Interessantes zu Formel 1 im Jahr 2010

    Interessantes zu Formel 1 im Jahr 2010

    Formel-1-Teams feilschen um Piloten

    13 Teams = 26 Fahrer: Eigentlich klingt die Rechnung für die kommende Formel-1-Saison ganz einfach. Doch welcher Pilot für welchen Rennstall an den Start geht, ist bei ungewöhnlich vielen Teams noch unklar. SPIEGEL ONLINE zeigt die neuesten Entwicklungen im Pisten-Personalkarussell.

    Ein Blick aus dem Fenster verrät: Der Sommer ist zu Ende. Jedenfalls in großen Teilen Europas. Noch nicht gestopft jedoch ist das Sommerloch, zumindest in der Formel 1, wo diese Zeit besser bekannt ist als die "Silly Season". Sie beginnt jedes Jahr im Spätsommer. Die Entscheidungen der laufenden Saison sind noch längst nicht gefallen, da rätseln die Ersten über die Cockpitbesetzungen des kommenden Jahres. Manager tauchen plötzlich auf, fühlen hier und da vor, führen erste Vertragsgespräche für ihre Klienten. Klappt es endlich mit der Unterschrift bei einem großen Team? Bleibe ich Teil des Zirkus', gelingt mir der Einstieg in die Glitzerwelt der Formel 1?

    In der Regel sind die meisten Fragen mit Saisonende oder zumindest kurz danach beantwortet. Die "Silly Season" findet meist ein schnelles Ende. Nicht so 2009. Die Formel 1 ist im zurückliegenden Jahr durcheinandergewirbelt worden, wird, wenn im März 2010 in Bahrain der Vorhang sich öffnet, mit neuem Outfit die Bühne betreten. Kein BMW, kein Toyota, dafür vier neue Teams plus die über den Winter Silber lackierten Brawn. Einige Arbeitsplätze für die Inhaber der Superlizenz sind weggefallen, einige kommen hinzu, doch wer in welchem Boliden sitzen wird, ist bei vielen Rennställen noch unklar. Zumindest öffentlich.

    Erst elf der wahrscheinlich 26 Fahrer (BMW-Nachfolger Qadbak ist noch ohne Lizenz der Fia) stehen fest (siehe Tabelle links). Nur drei Teams haben bereits ihre beiden Piloten benannt: Ferrari (Felipe Massa, Fernando Alonso), Red Bull (Sebastian Vettel, Mark Webber) und Williams (Rubens Barrichello, Nico Hülkenberg). Zudem können sich die Berater folgender Piloten zurücklehnen: Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes), Robert Kubica (Renault), Timo Glock (Manor GP), Sébastien Buemi (Toro Rosso) und Bruno Senna (Campos Meta). Der Rest der PS-Künstler ist noch ohne Vertrag - wobei es bei den meisten nur eine Frage ist, wo sie unterschreiben.

    Ein Luxusproblem hat der Weltmeister Jenson Button. Lange hat er mit Brawn GP verhandelt, nach seinem Gehaltsverzicht vor der vergangenen Saison nun angeblich eine massive Aufstockung gefordert, die Brawn nicht leisten will. Realistischer erscheint deshalb ein Wechsel des 29-Jährigen zu McLaren-Mercedes, an die Seite von Landsmann Lewis Hamilton. Button hat bereits die McLaren-Fabrik im britischen Woking besichtigt, mit Teamchef Martin Whitmarsch gesprochen. Erstmals seit 1989 würde dann wieder ein Team mit zwei Weltmeistern an den Start gehen, damals saßen Alain Prost und Ayrton Senna ebenfalls in einem McLaren, mit dem Zusatz Honda.

    Hamilton hat bereits einen Weltmeister aus dem Team gedrängt

    Finanziell offensichtlich ein klares Plus für Button, könnte es aus sportlicher Sicht ein riskanter Wechsel sein. Er verließe ein Team, in dem er als Titelverteidiger die klare Nummer eins wäre, jedenfalls beim Saisonstart. Er kennt die handelnden Personen, kennt, wenn auch nicht die Version für 2010, zumindest die Grundzüge des Autos, die Crew kennt seine Begehrlichkeiten. Bei McLaren sitzt der etablierte Hamilton, der speziell in der zweiten Saisonhälfte 2009, als Button nur noch seinen Vorsprung verwaltete, groß auftrumpfte. Und: Hamilton hat bereits einmal einen amtierenden Weltmeister in die zweite Reihe und später aus dem Team gedrängt: Fernando Alonso, 2007.

    Buttons Platz beim neuen Mercedes-GP-Team wird aller Wahrscheinlichkeit nach Nico Rosberg einnehmen. Endlich ein siegfähiges Auto für den 24-jährigen Deutschen, seit Jahren hat er sich das gewünscht. Cockpit Nummer zwei ist noch offen. Als Kandidat wird Nick Heidfeld gehandelt, Mercedes-Sportchef Norbert Haug hat Gespräche mit dem diesjährigen BMW-Piloten bestätigt. Aus Vermarktungsgesichtspunkten, zumindest hierzulande, wäre ein deutsches Fahrer-Duo zweifellos perfekt. Und Heidfelds Qualitäten als Pilot sind unbestritten. Für ihn böte sich noch einmal die Chance, endlich Weltmeister zu werden. Auch wenn er wohl die Nummer zwei im Team wäre, ein Grand-Prix-Sieg zumindest könnte drin sein. Denn auch der fehlt Heidfeld nach 167 Versuchen noch immer.

    Räikkönen könnte ein fürstlich bezahltes Sabbat-Jahr einlegen

    Der letzte Deutsche ohne Vertrag ist Adrian Sutil. Sein bisheriger Arbeitgeber, Force India, hat bereits die Option für 2010 gezogen, Sutil verhandelt anscheinend noch. Ein weiteres Engagement beim indischen Rennstall ist wahrscheinlich. Warum auch nicht? Das Team hat im zweiten Saisonabschnitt 2009 bewiesen, dass es konkurrenzfähig ist. In Sachen Topspeed konnten nur wenige mithalten.

    Bleiben erfahrene Piloten wie Heiki Kovalainen und Jarno Trulli. Der bei Ferrari aussortierte Kimi Räikkönen wollte einzig für McLaren fahren, die Option ist geplatzt. Sein Manager Steve Robertson bestätigte, dass der Finne 2010 nicht Formel 1 fahren wird. Nun könnte es die Rallye-WM werden oder ein fürstlich bezahltes Sabbat-Jahr - Räikkönens Vertrag bei der Scuderia läuft noch bis Ende 2010. Für Kovalainen und Trulli werden die Möglichkeiten ebenfalls geringer. Renault hat noch ein Cockpit zu vergeben, möglicherweise auch Force India, wenn man mit Vitantonio Liuzzi nicht zufrieden ist. Ansonsten blieben noch die vier neuen Teams.

    2010 wird es viele neue Namen in der Formel 1 geben

    Lotus hat bereits einen Piloten verpflichtet, nennt aber keinen Namen. Campos Meta hat Senna unter Vertrag, Manor Glock. Speziell bei solchen kleineren Teams hängt die Entscheidung für einen Fahrer oft mit dessen Möglichkeit zusammen, Sponsorengelder mitzubringen. Man kann es auch wie Senna machen, der ohne Gehalt fährt.

    Eines steht jedenfalls fest: Neue Namen wird es 2010 ungewöhnlich viele in der Formel 1 geben. Klangvoll, aber unbekannt, ist der eines Belgiers, der im Dezember einen Testtag für Renault absolvieren darf. Er klingt fast ein bisschen nach Sommerloch: Bertrand Baguette.

    Ein echter Silberpfeil

    Ein echter Silberpfeil

    - 2010 in der Formel 1 am Start: Team Mercedes Grand Prix
    - Daimler AG und McLaren Group ändern die Form ihrer Zusammenarbeit


    Stuttgart – Mercedes-Benz wird ab der Saison 2010 mit einem eigenen Team in der Formel 1-Weltmeisterschaft an den Start gehen. Zudem haben die Daimler AG und die McLaren Group die bisherige Form ihrer Zusammenarbeit mit Wirkung zum 13. November 2009 geändert. Das gab die Daimler AG heute bekannt.
    Daimler wird gemeinsam mit Aabar Investments PJSC 75,1 Prozent von Brawn GP übernehmen, wobei Daimler 45,1 Prozent und Aabar 30 Prozent der Anteile erwirbt. Die restlichen 24,9 Prozent verbleiben bei den bisherigen Anteilseignern. Aabar ist mit 9,1 Prozent größter Einzelaktionär der Daimler AG. Die Transaktion erfolgt vorbehaltlich der Freigabe durch die EU und die Schweizer Kartellbehörde.

