Interessantes zu Formel 1 im Jahr 2010

    FIA hält an Briatore-Bann fest und will Berufung

    FIA hält an Briatore-Bann fest und will Berufung

    Paris (dpa) - Kein Erbarmen für Flavio Briatore: Der Automobil-Weltverband FIA hat die lebenslange Sperre gegen den früheren Formel-1-Teamchef bekräftigt und will Berufung gegen das Urteil der Pariser Richter einlegen.

    Diese hatten den unbefristeten Bann gegen den Italiener für unzulässig erklärt. Der neue Verbandschef Jean Todt, der Senat und die FIA-Anwälte hätten diese Entscheidung einstimmig getroffen, hieß es in einer Mitteilung. Der Unfall-Skandal geht damit in die nächste Runde. Beim Nachtrennen in Singapur 2008 soll Briatore einen absichtlichen Crash des Renault- Piloten Nelson Piquet Jr. angeordnet haben. Er war dafür von der FIA ein Jahr später bestraft worden.

    Immerhin will die FIA bis zur endgültigen Klärung des Falles Briatores Klienten im Formel-1-Fahrerfeld nun doch wieder die Superlizenz in gewohnter Weise gewähren. Bislang hatte der Verband darauf bestanden, dass Piloten wie der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso und Sebastian Vettels Teamkollege Mark Webber sich von Briatores Managementfirma trennen müssen, ehe sie die Fahrerlaubnis für die neue Saison erhalten. Damit wolle man eine mögliche «Verunsicherung der Fahrer, die von dieser Entscheidung betroffen sind», vermeiden.

    Die Warnungen von Briatores Anwalt Philippe Ouakrat verhallten beim Weltverband jedoch ungehört. «Die FIA hat null Chancen mit einer Berufung», meinte Ouakrat in der Vorwoche. Sein Mandant hatte die Vorwürfe in der Singapur-Affäre stets bestritten. Das Tribunal de Grande Instance in Paris hatte Briatores Sperre am vergangenen Dienstag ausgehebelt, weil die Beweislage aus Sicht der Juristen zu dünn war. Auch den Fünf-Jahres-Bann gegen den ehemaligen Renault- Chefingenieur Pat Symonds hatte das Gericht für ungültig erklärt.

    Zudem kritisierten die Richter die Rolle des früheren FIA- Präsidenten Max Mosley, der die Verbandsklage gegen Briatore auf den Weg gebracht und dann an der Spitze des Motorsport-Weltrats die Sperre für den PS-Paradiesvogel mitbeschlossen hatte. «Die Sache ist noch nicht vorbei», meinte Mosley daraufhin und empfahl der FIA und seinem Nachfolger Todt die Berufung. «Das Urteil von Paris hat ernsthafte Schwachstellen», befand der studierte Jurist.

    Allerdings kündigte die FIA am Montag auch an, im Licht der Entscheidung des Tribunal de Grande Instance über weitere Änderungen seiner Sportgerichtsbarkeit nachzudenken. «Die Arbeit daran ist weit fortgeschritten», schrieb die Dachorganisation. Dennoch zeigte sich der Verband im speziellen Fall Briatore betont unnachgiebig. Die FIA, all ihre Organe und Mitgliedsclubs würden «alles tun, was notwendig ist, um Anstand und Sicherheit des Sports zu bewahren», hieß es.

    Erste Ausfahrt für Schumacher

    Erste Ausfahrt für Schumacher
    Von Robert Dunker 12. Januar 2010, 04:00 Uhr

    Formel-1-Rekordweltmeister startet heute zu einem dreitägigen Test im Rennwagen einer Nachwuchsklasse
    Berlin - Das passt ja zur Frischzellenkur: Michael Schumacher (41) beginnt seine zweite Formel-1-Karriere in der Nachwuchsserie der GP2. Er bringt sich in einem für seine Verhältnisse untermotorisierten Fahrzeug in Schwung und wird von heute bis Donnerstag einen Einheitswagen der Serie in Jerez de la Frontera testen. "Der Test stellt ein gewisses Aufwärmen nach den paar Formel-1-Runden im Sommer in Mugello dar", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Der Automobil-Weltverband Fia erteilte eine Ausnahmegenehmigung; Piloten der höchsten Kategorie dürfen erst von Anfang Februar an testen.

    Der Mercedes-Rennstall und die GP2-Veranstalter verwiesen in der Fußnote einer Presseklärung auf eine "private Veranstaltung". Die Probefahrt im Achtzylinder findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Offiziell nimmt der 41 Jahre alte Schumacher an einem "Entwicklungstest" der GP2 teil.

    Wenn Schumacher das erste Mal an den Lenker greift, gibt es wieder dieselben Mechanismen. Es gilt höchste Geheimhaltungsstufe, und jeder hofft, dass etwa vom Glanz des siebenmaligen Weltmeisters abfällt. Serienpromoter Bruno Michel schwärmte von einem "Meilenstein" und der "Ehre" und dem "Privileg", das der GP2 zuteil werde. Michael Schumachers Erfahrung und seine Ratschläge seien von unschätzbarem Wert.

    Die GP2 ebnete schon Ex-Weltmeister Lewis Hamilton, Timo Glock und auch Schumachers neuem Teamkollegen Nico Rosberg den Weg in die Formel 1. Die Boliden sind ebenfalls mit Slicks ausgestattet, und elektronische Fahrhilfen gibt es auch nicht. Sie werden von 600 PS angetrieben, das sind etwa 150 PS weniger als im Heck von Schumachers künftigem Dienstfahrzeug, mit dem er am 14. März in Bahrain vor die Startampel rollt.

    Trotzdem werden die Probefahrten in Andalusien für Schumacher richtungsweisend sein. Bei dem dreitägigen Test wird er auf jedes Zwicken in der Nackengegend achten. Seinen bisher letzten Comebackversuch musste er abbrechen, nachdem die Schmerzen bei einer Ausfahrt Ende Juli auf der Ferrari-Teststrecke in Mugello unerträglich geworden waren - Folge eines Motorradunfalls im Frühjahr 2009. Ein Physiotherapeut der Sportklinik in Bad Nauheim wird ihn auch jetzt in Jerez begleiten.

    Die Bedenken, der damals angebrochene Nackenwirbel könne den Fliehkräften immer noch nicht standhalten, trat er bei der Präsentation vor Jahresfrist am Teamsitz in Brackley entschieden entgegen. Er fühle sich "körperlich absolut fit. Der Nacken ist absolut beschwerdefrei". Seine Ärzte hätte ihm signalisiert, dass er nichts zu befürchten habe. Als Hinweis auf eine erfolgreiche Reha galt ihm das Training in seiner eigenen mobilen Fitnesshalle an der Nackenmaschine. "Da konnte ich in Bereiche hineintrainieren, in die ich vor einem halben Jahr noch nicht gekommen war."

    Während nur noch diese einzige Unwägbarkeit die Rückkehr Schumachers verhindern könnte, werden schon die ersten Geschäfte mit Schumacher getätigt. Bei den Londoner Buchmachern ist Schumacher laut "Times" der dritte Favorit auf den Gewinn der Weltmeisterschaft hinter Lewis Hamilton (McLaren) und Fernando Alonso (Ferrari).

    Schumacher stattete den Mercedes-Ingenieuren nach beendetem Winterurlaub einen zweiten Besuch ab. Er brachte sich in Brackley und in der Mercedes-Motorenschmiede in Brixworth auf den neusten Stand. Schumachers neuer Bolide wird Ende des Monats in Stuttgart vorgestellt.

    Der Neuling pries die entspannte Atmosphäre und die Motivation der Belegschaft. "Dies ist ein Weltmeisterteam, aber es wirkt in keinem Fall erfolgsverwöhnt; es wirkt im Gegenteil hungrig nach mehr", schrieb er auf seiner Homepage. Auch dass er Deutsch mit den Mitarbeitern reden könne, ist für den Ex-Ferrari-Piloten ein Gewinn. "Ich finde das sehr angenehm."

    Paar interessante Links

    [highlight=red]So, Schluß mit den Vorabinfos! Jetzt kommen wir zur Sache![/highlight]

    Paar interessante Links:

    http://www.mercedes-gp.com
    http://www.formel1.de
    http://formel-eins.rtl.de
    http://www.mercedes-benz.com/motorsport
    http://sport.rtl.de/formel-1/formel1_saison.php
    http://www.motorsport-total.com/f1
    http://www.formel1-aktuell.org
    http://www.formel-1gp.de
    http://formel1saison.de
    http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=spor&itemid=10093
    http://motorsport.mercedes-benz.com/newmotorsport/main.php?lang=de
    http://www.fia.com/sport/Championships/F1/F1_Season_Guide/2008.html (englisch)

    Datenbank mit Informationen über die Geschichte der Formel 1, über Rennfahrer, Teams und Rennstrecken bei Wikipedia.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Formel_1
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    Comeback in Jerez gestartet

    Comeback in Jerez gestartet
    EXKLUSIV: Erste Fotos vom Schumi-Test

    Michael SchumacherDie besten Bilder aus Schumis KarriereDie ersten Fotos vom Schumi-Test: Der neue Mercedes-Pilot im GP2-Auto auf dem Kurs in Jerez...1 von 3212.01.2010 - 10:51 UHRVon Michael Makus
    Schumi ist zurück! Heute um 9:07 Uhr hat Rekord-Weltmeister Michael Schumacher (41) sein Sensations-Comeback im spanischen Jerez gestartet!

    Bei bewölktem Himmel und 13 Grad fuhr Schumi erstmals auf die Strecke in Andalusien und absolvierte in einem Formel-1-ähnlichen GP2-Auto zunächst eine erste Installationsrunde. Danach fuhr Schumi zurück in die Box, wo der Bolide erneut durchgecheckt wurde.

    Auf der extra abgesperrten Strecke, brauchte Schumi rund zwei Minuten für die Runde.

    Um 9.50 Uhr begann Schumacher, der einen neutralen weißen Rennanzug trug, mit einem Fünf-Runden-Block mit der eigentlichen Testarbeit.

    Wieso testet Schumi im GP2-Auto?

    Laut Reglement sind Testfahrten mit Formel-1-Autos in diesem Monat noch nicht erlaubt. Erst vom 1. bis 3. Februar findet in Valencia der erste offizielle Test für die Saison 2010 statt, die am 14. März in Bahrain beginnt.

    Als Alternative testet Schumi daher in einem Entwicklungsauto der GP2-Serie, aus der in den letzten Jahren Nico Rosberg (24/2005), Lewis Hamilton (25/2006), Timo Glock (27/2007) und Nico Hülkenberg (22/2009) mit dem Meistertitel in die Königsklasse aufgestiegen waren. Ein GP2-Bolide hat rund 600 PS und damit etwa 150 PS weniger als die aktuellen Formel-1-Wagen.

    Was sollen die Testfahrten (dauern bis Donnerstag) für Schumi bringen?

    • Schumi will das Fahrgefühl zurück!

    • Schumi will sein neues Ingenieurs-Team kennen lernen!

    • Schumi will sehen, wie sein Körper auf die Belastung reagiert!

    Schumi wird während der drei Test-Tage einen Physiotherapeuten der Sport-Klinik Bad Nauheim an seiner Seite haben. Zudem ist ein ständiger Austausch mit Klinik-Leiter und Leibarzt Dr. Johannes Peil geplant.

    Doch weder der neue Mercedes-Star noch sein Doc erwarten Komplikationen. Ein Vertrauter zu BILD: „Michael ist topfit und gesund. Er hat schon wieder diesen Energie-Look.“

    Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug (57): „Der Test stellt ein gewisses Warm-up nach den paar Formel-1-Runden im Sommer in Mugello dar.“

    Der Jerez-Test begann bereits gestern Nachmittag für Schumi mit einer Sitzprobe im GP2-Wagen. An seiner Seite: ein komplettes GP2-Team sowie zwei Mercedes-Mechaniker. Nach der rund zweistündigen „Anprobe“ ging's gemeinsam mit dem Team ins Restaurant „Mesion la Cueva“ zum Tapas- und Fisch-Essen...

    Seine schlimmsten UnfälleDie schlimmsten Unfälle: 30. Januar 2002 Barcelona – Endstation Leitplanke – mit 240 km/h. Bei Testfahrten in Barcelona 2002 hat Schumi einen bösen Unfall.

    Michael Schumacher testet GP2-Fahrzeug

    Michael Schumacher testet GP2-Fahrzeug

    MERCEDES GP PETRONAS-Pilot Michael Schumacher testet von Dienstag, 12. Januar bis Donnerstag, 14. Januar 2010 im spanischen Jerez ein Fahrzeug der GP2-Serie als Vorbereitung auf sein Formel 1-Comeback im Silberpfeil.

