienste um die dazu erforderliche Miniaturisierung der Schlagwerksmechanismen haben sich zweifellos die ambitionierten Uhrentüftler im abgeschiedenen Vallée de Joux erworben. In zäher Kleinarbeit gelang es ihnen, die Größe der Werke ohne Einbußen an Funktionalität und Klang auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Antoine LeCoultre und seine Nachfahren gehörten zu diesen Pionieren. Im Laufe ihrer langen Geschichte, welche 1833 in Le Sentier ihren Anfang nahm, entwickelte die Manufaktur Jaeger- LeCoultre mehr als 200 verschiedene Kaliber mit unterschiedlichsten akustischen Funktionen. Davon wiederum profitierte eine Vielzahl namhafter Uhrenmarken, die ihren feinen Zeitmessern mit entsprechendem Innenleben aus dem Jouxtal eine deutlich vernehmbare Stimme verliehen.
      Doch damit nicht genug. Für Jaeger-LeCoultre steckte schon immer der Himmel die Grenzen des uhrmacherischen Schaffens. Mechanische Limits zu überwinden schreckt die Mitarbeiter der
      Manufaktur Jaeger-LeCoultre in keiner Weise. Im Gegenteil: Sie fordern es geradezu heraus, sich immer wieder aufs Neue zu beweisen und die Möglichkeiten uhrmacherischer Schaffenskraft neu zu definieren.

      Hybris Mechanica 55, Technische Merkmale
      Hybris Mechanica à Grande Sonnerie Uhrwerk: Kaliber Jaeger-LeCoultre 182 Durchmesser: 37 mm
      Höhe: 10,42 mm Komponenten: 1300 Federhäuser: 2 Gangreserve: Gehwerk 50 Stunden, Schlagwerk12 Stunden
      Anzeigen:
      Springende Stunden Minuten Westminster Carillon, 4 « Crystal Gong » Betriebsarten: « Grande Sonnerie », « Petite Sonnerie », « Silence » durch einen Drücker bei 4 eingestellt
      Minutenrepetition (mit Drücker)
      Fliegendes Tourbillon:
      Unruh: mit 4 Regulierschrauben aus 14-Karat Gold Spirale: Qualität Nivarox I, freischwingend, mit Breguet-Krümmung Unruhfrequenz: 28'800 Halbschwingend pro Stunde (4) Durchmesser: 12,42 mm Höhe: 3,85 mm Komponenten: 67 Stoßsicherungen: 2 Springendes Ewiges-Kalendarium, rückspringende Anzeigen des Tages, Monates und Datum, Schaltjahranzeige Fliehkraftregler Gangreserve für Schlagwerk Gangreserve für Gehwerk Einstellung der springenden Stunden durch einen Drücker bei 2 Uhr Einstellung der Minuten durch den zweiten Drücker bei 2 und einen bei 4 Uhr.
      Gehäuse:
      Weißgold Durchmesser : 44 mm Höhe 15 mm Saphiruhrglas inbegriffen
      Armband:
      Handgenähtes Alligatorleder mit Faltschließe aus Weißgold
      Hybris Mechanica à Gyrotourbillon Uhrwerk: Kaliber Jaeger-LeCoultre 177 Durchmesser: 36,3 mm
      Höhe: 10,85 mm Komponenten: 679 Lagersteine: 77 Federhäuser: 2, mit Saphirglasdeckel und -boden Gangreserve: 8 Tage
      Sphärisches Tourbillon:
      Unruh: mit 6 Reguliergewichten aus 14-Karat Gold Spirale: Qualität Nivarox I, freischwingend, mit Breguet-Krümmung Unruhfrequenz: 21'600 Halbschwingend pro Stunde (3 Hz) Durchmesser: 13,86 mm Gewicht: 0,336 Gramm Komponenten: 112 Drehgeschwindigkeit der Käfigen: aussen 1/minute, innen2,5/minute Stoßsicherungen: 6
      Anzeigen:
      Stunde, Minute und Sekunde Gangreserve Mitlaufende Zeitgleichung (wahre Sonnenzeit) Ewiger Kalender mit: Datumanzeige mit zwei rückspringenden Zeigern (vom 1. bis 16. bzw. vom 16. bis 28., 29., 30. oder 31. des Monats), Rückspringender Monatsanzeige Rückspringender Schaltjahranzeige auf der Rückseite der Uhr
      Gehäuse:
      Weißgold Durchmesser 43 mm Höhe 14,9 mm, Saphiruhrglas inbegriffen
      Armband:
      Handgenähtes Alligatorleder mit Faltschließe aus Weißgold
      Hybris Mechanica à Triptyque Uhrwerk Kaliber Jaeger-LeCoultre 175 Komponenten: 642 Werkgrösse: 35,8 x 34,6 x 7,5 mm Höhe: 7,50 mm
      Lagersteine:79 Federhäuser: 2, mit Saphirglasdeckel und -boden
      Tourbillon mit Ellipsen-Isometerhemmung Unruh: mit 4 Regulierschrauben aus 14-Karat Gold Spirale: Qualität Nivarox I, freischwingend Unruhfrequenz: 21'600 Halbschwingend pro Stunde (3 Hz)
      Anzeigen:
      Funktionsanzahl: 19 Gangreserve: Uhrwerk 48 Stunden, Kalenderwerk: 3 Tage Sternzeit Tierkreiskalender Zeitgleichung Sonnenaufgangs- und -untergangszeit Ewiger Kalender Springende Anzeige des ewigen Kalenders Wochentag Retrograde Datumsanzeige Datum Monat Jahr (inklusive Schaltjahreszyklus) Mondalter und -phasen
      Gehäuse:
      Weißgold, 37,7 x 55 mm, Höhe 17,9 mm,
      Armband:
      Handgenähtes Alligatorleder mit Faltschließe aus Weißgold