    Hintergrund dieser Entscheidung ist ein geändertes Umfeld in der Formel 1 mit signifikant verbesserten Rahmenbedingungen. Durch die von FOTA und FIA fest-gelegten so genannten „Resource Restrictions“ werden Ausgaben für Konstruktion, Aufbau und Einsatz der Rennfahrzeuge wirkungsvoll limitiert. Gleichzeitig gibt es nach Unterzeichnung des neuen Concorde Agreements signifikant höhere Einnahmen für ein Formel 1-Team aus den kommerziellen Rechten der Rennserie.
    Das seit 1995 bestehende McLaren Mercedes Team absolvierte 2009 seine 15. gemeinsame Formel-1-Saison. Die Änderung der Kooperation erfolgt in vollem Einvernehmen. Mercedes-Benz und McLaren werden weiterhin partnerschaftlich zusammenarbeiten. Eine Lieferung von Motoren an McLaren ist bis 2015 möglich.
    Die McLaren Group hat sich neue Ziele insbesondere im Bereich Automotive gesetzt und Daimler hat Verständnis und Respekt für diese neuen strategischen Zielsetzungen. Vor diesem Hintergrund wurde vereinbart, dass der Rückkauf des 40 Prozent-Anteils der Daimler AG durch die McLaren Group bis 2011 abgeschlossen sein wird.
    Mercedes-Benz knüpft mit der Entscheidung, zukünftig mit einem eigenen Werksteam an den Start zu gehen, zum 75-jährigen Jubiläum der Silberpfeile an die großartige Rennsportgeschichte dieser in der Welt einmaligen Rennfahrzeuge an und möchte diese im Stil lupenreiner Werks-Silberpfeile fortsetzen. Diese haben stets die Epochen ihrer Einsätze deutlich geprägt und jeweils die Mehrzahl der von ihnen bestrittenen Rennen gewonnen.
    "Mercedes-Benz ist die wertvollste und bekannteste Premium-Automobilmarke der Welt. Diese Marke sucht auf allen für sie relevanten Feldern den hochwertigsten Wettbewerb, um auch durch die dadurch entstehenden neuen Herausforderungen immer besser zu werden", erklärt Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstandes der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars.
    "Im umgestalteten Umfeld der Formel 1 stellen wir uns der Konkurrenz auf der automobilsportlich wichtigsten Bühne von nun an mit einer eigenen Silberpfeil-Werksmannschaft.
    Unser neues Silberpfeil-Formel 1-Team stellt eine große sportliche und technische Herausforderung dar. Und diese gehen wir mit Sportsgeist und voller Begeisterung an."
    Mercedes-Benz wird sein Formel 1-Engagement neu strukturieren und über die bisher bereits realisierten Maßnahmen zur Kostenreduzierung und Effizienzsteigerung hinaus weitere Zeichen setzen.
    1998, 1999 und 2008 holte das britisch-deutsche Team jeweils die Fahrer-Weltmeisterschaft und außerdem 1998 die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft. Zehnmal wurde das Team McLaren Mercedes Vizeweltmeister, je fünfmal in der Fahrer- und Konstrukteurswertung.
    Nach dem Gewinn des Fahrertitels mit Lewis Hamilton im letzten Jahr wurde Vodafone McLaren Mercedes in diesem Jahr Dritter in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft. Der Weltmeister von 2008 gewann in diesem Jahr zwei Grand Prix und den ersten historischen Sieg mit dem 2009 in der Formel 1 neuen Bremsenergie-Rückgewinnungssystem KERS Hybrid. Kein Fahrer holte in den letzten acht der insgesamt 17 Rennen umfassenden Saison mehr WM-Punkte als Lewis Hamilton.
    "Ich möchte McLaren für eine erfolgreiche Zusammenarbeit während der letzten anderthalb Jahrzehnte danken“, sagt Dr. Dieter Zetsche. „Wir werden in den nächsten Jahren zum Wohle von McLaren und Mercedes weiterhin konstruktiv zusammen arbeiten. Auf der Strecke werden wir Rivalen sein, aber abseits davon mit McLaren und den anderen Teams kooperieren, um für die Zuschauer weltweit das beste Produkt zu schaffen.“
    „Wir blicken auf 15 erfolgreiche Jahre guter Zusammenarbeit mit McLaren zurück, in denen wir vier WM-Titel und zehn Vizeweltmeisterschaften in den Fahrer- und Konstrukteurswertungen gewonnen haben“, zieht Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug eine positive Bilanz. „Seit dem ersten Sieg beim Grand Prix von Australien 1997 weisen die modernen Silberpfeile mit insgesamt 60 Siegen in 223 Rennen eine hervorragende Erfolgsbilanz auf und sorgten dafür, dass unser Markenzeichen, der Stern, auch für große Erfolge in der Formel 1 steht. Wir danken unserem Partner und werden auch weiterhin konstruktiv mit McLaren arbeiten.“
    Die Management-Mannschaft des bisherigen Brawn GP-Teams wird unter Leitung von Teamchef Ross Brawn in bekannter Funktion weiter bei Mercedes Grand Prix aktiv sein.
    Angebunden wird das Formel 1-Team genauso wie die Motorenmannschaft von Mercedes-Benz High Performance Engines bei Mercedes-Benz Motorsport und dessen Leiter, Norbert Haug.
    “Unsere Mannschaft hat in den vergangenen zwölf Monaten eine unglaubliche Zeit erlebt: Zunächst unser Kampf als Team überhaupt in der Formel 1 zu bleiben, dann der Aufbau unserer starken Kooperation mit Mercedes-Benz High Performance Engines, schließlich der Gewinn der Konstrukteurs- und Fahrer-Weltmeisterschaft und nun der Vertragsabschluss mit Daimler und Aabar, der die Zukunft unseres Teams sichert“, blickt Team Principal Ross Brawn auf ein anfänglich extrem schwieriges aber letztlich äußerst erfolgreiches Jahr zurück.
    „Meine Kollegen in der Teamleitung und ich sind sehr stolz auf jedes einzelne Teammitglied, unsere Fahrer und alle Partner, die mit unserem Team verbunden sind. Wir danken allen für ihren Einsatz, das außergewöhnliche Zusammenspiel und die Konzentration auf das Erzielen von Resultaten unter sehr schwierigen Bedingungen. Unser bewährtes Leitungsteam wird unsere Mannschaft weiterhin führen.
    Im Namen aller möchte ich zum Ausdruck bringen, dass es für uns eine große Ehre ist, als Mercedes-Benz Werksteam in der Formel 1 an den Start zu gehen, und wir werden unser Allerbestes geben, um das in uns gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen.“
    Das neue Silberpfeil-Team Mercedes Grand Prix wird in der Formel 1 als wasch-echtes Werksteam antreten. Synergien zwischen der 100 Prozent Daimler Tochter Mercedes-Benz High Performance Engines in Brixworth, UK und dem rund 40 Kilometer entfernt in Brackley, UK beheimateten Mercedes Grand Prix-Team werden weitere beträchtliche Effizienzen schaffen.
    Dazu Norbert Haug: "Unser Ziel ist es, unser Formel 1-Engagement zu einem Modell zu entwickeln, das zunächst mit signifikant reduzierten Budgets seitens Mercedes-Benz operiert und in absehbarer Zeit kostenneutral wird.
    Weiterhin wollen wir natürlich weltweit die interessierten Zuschauer begeistern und extrem hohe mediale Gegenwerte für unsere Marke generieren. In der Formel 1 kann Mercedes-Benz weiter seinen Wettbewerbswillen und Siegesanspruch auf der weltweit wichtigsten Motorsport-Wettbewerbsbühne nachdrücklich darstellen.“
    Khadem Al Qubaisi, Chairman, Aabar Investment PJSC erklärt: “Aabar freut sich, gemeinsam mit der Daimler AG und ihrer in der Welt führenden Marke Mercedes-Benz ein neues Formel 1-Team zu bilden, das in der langen und erfolgreichen Tradition der berühmten ‚Silberpfeile’ steht.
    Seitdem Aabar der größte Anteilseigner der Daimler AG wurde, ist die Zusammenarbeit zwischen unseren Unternehmen vorbildlich, und wir haben bereits gemeinsam in Tesla investiert. Aaber ist zuversichtlich, dass weiterer Erfolg auf diesem Gebiet folgen wird.
    Im Hinblick auf die überragende Resonanz des Abu Dhabi Grand Prix, der die Formel 1 erstmals in die Vereinigten Arabischen Emirate brachte, wird es besonders interessant sein, unsere eigenen Autos im Starterfeld zu haben. Der geniale Ross Brawn wird weiterhin ein starker Teamchef sein und jetzt von der konkur-renzlosen Leistung von Mercedes-Benz mit seinem ganzen Spektrum automobiler Technologie profitieren. Dies sind fantastische Aussichten, die mich für mein Land gleichermaßen freuen und stolz machen.“
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    Pressestimmen zum neuen Mercedes Formel 1-Team

    Pressestimmen zum neuen Mercedes Formel 1-Team

    Ab der kommenden Saison wird Mercedes-Benz mit einem eigenen Rennstall in der Formel 1-Weltmeisterschaft an den Start gehen. "Mercedes übernimmt Brawn-Mehrheit und gründet neues Team", berichtete Spiegel Online sofort nach der offiziellen Bekanntgabe am Montag.
    "Stuttgart erhält mehr Gewicht in der Formel 1", lobten die Stuttgarter Nachrichten.
    Mit der Entscheidung, zukünftig mit einem eigenen Werksteam an den Start zu gehen, knüpft Mercedes-Benz zum 75-jährigen Jubiläum der Silberpfeile an die großartige Rennsportgeschichte dieser in der Welt einmaligen Rennfahrzeuge an und möchte diese im Stil lupenreiner Werks-Silberpfeile fortsetzen.
    Die Financial Times titelte: "Durch und durch ein Silberpfeil. Mercedes übernimmt den Formel-1-Sieger Brawn GP und wird mit dem ersten rein deutschen Team seit 1955 fahren."
    Die Süddeutsche Zeitung titelte: "Die Silberpfeile sind zurück!"
    "Die Rückkehr der Silberpfeile! Die Daimler AG kauft den F1-Rennstall Brawn und kämpft künftig als Mercedes Grand Prix um die Weltmeisterschaft", schloss sich die Frankfurter Allgemeine Zeitung an.
    Die Bild-Zeitung sprach begeistert von einem "Mercedes-Beben". "Mercedes kauft Weltmeister-Team Brawn und machen daraus einen echten Silberpfeil mit einem deutschen Fahrer."
    "Mercedes kauft das Weltmeisterteam", schrieb das Handelsblatt.
    Der Daily Express titelte: "Es sieht ganz so aus, als käme es in der nächsten Rennsaison zum Duell Team Deutschland gegen Team Großbritannien, nachdem Mercedes die Welteroberer von Brawn übernommen hat."
    Insgesamt wurde in den deutschen Printmedien vom 16. bis zum 18. November 2009 in 153 Artikeln über das neue Mercedes Formel-1-Team berichtet. Die zusammengerechnete Auflage aller Zeitschriften, Zeitungen und Magazine, die über das Team berichteten (kumulierte Auflage), beträgt 44.834.082 Exemplare.
    Im deutschen Fernsehen wurden kurz nach der Bekanntgabe von Mercedes-Benz am Montag, den 16.11.2009 ab 13:30 Uhr bis Dienstag, den 17.11. 2009 um 16:00 Uhr auf acht verschiedenen TV-Sendern (darunter RTL, ARD, ZDF, n-tv und andere) 55 Beiträge mit einer Gesamtlänge von 54:26 Minuten gesendet. Alle ausgestrahlten Fernsehbeiträge zum Mercedes Formel-1-Rennstall erzielten eine Reichweite von 34,99 Millionen Fernsehzuschauern in Deutschland. Somit haben fast 35 Millionen Zuseher die 55 Beiträge im Fernsehen verfolgt.
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    Expertenstimmen zum neuen Mercedes Formel 1-Team

    Expertenstimmen zum neuen Mercedes Formel 1-Team

    Mercedes-Benz wird ab der Saison 2010 mit einem eigenen Team in der Formel 1-Weltmeisterschaft an den Start gehen. Formel 1-Boss Bernie Ecclestone erklärte nach der offiziellen Bekanntgabe am Montag: "Ich bin sehr glücklich. Das ist eine ganz und gar traumhafte Nachricht." "Da kann ich in jeder Richtung nur gratulieren", kommentierte der dreifache Formel-1-Weltmeister Niki Lauda die Mercedes-Übernahme.