    Die Nachwuchs-Serie GP2 gilt als unmittelbare Vorstufe zur Formel 1 und wird seit 2005 im Rahmenprogramm der europäischen Formel 1-Rennen ausgetragen. Zahlreiche aktuelle Formel 1-Piloten haben diese Serie bereits durchlaufen, darunter Schumachers Teamkollege Nico Rosberg (GP2-Meister 2005), Lewis Hamilton (GP2-Meister 2006), Timo Glock (GP2-Meister 2007), Nico Hülkenberg (GP2-Meister 2009), Heikki Kovalainen und Sébastien Buemi.

    Michael Schumacher über seinen ersten Testtag (12. Januar 2010):
    „Der Tag heute war schon allein deshalb gut, weil ich nach langer Zeit mal wieder in einem Auto fahren konnte, das annähernd an die aktuelle Formel 1 heran kommt. Zwar hat das Wetter nicht ganz so mitgespielt, wie uns allen lieb gewesen wäre, aber trotzdem wurden alle meine Sinne wieder wachgerüttelt – das allein war es schon wert. Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt auf der Strecke und möchte mich natürlich ganz ausdrücklich bei unserem Team und der GP2 für die Möglichkeit zu fahren, bedanken.“

    Michael Schumachers Fazit nach dem zweiten Testtag (13. Januar 2010):
    "Das war doch schon mal ein großer Fortschritt heute, immerhin konnten wir bestimmt 90 Prozent der Zeit doch im Trockenen fahren. Sogar zwei Long-Runs haben wir machen können, die schön konstant waren. Die Tage hier in Jerez lohnen sich auf jeden Fall, denn selbst wenn ich mal nicht fahren konnte, habe ich doch die Zeit für Gespräche mit Ingenieuren, Abstimmungsarbeiten und gemeinsamer Vorbereitung auf die Saison nutzen können."
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    Norbert Haug im Interview mit Motorsport aktuell

    Norbert Haug im Interview mit Motorsport aktuell

    Das Interview erschien am 12. Januar 2010.
    Motorsport aktuell (MSA): Sie sind maßgeblich am größten Comeback im Motorsport beteiligt - haben quasi die Fäden gezogen. Wie stolz sind Sie, dass Ihnen dieser Coup gelungen ist?

    Norbert Haug: „Wir arbeiten als Team und wer was wann beigetragen oder - wie Sie sagen "die Fäden gezogen hat" ist unerheblich, solange die Gesamtrichtung stimmt. Und das tut sie im Falle unseres neuen Formel 1 Teams Mercedes GP Petronas. Wir konnten innerhalb von fünf Wochen nach der Saison, zwischen 18. November und 23. Dezember nacheinander Teamkauf, Nico Rosbergs Verpflichtung, Petronas als Sponsorpartner und - einen Tag vor Weihnachten - schließlich die Unterschrift von Michael Schumacher bekanntgeben. Allesamt gute Nachrichten für die Formel 1 und für die Premiummarke Mercedes-Benz Und darüber freue ich mich sehr. Stolz bin ich erst, wenn wir gewinnen - aber bestimmt nicht, indem ich dann tolle Storys erzählen werde.“

    MSA: Wie lange haben Sie schon von einer erneuten Zusammenarbeit mit Michael Schumacher geträumt?

    Norbert Haug: „Geträumt habe ich davon nie, aber ich verfolge den Gedanken grundsätzlich seit über 15 Jahren. Michael weiß das, wir hatten einige Male verhandelt, aber nie die passende Basis zum richtigen Zeitpunkt gefunden. Diesmal hat's dann gepasst.“

    MSA: Was stand einer Verpflichtung Schumachers zu einem früheren Zeitpunkt (bei McLaren-Mercedes) im Weg?

    Norbert Haug: „Der gemeinsame Nenner. Es gab zum Beispiel 1998 Gespräche, die nicht zum Ziel führten.“

    MSA: Konzernintern ist die Verpflichtung Schumachers nicht überall auf Verständnis gestoßen. Der Betriebsrat hat sich sehr kritisch geäußert. Sind diese Stimmen inzwischen verstummt.

    Norbert Haug: „Es gab zwei öffentliche Aussagen, einmal zu Mercedes Grand Prix, einmal zu Michael Schumachers Verpflichtung. Beide Aussagen berücksichtigen leider nicht: Daimler gibt für sein Formel 1-Engagement mit eigenem Team im nächsten Jahr ca. 60 Prozent weniger - verglichen zum Höchststand 2005 - aus. Wir haben unsere Formel 1-Kosten mit unserem neuen System, also innerhalb von fünf Jahren, mehr als halbiert - und wir waren schon damals, verglichen mit der Konkurrenz, ausgabenseitig am unteren Ende.
    Im Gegensatz zu unseren Vereinbarungen mit McLaren, als Mercedes-Benz 50 Prozent der Fahrergehälter bezahlte, wird unser Formel 1-Team die Fahrerbezüge einzig und allein aus seinen Einnahmen bestreiten. Und die kommen ausschließlich von unseren Sponsorpartnern und dem kommerziellen Rechteinhaber FOM, nicht aber von Mercedes-Benz.
    Kritik, Mercedes-Benz würde zu viel Geld für Michael Schumacher ausgeben, läuft also zwangsläufig ins Leere, weil sie nicht richtig ist. Richtig ist vielmehr, dass Mercedes-Benz nichts an den Fahrergagen bezahlt, sondern lediglich Kosten für Motoren, Motorsportzentrale mit Presse und Organisation sowie Motorsport-Marketing übernimmt. Die Gesamtsumme für unser Motorsport-Engagement bleibt damit für unser Haus im zweistelligen Millionenbereich und kratzt dabei nicht entfernt an der Dreistelligkeit.
    Zwei Aussagen, die leider nicht die Faktenlage berücksichtigen, darf man nicht als generelle Stimmung bei den Kollegen innerhalb Daimler und Mercedes-Benz ansehen. Bei uns herrscht keineswegs nur Kritik, sondern vielmehr eine riesengroße Begeisterung zum neuen Thema Mercedes Grand Prix-Rosberg-Schumacher, und ich höre von vielen unserer Konkurrenten, dass sie uns um die Möglichkeiten, die sich für Mercedes-Benz daraus ergeben, beneiden.“

    MSA: Die meisten Fahrer, die gegen Schumacher im selben Team angetreten sind, standen in der zweiten Reihe. Wie sorgen Sie dafür, dass das mit Nico Rosberg nicht auch passiert?

    Norbert Haug: „Niemand glaubt - auch seine ehemaligen Teamkollegen - dass Michael so erfolgreich war und seine sieben WM-Titel gewann, weil seine Teamkollegen eingebremst wurden. Dies passierte einmal sehr offensichtlich am Österreichring 2002 - und so etwas wird bei uns nicht passieren. Nicos Fähigkeiten dürfen keineswegs unterschätzt werden und Michael tut das am wenigsten.“

    MSA: Was haben Sie diesbezüglich aus McLaren-Zeiten gelernt? Zwischen Fernando Alonso und Lewis Hamilton, einer ähnlichen Konstellation wie Schumacher/Rosberg hat es ja auch heftig gekracht.

    Norbert Haug: „Es gab lediglich festzustellen, dass Fernando Alonso es sich anfangs nicht vorstellen konnte, dass Neuling Lewis Hamilton oft so schnell - oder schneller - und selten langsamer als er war. Fernando sieht das heute ganz entspannt.“

    MSA: Können Sie garantieren, dass beide gleich viel zum Testen kommen?

    Norbert Haug: „Ja.“

    MSA: Im Zweikampf Rosberg gegen Schumacher steckt viel Zündstoff. Wo hat in Ihren Augen Rosberg Vorteile gegenüber Schumacher?

    Norbert Haug: „Es ist müßig darüber zu theoretisieren. Das bringt gar nichts. Wichtig ist, dass wir unseren Fahrern ein siegfähiges Auto und ein siegfähiges Team zur Verfügung stellen. Dann werden sie die gewünschten Resultate einfahren, davon bin ich überzeugt.“

    MSA: Es wird allgemein erwartet, dass Schumacher von Anfang an wieder bei der Musik ist. Gibt es eigentlich einen Plan B, falls Schumachers Nacken wider Erwarten zwickt oder er sich nicht an die neue Generation von F1-Autos (Slicks, keine elektronischen Fahrhilfen etc.) anpassen könnte?

    Norbert Haug: „Es wird bei uns, wie bei jedem anderen Team, einen Test- und Reservefahrer geben, aber keinen Plan B. Eine Situation im Rennauto, auf die sich Michael Schumacher nicht hätte mustergültig einstellen können, habe ich noch nicht erlebt. Er war ja nicht über anderthalb Jahrzehnte der Beste im Slot-Racing, er hat seine Autos zu 91 Siegen bei 250 Starts gesteuert.“

    MSA: Nick Heidfeld galt lange Zeit als aussichtsreicher Kandidat für das zweite Mercedes-Cockpit. Jetzt soll er als Test- und Ersatzfahrer im Gespräch sein. Ist ein Vertrag schon unterschriftsreif?

    Norbert Haug: „Nick ist ein sehr fähiger Rennfahrer, der wahrscheinlich mehr kann, als er bisher gezeigt hat oder zeigen konnte. Einen unterschriftsreifen Vertrag haben wir deshalb aber trotzdem nicht.“

    MSA: Die Zusammenarbeit mit Petronas kam für viele aus heiterem Himmel. Wie ist dieser Deal zustande gekommen? Welchen Nutzen hat er auf den Serienbau bei Mercedes?

    Norbert Haug: „Wir haben Vereinbarungen mit Petronas, die über die Formel 1-Partnerschaft hinausgehen und die für beide Unternehmen mit wirtschaftlichen Gewinnen, die es vorher in dieser Form nicht gab, verbunden sind. Petronas hat seinen Stammsitz in Kuala Lumpur und damit mitten im für uns so wichtigen und wachsenden asiatischen Markt. Die Zusammenarbeit wird viele Synergien schaffen und - zum Beispiel gerade auf dem so wichtigen chinesischen Markt für beide Unternehmen mit erstrebenswerten Geschäftserfolgen verbunden sein.“

    MSA: Stehen potenzielle Sponsoren seit der Bekanntgabe des Schumi-Coembacks bei Mercedes eigentlich Schlange?

    Norbert Haug: „Schlange standen die Sponsoren noch nie, zu keiner Zeit. Die besten Sponsoren gehen zu den besten Teams und wir sind jetzt bereits extrem gut aufgestellt, aber auch der Ansicht, dass wir weitere engagierte Partner verpflichten werden, die für ihre Sponsorsummen einen enormen Gegenwert erhalten werden.“

    MSA: Wie schaut eigentlich die genaue Rollenverteilung zwischen Ihnen, Ross Brawn und Nick Fry aus? Wer steht am Kommandostand?

    Norbert Haug: „Ross Brawn ist Teamchef, Nick Fry CEO von Mercedes Grand Prix, ich bin Mercedes Motorsportchef und der Vorstand bei Mercedes Grand Prix Ltd., der im Tagesgeschäft die Interessen von Mercedes-Benz und Daimler vertritt. Ross wird mit Sicherheit am Kommandostand sitzen - und hoffentlich sehr selten stehen.“

    MSA: Wer trifft während den Rennen die Entscheidungen?

    Norbert Haug: „Ross Brawn ist der Teamchef. Er arbeitet mit den Ingenieuren an der Boxenmauer im Team, und im Zweifelsfalle hat Ross das letzte Wort.“

    MSA: Bernie Ecclestone hat in einem Interview mit MSa gesagt, Mercedes sei 2010 noch nicht reif für den Titel. Welche Chancen räumen Sie sich ein?

    Norbert Haug: „Die Formel 1 steckt bekanntlich voller Überraschungen. Und ich erinnere mich nicht, dass Bernie im letzten Jahr um diese Zeit Brawn GP als Weltmeisterteam getippt hätte. Unser Ziel ist stets, bei jedem einzelnen Rennen so weit wie möglich vorne zu fahren und so viele Punkte wie möglich zu holen. Ich werde sicher keine WM-Prognosen vor der Saison abgeben, so wenig wie in den letzten 15 Jahren - das bringt uns keine Tausendstelsekunde.“

    MSA: Ist die Titelverteidigung als Brawn-Nachfolgeteam Pflicht?