      Quelle: http://zeiteisen.at/page5/files/9de3253b9d3691b6e159821c273a5db8-21.html
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      Jaeger-LeCoultre Hybris Mechanica - Komplizierter geht es ni

      Jaeger-LeCoultre Hybris Mechanica - Komplizierter geht es nicht :)

      Hier gibt es auch noch Infos dazu: http://www.uhren-wiki.net/index.php?title=Jaeger-LeCoultre

      Aufsehenerregende Komplikationen

      Jaeger-LeCoultre Uhrentrilogie Hybris Mechanica 55
      © Jaeger-LeCoultreEin weiterer Zweig der Produktion konzentriert sich auf neue Erfindungen und Projekte im Bereich der hochkomplizierten Spezialitäten. Dazu gehören die Modelle Gyrotourbillon 1 und Reverso Gyrotourbillon 2 mit sphärischem Tourbillon sowie das preisgekrönte Modell Duomètre à Chronographe, das 2008 zur Uhr des Jahres gewählt wurde.

      Im Herbst 2009 wird die Parade der Weltneuheiten und exklusiven Komplikationen noch gesteigert: durch Präsentation der Trilogie "Hybris Mechanica 55", die in der Summe 55 Komplikationen umfaßt und zwischen 2010 und 2014 in einer Auflage von 30 Sets ausgeliefert wird. Die Kollektion setzt sich aus drei Armbanduhren zusammen, die, jede für sich auf ihre eigene Weise, alles bisher in der Uhrenwelt Bekannte übertreffen: der Hybris Mechanica à Grande Sonnerie (zu diesem Zeitpunkt gleichzeitig die komplizierte Armbanduhr der Welt), der Hybris Mechanica à Triptyque und der Hybris Mechanica Gyrotourbillon.