    Der frühere Formel 1-Pilot Christian Danner reihte sich ebenfalls bei den Gratulanten ein. "Mein großes Kompliment, dass man die Weitsicht hatte, die wunderbare globale Bühne Formel 1 weiter zu nutzen - und so zu nutzen, wie man es jetzt macht: mit Kunden und mit einem neuen Werksteam, das das Weltmeisterteam ist und in Zukunft sehr wirtschaftlich funktionieren wird", so Danner.
    "Mercedes hat erkannt, dass die Formel 1 billiger wird. Von daher macht es Sinn, in der Formel 1 mehr zu machen. Umso irrwitziger ist ja das Verhalten der anderen Hersteller, jetzt, da die Formel 1 endlich billiger wird, auszusteigen. Mercedes möchte endlich auf dem gleichen Level fahren wie Ferrari. Sie wollen lieber als Mercedes gegen Ferrari fahren und nicht als McLaren oder Brawn. Ich denke, sie haben einen guten und im Vergleich zu McLaren kostengünstigen Deal. Mit einem Ross Brawn an Bord ist der Erfolg eigentlich garantiert", meinte der frühere Schweizer F1-Pilot Marc Surer.

    Brawn kontra Schumacher-Gerüchte

    Brawn kontra Schumacher-Gerüchte: Am Montag wird erster Fahrer verkündet

    Während Ross Brawn Gerüchte um Michael Schumacher dementiert, wird Mercedes am Montag seinen ersten Fahrer für 2010 bekanntgeben.
    Mercedes will mit einer Überraschung aufwarten, Michael Schumacher hat laut Bild in Abu Dhabi mit Mercedes gesprochen und überhaupt ist ja sowieso immer alles möglich. Die Gerüchte darum, dass der siebenfache Weltmeister im kommenden Jahr bei Mercedes GP im Auto sitzen könnte, wollen einfach nicht abreißen. Lediglich die wichtigen, handelnden Personen wollen nicht so recht daran glauben. Allen voran Teamchef Ross Brawn, der gegenüber der Bild meinte: "Das Thema geistert gerade durch die Medien, ich weiß. Es ist aber nichts dran. Da basteln sich die Medien einen Traum zusammen. Michael wäre für Ferrari doch auch nur zeitweilig zurück ins Cockpit gestiegen. Er hat keine Ambitionen auf eine neue Karriere."

    Auch Mercedes-Sportchef Norbert Haug kennt die Spekulationen, doch er musste gegenüber der Bild am Sonntag betonen, dass Träume, nur weil sie vorhanden sind, noch lange nicht in Erfüllung gehen müssen. Selbst Willi Weber musste die Erwartungen dämpfen. So war es zwar er, der bestätigte, dass Schumacher in Abu Dhabi mit Daimler-Chef Dieter Zetsche und Mercedes gesprochen hat und auch öfter mit Brawn spricht, doch das sei nichts Überraschendes. "Mir persönlich hat Michael nichts davon erzählt, dass zu Mercedes Kontakte in Sachen Fahrervertrag bestehen", erklärte Weber, der immerhin verkünden konnte, dass die Genesung des Nackens des siebenfachen Weltmeisters gute Fortschritte macht.

    Erster Fahrer wird am Montag verkündet

    Auch Schumachers Sprecherin Sabine Kehm sagte der Times noch einmal, dass es nach wie vor unwahrscheinlich sei, den Ferrari-Berater im kommenden Jahr im Mercedes zu sehen; man wisse aber nie, fügte sie noch an. Sicher ist nur, dass Mercedes GP am Montag den ersten Fahrer für das kommende Jahr bekanntgeben wird. Es wurde für den frühen Nachmittag zu einer Telekonferenz mit Haug und Brawn-Geschäftsführer Nick Fry geladen, bei der der erste Pilot für 2010 bekanntgegeben wird. Das dürfte aller Voraussicht nach Nico Rosberg sein, dessen Verpflichtung bereits seit langer Zeit als offenes Geheimnis gilt.

    Brawn selbst hat sich jedenfalls bereits positiv über den Deutschen geäußert, nachdem er betont hat, für nächstes Jahr zwei erfahrene Piloten finden zu wollen. "Nico Rosberg zähle ich nach mehr als drei Jahren in der Formel 1 zu den Erfahrenen. Ich möchte keinen Neuling, der sich erst mal auf den Rennstrecken dieser Welt zurechtfinden muss. Denn wir haben kaum noch Möglichkeiten, die Fahrer mit den Autos testen zu lassen. Höchstleistungen ohne großes Üben ist deshalb die Aufgabe", erklärte der Teamchef der Bild.

    Lauda sieht Rosberg als stärksten Deutschen

    Lauda sieht Rosberg als stärksten Deutschen: Mit dem richtigen Auto zum Titel

    Für Niki Lauda hat Nico Rosberg von den jungen Deutschen das größte Talent. Der Österreicher traut ihm sogar den Titel zu.
    Wenn nach dem stärksten, jungen Fahrer aus Deutschland gefragt wird, dürfte dieser Tage wohl größtenteils Sebastian Vettel als Antwort kommen. Niki Lauda sieht das aber anscheinend anders, denn er würde diesen Titel Nico Rosberg zukommen lassen. "Nico ist der talentierteste der jungen, deutschen Fahrer", zitierte der Mirror den dreifachen Weltmeister.

    Lauda meinte sogar, dass Rosberg, der am Montag wohl als erster Fahrer bei Mercedes GP für 2010 bestätigt werden wird, das Zeug dazu hat, Jenson Buttons Nachfolger als Weltmeister zu werden. Einschränkend fügte er aber noch an, dass alles davon abhängen wird, ob Ross Brawn und sein Team ein Auto hinstellen können, das den entscheidenden Vorteil bringt.

    Button erst ab 31. Dezember zu McLaren

    Button erst ab 31. Dezember zu McLaren: Brawn GP besteht auf Vertrag

    Der Vertrag von Jenson Button bei Brawn GP läuft erst am 31. Dezember aus. Bis dahin darf er nicht mit seinem neuen Team McLaren zusammenarbeiten.
    Jenson Button und Brawn GP scheinen sich nicht im Guten getrennt zu haben. Der Beweis: Brawn GP lässt den Weltmeister nicht früher aus seinem Vertrag, weshalb Button erst mit Ende des Jahres mit McLaren zusammenarbeiten kann. Der Vertrag des Briten läuft am 31. Dezember aus und Brawn GP will denkt nicht daran, den Briten vorzeitig gehen zu lassen. "Jenson wird bis zum Ende des Jahres nichts für McLaren machen", erklärte Nick Fry.

    Sollte Button sich nicht daran halten, dann werde es ungemütlich. "Er hat keine Verpflichtungen bei uns für 2010, aber es gibt da ein paar Probleme, die wir im Moment besprechen. Es gibt einige Beschränkungen, was Button bis zum Jahresende machen darf und wir sind bedacht darauf, dass diese rigoros eingehalten werden", verriet Fry gegenüber Autosport. Der Brite hatte eigentlich 2008 einen Dreijahresvertrag beim nicht mehr existierenden Honda-Team unterschrieben. Als Brawn das Team übernahm unterzeichnete Button lediglich für 2009.

    Button-Ersatz: Mercedes lässt sich Zeit

    Button-Ersatz: Mercedes lässt sich Zeit: Schumacher keine Option

    Mercedes GP hat es nicht eilig Jenson Button zu ersetzen. Als mögliche Kandidaten werden Nick Heidfeld, Kimi Räikkönen und Michael Schumacher gehandelt.
    Jenson Button hat sich gegen Mercedes GP und für McLaren entschieden. Nun muss sich das Team einen neuen Fahrer suchen. Mit Nico Rosberg soll man bereits ein Cockpit besetzt haben - die Bestätigung steht allerdings noch aus. "Wir sind nicht in Eile einen Ersatz für Button zu finden. Es wäre dumm, wenn wir jetzt eine übereilte Entscheidung treffen. Wir werden die Liste der möglichen Kandidaten sorgfältig studieren", erklärte Ross Brawn gegenüber auto, motor und sport.

    Gerüchten zufolge soll auf der Liste der möglichen Kandidaten neben Nick Heidfeld auch Kimi Räikkönen stehen. Angesprochen auf den Finnen, sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug: "Er hat meine Nummer. Er kann mich jederzeit anrufen." Laut Ross Brawn sei das Cockpit bei Mercedes GP das Attraktivste auf dem Fahrermarkt. Trotz Dementi seiner Sprecherin Sabine Kehm, wird auch Michael Schumacher mit dem Mercedes-Cockpit in Verbindung gebracht.

    "Als ich das letzte Mal mit Michael gesprochen habe, hat es nicht den Eindruck gemacht, dass er längerfristig in die Formel 1 zurückkehren will", erklärte Ross Brawn. Von Mercedes Seiten hieß es dazu: "Wenn ein Cockpit frei ist, dann gibt es immer Spekulationen. Manche dieser Spekulationen sind allerdings Träume, die nie in Erfüllung gehen werden."

    „Schumi-Comeback“ laut Brawn reine Spekulation

    „Schumi-Comeback“ laut Brawn reine Spekulation

    Michael Schumacher wird laut Mercedes-Teamchef Ross Brawn kein Comeback im künftigen Silberpfeil-Werksteam geben. „Da basteln sich die Medien einen Traum zusammen“, so der Brite.


    Mercedes-Teamchef Ross Brawn hat die Spekulationen um ein Comeback von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher im künftigen Silberpfeil-Werksteam beendet. "Das Thema geistert gerade durch die Medien, ich weiß. Es ist aber nichts dran. Da basteln sich die Medien einen Traum zusammen", sagte der Brite der Bild-Zeitung: "Michael wäre für Ferrari doch auch nur zeitweilig zurück ins Cockpit gestiegen. Er hat keine Ambitionen auf eine neue Karriere."

    Unter Brawns Führung sieben WM-Titel gesammelt

    Unter der Führung von Brawn als Technischem Direktor hatte Schumacher zunächst bei Benetton (1994 und 1995) und später bei Ferrari (2000 bis 2004) all seine sieben WM-Titel gewonnen. Im Sommer war knapp drei Jahre nach Schumachers Abschied ein Comeback als Vertreter des verletzten Felipe Massa bei Ferrari geplatzt, weil der 40-jährige Deutsche wegen der Nachwirkungen eines schweren Motorradsturzes körperlich den Belastungen der Formel 1 nicht hätte standhalten können.

    In den letzten Tagen hatte es Spekulationen gegeben, dass der einstige Mercedes-Junior Schumacher beim Silberpfeil-Werksteam ein Comeback starten könnte. Als Indizien wertete unter anderem Schumachers erster Formel-1-Teamchef Eddie Jordan Gespräche zwischen Schumacher, Brawn und Daimler-Chef Dieter Zetsche am Rande des Saisonfinales in Abu Dhabi.