    Norbert Haug:„Das ist mir ehrlich gesagt - zu platt. Eine Titelverteidigung ist niemals Pflicht, sondern stellt die Erfüllung allerhöchster Ansprüche dar. Wir wollen allerhöchste Ansprüche erfüllen, ob wir dies in unserer neuen Formation gleich können, wird sich zeigen.
    Mercedes-Benz hat in den letzten zwei Jahren in Folge den Formel 1-Weltmeister angetrieben, und natürlich wäre es schön, wenn wir daraus einen Hattrick machen könnten. Wir werden hart dafür arbeiten, wissen aber, dass der Formel 1 die vielleicht anspruchsvollste Saison ihrer Geschichte bevorsteht - ein neues Reifenformat vorne, neue Reifenmischung, Tankverbot, am Start 100 kg schwerer als bisher, dazu neue Fahrerkombinationen. Leicht wird das nicht - aber wenn die Formel 1 leicht wäre, hätte sie nicht diese enorme weltweite Bedeutung und ihren riesengroßen Reiz.“

    Norbert Haug im Interview mit Speedweek

    Norbert Haug im Interview mit Speedweek

    Das Interview erschien am 12. Januar 2010.

    SPEEDWEEK: Stell dir vor, ich hätte ich dir im vergangenen April in Bahrain Folgendes erklärt: «Norbert, in gut einem Jahr steht ihr hier mit einem eigenen Formel-1-Team und den beiden deutschen Piloten Michael Schumacher und Nico Rosberg am Start.» Was hättest du mir geantwortet?

    Norbert Haug: "Wäre in der Tat sehr nett von Dir gewesen, wenn Du mir das damals berichtet hättest.....Es gab diese Idee im letzten April schon - auch den Gedanken an Michael Schumacher. Wie sich die Dinge in der Folge entwickeln würden, war im letzten April indes noch nicht abzuschätzen. Umso schöner also, dass alles geklappt hat. Einen WM-Punkt haben wir deshalb aber noch nicht auf dem Konto."

    SPEEDWEEK: Mercedes hatte über die vergangenen Jahre mehrmals versucht, Schumacher zurück zu holen. Die einen mutmaßen, man habe sich finanziell nicht einigen können. Die anderen glauben, zwei so starke Persönlichkeiten wie Ron Dennis und Michael, da war Ärger programmiert. Was waren die wirklichen Gründe für das Scheitern?

    Norbert Haug: "Dass eine Zusammenarbeit nie zustande kam, hatte nie etwas mit Ron Dennis zu tun. Wir wählten die Fahrer stets gleichberechtigt aus - und unser Partner McLaren war immer, wenn wir mit Michael sprachen aufs Äußerste an ihm interessiert. Wir fanden bei verschiedenen Gelegenheiten keinen gemeinsamen Nenner. Jetzt fanden wir diesen."

    SPEEDWEEK: Pessimisten befürchten, die Vorkommnisse vom vergangenen August könnten sich wiederholen, dass Michael Schumachers Nacken der Belastung eben doch nicht standhält. Ist Nick Heidfeld gewissermaßen Plan B von Mercedes?

    Norbert Haug: "Es gibt keinen Plan B. Aber auch Mercedes GP Petronas wird einen dritten Fahrer verpflichten, so wie alle anderen Teams. Wir planen mit Schumacher und Rosberg - oder mit Rosberg und Schumacher, ganz wie Du und die geschätzten Leser wollen. Und einem noch zu verpflichtenden dritten Fahrer, den die Branche ja auch Test- oder Reservefahrer nennt."

    SPEEDWEEK: Hat Michael Schumacher bei Mercedes einen lebenslangen Vertrag?

    Norbert Haug: "Die Idee existiert und die Option ist vorhanden, dass Michael am Ende seiner aktiven Karriere bei Mercedes-Benz bleibt."

    SPEEDWEEK: Wie werden die jungen Wilden auf den früheren Platzhirsch reagieren?

    Norbert Haug: "Darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht. Wir müssen ein Auto bauen, das es kann und ein Team um unsere Fahrer bilden, das es genauso kann. Dann werden Michael und Nico - in alphabetischer Reihenfolge genannt - liefern und erfolgreich sein. Das traue ich beiden zu und deshalb haben wir beide verpflichtet. Dass einer von ihnen im Zweikampf mit ihren Rivalen zucken wird, darauf würde ich nicht wetten."

    SPEEDWEEK: Michael Schumacher hat noch jeden Stallgefährten überflügelt. Zudem kennen sich Schumi und Teamchef Ross Brawn seit vielen Jahren. Ist das für Nico Rosberg nicht eine schwierige Ausgangslage? Wird da nicht zwangsläufig einer der beiden Fahrer auf der Strecke bleiben?

    Norbert Haug: "Dieser teaminterne Wettbewerb wird nur dann mehr im Focus des Interesses stehen, wenn wir an der absoluten Spitze fahren. Und dann nehmen wir dies liebend gerne in Kauf. Niemand soll glauben, die Aufstellungen Hamilton-Button, Alonso-Massa oder Vettel-Webber hätten eine andere Ausgangslage. Michael ist von allen der Erfolgreichste und vielleicht auch der positiv Ehrgeizigste. Michael ist ein Multi-Motivationstalent, hat mehr Rennen und mehr Titel gewonnen als alle anderen Fahrer im Feld zusammen - und das lenkt natürlich das Interesse auf ihn. Aber Michael kann prima - und freudig - damit umgehen und Nico hat für seine weitere Entwicklung den besten Lehrmeister als Messlatte und Teamkollegen. Nico ist glücklich darüber und wir werden keinen "Stallkrieg" haben - aber sicher auch keine Rennfahrer beschäftigen, die auf der Rennstrecke 'nach Ihnen bitte' praktizieren.“

    SPEEDWEEK: In Italien bezichtigen viele Tifosi Michael Schumacher des Verrats. Hast du Verständnis für diese Reaktion?

    Norbert Haug: "Emotion gehören - gerade in Italien - zu diesem Sport. Michael ist den italienischen Fans nichts schuldig geblieben. Es gibt keinen italienischen Formel 1-Fahrer, der diesen Fans einen Bruchteil dessen gegeben hätte, was ihnen der Deutsche Michael Schumacher gab. Und wenn die Tifosi sagen würden "Gott sei Dank sind wir ihn los" - dann wäre was falsch gelaufen."

    SPEEDWEEK: Autohersteller wie Honda, BMW und Toyota haben die Formel-1-Bühne verlassen. Mercedes hingegen hat das Engagement im GP-Sport ausgebaut. Warum?

    Norbert Haug: "Ich habe diese Konkurrenten und deren Mitarbeiter und Verantwortliche immer hoch geschätzt und tue das weiterhin. Aber die genannten Marken waren - mit allem Respekt vor ihren Ergebnissen -allesamt nicht ausgesprochen erfolgreich in der Formel 1 - zumindest nicht im letzten Jahrzehnt, obwohl größter Aufwand getrieben wurde. Das verhält sich bei uns glücklicherweise anders. 2010 wird Mercedes-Benz als Hersteller für sein Formel 1-Engagement bereits deutlich über 60 Prozent weniger Geld ausgeben als beim Höchststand 2005, als die anderen Hersteller und die FIA ab 2006 den neuen Achtzylinder-Motor wollten und dieser beschlossen wurde. Obwohl Mercedes-Benz schon damals sparen und beim V10 bleiben wollte, konnten wir uns nicht durchsetzen. Heute wird unser V8 von der Konkurrenz als der Klassenbeste bezeichnet. Seit 2005 haben wir die für Mercedes-Benz anfallenden Kosten mehr als halbiert und bleiben 2010 im zweistelligen Millionenbereich.

    SPEEDWEEK: Schumachers Comeback ist aber auch in Deutschland nicht unumstritten. Uwe Werner, Betriebsrats-Chef von Daimler, kritisiert das Salär des siebenfachen Weltmeisters, angeblich 21 Mio. Euro – bei gleichzeitigem Sparkurs und Produktions-Verlegung ins Ausland. Wie rechtfertigt sich das Engagement Schumis?

    Norbert Haug: „Tatsache ist, dass die Daimler AG und seine Premiummarke Mercedes-Benz nichts an den Fahrergehältern bezahlt. Unser Formel 1-Team Mercedes GP Petronas finanziert sich ausschließlich aus Einnahmen, die über unsere Sponsorpartner generiert werden, sowie über Einnahmen, die wir vom kommerziellen Rechteinhaber FOM erhalten. In unserer Partnerschaft mit McLaren hat Daimler 50 Prozent der Fahrergehälter bezahlt, dies ist aber bei Mercedes GP Petronas nicht mehr der Fall.“

    SPEEDWEEK: Das Bündnis mit dem langjährigen Sauber-Partner Petronas kam für viele aus heiterem Himmel. Wann haben die Gespräche mit den Malaysiern begonnen und wieso glaubt ihr daran, dass dies für euch der richtige Partner ist?

    Norbert Haug: "Petronas ist der beste Partner, den man sich wünschen kann. Unsere Zusammenarbeit geht über die Formel 1 hinaus und hat viel Entwicklungspotential. Unser Haus erschließt mit Petronas zusätzliche Verdienstquellen- sowohl für uns als auch für Petronas, was vermutlich neu im Renngeschäft ist. Petronas hat seinen Stammsitz in Kuala Lumpur, mitten im für uns wichtigen Wachstumsmarkt Asien, hat größte Markinteressen zum Beispiel in China - wie auch wir - was erneut zusätzliche Einnahmequellen eröffnet und Synergien schaffen wird. Lange haben wir mit Petronas nicht verhandelt - wir sind uns sehr schnell einig geworden und haben damit eine exzellente, langfristige win-win Situation geschaffen."

    SPEEDWEEK: Eine Weile sah es so aus, als würde ein weiterer deutscher Sympathie-Träger – Sebastian Vettel – 2010 mit Mercedes-Motoren ausrücken. Bist du traurig darüber, dass der Coup mit Red Bull Racing nicht gelungen ist?

    Norbert Haug: "Dazu musste unser Exklusivpartner McLaren grünes Licht geben, was nicht passierte, und was ich - aus McLaren-Sicht - sogar begreifen kann. Mercedes-Benz wollte Red Bull Racing unseren Motor sehr wohl verleihen. Auch wegen Sebastian Vettel, den wir schätzen, auch wegen Mark Webber, der sich vor 14 Jahren als Nachwuchsfahrer mehrere Jahre mit uns weiterentwickelt hat, und der immer noch zu unserer erweiterten "Familie" gehört. Und auch wegen Dietrich Mateschitz, dessen Engagement und dessen konsequentes Vorgehen in der Formel 1 wir hoch bewerten. Bei Red Bull weiß man, dass unsere Seite alles gegeben hat, um die Kooperation möglich zu machen. Es war vom ersten Gespräch an bekannt, dass unser Exklusivpartner seine Zustimmung geben musste und dass Mercedes-Benz Motorsport das nicht garantieren konnte."

    Umfrage: Mercedes-Benz bekanntester Formel 1-Sponsor

    Umfrage: Mercedes-Benz bekanntester Formel 1-Sponsor

    Mercedes-Benz ist gemäß einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts IPSOS der bekannteste Sponsor in der Formel 1.
    Laut dem Magazin Sponsors kennen 15 Prozent der Befragten Mercedes-Benz als Formel 1-Sponsor. In der Umfrage konnten 60 Prozent der interviewten Deutschen ohne Hilfestellung einen Formel 1-Sponsor nennen, in der Gruppe der Formel 1-Fans lag der Wert mit 84 Prozent noch höher.

    Insgesamt wurden im Rahmen der "Grundlagenstudie Sponsoring 2010" bundesweit 3.000 Personen ab 14 Jahren befragt. In der IPSOS-Umfrage gaben 22 Prozent der Befragten an, dass sie an der Formel 1 interessiert seien. Ganze 70 Prozent der Zuseher von TV-Sportsendungen verfolgen regelmäßig Formel 1-Rennen.
    Allgemein genießt das Sponsoring in der Formel 1 bei den Befragten eine hohe Akzeptanz. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer bewerten ein Formel 1-Engagement als "gut" bis "sehr gut". In der Gruppe der Formel 1-Fans liegt die Anerkennung mit 75 Prozent noch höher.

    Schumacher-Comeback steigert Nachfrage nach Formel 1-Tickets

    Schumacher-Comeback steigert Nachfrage nach Formel 1-Tickets

    Das Formel 1-Comeback von Rekordweltmeister Michael Schumacher bei MERCEDES GP PETRONAS löste einen Ansturm auf Eintrittskarten und Grand Prix Reisen für die Formel 1-Saison 2010 aus.
    Nach der Ankündigung von Michael Schumachers Formel 1-Rückkehr mit MERCEDES GP PETRONAS verzeichnete der Reiseveranstalter "Dertour Live" laut der Deutschen Presse Agentur einen Anstieg der Formel 1-Buchungen um bis zu 400 Prozent.
    Auch die Tickets für den Großen Preis von Deutschland in Hockenheim verkaufen sich nach Angaben der offiziellen Ticketagentur bestens. Der Deutschland Grand Prix findet von Freitag, 23. bis Sonntag, 25. Juli auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg statt.