      Damit noch nicht genug: Zu jedem Set gibt es einen speziell angefertigten, aufwendigen Uhrensafe des deutschen Tresorherstellers Doettling.
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      Für 2,5 Millionen Euro wird der Safe gleich mitgeliefert

      Für 2,5 Millionen Euro wird der Safe gleich mitgeliefert

      Markus Döttling aus Maichingen baut mit seiner Döttling GmbH Tresore. Hochwertige Safes. Dass Markus Döttling und sein Team in ihrem Segment längst weltweit einen herausragenden Ruf genießen, beweist die jüngste Kooperation des Unternehmens, das vor fast 90 Jahren in Maichingen als Schlosserei gegründet wurde.

      „Wir haben die beste Uhr der Welt. Und wir brauchen dafür den besten Safe der Welt.“ So beschreibt Markus Döttling (Bild: z) die Anfrage des Luxusuhren-Herstellers Jaeger-LeCoultre aus der Schweiz. Döttlings Vorzeige-Safe, das Modell „Bel Air“, diente als Grundlage für eine bislang einzigartige Kombination: In einem auf Bestellung in Magstadt gefertigten Luxussafe liegen drei Uhren, die mit dem Wort exklusiv nur unzureichend beschrieben sind: „Hybris Mechanica 55“. Wahre Wunderwerke der Uhrmacherkunst, eines davon mit einem aus 1300 Einzelteilen bestehenden Schlagwerk, das den kompletten Westminster-Glockenschlag imitiert. Zusammen verfügen die drei Armbanduhren des Sets über 55 mechanische Komplikationen, die das Herz jedes Uhren-Fans höher schlagen lassen.

      Gebaut wird „Hybris Mechanica 55“ nur auf Bestellung, ebenso wie die Safes, in denen sie ihr Besitzer dann aufbewahren kann. Kostenpunkt für das Komplett-Paket: 2,5 Millionen Euro, von denen freilich nur ein Bruchteil an die Döttling GmbH geht, wie Markus Döttling betont.

      Selbst für ausgewiesene Kenner und Liebhaber außergewöhnlicher Chronometer sind 2,5 Millionen Euro kein Pappenstiel. Dafür überträgt ein aufwändiges Akustiksystem im Safe jeden Schlag der im Innern lagernden Armbanduhr nach außen.



      Falls sich gerade jemand überlegt, ob er sein Sparbuch plündern soll: keine Chance. Gerade einmal 30 Stück der „Hybris Mechanica“ gibt es weltweit. Jaeger LeCoultre entscheidet, wer in den Genuss des Schmuckstücks kommen darf und lädt dann zur ebenfalls nicht ganz gewöhnlichen Produkt-Präsentation. In den venezianischen Luxus-Hotels Danieli und Cipriani wurde „Hybris Mechanica 55“ samt Döttling-Safe unter verschärften Sicherheitsbedingungen einem ausgesuchten Kundenkreis vorgeführt. Während der Biennale, versteht sich. Anschließend ging’s nach Singapur zur Asien-Premiere im Capella Resort, das als eines der besten Hotels der Welt gilt.

      Ein exklusives Luxusprodukt in einem ebensolchen Safe – ein besseres Marketing in einer Branche, die ganz besonders von der Mund-zu-Mund-Propaganda profitiert, hätte sich Markus Döttling nicht erträumen können: „Auf die Zusammenarbeit mit Jaeger LeCoultre sind wir schon sehr stolz.“

      Abheben gilt für Markus Döttling und seine mittlerweile 13 Mitarbeiter trotz solcher Erfolge nicht. Auch wenn luxuriöse Safes aus Maichingen und Magstadt heute in alle Welt gehen, ist eines doch auch in der vierten Unternehmensgeneration gleich geblieben. „Finest german handcraft since 1919“, steht auf den Döttling-Safes. Oder, wie Markus Döttling sagt: „Wir nehmen Handwerk wörtlich.“
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      Hybris Uhr schlägt die kostbarste Sekunde der Welt

      Hybris Uhr schlägt die kostbarste Sekunde der Welt

      Schweizer Uhrmacher Jaeger-LeCoultre baut die komplizierteste Uhrentechnik der Welt. Sie kostet 1,8 Millionen Euro und ist revolutionär.