    "Höchstleistung ohne großes Üben"

    Aber auch ohne Schumacher werden im neuen Silberpfeil aller Voraussicht nach deutsche Fahrer sitzen. Als großer Favorit gilt schon seit Wochen Nico Rosberg, auch Nick Heidfeld werden Chancen eingeräumt. Brawn sagte, er hätte gerne zwei "erfahrere Fahrer", wozu trotz seiner erst 24 Jahre auch der Sohn des früheren Weltmeisters Keke Rosberg gehöre: ""Ich möchte keinen Neuling, der sich erst mal auf den Rennstrecken dieser Welt zurechtfinden muss. Denn wir haben kaum noch Möglichkeiten, die Fahrer mit den Autos testen zu lassen. Höchstleistung ohne großes Üben ist deshalb die Aufgabe."

    "Das gefällt den Medien"

    Weltmeister Jenson Button entschied sich gegen Mercedes und wechselte in der vorigen Woche zum bisherigen Mercedes-Partner McLaren. "Ich werde den Zweikampf zwischen Lewis Hamilton und Jenson Button mit großem Interesse verfolgen", sagte Brawn: "Jenson hat mir beim Abschied gesagt, er suche eine neue Herausforderung. In Hamilton hat er die gefunden. Zwei Engländer, zwei Weltmeister. Das gefällt den Medien. Am Ende wird einer von beiden der Verlierer sein."

    Nico Rosberg startet für Mercedes in der Formel 1

    Ab 2010 im Silberpfeil
    Nico Rosberg startet für Mercedes in der Formel 1


    Stuttgart – Nico Rosberg (24) wird ab der Saison 2010 mit dem neu formierten Mercedes-Team in der Formel 1-Weltmeisterschaft an den Start gehen. Das gab Mercedes-Benz Motorsport heute bekannt.
    Drei Jahre nachdem sein Vater Keke die Formel 1-Weltmeisterschaft gewonnen hatte, wurde Nico Rosberg am 27. Juni 1985 in Wiesbaden geboren. Man könnte also sagen, Nico war der Rennsport in die Wiege gelegt worden.

    Nico Rosberg begann im Alter von acht Jahren mit Kart-Rennen und startete von 1997 bis 2000 im Team MBM (Förderprogramm von Mercedes-Benz McLaren), in dem die beiden bisherigen Formel 1-Partner junge Talente förderten. Nicos Teamkollege war damals der spätere Weltmeister und McLaren-Mercedes Fahrer Lewis Hamilton. 2000 wurde er Vize-Europameister der Formel A. Zwei Jahre später fuhr er in der Formel BMW ADAC seine ersten Autorennen und wurde in seinem Debütjahr mit neun Siegen in 18 Rennen Meister – im Team seines Vaters. Belohnung für den Titelgewinn war eine Testfahrt im Williams Formel 1; mit 17 Jahren war er der jüngste Fahrer, der eine solche Gelegenheit erhielt.
    2003 und 2004 bestritt Nico Rosberg die damals neue Formel 3 Euro Serie, wurde im ersten Jahr Zweiter der Rookiewertung und belegte 2004 in der Gesamtwertung Platz vier. Im Jahr darauf wechselte er in die GP2-Serie, die als Nachwuchsklasse im Rahmen von Formel 1-Rennen ausgetragen wird und holte den Titel.
    Sein erstes Formel 1-Rennen fuhr Nico Rosberg beim Saisonstart am 12. März 2006 in Bahrain, er wurde Siebter und fuhr gleich bei seinem Premieren Grand Prix die schnellste Rennrunde. Insgesamt startete Nico seitdem für das Williams-Team bei 70 Grand Prix, holte dabei 75,5 Punkte und als bestes Resultat Platz zwei beim Grand Prix von Singapur 2008. Die Saison 2009 war seine bisher beste – am Ende stand er in der Fahrer-WM auf Platz sieben mit 34,5 Punkten.
    Nico Rosberg wuchs in Deutschland, Monaco und auf Ibiza auf und spricht neben seiner Muttersprache auch fließend englisch, italienisch und französisch.


    Nico Rosberg: „Ich freue mich sehr, dass ich beim Neustart der Silberpfeile 2010 im Cockpit sitzen werde. Keine andere Marke in der Formel 1 blickt auf eine so lange und erfolgreiche Tradition im Motorsport zurück. Ich bin sehr stolz, dass ich jetzt für das neue Mercedes-Team an den Start gehen werde und freue mich auf die Arbeit mit dem Team um Ross Brawn. Gleichzeitig bin ich mehr denn je motiviert und kann die Testfahrten mit dem neuen Silberpfeil und den Saisonstart am 14. März in Bahrain kaum erwarten.“

    Ross Brawn, Teamchef: „Es ist toll, Nico Rosberg im Mercedes Formel 1-Team zu begrüßen und wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm. Nico ist ein großes Talent, und mit vier Jahren Erfahrung in der Formel 1 ist er in der Lage, gleich von Anfang an einen wertvollen Beitrag für unser Team zu leisten. Ich hatte das Vergnügen, mit seinem Vater Keke während dessen Formel 1-Karriere zu arbeiten und es ist großartig zu verfolgen, wie Nico in Kekes Fußstapfen tritt. 2009 war Nicos bislang beste Formel 1-Saison und wir freuen uns darauf, seine weitere Entwicklung im Mercedes-Team im nächsten Jahr zu sehen.“

    Norbert Haug, Mercedes-Benz Motorsportchef: „Nico ist mir aus seiner gemeinsamen Kartzeit mit Lewis Hamilton und später von seinen Rennen im Rahmenprogramm der DTM bestens bekannt – ich kenne ihn schon, seit er ein kleiner Junge war. Schon früh wurde klar, dass Nico als Rennfahrer seinen Weg gehen würde und wir freuen uns, dass ihn dieser nach vier Jahren bei Williams zu uns geführt hat. Dass wir bei unserem Neustart in der Formel 1 mit Mercedes mit einem so talentierten und sympathischen Fahrer wie Nico antreten, macht diesen Neubeginn umso schöner. Nico ist positiv ehrgeizig, wir sind positiv ehrgeizig, gemeinsam wollen wir viel erreichen und ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit.“

    Rosberg fährt für Mercedes: Neuer Fahrer bekannt gegeben

    Rosberg fährt für Mercedes: Neuer Fahrer bekannt gegeben

    Nico Rosberg fährt 2010 für das neue Mercedes-Werksteam. Auf seinen Teamkollegen muss die F1-Welt noch etwas warten.
    Nach langer Wartezeit durfte Nico Rosberg nun endlich sagen, was eigentlich schon alle wussten: Der Deutsche tritt in der Saison 2010 für Mercedes GP in der Formel 1 an. Das bestätigten Norbert Haug und Nick Fry am Montag. "Veränderungen sind eine gute Sache, ich bin vier Jahre für Williams gefahren und es ist gut, dass ich jetzt mal etwas anderes sehe", sagte Rosberg schon vor der Bekanntgabe.

    Sein Ziel ist nach vier Jahren Formel 1 eindeutig definiert: "Ich möchte ein Auto, mit dem ich Rennen gewinnen kann." Das soll im amtierenden Weltmeisterteam, das von Mercedes übernommen wurde, der Fall sein. "Ich freue mich sehr, dass ich beim Neustart der Silberpfeile 2010 im Cockpit sitzen werde", so Rosberg. "Ich bin sehr stolz, dass ich jetzt für das neue Mercedes-Team an den Start gehen werde und freue mich auf die Arbeit mit dem Team um Ross Brawn. Gleichzeitig bin ich mehr denn je motiviert und kann die Testfahrten mit dem neuen Silberpfeil und den Saisonstart am 14. März in Bahrain kaum erwarten."

    Auch Teamchef Ross Brawn freut sich auf seinen ersten neuen Fahrer. "Es ist toll, Nico Rosberg im Mercedes Formel 1-Team zu begrüßen und wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm", sagte der Weltmeistermacher. "Nico ist ein großes Talent, und mit vier Jahren Erfahrung in der Formel 1 ist er in der Lage, gleich von Anfang an einen wertvollen Beitrag für unser Team zu leisten. Ich hatte das Vergnügen, mit seinem Vater Keke während dessen Formel 1-Karriere zu arbeiten und es ist großartig zu verfolgen, wie Nico in Kekes Fußstapfen tritt. 2009 war Nicos bislang beste Formel 1-Saison und wir freuen uns darauf, seine weitere Entwicklung im Mercedes-Team im nächsten Jahr zu sehen."

    Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug kennt Rosberg bereits aus der Vergangenheit aus der Formel 3 Euro Serie und seit er ein kleiner Junge war. "Schon früh wurde klar, dass Nico als Rennfahrer seinen Weg gehen würde und wir freuen uns, dass ihn dieser nach vier Jahren bei Williams zu uns geführt hat", sagte Haug. "Dass wir bei unserem Neustart in der Formel 1 mit Mercedes mit einem so talentierten und sympathischen Fahrer wie Nico antreten, macht diesen Neubeginn umso schöner. Nico ist positiv ehrgeizig, wir sind positiv ehrgeizig, gemeinsam wollen wir viel erreichen und ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit."

    Der zweite Fahrer von Mercedes GP soll erst in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden. Als Kandidaten werden Nick Heidfeld, Kimi Räikkönen und sogar Michael Schumacher gehandelt. Allerdings betonte Teamchef Ross Brawn erst kürzlich in einem Interview, dass der Rekordweltmeister wohl kein Comeback für Mercedes GP geben wird.

    Auch eine Verpflichtung von Räikkönen wird angesichts seiner Gehaltsforderungen als unwahrscheinlich angesehen. Die besten Karten hat somit Heidfeld, womit Mercedes GP 2010 mit einer rein deutschen Fahrerpaarung an den Start gehen würde.