    Positive Medienresonanz auf Formel 1-Engagement von Mercedes

    Positive Medienresonanz auf Formel 1-Engagement von Mercedes-Benz

    Die internationale Medienwelt reagierte mit beeindruckendem Interesse auf die Neuigkeiten zum Formel 1-Engagement von Mercedes-Benz.

    Am Montag, 16. November 2009 gab Mercedes-Benz den Start des neuen Mercedes Formel 1-Werksteams in der Saison 2010 bekannt. Eine Woche später präsentierte das Team mit dem Deutschen Nico Rosberg den ersten Fahrer. Es folgten die Bekanntgabe des Titelsponsors PETRONAS und des zweiten MERCEDES GP PETRONAS Fahrers Michael Schumacher.

    Im Zeitraum vom 16. November 2009 bis zum 11. Januar 2010 sendeten 105 TV-Anstalten im deutschen und internationalen Fernsehen 955 TV-Beiträge über MERCEDES GP PETRONAS und dessen Fahrer mit einer Gesamtlänge von 19:51:03 Stunden. Diese Sendungen verfolgte ein internationales TV-Publikum von 309,14 Millionen Menschen in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Frankreich und Italien.

    Entsprechende Radio-Berichte informierten alleine in Deutschland 272,32 Millionen Hörer über das Mercedes Formel 1-Team und die Verpflichtungen von Michael Schumacher und Nico Rosberg.
    Im gleichen Zeitraum veröffentlichten deutsche und internationale Printmedien 1.046 Artikel zum Thema MERCEDES GP PETRONAS. Die Gesamtauflage aller Tageszeitungen, Zeitschriften und Magazine, die über das Team und die Pressemitteilungen zu den Fahrerverpflichtungen berichteten, beträgt 455,8 Millionen Exemplare, die 1,2 Milliarden Leser erreichten. Zudem erschienen im Internet 173 News, die eine Reichweite von 257,43 Millionen einzelnen Personen erzielten.
    Auch das Daimler-Intranet berichtete über die Neuigkeiten bei MERCEDES GP PETRONAS. Insgesamt informierten 19 Nachrichten und zwei Videos über die Entwicklungen in der Formel 1, die 112.795 Seitenaufrufe der Daimler-Mitarbeiter generierten.
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    Interview mit Michael Schumacher

    Interview mit Michael Schumacher

    Sie hatten bereits zu Beginn der 90er Jahre Kontakt zu Mercedes, wo Sie Sportwagenrennen der Gruppe C und einige DTM-Rennen gefahren sind. Warum wechseln Sie nun zu MERCEDES GP PETRONAS?

    Michael Schumacher: „Ein bisschen kam es auch für mich selbst überraschend, wie sehr mich plötzlich das Rennfieber packte, als Ross anrief. Aber irgendwie passte plötzlich alles zusammen: mein Racing-Gen und diese Mannschaft. Wenn es nicht diese besondere Konstellation alter Freunde und Bekannter gewesen wäre, wäre es wohl nie soweit gekommen. Und für mich ist es in der Tat so, als schlösse sich nach langer Zeit der Kreis. Das hier ist eine Traum-Kombi: das aktuelle Weltmeisterteam, das durch Mercedes-KnowHow und -Power vervollständigt wird. Ich freue mich auf dieses Team und bin überzeugt, dass wir um die WM mitfahren werden. Unser Anspruch dabei ist klar: wir wollen gewinnen.“

    Wie verliefen die Testfahrten im GP2-Auto in Jerez für Sie? Haben Sie noch Bedenken wegen Ihres Nackens?

    Michael Schumacher: „Nein, ich habe keine Bedenken wegen des Nackens, das ist schon lange kein Thema mehr. Die hatte ich auch nicht, als ich nach Jerez fuhr. Der Test dort lief extrem gut, besser als ich gedacht hatte. Zwar war das Wetter nicht immer optimal, aber das macht nichts. Vor allem am letzten Tag war es nahezu perfekt, wir konnten Longruns auf Slicks fahren, und ich habe mich super wohl da auf der Strecke gefühlt. Ehrlich, ich freue mich jetzt richtig auf die Saison!“

    Welche persönlichen Vorbereitungen haben Sie für die kommende Formel 1-Saison während der Winterpause getroffen?

    Michael Schumacher: „Man könnte es damit umschreiben, dass ich alles dafür aufgestellt habe, dass ich bestmöglich vorbereitet bin. Ich habe schon immer extrem viel Wert darauf gelegt, ideal vorbereitet zu sein. Im Sport ist das wichtig, finde ich, denn es passieren sowieso ständig unvorhersehbare Dinge. Da möchte ich zumindest das Gefühl haben, dass ich meinerseits nichts hätte besser machen können. Also habe ich sehr gezielt körperlich trainiert und war ansonsten sehr viel in Kontakt mit den Ingenieuren und dem Team.“

    In diesem Jahr wird weniger getestet – ändert sich damit Ihre Rolle im Team im Gegensatz zu früher? Werden Sie weniger zu tun haben als in den Vorjahren?

    Michael Schumacher: „Es wird sehr anders für mich sein, ja. Denn als ich zuletzt gefahren bin, haben wir ja auch immer zwischen den Rennen noch getestet. Dass sich damit meine Rolle im Team ändern wird, würde ich dennoch nicht sagen. Ich saß schon immer gerne mit den Ingenieuren zusammen und habe alles bis ins Kleinste besprochen. Das wird jetzt wieder so sein.“

    Wie hoch kann dann der Beitrag der Fahrer zur Entwicklung des neuen Autos noch sein?
    Michael Schumacher: „Diese Frage, wer genau welchen Anteil hat, habe ich noch nie wirklich verstanden, denn man diskutiert und erarbeitet ja gemeinsam, was wie weiterentwickelt werden soll. Und letztlich zählen dann noch immer der Test und das Gefühl auf der Strecke - das kann nur der Fahrer vermitteln.“

    Norbert Haug im Interview mit der dpa

    Norbert Haug im Interview mit der dpa

    «Denken nicht an Scheitern und Zerbrechen»

    Das Interview erschien am 21.01.2010.
    Stuttgart (dpa) - Trotz der Verpflichtung von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher spricht Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug nicht direkt vom Formel-1-Titel. «Wir müssen in der Formel 1 unsere Erfolge extrem hart erarbeiten, und exakt das ist unser Plan», sagte er in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Haug befürchtet nicht, dass Nico Rosberg im Schatten Schumachers nur eine Nebenrolle spielen könnte: «Nico hat seine Wunschkonstellation gefunden.»

    Wie fühlen Sie sich als faktisch wichtigster und mächtigster Mann im deutschen Motorsport?

    Haug: «Darauf kommt es nicht an, denn für solche Prädikate gibt es keine WM-Punkte. Wichtig ist, dass wir ein sehr gutes Formel-1-Auto für das neue Reglement der Formel-1-Saison 2010 bauen - schaffen wir das, werden wir gut aufgestellt sein.»

    Sie haben mit dem Kauf des Weltmeisterteams BrawnGP und der Verpflichtung des Rekord-Champions Michael Schumacher zwei Riesen-Coups gelandet. Ist Mercedes GP deshalb zum Siegen oder sogar zum Titelgewinn verdammt?

    Haug: «Die Lust am Siegen wird bei uns stets größer sein als die Pflicht dazu. Und wir haben riesige Lust. Vergessen Sie bitte bei Ihrer Aufzählung Nico Rosberg nicht - geben wir ihm ein Auto zum Siegen, dann wird er das auch tun.»

    Was müssen Sie mindestens erreichen, dass die Saison kein Misserfolg für Mercedes GP wird?

    Haug: «Müßig, darüber zu spekulieren. Von Mercedes-Benz-Fahrzeugen erwartet der Kunde zu Recht, dass sie die besten im Konkurrenzvergleich sind. Wir müssen in der Formel 1 unsere Erfolge extrem hart erarbeiten, und exakt das ist unser Plan: Wir alle im Team schaffen am absoluten Limit mit größter Begeisterung Tag und Nacht dafür.»

    Besteht die Gefahr, dass Ihnen Teams wie McLaren-Mercedes mit den beiden Weltmeistern Lewis Hamilton und Jenson Button oder Ferrari mit Doppel-Champion Fernando Alonso davonfahren und somit die Show stehlen?

    Haug: «Klar gibt es diese Möglichkeit und gerade in der so hartumkämpften Formel 1. McLaren-Mercedes war als amtierender Weltmeister im letzten Jahr während der ersten Saisonhälfte am Start meist im letzten Drittel des Feldes zu finden. In den letzten acht Rennen - in der zweiten Saisonhälfte also - holte dann keiner mehr Punkte als Lewis Hamilton. Wichtig ist, wie schnell man wieder steht und weiterkämpft, sollte man mal angeknockt sein.»

    Ist es nicht ein Risiko, Schumacher gleich für drei Jahre verpflichtet zu haben? Es gibt keine Garantie, dass er nach drei Jahren Pause und seinen Unfallfolgen die Saison körperlich durchsteht und sportlich noch die alten Qualitäten hat.

    Haug: «Gäbe es diese Garantie, würde kein Mensch Formel 1 schauen. Wer hätte gedacht, dass der VfB Stuttgart nach seiner Vorrunde beim Rückrundenauftakt den amtierenden Meister Wolfsburg schlägt? Das gelang ohne jegliche Garantie, aber es gelang - und nur das ist wichtig.»

    Droht Nico Rosberg nicht die Rolle des Nebendarstellers im übergroßen Schatten von Superstar Schumacher?

    Haug: «Überhaupt nicht. Nico hat seine Wunschkonstellation gefunden: Er wollte immer in den Formel-1-Silberpfeil und wünschte sich Michael als Teamkollegen - hört sich vielleicht an wie eine märchenhafte PR-Aussage, ist aber exakt die Wahrheit, deshalb kann ich Ihnen nichts anderes erzählen.»

    Wie groß schätzen Sie die Gefahr ein, dass Rosberg an Schumacher zerbricht wie viele andere Teamkollegen zuvor?

    Haug: «Wir haben andere Denkschemata. Wir denken nicht an Scheitern und Zerbrechen, sondern vielmehr an härteste Arbeit, vollsten Einsatz und größten Erfolg. Und sollten wir den nicht gleich erreichen, dann geben wir garantiert keine Ruhe, bis wir diesen größten Erfolg erreichen. In den letzten zwölf Jahren, seit unserem ersten Titelgewinn mit McLaren und Mika Häkkinen 1998, haben Brawn, Schumacher sowie Mercedes-Benz samt Partner McLaren zusammengezählt neun von zwölf möglichen Formel-1-Fahrerweltmeisterschaften geholt. Eine Garantie für zukünftige Titel ist dies aber noch immer nicht.»

    Offiziell gibt es bei Mercedes GP keine Nummer 1 unter den Fahrern. Aber faktisch genoss Schumacher bislang bei Benetton und Ferrari einen Sonderstatus. Soll das ausgerechnet bei Ihnen anders sein?

    Haug: «Ich bin sehr sicher, dass Michael seine sieben Titel nicht geholt hat, weil seine Teamkollegen sagten oder den Auftrag hatten 'Ich bremse für Schumacher'. Nummer 1 im Team kann man nicht per 'ordre de mufti' werden, sondern nur durch außerordentliche Leistung. Und genau diese traue ich unseren beiden Fahrern dann zu, wenn wir ihnen ein sehr gutes Auto geben - sonst hätten wir weder den einen noch den anderen verpflichtet.»

    Mit angeblich sieben Millionen Jahresgehalt ist der einstige Rekordverdiener Schumacher ja ein regelrechtes Schnäppchen. Wie kommt es, dass Sie ihn - angesichts seiner Triumphe und seines PR-Wertes - so verhältnismäßig günstig verpflichten konnten?

    Haug: «Nur soviel dazu: Bezahlt werden alle Mitarbeiter-Gehälter bei Mercedes GP Petronas - auch die der Fahrer also - mit den Einnahmen aus Sponsorgeldern und Geldern, die vom kommerziellen Rechteinhaber der Formel 1 kommen. Die Daimler AG und ihre Premiummarke Mercedes-Benz zahlen keinen Cent dazu. Eine signifikante, weil geldsparende Verbesserung gegenüber unserem früheren System mit McLaren, als wir für 50 Prozent der Fahrerbezüge aufkamen. Und klar ist, dass wenn Mercedes nichts bezahlt, auch ein Mercedes nicht 'um 200 bis 300 Euro teurer werden' kann, wie ich neulich laut Aussage eines Autoexperten las - aber vielleicht wurde dieser ja falsch zitiert.»