      Wer beim Stichwort Mechanikuhr an weißhaarige Uhrmacher denkt, die in einsamen Bergdörfern an wurmstichigen Werkbänken sitzen, dürfte jetzt enttäuscht sein: David Candaux ist kaum dreißig Jahre alt, trägt einen Igelschnitt und auf seinem Schreibtisch liegen weder Zeiger noch Zahnräder, sondern Formelsammlungen und Taschenrechner.

      Zwar steht Candaux’ Tisch beim Uhrenhersteller Jaeger-LeCoultre tatsächlich in den Bergen des Schweizer Juras, aber wurmstichig ist bei der Manufaktur gar nichts. Die rund 1000 Mitarbeiter arbeiten seit langem nicht mehr nur mit alten Handwerkstechniken. Im Entwicklungszentrum stehen vielmehr moderne CAD-CAM-Systeme, die über Server mit CNC-Fräsen und -Drehmaschinen verbunden sind.

      Anstatt eine Uhrmacherlupe über seine schmale Metallbrille zu stülpen, verschiebt Candaux mit seiner Maus die Animation eines Uhrwerks auf dem Flachbildschirm. Zusammen mit einem Team von Designern, Ingenieuren und Uhrmachern hat der junge Schweizer fünf Jahre lang das feinste Fingerspitzenhandwerk der traditionellen Uhrmacherei mit modernster Technik zusammengebracht, um die Komplizierteste Armbanduhr der Welt zu bauen: die Hybris Mechanica à Sonnerie.

      Völlig automatisch spielt sie die Melodie des Londoner Tower of Westminster nach, zu jeder vollen und Viertelstunde und auf Knopfdruck auch dazwischen. Nebenbei zeigt sie die Zeit über springende Zeiger und eine digitale Stundenanzeige und gibt automatisch das korrekte Datum für die nächsten 90 Jahre an.

      Sicherlich, hochkomplizierte Uhren sind seit Jahrhunderten die Spezialität der Schweizer. Aber noch nie in der Geschichte hat eine Firma die traditionellen Techniken und Konzepte so konsequent ignoriert und so intensiv auf Forschung und Entwicklung gesetzt wie bei dieser Uhr.

      Das Ergebnis: 1300 Teile, die zusammen im Schraubverschluss einer Limoflasche Platz finden würden. Zusammen mit den 13 Patentanträgen und insgesamt 26 verschiedenen Funktionen bedeuten sie nicht nur zwei Weltrekorde in der Uhrmacherei, sie machen den Zeitmesser auch zum aufwändigsten mechanischen Puzzle, das je ein Uhrmacher zu lösen hatte.

      Das exquisite Uhrenset Hybris

      Die Sonnerie-Uhr ist das Highlight eines Sets mit dem Namen Hybris Mechanica 55. Hybris, Übermut, nennt die Manufaktur die drei Armbanduhren mit ihren insgesamt 55 Zusatzfunktionen, den Komplikationen, die die Manufaktur bis 2014 dreißig Mal zum rekordverdächtigen Preis von je 1,8 Millionen Euro verkauft.

      Außerdem im Set ist eine neue Version des 2004 vorgestellten Gyrotourbillon I. Bei ihr geht es um extreme Genauigkeit; ihr Tourbillon dreht sich um zwei Achsen, um die Einflüsse der Schwerkraft auf den Gang zu eliminieren. Bei anderen Uhren war es immer nur eine Achse, um die das Drehgestell der Unruh rotiert, des Taktgebers jeder mechanischen Uhr. Insgesamt zehn Komplikationen haben die Schweizer in dieser Uhr verbaut, darunter ein Ewiger Kalender mit zurückspringenden Zeigern und eine Anzeige für den Sonnenstand.