    Norbert Haug im Interview mit BILD am Sonntag

    Norbert Haug im Interview mit BILD am Sonntag

    BILD am SONNTAG (BamS): Herr Haug, Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo (62) freut sich auf einen starken Rivalen. Wird die Formel 1 eine „Formel Mercedes-McLaren-Ferrari“?
    Norbert Haug (57): „Sicher nicht. Aber wenn sich die Konkurrenten nach Saisonende immer noch für einen freuen, hat man meistens was falsch gemacht.“

    BamS: McLaren (die Weltmeister Lewis Hamilton und Jenson Button) und Ferrari (Doppelweltmeister Fernando Alonso und Felipe Massa; d. Red.) haben ihre Fahrer-Paarungen schon gefunden. Wie wird die Ihre aussehen?
    Norbert Haug: „Lassen Sie sich überraschen. Ich bin ziemlich sicher, dass unsere Wahl Ihren Lesern und Ihnen gefallen wird.“

    BamS: Formel-1-Legende Eddie Jordan (61) will erfahren haben, dass Mercedes-Teamchef Ross Brawn (55) seinen alten Champ Michael Schumacher zurückholt, mit dem er insgesamt sieben Titel holte, zu Mercedes holt.
    Norbert Haug: „Es gibt immer Spekulationen in diesem Sport, besonders natürlich dann, wenn Cockpits noch nicht besetzt sind. Und es gibt Träume, und das ist auch gut so. In Erfüllung gehen diese Träume deshalb noch lange nicht. Für mich ist jetzt gerade einer in Erfüllung gegangen, und damit bin ich voll und ganz zufrieden.“

    BamS: In England berichten die Zeitungen, Schumacher sei als Platzhalter für Sebastian (bei Red Bull bis 2011 unter Vertrag) gedacht. Sehen Sie ihn in der Zukunft bei Mercedes?
    Norbert Haug: „Ich schätze Sebastian sehr. Aber er ist Konkurrent auf der Rennstrecke - und was für einer. Vor und nach den Rennen ist er das nicht. Wir haben ein prima Auskommen und Sebastian ist ein feiner Kerl, den ich schon seit seinen Anfangstagen vor fünf Jahren im Rahmenprogramm der DTM kenne.“

    BamS: Ross Brawn wünscht sich erfahrene Fahrer. Haben Sie Nick Heidfeld (32) und Nico Rosberg (24) auf dem Zettel?
    Norbert Haug: „Alle die fähig sind stehen auf dem Zettel. Aber den brauche ich eigentlich gar nicht. Eine Handvoll Namen merke ich mir auch ganz ohne.“

    BamS: Zwei Engländer bei McLaren, zwei deutsche Fahrer bei Mercedes? Was versprechen Sie sich von diesem Superduell?
    Norbert Haug: „Der erste Teil Ihrer Aussage ist richtig, beim zweiten glauben Sie mehr als ich zu wissen. Und das - mit allem Respekt - glaube ich wiederum nicht.“

    BamS: Stimmt es, dass Sie mit Adrian Sutil (26) verhandeln?
    Norbert Haug: „Mit allen Fahrern, mit denen wir sprechen, haben wir Vertraulichkeit vereinbart.“

    BamS: Honda, BMW, Toyota haben die Formel 1 verlassen. Renault denkt darüber nach. Was hat Mercedes in Zeiten der Krise veranlasst, BrawnGP zu kaufen?
    Norbert Haug: „Die Fakten. Wäre das Thema wirtschaftlich nicht hochinteressant gewesen, hätte es nie den Zuschlag erhalten.“

    BamS: Wie argumentieren Sie gegenüber den Mercedes-Mitarbeitern und dem Betriebsrat?
    Norbert Haug: „Wir geben viel weniger aus und wir erhalten viel mehr zurück. Daran besteht kein Zweifel. Natürlich nur dann, wenn wir fahren, wo die Musik spielt. Und das gelang uns meist während der letzten 15 Jahre. Wir holten seit 1997 bei 223 Formel 1- Rennen 60 Siege und gewannen damit mehr als jeden vierten Grand Prix. Dazu vier Weltmeistertitel und zehn Vizeweltmeisterschaften. Auf dieser Basis wollen wir aufbauen und zukünftig nicht schlechter abschneiden.“

    BamS: Ihr neuer Teamchef Ross Brawn hat mit Schumi sieben WM-Titel geholt, einen mit Jenson Button. Wann macht er Mercedes zum Weltmeister?
    Norbert Haug: „So schnell wie möglich, hoffe ich. Versprechen kann ich das nicht, versprechen kann ich nur, dass wir noch härter als jemals zuvor arbeiten werden. Und wir haben immer sehr hart gearbeitet.“

    BamS: Ross Brawn und Sie sind zwei mächtige Männer. Und nun Chefs in einem Team. Sind Spannungen vorprogrammiert?
    Norbert Haug: „Im Gegenteil. Ross ist der Teamchef, ich bin der Mercedes-Sportchef. Wir ergänzen uns und wir kennen und schätzen uns schon seit über 20 Jahren. Ross hat uns in dieser Zeit oft genug abgehängt, bei Jaguar im Sportwagen, bei Benetton und bei Ferrari in der Formel 1. Wir ihn aber auch. Und jetzt machen wir alles gemeinsam. Das passt, keine Bedenken.“

    BamS: Wie wird die Arbeitsverteilung aussehen?
    Norbert Haug: „Ross ist Teamchef und ich bin als Sportchef letztlich für alle Motorsportaktivitäten von Mercedes-Benz verantwortlich. Hier bleibt also alles wie gehabt.“

    BamS: Ross Brawn versucht, Stress und Druck beim Angeln abzubauen? Sie sind zusätzlich auch noch mit der DTM beschäftigt. Wie erholen Sie sich?
    Norbert Haug: „In der DTM kann man auch angeln – wunderschöne Pokale nämlich. Sechsmal bei zehn Rennen hat sich Mercedes 2009 den größten geholt und niemand gewann in der Historie der Serie mehr als wir.“

    Norbert Haug im Interview mit FOCUS

    Norbert Haug im Interview mit FOCUS
    „Stern polieren, Arbeitsplätze sichern“


    Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug will nach dem Kauf von Brawn GP mit eigenem Team den WM-Titel, setzt den Rotstift an und träumt von Schumi im Silberpfeil.

    FOCUS: Herr Haug, wie fühlt man sich als Gegen-den-Strom-Schwimmer?
    Norbert Haug: „Wohin fließt der Strom? Ich sehe uns durchaus in einer sehr guten Strömung. Wir sehen uns angetrieben vom Strom, nicht gegen ihn kämpfend, nur weil andere was anderes gemacht haben.“

    FOCUS: Die Formel-1-Aussteiger BMW, Toyota, Honda - alles Geisterfahrer?
    Norbert Haug: „Ich kann nur für unser Haus sprechen. Und für uns gilt: Nie hat sich in der Formel 1 eine bessere Gelegenheit geboten, zu tun, was wir jetzt getan haben. Eine wirtschaftlich unvernünftige Entscheidung hätten wir nie getroffen.“

    FOCUS: Trotzdem: BMW macht eine Vollbremsung, sie geben Vollgas...
    Norbert Haug: „Wir sind in der Formel 1 durchaus erfolgreich. Wir haben in 223 Rennen 60-mal gewonnen. Wir haben vier Weltmeistertitel in der Fahrer- und Konstrukteurswertung gewonnen, sind zehnmal Vize geworden, es gab klassische Duelle Rot gegen Silber - all das mag bei uns anders sein als bei anderen Herstellern. Wir haben eine lange Motorsportgeschichte, seit 75 Jahren die Silberpfeile, und unser erstes Auto überhaupt war ein Rennwagen, der hieß Mercedes. Wir machen das, um den Stern zu polieren, um Arbeitsplätze zu sichern und mehr Autos zu verkaufen.“

    FOCUS: Die Formel 1 ist plötzlich keine Geldvernichtungsmaschine mehr?
    Norbert Haug: „Wir geben in diesem Jahr 30 Prozent weniger aus als im vergangenen Jahr. Wir werden für 2011 die Summe 50, 60 Millionen anpeilen und auch schaffen. Das ist eine große Leistung, und die Kommunikationsbreite wird nicht nachlassen. Europa und Deutschland verzeichnen steigende Fernsehwerte. Dank eines waschechten Silberpfeils bietet sich die Chance, im Erfolgsfall noch mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung zu finden.“

    FOCUS: Mit eigenem Team Mercedes GP, mit Motorenkunde Force India und mit dem Immer-noch-Partner McLaren?
    Norbert Haug: „McLaren legt großen Wert darauf, langfristig mit dem Stern verbunden zu sein.“

    FOCUS: McLaren ist künftig was?
    Norbert Haug: „Das ist und bleibt ein Partner-Team für die nächsten zwei Jahre. Dann wird McLaren Motorenkunde. Es gibt Vertragsverpflichtungen, die erfüllen wir honorig, wir hatten eine gute und erfolgreiche Zeit.“

    FOCUS: Was bietet Brawn GP für Mercedes, und warum konnte McLaren das nicht bieten?
    Norbert Haug: „Wir hatten Übernahmegespräche mit McLaren geführt, was das Formel-1-Team betraf. Wir konnten die Mehrheit an diesem Team nicht erwerben. McLarens Ausrichtung auf Automotive und einen eigenen Sportwagen hat zu unseren Plänen nicht gepasst. Deswegen hat man sich an einen Tisch gesetzt und eine gute und kooperative Lösung gefunden.“

    FOCUS Sie sagen, Mercedes rechnet demnächst mit 60-Millionen-Euro-Budgets bei F1-Spitzenteams. Das wäre ein Viertel Ihrer bisherigen Ausgaben.
    Norbert Haug: „Kosten für Mercedes, wie gesagt. Die Budgets sind höher.“

    FOCUS Ohne dass die Formel 1 an Attraktivität verliert?
    Norbert Haug: „Das Brawn-GP-Team, das wir jetzt gekauft haben, hat ja schon praktiziert, dass mit solchen Budgets WM-Titel zu gewinnen sind. Es wäre mehr Geld vorhanden gewesen, aber das wurde für die Zukunft beiseitegelegt. Der Praxistest, dass man mit reduziertem Aufwand, mit Billigflügen, mit preiswerten Hotels Weltmeister werden kann, ist bereits erbracht. Und dann kommen in Zukunft ja noch die bindend vorgeschrieben „resource restrictions“: Es gibt limitierte Windkanalstunden, es wird eine limitierte Mitarbeiterzahl geben und, und, und.“

    FOCUS: Profitcenter Formel 1?
    Norbert Haug: „Das ist in der Tat als Szenario vorstellbar – das dauert aber. Heute kann man das nicht garantieren, aber klar ist, dass in der Vergangenheit schon Geld mit der Formel 1 verdient wurde.“

    FOCUS: Der Betriebsrat in Ihrem Haus ist von Ihrem kostengünstigen F1-Konzept nicht überzeugt…
    Norbert Haug: „Wer sich offensiv kritisch mit den Fakten auseinandersetzt, kann gegen dieses Thema nicht sein. Wäre es nicht wirtschaftlich, wäre es uns nie gelungen, grünes Licht für ein eigenes Team von unserem Vorstand zu erhalten.“