    Hat Nick Heidfeld noch eine Chance als Test- und Ersatzpilot oder setzen Sie auf einen jungen Fahrer?

    Haug: «Die Entscheidung für unseren Test- und Reservefahrer reift, ist aber noch nicht abgeschlossen. Wir werden Sie umgehend informieren, sobald dies der Fall ist.»

    Interview mit Nico Rosberg

    Interview mit Nico Rosberg

    Welche persönlichen Vorbereitungen haben Sie für die kommende Formel 1-Saison während der Winterpause getroffen?

    Nico Rosberg: „Ich habe ein sehr umfangreiches Fitnessprogramm absolviert. Vorbereitung heißt auch mal wirklich etwas anderes zu machen, auf andere Gedanken kommen, um zu regenerieren. Dabei habe ich habe ich auch eine neue Leidenschaft entdeckt: Triathlon. Neben der körperlichen Vorbereitung bin ich so oft wie möglich in der Vorbereitungszeit bei den Ingenieuren in Brackley.“

    Für Mercedes-Benz waren Sie im Dezember bei der Vorstellung des neuen E-Klasse Cabrios in Abu Dhabi. Wie sieht der weitere Fahrplan aus?

    Nico Rosberg: „Ja, die E-Klasse-Cabrio-Präsentation in Abu Dhabi war klasse, dies war sozusagen mein erster Arbeitstag für Mercedes-Benz. Ab dem 1. Februar beginnen die ersten Formel 1-Tests - ich kann es kaum erwarten, endlich wieder ein Formel 1-Auto zu fahren. Da ich das neue Fahrzeug als erster testen darf ist dies ein ganz wichtiger Tag in meinem Kalender. Doch davor gibt es noch ein sehr wichtiges Datum: Montag, der 25. Januar, der Tag der Team Präsentation im Mercedes-Museum in Stuttgart.“

    Was sind Ihre Ziele für die kommende Saison?

    Nico Rosberg: „Ich möchte bei den bevorstehenden Tests zunächst einmal gemeinsam mit dem Team unseren Silberpfeil für die Saison so entwickeln, dass wir von Anfang an wettbewerbsfähig sind. Wenn wir den nötigen Speed haben, dann kommen auch gute Ergebnisse. Meinen ersten Grand Prix zu gewinnen ist dabei das Ziel, dafür werde ich hart arbeiten.“

    Auf was freuen Sie sich in der Saison 2010 bei MERCEDES GP PETRONAS am meisten?

    Nico Rosberg: „Erstmals beim Test im Silberpfeil auf die Strecke zu gehen wird ein einmaliges Gefühl sein. Ich freue mich auch auf die gute Zusammenarbeit mit dem Team. Die Teamleitung ist super – vor allem Ross Brawn und Norbert Haug. Mit einem Topteam, wie MERCEDES GP PETRONAS kann das Ziel nur sein, weit vorne mitzufahren. Wenn das gelingt wird es eine tolle Saison."

    Hatten Sie schon Kontakt mit Ihrem künftigen Teamkollegen Michael Schumacher oder Kollegen aus Ihrem Team?

    Nico Rosberg: „In letzter Zeit bin ich oft beim Team. Michael war zwar auch einige Male in Brackley, meist aber, wenn ich nicht da war. Jedoch spätestens bei der Team-Präsentation am kommenden Montag in Stuttgart sehen wir uns wieder und mit Testbeginn im Februar werden wir sehr eng zusammen arbeiten – darauf freue ich mich schon sehr.“

    Präsentation des neuen Formel 1-Teams MERCEDES GP PETRONAS

    Präsentation des neuen Formel 1-Teams MERCEDES GP PETRONAS im deutschen TV

    Am Montag, 25. Januar 2010 stellt Mercedes-Benz das neue Formel 1-Team MERCEDES GP PETRONAS, die Fahrer Nico Rosberg und Michael Schumacher sowie die Lackierung des neuen Silberpfeils für die Formel 1-Weltmeisterschaft 2010 vor.
    Das "ARD/ZDF Morgenmagazin" wird zu den gewohnten Sport-Zeiten immer 10 Minuten vor halb über die bevorstehende Präsentation berichten.
    Die TV-Sender "DSF", "n-tv" und "N24" planen am Montag ab 11.00 Uhr live die Präsentation und die Pressekonferenz aus dem Mercedes-Benz Museum in Stuttgart zu übertragen. Der Sender "n-tv" wird zudem in seiner Vor- und Nachberichterstattung über die Präsentation berichten.
    Bereits am Vorabend der Teamvorstellung ist MERCEDES GP PETRONAS Formel 1-Pilot Nico Rosberg am Sonntag, 24. Januar 2010 ab 21.45 Uhr zu Gast in der Sendung "Sport im Dritten" im SWR.
    Nico Rosberg wird live aus dem Mercedes-Benz Museum in Stuttgart zugeschaltet und spricht mit Moderator Johannes Seemüller über die anstehende Formel 1-Saison 2010 und seine Erwartungen mit dem neuen Mercedes Formel 1-Werksteam MERCEDES GP PETRONAS.

    ***

    Das Formel-1-Lenkrad
    Formel-1-Fahrer können auch während der Fahrt das Setup des Fahrzeuges verändern. Die Balance der Räder bei Kurvenausfahrt lässt sich einstellen, die Kupplung kann weicher oder härter gewählt und sogar das Drehmoment des Motors kann angepasst werden. Alle Einstellungen nehmen Michael Schumacher und Nico Rossberg direkt am Lenkrad vor. Und viele weitere mehr, sehen Sie selbst:
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    Neues MERCEDES GP PETRONAS Formel 1-Team

    Neues MERCEDES GP PETRONAS Formel 1-Team mit Nico Rosberg und Michael Schumacher im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart vorgestellt

    Stuttgart, 25. Januar 2010

    Das neue Formel 1-Silberpfeil Werksteam MERCEDES GP PETRONAS wurde heute im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart vorgestellt. Die Fahrer Nico Rosberg und der siebenmalige Formel 1-Weltmeister Michael Schumacher sowie das Teammanagement Ross Brawn, Nick Fry und Norbert Haug wurden bei dieser Präsentation erstmals gemeinsam vorgestellt und standen den Medien bei der anschließenden Pressekonferenz Rede und Antwort.

    Vor über 600 Gästen, unter denen rund 200 Medienvertreter und 200 Mercedes-Benz Mitarbeiter weilten, wurden das Team und das Farbdesign des neuen Silberpfeils in einem der größten und bekanntesten Automuseen der Welt vorgestellt. Mercedes-Benz Mitarbeiter aus den Werken Untertürkheim und Sindelfingen hatten ebenfalls die Gelegenheit, das neue Mercedes-Team kennenzulernen; 100 von Ihnen waren auf Grund herausragender Leistungen eingeladen worden, 100 weitere hatten ihre Einladungen während einer sehr stark frequentierten internen Online-Verlosungsaktion gewonnen.

    Nach der Begrüßung durch Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, präsentierten Nico Rosberg und Michael Schumacher am letztjährigen Auto das neue Farbdesign. Das Fahrzeug für die neue Saison, der MGP W01, wird erstmals in einer Woche, am 1. Februar 2010 beim ersten Test in Valencia zu sehen sein. Die Formel 1-Saison 2010 beginnt mit dem Grand Prix von Bahrain am 14. März.

    Die silberne Farbgebung schafft eine Verbindung der Historie der Silberpfeile mit Titelsponsor PETRONAS. Die Geschichte der Silberpfeile geht zurück auf das Eifelrennen 1934, als am Vorabend des Rennens der weiße Lack der Mercedes Rennwagen entfernt worden war, um dem damaligen Gewichtsreglement (750 kg-Formel) zu entsprechen und die Autos in der Silberfarbe der Aluminium-Karosserie starteten. Der Silberpfeil des Jahrgangs 2010 glänzt in Silber, kombiniert mit einem „flow“ in changierenden Silbertönen. Auf der Nase und an anderen Stellen des Fahrzeugs wird schwarze Kohlefaser sichtbar – Reminiszenz an den Ur-Silberpfeil von 1934.

    MICHAEL SCHUMACHER:
    "Endlich geht die Formel 1 wieder los. Ich gebe gern zu, dass ich mich dieser neuen Herausforderung total verschrieben habe. Diese Saison ist wie ein Neustart für mich, ich fühle mich extrem motiviert. Wir haben hier eine spannende Kombination, ein Weltmeister-Team in jeglicher Hinsicht, und ich kann es jetzt kaum abwarten ins Auto zu steigen. Ich bin davon überzeugt, dass Mercedes GP Petronas für den Kampf um die Weltmeisterschaften in einer sehr guten Position sein wird, und ich werde meinerseits alles dafür tun. Für Mercedes zu fahren ist als schlösse sich ein Kreis für mich, denn ich habe meine Rennfahrer Karriere mit dem Stern auf dem Helm gestartet. Auch deshalb kann ich den Wettkampf kaum abwarten."

    NICO ROSBERG:
    „Hier im Mercedes-Benz Museum spürt man den Atem von über 100 Jahren erfolgreicher Motorsportgeschichte und ich bin stolz und motiviert zugleich, jetzt zu diesem Team und dieser Geschichte zu gehören. Seit meiner Vertragsunterschrift im November habe ich bereits viel Zeit beim Team in Brackley, bei Mercedes-Benz HighPerformanceEngines in Brixworth und bei den Kollegen hier in Stuttgart verbracht, um mich einzugewöhnen und die Mitarbeiter kennenzulernen. Dabei konnte ich sehen, wie hart am neuen Auto gearbeitet wird und ich kann den ersten Test in der kommenden Woche in Valencia kaum erwarten. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der ganzen Mannschaft und werde alles geben, um jeden mit guten Ergebnissen für seinen Einsatz zu belohnen.“

    ROSS BRAWN, TEAMCHEF MERCEDES GP PETRONAS:
    “Es ist ein Privileg zur offiziellen Präsentation des MERCEDES GP PETRONAS Formel 1-Teams hier im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart zu sein. Schon beim ersten Blick in das Museum erkennt man die großartige Rennsportgeschichte von Mercedes-Benz und wir wollen möglichst ein weiteres Kapitel schreiben. Unser Team hat das ganze letzte Jahr und den Winter über sehr hart an der Entwicklung unseres neuen MGP W01 gearbeitet und jeder im Team freut sich jetzt auf den Beginn der Testfahrten. In Nico und Michael haben wir zwei exzellente Fahrer und eine der interessantesten und besten Fahrerpaarungen im Starterfeld. Mit dem Engagement von Mercedes-Benz, Aabar und unserem neuen Titelsponsor PETRONAS sowie allen unseren anderen Sponsorpartnern sehen wir der Formel 1-Saison 2010 mit Vorfreude entgegen.“

    NORBERT HAUG, MERCEDES-BENZ MOTORSPORTCHEF:
    "Mit der heutigen Teamvorstellung unseres MERCEDES GP PETRONAS Formel 1-Teams beginnt ein neues und sicher das wichtigste Kapitel in unserer über 100-jährigen Motorsport-Geschichte. Die Formel 1 der neuen Saison wird dabei Herausforderungen bieten, die größer sind, als jemals zuvor in der über 60-jährigen Geschichte der Formel 1.
    Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren Fahrern Nico Rosberg, der enorme Fähigkeiten und Perspektiven hat, und dem siebenfachen Weltmeister Michael Schumacher, der heute nicht minder motiviert ist als damals, als er seine Profi-Rennfahrerkarriere mit Mercedes-Benz startete und dann mit unserer Unterstützung den Schritt in seine so erfolgreiche Formel 1-Karriere unternahm.
    Ich begrüße heute auch aufs Herzlichste unseren neuen Titelsponsor und Partner PETRONAS sowie unseren Co-Investor Aabar/IPIC stellvertretend für all unsere Sponsorpartner.
    Alle Kollegen des letztjährigen Weltmeisterteams Brawn GP um Ross Brawn und Nick Fry heiße ich willkommen in der Mercedes-Familie - es warten große und anstrengende Aufgaben auf uns und wir alle werden diese mit Kraft, Ausdauer und voller Motivation angehen.“
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    Schumacher: Vielleicht mehr als drei Jahre: Werde ......

    Schumacher: Vielleicht mehr als drei Jahre: Werde nicht hinterherfahren! Ganz sicher!