      Die dritte Uhr ist eine Sternwarte für den Arm; eine überarbeitete Reverso Grande Complication à Triptyque aus dem Jahr 2006. Ihr rechteckiges Wendegehäuse zeigt auf Vorder-, und Rückseite sowie im Chassis des Wendegestells nicht nur Sternzeit und Sternenhimmel, sondern auch Tierkreiszeichen und Zeitgleichung sowie Sonnenauf- und –untergangszeit – individuell eingestellt auf den Wohnort des Besitzers. Insgesamt 19 Funktionen gibt es an ihr zu entdecken.

      Zeit hörbar machen

      Damit keine Missverständnisse auftreten: Candaux ist kein Uhrmacher, sondern Ingenieur und verantwortlich für die Entwicklung von so genannten Repetitionsuhren, das sind Uhren, die die Zeit hörbar machen, indem Tonfedern im Rhythmus angeschlagen werden. Denn heute konstruiert kein Uhrmacher mehr alleine mit Rechenschieber und Bleistift ein Uhrwerk. Das wäre zwar ein aufregendes Zeugnis dieser über 500 Jahre alten Handwerkskunst – aber es wäre eben alt und traditionell.

      Stattdessen haben die Hersteller begriffen, dass Mechanikuhren heute nur begeistern, wenn sie diese alten Techniken neu erfinden oder zumindest zeitgemäß interpretieren. Moderne Herstellungsprozesse helfen, die besten Erfindungen der Vergangenheit in außergewöhnlicher Aufmachung neu in Szene zu setzen.

      Der Gipfel der Gefühle – und der Quälerei

      Und bis heute ist der Repetitionsmechanismus für den Uhrmacher das, was der Mount Everest für den Bergsteiger bedeutet: der Gipfel der Gefühle – und der Quälerei. Nirgendwo sonst wird die alte Uhrmacherkunst so stark von Materialwissenschaft, Klangkunde, Fingerspitzengefühl und Erfahrung beeinflusst.

      Eine Repetition schlägt die Zeit wie eine Turmuhr; oval geformte Rechen tasten die aktuelle Zeit im Uhrwerk ab und kleine Hämmerchen schlagen im Takt eines Fliehkraftreglers auf Tonfedern ein, die sich außen um das Werk winden. Diese Töne klar und schön erklingen zu lassen ist das Kernproblem des Mechanismus und der Grund, warum diese Uhren bis heute nur in homöopathischen Mengen auf den Markt kommen.

      Die Westminster-Melodie in der Hybris Mechanica à Sonnerie ist unter den Klanguhren die Komplizierteste. Denn sie spielt den weltbekannten Ohrwurm à sonnerie, also völlig automatisch. Dafür hätte Candaux die traditionelle Repetitionsmechanik nicht verwenden können, zu voluminös sei der Mechanismus, erklärt er. Es sollten ja auch noch ein Ewiger Kalender und ein Tourbillon im Uhrwerk Platz finden.

      Der Miniatur-Computer "Infernal Tower"

      Also hat er das Konzept völlig überarbeitet und einen mechanischen Miniatur-Computer erfunden, den er passend den „Infernal Tower“ nennt, den teuflischen Turm. Von dem nur fünf Millimeter hohen Konstrukt aus Zahnrädern, Schnecken und Federn wird sowohl die Zeitanzeige, als auch die Glockenschlag-Funktion abgeleitet. Bisher funktionierte das umgekehrt: Der Repetitionsmechanismus tastet die Zeit vom Uhrwerk ab, was schon mal zu Lesefehlern oder sogar Blockaden in den hochkomplizierten Miniatur-Mechanismen führte. Mit dem Turm kann so etwas laut Candaux jetzt nicht mehr passieren.

      Das Prinzip der klingenden Uhr wurde vor 320 Jahren in England erfunden. Das leidige Gefummel mit Kerze und Feuerstein sollte ein Ende haben, wenn man im Dunkeln die Zeit erfahren wollte. Angeblich lauschte sogar Napoleon seiner Repetitionsuhr, um beim Warten auf den Schlachtbeginn im Morgengrauen nicht durch eine Kerzenflamme zur Zielscheibe zu werden.