    FOCUS: Zu den künftigen Mercedes-Fahrern: Nico Rosberg ist fix. Aber es gibt ja noch ein zweites Auto.
    Norbert Haug: „Gut, Jenson Button fährt künftig für McLaren, und andere Namen werde ich jetzt nicht nennen. Ein Auto wird jedoch nicht in der Box bleiben.“

    FOCUS: Wäre ein zweiter deutscher Fahrer denkbar?
    Norbert Haug: „Wir wurden ja lange kritisiert, keinen deutschen Fahrer zu haben.“

    FOCUS: Wie wäre es mit Michael Schumacher?
    Norbert Haug: „Na, das war klar, das da jemand nach fragt. Träumen ist erlaubt, aber die Realitäten sehen anders aus.“

    FOCUS: Warum heißt der Prinzipal in einem deutschen Team Ross Brawn und nicht Norbert Haug?
    Norbert Haug: „Ich bin Mercedes-Benz Motorsportchef und denke, dass Ross Brawn mit seiner Erfahrung der viel bessere Team-Prinzipal ist. Das ist die beste Lösung. Um diese geht es immer bei Mercedes: Jeder tut, was er am besten kann.“

    FOCUS: Welche Ziele gibt der Motorsportchef für 2010 vor?
    Norbert Haug: „Wir haben in den vergangenen Jahren mehr als jedes vierte Rennen gewonnen. Unser Antrieb ist, mit den Besten fair zu kämpfen. Und wir wollen, wenn möglich, die Allerbesten sein.“

    Norbert Haug im Interview mit Auto BILD

    Norbert Haug im Interview mit Auto BILD

    Auto BILD: Herr Haug, eigentlich wollten Sie Red Bull mit Motoren beliefern. Jetzt sind Sie mit ihrem eigenen Team einer der Favoriten auf den WM-Titel. Muss Sebastian Vettel Mercedes jetzt als größten Gegner fürchten?
    Norbert Haug: „Als Favoriten sehe ich uns noch lange nicht. Da muss man zumindest die ersten Tests im Februar abwarten. Sebastian und Red Bull werden stark sein ­ Ferrari und McLaren ganz sicher auch und hoffentlich natürlich auch wir mit unserem neuen Mercedes Grand Prix-Team.“

    Auto BILD: Hat Vettel sich zu früh für weitere zwei Jahre an Red Bull gebunden?
    Norbert Haug: „Wir sind immer an starken Fahrern mit großem Potenzial interessiert. Und Nico Rosberg erfüllt das entsprechende Anforderungsprofil mustergültig. Mit Sebastian verbindet uns großer gegenseitiger Respekt, ich mag ihn sehr, wir sind sportliche Rivalen im allerbesten Sinne. Krach gibt´s zwischen uns garantiert nicht, auch wenn es auf der Rennstrecke knallhart zugehen wird.“

    Auto BILD: Ihr neuer Fahrer Nico Rosberg gilt als zweites deutsches Supertalent. Hat er das Zeug zum Titel?
    Norbert Haug: „Ich möchte nicht vom Titel sprechen, das macht uns nicht schneller. Nico ist stark und wir wollen ihm ein starkes Auto zur Verfügung stellen.“

    Auto BILD: Warum haben Sie sich so schnell für ihn entschieden?
    Norbert Haug: „Wir wollten ihn vor zwei Jahren bereits zu McLaren-Mercedes holen, aber das ging damals aus vertraglichen Gründen nicht.“

    Auto BILD: Auch eine Verpflichtung von Michael Schumacher geistert durch die Medien. Sie sollen schon in Abu Dhabi gesprochen haben.
    Norbert Haug: „Es gab zu diesem Thema keine Gespräche in Abu Dhabi. Die Formel 1 ist voller Spekulationen und glücklicherweise auch voller Träume. Was gibt es Schöneres für Millionen von F1-Begeisterten, als sich ein traumhaftes Szenario auszumalen? Ob dieses dann wahr wird, ist allerdings eine ganz andere Geschichte. Ich denke Michael freut sich, dass es ein Silberpfeil-Werksteam gibt ­ so wie sich wohl die meisten F1-Fans darüber freuen.“

    Auto BILD: Warum konnten Sie Weltmeister Jenson Button nicht im Team halten?
    Norbert Haug: „Button hat sich für McLaren entschieden. Dies hatte sich nach seinen Gesprächen mit Ross Brawn so ergeben und wird von uns respektiert. Luftveränderung ist manchmal hilfreich und Button sucht diese nach eigenen Angaben. Und Lewis ist’s recht ­ kein anderer Fahrer hat in den 52 Rennen, in denen Lewis F 1 fährt, ähnlich viele Punkte, Siege und erste Startplätze geholt wie er. Button wird von seinem Teamkollegen aus meiner Sicht noch härter geprüft werden als dies 2009 der Fall war und ist ja exakt das, was Jenson Button will, wie er sagt.“

    Auto BILD: Trotz Kostenreduzierung steigen BMW und Toyota auf die F1-Bremse. Mercedes gibt jetzt Vollgas. Sind Sie einfach cleverer?
    Norbert Haug: „Für uns bot sich eine hervorragende Möglichkeit in Zukunft für deutlich weniger Geld als Silberpfeil-Werksteam noch mehr Aufmerksamkeit zu generieren, als dies bereits in sehr hohem Maße der Fall war. Und wir waren bisher durchaus erfolgreich. In den letzten zwölf Jahren seit unserem ersten Sieg 1997 in Melbourne haben wir jedes vierte Rennen gewonnen. Dazu vier WM-Titel und zehnmal die Vize-WM. Firmen, die ausgestiegen sind, haben nicht diese Erfolgsbilanz. Auch das mag eine Rolle gespielt haben.“

    Auto BILD: Ab wann und wie können Sie mit dem neuen Team sogar Geld verdienen?
    Norbert Haug: „Wenn die Einnahmen, die ein Team seitens der FOM und der Sponsorpartner erhält, höher als die Ausgaben sind, wird Geld verdient. Das war früher so - zumindest bei den Topteams. Aber nicht zu vergessen: Wir müssen den Motor bauen und das kostet auch. Wir wollen trotzdem in zwei Jahren bei weniger als 60 Millionen Euro Budget angekommen sein. Alleine die TV-Live-Werte bei RTL nach Werbespotschaltungen berechnet würden bei gleicher On-Screen-Präsenz mehr kosten. Und die Formel 1 wird in rund 200 Ländern der Welt gesehen. Daneben gibt es die Veranstaltungen mit hunderttausenden von Zuschauern, Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln, Websites – kein anderer Sport kommuniziert weltweit besser das ganze Jahr über als die Formel 1.“

    Auto BILD: Warum haben Sie sich für Brawn GP entschieden und nicht ihren langjährigen Partner McLaren übernommen?
    Norbert Haug: „McLaren will sich neben der F1 in Richtung Sportwagenbau ausrichten und hat hier andere Zielsetzungen als wir. Wir haben eine partnerschaftliche Lösung gefunden. Und ich habe keinerlei Grund, mich über McLaren und die erbrachten Leistungen zu beklagen ­ kein Fahrer holte in den letzten acht der 17 Rennen 2009 mehr Punkte als Lewis Hamilton, und am Saisonanfang waren wir noch im absoluten Nirgendwo. Unser Silberpfeil-Werksteam ist der konsequente Schritt aus der sich für uns ergebenden Gemengelage. Und das zu viel kostengünstigeren Bedingungen. Also macht das Ganze Sinn. Das Team hat 2009 bewiesen, dass man mit extremen Kosteneinsparungen in der laufenden Saison Weltmeister werden kann. Eine erstklassige Vorübung, auf das, was wir künftig erreichen wollen, sowohl sportlich als auch budgetär.“

    Auto BILD: Ihr Team ist der amtierende Konstrukteursweltmeister. Wie optimistisch macht Sie der Entwicklungsstand des neuen Autos und was geben Sie als realistisches Ziel für die WM 2010 aus?
    Norbert Haug: „Wir sind nicht die großen Favoriten, aber wir wollen dort mitfahren, wo die Musik spielt und die spielt ja bekanntlich vorne. Wir unterschätzen diese Aufgabe nicht, sie kann nur gelöst werden, wenn alle im Team hervorragende Arbeit leisten. Und genau das haben wir uns vorgenommen ­ aber ein Sonntagnachmittagsspaziergang wird das sicher nicht.“

    Heidfeld will Erfolge mit Mercedes

    Heidfeld will Erfolge mit Mercedes: Alles andere hinten angestellt

    Kommt Michael Schumacher zurück oder nicht? Nick Heidfeld hat eine bessere Idee. Er möchte das zweite Cockpit bei Mercedes GP.
    Im großen Wirbel um ein mögliches Comeback von Michael Schumacher bei Mercedes ist der eigentliche Favorit auf das zweite Cockpit bei Mercedes GP fast etwas in Vergessenheit geraten: Nick Heidfeld. Während Mercedes und Schumacher noch immer über eine Rückkehr verhandeln, geht Heidfeld in die Offensive: "Meine Zukunftsplanung und mein Ziel sind es, wieder gemeinsam mit Mercedes Erfolge einfahren zu können."

    Um sich die Chance auf eine Rückkehr zu seinem ehemaligen Förderer Mercedes zu wahren, ließ der Mönchengladbacher in den vergangenen Wochen einige Optionen auf andere Cockpits verstreichen und stellt auch weiterhin andere Möglichkeiten hinten an - etwa Sauber und Renault. Das Ziel ist ganz klar das bestmögliche, verfügbare Cockpit - jenes an der Seite von Nico Rosberg bei Mercedes GP.

    Zweifel am Schumacher-Comeback

    "Aus diesem Grund bin ich natürlich nicht unbefangen, was meine Meinung zu den Spekulationen um Michaels mögliches Comeback betrifft", sagte er der dpa. Nur Schumacher wisse, wie groß sein Hunger und Wille noch sind, um sich erneut dem Formel-1-Stress zu stellen. Sebastian Vettel zweifelt ein wenig daran. "Er ist nicht mehr der Jüngste. Ob er noch einmal den Anschluss schaffen kann - wenn er denn zurückkommt, was ich nicht weiß - muss man abwarten."

    Auch Weltmeister Jenson Button ist sich nicht sicher, ob sich Schumacher mit einem Comeback einen Gefallen tun würde. "Ich weiß nicht, ob es für Michael Schumacher selbst gut wäre. Immerhin riskiert er seinen guten Ruf und sein Ansehen, wenn er zurückkommt."

    Mögliches Schumi-Comeback

    14.12.2009 10:58 Uhr
    Mögliches Schumi-Comeback:
    „Die Formel 1 sehnt sich nach einem Star“

    Michael Schumacher könnte der Formel 1 zu neuer Popularität verhelfen. Medienberichten zufolge steht Mercedes kurz vor der Verpflichtung des Rekordweltmeisters. Für die Rennserie wäre das ein Glücksgriff.