    Für Michael Schumacher beginnt so langsam die heiße Phase vor dem Testauftakt in Valencia. Noch ist er relativ ruhig. "Später im Verlauf der Testfahrten, wenn ich dann meinen Rhythmus gefunden habe und merke, ich kann eine Runde wie die andere fahren, ich bin absolut am Limit, dann bekomme ich diese Fahr-Geilheit", verriet er der Bild. "Dann denke ich: Es passt alles, das ist wirklich superspitze mit dem Auto."

    Obwohl Schumacher eingesteht, dass es durchaus Gründe für Zweifel an seinem Comeback und seiner Konkurrenzfähigkeit geben könnte, ist er davon überzeugt, dass er erfolgreich sein kann und wird. "Ich werde nicht hinterherfahren! Ganz sicher!", betont er. "Weltmeister im ersten Jahr zu werden, ist vielleicht ein bisschen optimistisch, aber es muss unser Ziel und Antrieb sein."

    Schumacher überlegte sich die Rückkehr gründlich. "Bin ich nur spontan high von dieser Idee oder hält meine Begeisterung langfristig an? Und ich bin jetzt schon über einen langen Zeitraum sehr heiß. Ich kann mir gut vorstellen, das hier ein paar Jahre zu tun..."

    Sein Vertrag mit Mercedes GP läuft über drei Jahre. "Diese Idee kam vom Team, und ich sehe das als Vertrauensbeweis", so Schumacher. "Das Schöne ist, dass Mercedes an mich glaubt und mir drei Jahre lang die Möglichkeit gibt, miteinander Erfolg zu haben. Aber nach drei Jahren muss nicht Schluss sein."

    Schumacher & Ferrari: Intakte Beziehung

    Schumacher & Ferrari: Intakte Beziehung: Viele schöne Momente erlebt

    Michael Schumacher pflegt trotz seines Wechsels zu Mercedes GP noch immer eine Freundschaft mit Ferrari.

    Michael Schumacher und Ferrari galten lange Zeit als untrennbare Einheit. Doch mit seinem Wechsel zu Mercedes GP hat sich die Sachlage geändert. Vor allem die Tifosi nahmen dem Deutschen den Wechsel übel und bezeichneten ihn als "Verräter". Schumacher selbst nimmt es locker. "Du hast Recht. Die Ferrari-Jungs würden mir wahrscheinlich Regenreifen bei Sonnenschein aufziehen", scherzte Schumacher bei der Mercedes-Präsentation gegenüber Bild.

    "Ernsthaft, die Beziehung zu Ferrari ist immer noch gut", erklärte Schumacher. So soll Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali den siebenfachen Champion auch zum offiziellen Saisonauftakt in Madona di Campiglio eingeladen haben. "Man kann die vielen schönen Momente, die man zusammen erlebt hat, nicht einfach so vergessen. Ich stehe immer noch in regelmäßigen Kontakt mit Stefano", verriet Schumacher.
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    Neue Reifenregel für 2010 beschlossen : Die Show verbessern

    Neue Reifenregel für 2010 beschlossen : Die Show verbessern

    Die F1-Teams haben sich darauf geeinigt, dass die schnellsten Piloten mit den Reifen vom Qualifying ins Rennen gehen müssen.

    Wie kann man die F1-Show noch spannender machen? Erst verbot man das Nachtanken während des Boxenstopps, dann holte Mercedes GP Michael Schumacher zurück und jetzt haben die Teams noch ein anderes, strategisches Element gefunden. Um die Show zu verbessern, sollen die zehn Piloten, die es in die dritte Qualifyingsession schaffen, mit den Reifen ins Rennen gehen, mit denen sie die schnellste Runde in Q3 gefahren sind. Beim Meeting der sportlichen Arbeitsgruppe sollen sich laut Autosport die Mehrheit der Teams für diese Regeländerung ausgesprochen haben.

    Sollte die FIA zustimmen, sind wieder die Strategen gefragt. Denn mit dieser Änderung bietet sich den Teams die Möglichkeit zu pokern und nicht auf die schnellste Zeit, sondern auf einen konstanteren Reifen zu setzen, um damit bessere Karten im Rennen zu haben. Andersherum könnten die Teams auch auf einen schnelleren Reifen setzen, um auf einer besseren Startposition zu stehen trotz des Risikos, dass der Reifen im Rennen an Performance verliert. "Wenn man Änderungen vornimmt, gibt es immer Pro und Contras", erklärte FOTA-Präsident Martin Whitmarsh.

    Neuer Silberpfeil in Valencia präsentiert

    Neuer Silberpfeil in Valencia präsentiert

    Auf der Rennstrecke von Valencia haben Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher und Nico Rosberg den neuen Mercedes-Silberpfeil der Öffentlichkeit vorgestellt.

    Rekordweltmeister Michael Schumacher und Nico Rosberg haben am Montagmorgen auf der Rennstrecke in Valencia den neuen Mercedes-Silberpfeil präsentiert. Um 8.56 Uhr posierten sie im Blitzlichtgewitter der Fotografen am ersten Mercedes-Werksauto in der Formel 1 nach 55 Jahren, das zwei Minuten zuvor Mechaniker ohne große Show aus der Garage in die Boxengasse geschoben hatten. Am vorigen Montag bei der Team-Präsentation in Stuttgart hatten die Stuttgarter nur das Design am Brawn-Weltmeisterauto von 2009 der Öffentlichkeit vorgestellt.

    Um 10.35 Uhr, 35 Minuten nach dem Beginn der ersten Formel-1-Testfahrten für die am 14. März in Bahrain beginnende Saison, drehte dann der 24-jährige Rosberg die erste Runde mit dem neuen Boliden. Voraussichtlich nach der Mittagspause soll Schumacher übernehmen.

    Für den 41 Jahre alten Kerpener, der nach drei Jahren Pause in die Königsklasse zurückkehrt, wird es der erste offizielle Einsatz als Mercedes-Werkspilot auf einer Rennstrecke seit er zu Beginn der 90er Jahre als Mitglied des Mercedes-Juniorteams in einem Gruppe-C-Sportwagen für die Stuttgarter unterwegs war.

    Erste Tests im GP2-Auto

    1991 schaffte er dann mit Unterstützung von Mercedes bei Jordan den Sprung in die Formel 1, wo er bis zu seinem Rücktritt Ende 2006 in 250 Rennen 91 Siege holte und siebenmal Weltmeister wurde. Zuletzt hatte Schumacher sich bereits mit privaten dreitägigen Testfahrten in einem GP2-Auto in Jerez auf sein Comeback vorbereitet.
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    Zuwachs in der Altherrenfraktion

    Schumis Rückkehr in die Formel 1

    Zuwachs in der Altherrenfraktion

    Rummel in Valencia: Wenn ein Fahrrad im Formel-1-Zirkus wichtiger ist als die Rennwagen, dann nur, weil Rückkehrer Michael Schumacher darauf trainiert. von Juha Päätalo, Valencia

    Die Formel 1 ist wieder eine Zweiklassengesellschaft. Es gibt Michael Schumacher. Und es gibt den großen Rest, der sich in den vergangenen drei Jahren schon daran gewöhnt hatte, dass es wechselnde Stars, wechselnde Weltmeister und überhaupt eine breitere Palette von Protagonisten im Fahrerlager gab. Die Formel 1 war drei Jahre lang dabei, sich eine neue Identität nach der Ära Schumacher zuzulegen. Aber im Fahrerlager von Valencia wird klar, dass damit Schluss ist.

    Man konnte schon länger spüren, dass das manchem Rennfahrer nicht schmeckt - obwohl alle beteuerten, dass Schumachers Comeback gut für die Formel 1 sei. Sebastian Vettel zum Beispiel vermutete schon im Dezember, als Schumachers Rückkehr bestätigt wurde, die Aufregung um ihn werde bald vergehen. Vor allem hat er wohl darauf gehofft. Denn Vettel war auf dem besten Wege, die Lücke zu füllen, die Superstar Schumacher hinterlassen hatte. Selbst wenn es den Fahrern nicht in erster Linie um Eitelkeit geht, ist Aufmerksamkeit immer auch eine Bestätigung der eigenen Persönlichkeit. Und eine Währung.
    In Valencia scheint der Hype um Schumacher noch an Fahrt zu gewinnen. Am Dienstag hatte der Kerpener frei, weil Nico Rosberg den Silberpfeil fuhr. Rosbergs Rundenzeiten interessierten wieder mal keinen - stattdessen aber das Fahrrad, mit dem Schumacher auf den nahe gelegenen Hügeln trainierte. Alle Details über das Gerät waren schnell bekannt: Es ist ein rot-weißes Mountainbike der italienischen Marke Colnago, mit Campagnolo-Schaltung, Preis knapp 4000 Euro.

    Der gefragteste Mann im Fahrerlager war Johannes Peil, Schumachers Arzt von der Sportklinik Bad Nauheim. N-TV übertrug ein Interview mit ihm live, danach stellte sich Peil weiteren Fragen. Hält der Nacken? Reichen Schumacher nur sieben Testtage vor Saisonbeginn? Hat er als Leibarzt noch Restzweifel? Peil beteuerte, dass sein Patient topfit ist. "Man muss schon vor dem ersten Test die Sicherheit haben, dass keine Überraschungen kommen können", sagte der Mediziner. "Der Nacken schränkt ihn nicht ein." Dann erzählte er, dass vier bis sechs Stunden Physiotherapie und Training pro Tag anstehen. "Er hat die drei Jahre immer noch kontinuierlich trainiert, wenn auch weniger, daher war es für ihn relativ leicht, wieder einzusteigen", sagte er. "Und wenn sie ihn sehen, wie er sich bewegt, wie sehr er sich auf das Fahren freut, dann wissen sie auch, wie es ihm geht. "

    In Valencia ist Schumacher tatsächlich wieder Regent eines Sonnensystems, in dem sich alles um ihn dreht. Die neuen Alphatiere haben ihn sicher nicht vermisst. Einzig Rubens Barrichello, Schumachers Weggefährte aus den Ferrari-Zeiten, freut sich, dass er nicht mehr allein die Altherrenfraktion bildet. "Es ist gut, Michael wiederzusehen", sagte er. "Und Pedro de la Rosa ist auch wieder da. Die Zeit der alten Herren ist gekommen, und daran bin ich mit meiner Leistung in der vergangenen Saison vielleicht ein wenig schuld."
    Diese Ansicht fällt ihm, aus der Distanz eines Williams-Piloten, allerdings leicht. Für Schumachers Teamkollegen Nico Rosberg hat er nur den Rat, Mercedes wieder zu verlassen. "Raus da! Das ist das einzige, was ich ihm sagen kann", meinte Barrichello, der von 2000 bis 2005 sechs Jahre lang Schumachers Kollege bei Ferrari war. Weil nun auch bei Mercedes GP Ross Brawn die Fäden zieht, sei das die beste Option für Rosberg. "Das meine ich gar nicht böse", beteuerte Barrichello. "Nach allem, was ich weiß, und nachdem ich gesehen habe, wie schnell Michael wieder war, wird das ein hartes Stück Arbeit."

    Pressestimmen

    Pressestimmen zur Präsentation des MERCEDES GP PETRONAS Formel 1-Teams

    Im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart stellte Mercedes-Benz das neue MERCEDES GP PETRONAS Formel 1-Team und die Piloten Michael Schumacher und Nico Rosberg für die Saison 2010 vor. Die Präsentation des ersten Silberpfeil-Teams seit 55 Jahren bestimmte am Tag danach die Schlagzeilen in den deutschen Tageszeitungen.

    Bild-Zeitung
    "Silber-Schumi. Alles NEU!", titelte die Bild-Zeitung. "So will Schumi wieder Weltmeister werden. Deutschland ist wieder Schumi! Gestern der große Augenblick: Michael Schumacher wurde als Silberpfeil-Pilot vorgestellt."
    Mit Michael Schumacher und Nico Rosberg sitzen zum ersten Mal zwei deutsche Fahrer in einem Formel 1-Silberpfeil. Die Financial Times Deutschland und das Handelsblatt schrieben deshalb unisono: "Schwarz-Rot Silber." Die Financial Times Deutschland fügte hinzu: "Wie Mercedes mit Michael Schumacher in der Formel 1 an alte Zeiten anknüpfen will."

    Stuttgarter Zeitung
    Auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung schloss sich diesem Tenor an und titelte: "Mission Schwarz, Rot, Silber."
    Die Süddeutsche Zeitung schreibt in ihrem Artikel "Neustart im Museum": "Michael Schumachers Auftritte in Silber erhalten einen nationalen Anstrich."
    In der Frankfurter Rundschau ist von "neuen Nationalfarben bei Schumachers Krönungsmesse im Stuttgarter Auto-Dom" die Rede.