      Bei Jaeger-LeCoultre kennt man sich mit den Klangwerken aus. Denn in den über 175 Jahren Firmengeschichte wurden hier schon mehr als zweihundert solcher Werke entwickelt. Und in den letzten Jahren hat die Firma noch einmal viel in Forschung und Entwicklung dieser Uhren investiert.

      Heute werden solch hochkomplizierte Mechanismen mittels CAD-Software zuerst im Computer zusammengesetzt und mit speziellen Programmen virtuell auf mögliche Funktionsfehler geprüft. Erst dann werden die Einzelteile vollautomatisch durch Datenübermittlung an CNC-Fräsen hergestellt. Diese Bauteile setzen versierte Uhrmacher zu den ersten Prototypen zusammen, verfeinern sie und modifizieren, was Probleme bereitet. Außerdem arbeiten die Hersteller mit Klangsimulation, Schallboxen und Soundspezialisten, um den perfekten Ton zu finden.

      „Ein großes Problem ist die Dimensionierung des Gehäuses“, erklärt Candaux. Für eine klingende Uhr sollte es eigentlich so dünn wie möglich sein. Bei dem Modell von Jaeger-LeCoultre ist das Gehäuse allerdings mehrere Millimeter dick. „Dünner ging es nicht, sonst hätten wir die Uhr nicht wasserdicht machen können.“

      Eine völlig neue Idee - der Chrystal-Gong

      Deshalb spielt das Weißgold-Gehäuse bei der Klangentfaltung der Hybris Mechanica à Sonnerie nur eine untergeordnete Rolle, denn Dichtungen dämpfen jede Schwingung ab. Um die Uhr trotzdem zum Klingen zu bringen, haben die Schweizer Uhrmacher Flugzeug-Ingenieure um Hilfe gebeten: Zusammen mit den Spezialisten für Resonanzberechnungen entwickelten sie eine völlig neue Idee: den Chrystal-Gong. „Das Glas wird hier zum Lautsprecher, indem es an einer kleinen Stelle mit Metall bedampft wird, auf das die Tonfedern direkt aufgesetzt werden“, erklärt Candaux.

      Zudem hat er einen neuen Schlagmechanismus entwickelt, die Trebuchet-Hämmerchen. Durch ein zusätzliches Gelenk schlagen sie mit über 80 Prozent der Federkraft an die Tonfeder – im Gegensatz zu nur rund zehn Prozent bei traditionellen Hämmerchen. Diese Krafteinsparung lässt die Handaufzugsuhr nicht nur lauter klingen – über 50 Dezibel sollen möglich sein –, sie sorgen auch für eine Schlagwerks-Gangreserve von 12 Stunden.

      Der letzte Schliff mit der Feile

      Im Atelier neben Candaux’ Büro erklärt Montageleiter Christian Laurent – er ist tatsächlich weißhaarig – das Computer-Programm, das sie für die Tests ihrer Uhren entwickelt haben. Der französische Dirigent Georges Prêtre, ehemals Chef der Wiener Symphoniker, half dabei, die passenden Parameter zu finden: Lautstärke, Tonhöhe, Klangfülle und -dauer. Jede Uhr bekommt hier ihr eigenes Soundprofil und „anhand der individuellen Kurven in der Grafik können wir schnell ablesen, wo wir noch etwas verändern müssen“.

      Zum Schluss kommt sie dann doch noch ins Spiel, die hohe Uhrmacherkunst, und das Handwerk übernimmt die Führung vor der Computertechnik: Die Änderung der Klangprofile wird durch Kürzen der Tonfedern oder minimales Anfeilen an bestimmten Stellen erreicht. Wo, das wissen nur Uhrmacher, die jahrelang akustische Zeitmesser gebaut haben. Und nur sie haben das Ohr, mit dem sie die einzelnen Töne zu einem beeindruckenden Konzert der Zeit modulieren können. Und nur sie verstehen es, den Wert dieser Uhren hörbar zu machen.
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