    Nach dem Rückzug vieler Autohersteller droht die Formel 1 rapide an Bedeutung zu verlieren. Ein Comeback Schumachers würde die Einschaltquoten wieder in die Höhe treiben, sagte Sponsoringexperte Stefan Chatrath, als im August eine Rückkehr des Kerpeners als Fahrer bei Ferrari an einer Nackenverletzung scheiterte. "Am ganzen Rummel sieht man, wie sehr sich die Formel 1 nach einem Star sehnt."

    Die Verhandlungen zwischen Schumacher und Mercedes sind offenbar weit gediehen. Der "Bild am Sonntag" zufolge habe der 40-Jährige mündlich bereits zugesagt. Für ein Jahr solle Schumacher dem Bericht nach sieben Mio. Euro erhalten und danach als Sportbotschafter für die Marke werben.

    Mercedes setzt in der Formel 1 auf Angriff. Während sich Hersteller wie Honda, BMW und zuletzt Toyota aus der Rennserie verabschiedet haben, übernahmen die Stuttgarter im November die Mehrheit am Weltmeister Brawn GP. Zusammen mit der Investmentgruppe Aabar aus Abu Dhabi zahlte Daimler rund 123 Mio. Euro für 75,1 Prozent der Anteile. Noch fehlt dem neuen Rennstall der Spitzenfahrer neben dem Wiesbadener Nico Rosberg. Vizeweltmeister Sebastian Vettel wäre erste Wahl, doch der Heppenheimer steht noch ein Jahr bei Red Bull unter Vertrag. Schumacher könnte als Platzhalter einspringen.

    Die Bestätigung lässt zwar noch auf sich warten. Doch die Reaktionen sprechen Bände: Sowohl Mercedes als auch Schumacher verweigern eine klare Aussage. Auf Handelsblatt-Anfrage wollte auch ein Brawn-Vertreter die Verpflichtung nicht dementieren. Ferrari, wo der Kerpener noch für drei Jahre als Berater unter Vertrag steht, soll bereits die Freigabe erteilt haben. Als letzte Hürde könnte sich der obligatorische Medizin-Check erweisen. Immerhin war dieser auch der Grund, als Schumacher seine Rückkehr im August absagen musste.

    Michael Schumacher greift nach dem Stern

    Michael Schumacher greift nach dem Stern

    Steigt Formel-1-Legende Michael Schumacher bei Mercedes ein? Der Vertrag soll zur Unterschrift vorliegen, Dementis gibt es nicht mehr.

    Hamburg/Kerpen. Wenn es eines letzten Beweises bedurft hätte, was Michael Schumacher antreibt, so war er an diesem Wochenende in seiner Heimat zu besichtigen. Auf jener Kartbahn in Kerpen, auf der einst die Karriere von Deutschlands schnellstem Autofahrer begonnen hatte. Wie selbstverständlich bastelte der siebenmalige Formel-1-Weltmeister und Multimillionär mit Schweizer Wohnsitz an seinem kleinen Sportgerät, schob es eigenhändig zum Startplatz - und fuhr, als würde er am 3. Januar nicht 41 Jahre alt, sondern 20 Jahre jünger. Früher hätte man gesagt, der Mann hat Benzin im Blut. Heute weiß man: Das Verschmelzen mit einem motorisierten Untersatz, das Herantasten an physikalische Grenzbereiche und der archaische Kampf Mann gegen Mann ist sein Leben.

    "Ich möchte meinen Spaß haben", sagte Michael Schumacher auf der Kartbahn. Den hatte er zuletzt in Kerpen, in Brasilien, in Shanghai. Und bald wieder in der Formel 1?

    Alles scheint geregelt für das sensationelle Comeback, die Rückkehr in den Rennzirkus, die Traumhochzeit zwischen Schumacher und Mercedes. Glaubt man Schumachers Vertrauten wie Manager Willi Weber oder seiner Pressefrau Sabine Kehm, ist zwar noch nichts unterschrieben. Doch die Anzeichen, dass es zu einer Einigung kommt, mehren sich. Förmliche Dementis gab es von keiner Seite. Ein Einjahresvertrag über sieben Millionen Euro Gage soll zur Unterschrift vorliegen. 2011 könnte Schumacher dann wieder ins Privatleben abtauchen - als Sportbotschafter für Mercedes.

    Mit dem Einsatz bei Mercedes, und sei es nur eine Saison, würde sich ein Kreis schließen. Das Haus mit dem Stern hatte Michael Schumacher vor genau 20 Jahren in seinem "Junior-Team" gemeinsam mit Heinz-Harald Frentzen und dem Österreicher Karl Wendlinger in der Vollgasbranche den Weg geebnet, doch zu einem gemeinsamen Einsatz in der Formel 1 war es nie gekommen. Schumacher raste für Jordan (ein Rennen dank Mercedes-Bürgschaft), Benetton und Ferrari zu seinen Meriten.

    Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug hatte mehrmals mit Schumacher Kontakt aufgenommen, aber immer vergebens. Jetzt, nach drei Jahren Rennpause, könnte es zum Happy End kommen.

    Die Schlüsselrolle dabei spielt Ross Brawn. Der englische Ingenieur und Teamchef, geniales Mastermind hinter allen sieben WM-Titeln Schumachers, steht beim neuen Mercedes-Team am Kommandostand. Ein Mann, dem der Weltmeister im Ruhestand blind vertraut. Und umgekehrt. Brawn weiß: Niemand kann einen Rennwagen so gut abstimmen wie Michael Schumacher. Vielleicht die perfekte Ergänzung zum aufstrebenden Heißsporn Nico Rosberg (24).

    Um Geld geht es beim Schumacher-Comeback nicht. Auch Titel spielen für einen, der alles schon erreicht hat, keine Rolle mehr. Allein die frustrierte Aussage nach seinem gescheiterten Comeback-Versuch für Ferrari vor vier Monaten legte seine Seele bloß: "Ich bin zwar zurückgetreten, aber als Rennfahrer hatte ich mich für einen Moment wie zurück im Leben gefühlt." Sein Leben - das ist nun einmal die Formel 1, das ist der Wettkampf.

    Der emotional schwierigste Teil seiner Comeback-Vorbereitungen ist ohne Zweifel die Trennung von der Ferrari-Familie nach 13 erfolgreichen Jahren. Eigentlich wollte "Michele" mindestens drei weitere Jahre als Berater für die Roten aus Maranello arbeiten, die ihm die schönsten Jahre seiner Karriere ermöglicht hatten. Schumachers väterlicher Freund, Ferrari-Chef Luca di Montezemolo, habe ihm aber bereits die Freigabe erteilt, heißt es.

    Ob Schumachers Nacken diesmal hält, nur vier Monate nach seinem ersten, gescheiterten Comeback-Versuch, ist noch unklar. Schon damals fühlte sich der Altmeister vor dem ersten Ausritt im Ferrari fit, musste dann aber vor den gewaltigen Fliehkräften im Cockpit des 750-PS-Boliden kapitulieren. Sein Arzt Johannes Peil wollte sich bislang nicht zum körperlichen Zustand des prominenten Patienten äußern.

    Nacken hin oder her: Die Branche reibt sich schon jetzt die Hände. Formel-1-Chef Bernie Ecclestone beschönigt nichts, wenn er sagt: "Das wäre magisch."

    Formel 1 - Schumacher-Vorbilder: Comebacks in der Formel 1

    Formel 1 - Schumacher-Vorbilder: Comebacks in der Formel 1

    Gute & schlechte Comebacks
    Kommt Michael Schumacher zurück? Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Champion nach einer Pause wieder in ein F1-Auto klettert. Nicht alle waren erfolgreich.


    Motorsport-Magazin.com - Um exakt 19:02 Uhr am 22. Oktober des Jahres 2006 verließ Michael Schumacher den Paddock von Sao Paulo, ließ seine zweite Heimat der vorangegangenen 16 Jahre hinter sich. Ab diesem Zeitpunkt war er nicht nur siebenmaliger Ex-Weltmeister, sondern auch Ex-Rennfahrer - von einigen Ausflügen auf zwei Räder und zu wenigen F1-Tests in Barcelona und Jerez einmal abgesehen. Nach drei Jahren könnte der Rekordweltmeister in der Saison 2010 mit Mercedes GP zurückkehren.

    Lauda & Prost: Comebacks mit Titeln
    Das berühmteste Beispiel für ein Comeback aus dem Ruhestand ist der Österreicher Niki Lauda, dem gemeinhin sogar zwei Sensationscomebacks nachgesagt werden. Zum einen seine Rückkehr in den Ferrari in der Saison 1976. Nur sechs Wochen nach seinem katastrophalen Feuerunfall am Nürburgring saß Lauda wieder in einem Formel-1-Boliden.

    Während dies garantiert die spektakulärere Rückkehr war, gab der Ex-Weltmeister und Flugliniengründer noch ein weiteres Comeback: Nachdem er 1979 seinen Rücktritt verkündet hatte, weil er keine Lust mehr verspürte, im Kreis herumzufahren, holte ihn McLaren-Teamboss Ross Dennis 1982 zurück in den Kreisverkehr.

    Zu den Lockmitteln zählte unter anderem das, wovon der Aufbau der Fluglinie zu viel verschlungen hatte: Geld. Beim Comebackrennen in Südafrika meldete sich Lauda mit Platz 4 zurück. Nur zwei Rennen später stand er in Long Beach wieder ganz oben auf dem Siegerpodest. Im Jahr 1984 krönte er seine Karriere mit seinem dritten Weltmeistertitel.

    Einen ähnlichen Clou landete Alain Prost. Der Professor verließ Ferrari nach einer nicht zufrieden stellenden Saison 1991 und legte ein Jahr Pause ein. Statt sich über die Probleme des Vorjahres zu beklagen, bereitete er sich perfekt auf seine letzte Saison 1993 vor - er zog frühzeitig einen Deal mit Frank Williams an Land (samt Ausschlussklausel für seinen Erzrivalen Ayrton Senna) und sicherte sich so das beste Auto, den Williams Renault mit dem er 13 Pole Positions, 7 Siege und seinen 4. WM-Titel einfahren sollte. Danach trat er endgültig von der GP-Bühne ab.