    Die Welt
    Die Welt berichtet von einer "Kampfansage aus dem Museum" und schreibt in einem Kommentar: "Schumacher verkauft Autos. Nur ein 70stel des gesamten Forschungs- und Entwicklungsetats der Daimler AG wandert in die Formel 1. Und durch den massiven Imagegewinn für die Marke werden über die internationale Plattform Formel 1 mehr Autos verkauft. Wer mehr Autos verkauft, der schafft Arbeitsplätze."

    Die Stuttgarter Nachrichten stellen fest: "Mercedes präsentiert seine Formel-1-Stars Schumacher und Rosberg ohne übertriebenen Pomp. Eine historische Wegmarke in der Geschichte von Mercedes-Benz wurde im Formel-1-Tempo passiert: Nach 22 Minuten war die erste Teampräsentation eines eigenständigen Formel 1-Rennstalls seit 55 Jahren gelaufen."

    Die Stuttgarter Zeitung greift die lange Geschichte und den Mythos der Silberpfeile auf. "Die lange Tradition der Silberpfeile findet eine Fortsetzung. Es ist nicht das erste Comeback der Silberpfeile, aber ganz bestimmt das mit der größten Berechtigung."

    Auch die Münchner Abendzeitung reist in der Motorsportgeschichte zurück - sie schreibt: "Die Zukunft ist silbern. Die Lackierung des Boliden erinnert nämlich mit ihrem matt glänzenden Silberton frappierend an die alten, legendären Silberpfeile der 30er und 50er Jahre des letzten Jahrhunderts. Und darum geht es Mercedes - um die Wiederauferstehung der Silberpfeile und alles, was damit zusammenhängt."

    Erster Test des MERCEDES GP PETRONAS

    Erster Test des MERCEDES GP PETRONAS MGP W01 in Valencia


    Datum Montag, 1. Februar 2010
    Rennstrecke Circuito de la Comunidad Valenciana Ricardo Tormo
    Fahrer Nico Rosberg / Michael Schumacher

    Gefahrene Runden 39 Runden / 40 Runden
    Beste Rundezeit 01:13,543 / 01:12,947
    Gefahrene Kilometer 158 km / 162 km
    Streckenlänge 4,051 km

    Wetter Kühl und sonnig
    Lufttemperatur Maximal 15 °C
    Asphalttemperatur Maximal 19 °C


    Am Montag, 1. Februar 2010 begannen die Testfahrten für die Formel 1-Saison 2010 in Valencia; es war der erste von 15 Testtagen, bevor die Formel 1-Weltmeisterschaft 2010 mit dem Grand Prix von Bahrain am 14. März 2010 beginnt. Für MERCEDES GP PETRONAS begann der Tag mit einem Fototermin um 8:50 Uhr. Es war sonnig aber kalt, als Michael Schumacher, Nico Rosberg und Ross Brawn den neuen MGP W01 präsentierten. Danach wurde das Auto zurück in die Box gerollt und für den Beginn des Testprogramms vorbereitet.

    Nico fuhr den neuen Silberpfeil als Erster. Da es zuvor keinen Funktionstest gegeben hatte, lag der Schwerpunkt auf ersten Einstellarbeiten. Zudem sollte Nico prüfen, ob er sich mit seiner Sitzposition im Auto wohl fühlt. Er begann seine erste Runde um 10:34 Uhr und war insgesamt fünf Mal auf der Strecke. Dabei legte er bis zum Ende seines Tests um 13:40 Uhr insgesamt 39 Runden zurück. Er fuhr die viertbeste Runde des Tages mit einer Zeit von 01:13,543 Min.

    Michael fuhr den MGP W01 am restlichen Nachmittag. Es war seine erste Fahrt in einem aktuellen Formel 1-Auto seit April 2008. Er begann kurz nach 15:30 Uhr und erzielte bereits nach seinem ersten Run einen guten Speed und nutzte den Nachmittag dazu, sich mit dem Auto vertraut zu machen. Michael fuhr 40 Runden mit einer Bestzeit von 1:12,974 Min., die drittbeste Zeit des Tages.
    Nico wird den Test am Dienstag fortsetzen; Michael wird den MGP W01 erneut am Mittwoch fahren.


    Nico Rosberg
    Nico Rosberg: „Das war ein guter Testbeginn für das Team und meine ersten Eindrücke vom neuen Silberpfeil sind sehr positiv. Es war ein tolles Gefühl, das Auto erstmals zu fahren und endlich mit dem Testprogramm zu beginnen. Insgesamt fühlte sich alles sehr gut an, allerdings ist es schwierig, bereits jetzt die Wettbewerbsfähigkeit des Autos zu beurteilen. Das liegt vor allem an den Reglementänderungen in diesem Jahr, besonders beim Kraftstoff und den Reifen. Ich freue mich auf morgen. Dann haben wir einen ganzen Tag Zeit, um weitere Fortschritte zu erzielen.“

    Michael Schumacher
    Michael Schumacher: „Das war ein super-Rollout heute, alles lief sehr gut und ich habe mich im Auto auf Anhieb wieder wohl und normal gefühlt. Nach den drei Jahren Pause war es heute ein bisschen so wie damals 1991, als ich in die Formel 1 gekommen bin: in der ersten Runde dachte ich, uups, ist das schnell, und dann in der zweiten Runde war es schon perfekt. Ich habe mich wie ein kleiner Junge gefühlt und hatte viel Spaß. Wir haben gute Arbeit geleistet, und das wichtigste war, dass das Auto zuverlässig gelaufen ist. Nico und ich haben gemeinsam 79 Runden absolviert, das ist eine tolle Leistung vom gesamten Team.“

    Ross Brawn
    Ross Brawn: „Das war ein fruchtbarer erster Testtag hier in Valencia. Wir wollten zunächst sicherstellen, dass das Auto richtig funktioniert und unsere Fahrer sollten sich bei der kurzen Zeit, die sie auf der Strecke verbrachten, zunächst an das Auto und seine Bedienung gewöhnen. Wir haben heute eine gute Basis für die nächsten Testtage gefunden und es war gut zusehen, dass das Auto zuverlässig lief. Ich danke allen Mitarbeitern in Brackley und Brixworth für ihre harte Arbeit, den Wagen bis zum Test in dieser Woche fertigzustellen. Heute war ein besonderer Tag – wir arbeiteten erstmals mit Nico zusammen und wieder mit Michael und es war unser erster Tag als Mercedes-Benz Werksteam auf der Rennstrecke.“


    Ergebnisse (alle Zeiten inoffiziell)
    Pos Fahrer Auto Zeit Rdn.
    1. Felipe Massa Ferrari 1:12,574 102
    2. Pedro de la Rosa BMW Sauber 1:12,784 74
    3. Michael Schumacher MERCEDES GP PETRONAS 1:12,947 40
    4. Nico Rosberg MERCEDES GP PETRONAS 1:13,543 39
    5. Gary Paffett Vodafone McLaren Mercedes 1:13,846 86
    6. Rubens Barrichello Williams 1:14,449 75
    7. Sebastien Buemi Toro Rosso 1:14,762 18
    8. Robert Kubica Renault 1:15,000 69

    Mercedes ist erfolgreichste Motorsportmarke

    ADAC AutoMarxX:
    Mercedes ist erfolgreichste Motorsportmarke

    Laut dem Automarken-Index "AutoMarxX" ist Mercedes-Benz die erfolgreichste Marke im Motorsport. Die Basis für die Imagebefragung des ADAC ist der PKW-Monitor in der ADAC-motorwelt, der in Form eines Panels mit rund 4.000 Bundesbürgern erhoben wird.
    In der neuesten Auswertung vom Dezember 2009 belegt Mercedes-Benz Platz 1 bei der Frage "Welche Marke ist im Motorsport erfolgreich?". Damit verteidigte Mercedes-Benz die Spitzenposition, welche die Marke bereits in den Jahren 2006 bis 2008 innehatte.
    Mit dem Automarken-Index "AutoMarxX" bewertet der ADAC seit dem Jahr 2001 das Ansehen und die Marktstärke von 33 in Deutschland relevanten Fahrzeugherstellern. Der Markenvergleich AutoMarxX setzt sich aus zahlreichen Einzelkriterien wie Markenimage, Marktstärke, Kundenzufriedenheit und Produktstärke zusammen. Auch Fragen der Umwelt und der Sicherheit fließen in die Studie ein. Der ADAC-AutoMarxX wurde bisher 21 Mal veröffentlicht, elf Mal lag Mercedes in der Gesamtwertung vorne.

    Zweiter Testtag in Valencia

    Zweiter Testtag in Valencia

    Datum Dienstag, 2. Februar 2010
    Rennstrecke Circuito de la Comunidad Valenciana Ricardo Tormo
    Fahrer Nico Rosberg

    Gefahrene Runden 119 Runden
    Beste Rundezeit 01:12,899
    Gefahrene Kilometer 482 km
    Streckenlänge 4,051 km

    Wetter sonnig
    Lufttemperatur Maximal 13 °C
    Asphalttemperatur Maximal 19 °C

    Nico Rosberg saß heute erneut hinter dem Lenkrad des MGP W01 an seinem ersten kompletten Testtag für das MERCEDES GP PETRONAS Team. Ein weiterer schöner und trockener Tag in Valencia bot ideale Testbedingungen und ermöglichte es dem Team, sich durch das heutige Testprogramm durchzuarbeiten.

    Nico Rosberg
    Nach Abschluss der ersten Setup-Arbeiten mit dem MGP W01 am Montagmorgen, hatte Nico einen produktiven Tag mit Long-Runs als Schwerpunkt. Im Laufe des Tages absolvierte er eine komplette Renndistanz. Obwohl er noch nicht ganz mit der Sitzposition im Fahrzeug zufrieden war, fuhr er insgesamt 119 Runden am heutigen Tag, seine schnellste Runde betrug 1:12,899.
    Michael Schumacher wird morgen das Lenkrad übernehmen und den dritten und letzten Testtag in dieser Woche absolvieren.

    Ergebnisse (alle Zeiten inoffiziell)
    Pos Fahrer Auto Zeit Rdn.
    1. Felipe Massa Ferrari 1:11,722 124
    2. Kamui Kobayashi BMW Sauber 1:12,056 96
    3. Lewis Hamilton Vodafone McLaren Mercedes 1:12,256 108
    4. Robert Kubica Renault 1:12,426 119
    5. Nico Rosberg MERCEDES GP PETRONAS 1:12,899 119
    6. Rubens Barrichello Williams 1:13,377 102
    7. Sebastien Buemi Toro Rosso 1:13,823 107

    Rekordzugriffe bei Motorsport-Total.com

    Rekordzugriffe bei Motorsport-Total.com

    Der Auftakt der Formel-1-Testfahrten in Valencia und der erste Auftritt von Michael Schumacher im MGP W01 sorgt für Rekordzugriffe auf Motorsport-Seiten im Internet.
    Laut der unabhängigen 'IVW' (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.) erzielte beispielsweise das Motorsport-Portal 'Motorsport-Total.com' am 1. Februar innerhalb von 24 Stunden 2.352.927 Page Impressions (Seitenabrufe) - ein neuer Rekord in der Geschichte des Portals.

    Auch direkt an der Rennstrecke in Valencia stößt die Formel 1 auf enormes Interesse bei den Medien und Fans. Mehrere hundert Journalisten berichten vom Circuito de la Comunidad Valenciana Ricardo Tormo, darunter auch der deutsche Nachrichtensender 'n-tv', der den Rollout des MGP W01 am Montag und die ersten Runden von Nico Rosberg und Michael Schumacher in mehreren Live-Schaltungen direkt aus der Boxengasse übertrug. Laut offiziellen Angaben kamen insgesamt 59.100 Zuschauer von Montag, 1. Februar 2010 bis Mittwoch, 3. Februar 2010 an die Rennstrecke. Die Testfahrten an den ersten beiden Tagen verfolgten 7.200 beziehungsweise 15.500 Fans auf den Tribünen, am dritten und letzten Testtag wurden sogar 36.400 Fans gezählt.

    http://www.motorsport-total.com

    Dritter Testtag in Valencia

    Dritter Testtag in Valencia

    Datum Mittwoch, 3. Februar 2010
    Rennstrecke Circuito de la Comunidad Valenciana Ricardo Tormo
    Fahrer Michael Schumacher

    Gefahrene Runden 82 Runden
    Beste Rundezeit 01:12,438
    Gefahrene Kilometer 332 km
    Streckenlänge 4,051 km

    Runden insgesamt 280 Runden
    Kilometer insgesamt 1134 km

    Wetter Kühl und sonnig
    Lufttemperatur Maximal 14 °C
    Asphalttemperatur Maximal 19 °C

    Michael Schumacher bestritt heute den abschließenden Tag des ersten dreitägigen Tests mit dem neuen MERCEDES GP PETRONAS MGP W01 in Valencia.
    Nach seinen ersten Erfahrungen mit dem neuen Auto am Montagnachmittag, erledigte Michael Schumacher zu Beginn seines ersten kompletten Testtags Arbeiten am Setup und der Balance des Autos. Am Nachmittag lag der Focus auf Long-Runs, bevor ein Hydraulikproblem am Auto den Testtag eine Stunde früher enden ließ.
    Michael Schumacher fuhr heute insgesamt 82 Runden und erzielte die drittschnellste Zeit, 01:12,438.
    Der nächste Test von MERCEDES GP PETRONAS beginnt am Mittwoch, den 10. Februar in Jerez, Spanien.

    Michael Schumacher: „Ich bin sehr zufrieden damit, wie der Test diese Woche gelaufen ist. Am Montag hatte ich eine etwas kürzere Fahrtzeit, heute dafür fast einen ganzen Tag, der dann durch ein Hydraulikproblem etwas früher als gedacht beendet wurde. Insgesamt aber lief es sehr gut, unser Fokus war es, so viele Runden wie möglich zu absolivieren und zu sehen, wie zuverlässig das Auto ist. Um Rundenzeiten ging es dabei eher noch nicht. Das Ganze ist eine tolle Herausforderung und natürlich mit dem neuen Team eine neue Erfahrung, aber dass ich Ross so gut kenne und weiß wie er arbeitet, macht das alles sehr einfach. Ich fühle mich jetzt schon zugehörig zum Team. Ich bin frisch und hochmotiviert, ich freue mich schon auf die Saison, die vor uns liegt. Gut, dass es nächste Woche in Jerez weiter geht."

    Ergebnisse (alle Zeiten inoffiziell)
    Pos Fahrer Auto Zeit Rdn.
    1. Fernando Alonso Ferrari 1:11,470 127
    2. Pedro de la Rosa BMW Sauber 1:12,094 80
    3. Michael Schumacher MERCEDES GP PETRONAS 1:12,438 82
    4. Jaime Alguersuari Toro Rosso 1:12,576 97
    5. Jenson Button Vodafone McLaren Mercedes 1:12,951 82
    6. Vitaly Petrov Renault 1:13,097 75
    7. Nico Hülkenberg Williams 1:13,669 126

    Nick Heidfeld Test- und Reservefahrer bei MERCEDES GP

    Nick Heidfeld Test- und Reservefahrer bei MERCEDES GP PETRONAS

    Stuttgart/Brackley, 4. Februar 2010

    MERCEDES GP PETRONAS gab heute die Verpflichtung von Nick Heidfeld als Ersatz- und Testfahrer für die Formel 1-Saison 2010 bekannt. Der in Mönchengladbach geborene Heidfeld komplettiert das Fahrerteam von MERCEDES GP PETRONAS mit Michael Schumacher und Nico Rosberg.
    Wie zuvor für Michael Schumacher schließt sich damit für den früheren Mercedes-Junior Nick Heidfeld ein Kreis. Nach dem Gewinn der Deutschen Formel 3-Meisterschaft 1997 testete Nick als von Mercedes geförderter Junior-Fahrer erstmals einen McLaren-Mercedes.
    1998 und 1999 war Heidfeld McLaren-Mercedes Testfahrer. In diesen Jahren fuhr er außerdem erfolgreich in der Formel 3000, wurde 1998 Vizemeister und gewann 1999 danach den Titel in der im Formel 1-Rahmenprogramm ausgetragenen Formel 3000-Meisterschaft.
    Seine Formel 1-Karriere begann Nick 2000 im Prost-Team. Seitdem bestritt er insgesamt 167 Grand Prix für Sauber (2001-2003), Jordan (2004), Williams (2005) und BMW Sauber (2006-2009). Seine beste WM-Platzierung erreichte Heidfeld 2007 als Fünfter der Weltmeisterschafts-Gesamtwertung. In zehn Jahren Formel 1 holte Nick bisher zwölf Podiumsplätze.

    Nick Heidfeld: „Ich freue mich sehr, dass ich jetzt zum MERCEDES GP PETRONAS Formel 1-Team gehöre. Dieses Team hat während des Winters das größte Interesse auf sich gezogen, nicht nur wegen des Comebacks von Michael Schumacher, sondern auch, weil Mercedes-Benz erstmals seit über 50 Jahren wieder mit den Silberpfeilen als Werksteam antritt. Natürlich wäre mir ein Platz als aktiver Fahrer lieber gewesen, aber ich bin stolz, zum Silberpfeil-Team zu gehören. Ich habe erlebt, wie engagiert jeder im Team ist und mir geht es genauso. Ich werde Michael und Nico nach Kräften unterstützen.“

    Ross Brawn, Teamchef: „Einen Fahrer vom Kaliber und mit der Erfahrung von Nick Heidfeld als Ersatz- und Testfahrer für 2010 im Team zu haben, ist eine große Freude für uns. Nick hat über zehn Jahre lang bei bekannten Teams Formel 1-Erfahrung gesammelt und wird für MERCEDES GP PETRONAS eine weitere Verstärkung sein. Ich bin sicher, dass er zur Entwicklung unseres MGP W01 einen Beitrag leisten wird. Wir freuen uns, Nick im Team willkommen zu heißen und werden gut mit ihm zusammenarbeiten.”

    Norbert Haug, Mercedes-Benz Motorsportchef: „Nick Heidfeld für MERCEDES GP PETRONAS als Ersatz- und Testfahrer zu verpflichten, bedeutet für unser Team eine weitere Verstärkung. Wir kennen einander seit vielen Jahren und ab 1997 wurde Nick von uns als Fahrer unseres Junior-Teams unterstützt. Während seiner zehn Jahre in der Formel 1 ließen es die Umstände oft nicht zu, dass Nick den absoluten Durchbruch schaffte. Aber Nick kann was, das wird er bei uns einbringen und beweisen.“

    Norbert Haug im Interview mit dem Tagesspiegel

    Norbert Haug im Interview mit dem Tagesspiegel

    Das Interview erschien am 4. Februar 2010 im Tagesspiegel.

    Herr Haug, Daimler-Chef Dieter Zetsche hat das neue Mercedes-Team als „Nationalteam der Formel 1“ bezeichnet. Ist Ihnen der Faktor Deutsch so wichtig?

    Norbert Haug: „Unser Formel 1-Team hat mit Mercedes-Benz und den Fahrern Michael Schumacher und Nico Rosberg einen starken deutschen Kern - aber eben nicht nur. Unsere Marke ist weltbekannt, Michael Schumacher ist weltbekannt und Nico Rosberg ist auf dem besten Weg, ein weltbekannter Sportler zu werden. Unser Team ist international, wobei Mercedes, Silberpfeil, Schumacher und Rosberg aus Deutschland stammen. Und darauf darf man ja auch durchaus - im richtigen Maß - stolz sein.“

    Ist die Betonung der Nationalität bei einem Weltkonzern nicht eher hinderlich?

    Norbert Haug: „Keineswegs. Hinderlich wäre, wenn unser Team übertrieben das "Deutsch" betonen würde. Das tun wir aber nicht. Wir alle sind Weltbürger, haben aber bestimmt nichts gegen einen starken deutschen Kern. Genauso viel Respekt bringen wir allen Nationalitäten gegenüber auf - ob in unserem Team oder außerhalb.“

    Der Unterbau des Teams ist aber auch bei Mercedes ein englischer. Wird in der Zentrale in Brackley nun deutsch gesprochen und deutsches Bier getrunken?

    Norbert Haug: „Ich hoffe, es gibt nach einem Sieg bald einen Grund mit allen Teammitgliedern mit einem deutschen Bier anzustoßen. Aber keine Angst, wir würden bei dieser Gelegenheit auch jederzeit ein englisches nehmen. Wir sind international und dabei entspannt wie konzentriert, um unsere Aufgabe bestmöglich zu lösen. Die Formel 1-Sprache ist bekanntlich Englisch, aber Sie werden auch Deutsch bei uns hören, wenn auch nicht am Funk oder bei technischen Besprechungen.“

    Wird Mercedes auch künftig verstärkt auf deutsche Piloten setzen? Nick Heidfeld gilt als Favorit für den Job als Testfahrer.

    Norbert Haug: „Auch bei der Verpflichtung von Nico Rosberg und Michael Schumacher kam es uns alleine darauf an, die besten verfügbaren Piloten zu verpflichten. An diesem Prinzip wird sich auch bei der Besetzung des Test- und Reservefahrers nichts ändern.“

    Wer entscheidet ultimativ, wenn es mal keine Einigkeit gibt - Sie und Mercedes oder die englische Seite um Teamchef Ross Brawn und Geschäftsführer Nick Fry?

    Norbert Haug: „Es gibt nur eine Team-Seite und die heißt Mercedes GP Petronas. Das letzte Wort im Tagesgeschäft hat unser Teamchef Ross Brawn und er berichtet an den Vorstand von Mercedes Grand Prix Ltd., der die sportlichen wie wirtschaftlichen Zielsetzungen vorgibt. Ross Brawn, Nick Fry und ich arbeiten Hand in Hand.“

    Ist das werkseigene Team nach der Übernahme von Brawn günstiger als die langjährige Zusammenarbeit mit McLaren?

    Norbert Haug: „Wir haben unser Jahresbudget gegenüber dem Höchststand von vor fünf Jahren mittlerweile um über 70 Prozent reduziert. Unser Team finanziert sich gänzlich über Einnahmen, die von unseren Sponsorpartnern und vom kommerziellen Rechteinhaber der Formel 1 stammen. Mercedes-Benz trägt nur die Kosten für die Motoren und für unsere kleine Steuerungseinheit mit Organisation, Planung, Controlling, Presse und Marketing in Stuttgart. Aber wir waren auch mit McLaren im Konkurrenzvergleich durchaus kostengünstig und zudem erfolgreich.“

    Das Image der Formel 1 ist durchaus zwiespältig. Andere Hersteller sind ausgestiegen und haben dafür sogar Applaus geerntet. Wäre das nicht auch für Mercedes die günstigere Lösung gewesen?

    Norbert Haug: „Nein. Und der Applaus, von dem Sie sprechen, hielt sich in sehr engen Grenzen. Großartigen Applaus erhielt allerdings Mercedes-Benz mit seiner Entscheidung, sich dem härtesten automobilsportlichen Wettbewerb als waschechte Werksmannschaft zu stellen. Allein die Bekanntgabe der Verpflichtung Michael Schumachers am 23. Dezember brachte nur in Deutschland über 90 Millionen Fernsehkontakte innerhalb von nur anderthalb Tagen - doppelt so viel, wie ein ganzes Grand Prix Wochenende. Das Thema Mercedes-Silberpfeil-Schumacher-Rosberg-Petronas ist seit Mitte November weltweit durchgängig bei Interessierten in aller Munde.“

    Apropos Schumacher: Hat es Sie überrascht, dass er nach seiner Pause beim Test in Valencia gleich wieder so schnell war?

    Norbert Haug: „Wie gut wir sind, wird erst das erste Rennen zeigen. Und zuvor ist es klüger, sich auf harte Arbeit anstatt auf große Ansagen zu konzentrieren. Mit dieser Vorgehensweise haben Michael Schumacher, Ross Brawn und Mercedes-Benz neun der letzten 12 Weltmeistertitel geholt - bevor wir jetzt als Team antreten.“

    Superstar Schumacher und der Rosberg

    Superstar Schumacher und der Rosberg

    Michael Schumacher geht nicht davon aus, dass es mit seinem Teamkollegen Nico Rosberg Probleme geben wird.

    "Im Moment ist es sehr konstruktiv und ich erwarte nicht, dass sich das ändert“, sagte der Rekordweltmeister am Montag in einem Interview auf der offiziellen Formel-1-Homepage. Bei den bisherigen gemeinsamen Auftritten der beiden Teamkollegen des neuen Rennstalls Mercedes Grand Prix galt die öffentliche Aufmerksamkeit fast ausschließlich dem siebenmaligen Weltmeister. Daran müsse er sich erst noch gewöhnen, hatte Rosberg bereits kundgetan.

    Der Wiesbadener will in diesem Jahr endlich seinen ersten Sieg in der Formel 1 schaffen. Schumacher tritt dagegen mit der beeindruckenden Bilanz von 91 Grand-Prix-Erfolgen an und will um seinen achten WM-Titel kämpfen. „Ich glaube an das Team und der Glaube an die Herausforderung ist genug für mich“, erklärte Schumacher. Er sei vollkommen überzeugt, dass „wir ein Auto haben, mit dem wir um die WM fahren können“, so der 41-Jährige, der im neuen Silberpfeil bislang rund 1500 Kilometer zurücklegte.