    Erfolgslose Rückkehrer

    Aber nicht alle Comebacks von Ex-Champions bescherten den Rückkehrern noch mehr Glanz und Glorie. Nigel Mansell hatte mit dem Gewinn des WM-Titels 1992 sein Ziel erreicht, als ihm das Team dann Alain Prost vor die Nase setzte, beendete er seine F1-Karriere und gewann 1993 den Indycar-Titel. Die Formel 1 ließ ihn aber nicht los. Er kehrte 1994 für vier Rennen zu Williams zurück und gewann sogar glücklich das Saisonfinale in Australien. 1995 wollte es der Löwe noch einmal bei McLaren wissen, doch das Comeback missglückte völlig: Mansell hatte über den Winter an Gewicht zugelegt und passte zu Saisonbeginn nicht ins Cockpit.

    Erst beim dritten Saisonrennen in Imola konnte er antreten, ein zehnter Platz war aber weniger als er sich erhofft hatte. Ein Ausfall beim folgenden Rennen in Spanien sollte seine F1-Karriere wenig ruhmreich beenden. Offiziell zurückgetreten ist er aber nie. In diesem Jahr saß er bei einem LMS-Auto wieder im Auto - zusammen mit seinem Sohn.

    Ähnlich schlechte Erfahrungen mit Comeback-Versuchen machte der Weltmeister von 1980, Alan Jones. Der Australier beendete seine Karriere Ende 1981 mit einem Sieg in den USA, bemerkte aber, dass dies für ihn wohl zu früh gewesen war und kehrte 1983 beim Rennen in Long Beach mit Arrows zurück. Das Comeback scheiterte, Jones musste nach 58 von 75 Runden aufgeben, weil er sich nicht mehr wohl fühlte. Trotzdem wagte er nach einer weiteren Pause 1985 und 1986 den nächsten Anlauf mit dem Team Haas. Das Auto war aber nicht gut genug, es sprangen nur vier WM-Punkte heraus.

    Wenigstens halbwegs versöhnlich endete das F1-Comeback von Mario Andretti. Der Weltmeister von 1978 beendete seine F1-Karriere 1981 und wechselte in die USA. Als Ferrari in der Saison 1982 den verstorbenen Gilles Villeneuve und den verletzten Didier Pironi ersetzen musste, erhörte der damals 42-Jährige - wie Michael Schumacher im Sommer 2009 - den Hilferuf seines alten Teams aus Maranello und kehrte für die letzten zwei Grand Prix in die Königsklasse zurück. Beim Saisonfinale in Las Vegas kam Andretti nicht ins Ziel. Bei seiner Rückkehr, ausgerechnet beim Italien GP in Monza, fuhr er allerdings auf Anhieb auf die Pole Position und stand als Dritter auf dem Podium.

    Auszug aus der September-Ausgabe des Motorsport-Magazins. Mehr Hintergrundberichte und Informationen lesen Sie im Motorsport-Magazin: Im gut sortierten Zeitschriftenhandel oder bequem im Vorteils-Abo - Geld sparen und früher lesen:

    Schumacher soll bei Mercedes unterschrieben haben

    Schumacher soll bei Mercedes unterschrieben haben: Comeback perfekt?

    Mal wieder überschlagen sich die Boulevardmedien: Michael Schumachers Comeback bei Mercedes soll fix, der Vertrag unterschrieben sein.
    Seit Wochen geistert die Meldung durch den Mediendschungel, nun will die Bild-Zeitung erfahren haben, was sie ohnehin schon seit einiger Zeit als Fakt vermeldet: Michael Schumacher soll am Dienstag im Teamsitz im englischen Brackley einen Einjahresvertrag beim neuen Mercedes Formel-1-Werksteam unterschrieben haben. Sein Jahresgehalt soll sieben Millionen Euro betragen.

    Eine offizielle Bestätigung seitens Schumacher und Mercedes steht noch aus. Zuletzt hatten sich beide Seiten bedeckt gehalten. Schumacher ließ sich alle Möglichkeiten für ein Comeback offen, Mercedes betonte stets, dass man Gerüchte nicht kommentiere, die Spekulationen aber legitim seien - ein guter Weg um Publicity mit dem Namen Schumacher einzustreifen.

    In der letzten Woche räumte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo ein, dass es eine sehr große Wahrscheinlichkeit gebe, dass Schumacher 2010 für Mercedes fahren werde. Ferrari habe seinem ehemaligen Rennfahrer und derzeitigen Berater die Freigabe dazu erteilt.

    Was ist mit dem Nacken?

    Noch unklar ist der Gesundheitszustand des Deutschen. Nach einem Motorradunfall im Februar musste er schon im August ein geplantes Comeback für Ferrari absagen. Sein Nacken war noch nicht verheilt, das hatte ein Test in Mugello ergeben. Seitdem saß er in keinem Formel-1-Boliden mehr - so fern dies bekannt ist.

    Angeblich sollte ein Test mit einem zwei Jahre alten Boliden beziehungsweise einem GP2-Auto organisiert werden, beides stellt aber nicht die Anforderungen und Kräfte eines modernen F1-Autos nach, zudem stehen für die zwei Jahre alten Honda-Boliden des Ex-Werksteam keine Motoren zur Verfügung. Die hatte Honda nach dem F1-Rückzug mitgenommen.

    Ein aktuelles F1-Auto dürfte Schumacher vor Februar nur bei einer Demonstrationsfahrt mit Spezialreifen fahren, was wiederum Rückschlüsse schwierig machen würde. Die ersten offiziellen Tests des Jahres 2010 stehen ab Februar auf dem Programm. Laut Bild arbeitet Mercedes an einer Sondergenehmigung für einen Test im Januar - ein Ja von der Konkurrenz erscheint allerdings unwahrscheinlich.

    Experten glauben nicht an Schumacher-Titel

    Experten glauben nicht an Schumacher-Titel: Die Jugend wird schneller sein

    Niki Lauda und Christian Danner gehen davon aus, dass die jungen Fahrer Michael Schumacher voraus sein werden. Lauda würde kein Geld auf den Rückkehrer wetten.
    Neben der Euphorie aufgrund seines Comebacks versuchen die Experten momentan auch die sportlichen Aussichten von Michael Schumacher für die kommende Saison abzuschätzen. Und dabei gibt es doch ein paar Zweifel, ob sich der siebenfache Weltmeister gegen die schnelle Jugend der Formel 1 wird durchsetzen können. Schon Bernie Ecclestone hatte am Dienstag gemeint, er glaube, Sebastian Vettel werde Weltmeister. Auch Niki Lauda und Christian Danner rechnen dem Red-Bull-Piloten gute Chancen zu.

    "Alles hängt vom Auto ab. Und da hatte Vettel am Ende der Saison das mit Abstand beste. Fest steht: Es sind viel mehr starke Fahrer im Feld als in Schumis letzten Jahren", sagte Lauda laut Bild. Danner hatte noch ein paar Fahrer mehr auf dem Radar: "Auch ich sehe Schumi nicht an der Spitze. Vettel und Lewis Hamilton haben die Nase leicht vorn, auch Fernando Alonso wird Ferrari einen Schub geben. Was viele schon vergessen haben: Schumi hat in seinen letzten beiden Jahren den Titel gegen Alonso verloren."

    Schumachers Manager Willi Weber meinte, dass sein Schützling Eingewöhnungszeit brauchen werde, da sich die Formel 1 stark verändert habe. "Vettel und die anderen sind schon daran gewöhnt. Doch wenn Michael das hinkriegt - und daran glaube ich - wird er sehr schnell sein." Dass Schumacher wird mithalten können, daran glaubte auch Lauda, Geld wollte er allerdings keines auf den Rückkehrer wetten.

    Schumacher und Rosberg gleichberechtigt

    Schumacher und Rosberg gleichberechtigt:

    Haug: Tests werden Gerecht aufgeteilt

    Zwischen Michael Schumacher und Nico Rosberg werden die Testtage gerecht aufgeteilt.
    Im Mercedes GP-Team herrscht Gleichberechtigung, was die Aufteilung der Testtage angeht. "Ich denke, das wird gerecht zwischen beiden Fahrern aufgeteilt", sagte Norbert Haug der BILD-Zeitung. Das Team wird vor dem Saisonstart im März vier Mal auf drei unterschiedlichen Pisten testen. Diese sind jeweils im Februar, am Anfang in Valencia, in der Mitte zwei Mal in Jerez und Ende Februar in Barcelona.

    Rosberg: Möchte jeden Teamkollegen schlagen

    Rosberg: Möchte jeden Teamkollegen schlagen: Spannende Saison

    Michael Schumacher kommt nach drei Jahren Pause in die F1 zurück. Sein Teamkollege Nico Rosberg gönnt ihm keine Ruhepause.
    Es kam, wie es kommen musste: Nico Rosberg war der erste Fahrer, den das neue Mercedes Werksteam bestätigte. Er war der erste Deutsche in einem Formel-1-Silberpfeil seit über 50 Jahren. Und doch steht er spätestens seit dem 23. Dezember des letzten Jahres im Schatten seines Teamkollegen - Michael Schumacher.

    Rosberg stört sich - noch - nicht daran. "Natürlich will ich jeden Teamkollegen schlagen, das ist der direkte Vergleich, der Gradmesser - der Fahrer hat dasselbe Material wie ich. Da spielt dann schon ein wenig Egoismus mit", kündigt er in den Stuttgarter Nachrichten an. Es sei für ihn eine große Herausforderung, an der Seite des besten Rennfahrers aller Zeiten zu starten. "Ich bin sicher, dass Michael nichts von seinem Speed verloren hat."

    Entscheidende Saison für Rosberg

    Das muss der Rekordweltmeister ab Februar bei den wenigen Testmöglichkeiten beweisen. Eine Bevorzugung bei den Testtagen wird es laut Motorsportchef Norbert Haug nicht geben. "Ich denke, das [die Testtage] wird gerecht zwischen beiden Fahrern aufgeteilt", betonte er. Rosberg steckt mitten in der Saisonvorbereitung, trainiert fleißig und möchte physisch so stark wie nie zuvor in seine wohl wichtigste Formel-1-Saison gehen. Wenn er gegen den Rückkehrer schlecht aussieht, könnte sein Image ramponiert sein, wenn er ihn schlägt, könnte er der neue deutsche Star werden.

    "Ich bin stolz, ein Silberpfeil-Fahrer zu sein", sagt Rosberg, der durchaus den Begriff Titelverteidigung in den Mund nimmt. "Ende der Saison war es etwa das zweitbeste Auto, nur Red Bull war leicht davor", meint er über seinen Brawn/Mercedes. "Deshalb bin ich überzeugt, dass das Auto mindestens so stark sein wird wie der Vorgänger. Das Team ist amtierender Weltmeister, und wir alle werden hart arbeiten, um unser Ziel, wieder ganz vorne dabei zu sein, zu erreichen."

    Für Spannung ist also gesorgt. "In diesem Jahr interessiert die Zuschauer in erster Linie, wie sich Michael Schumacher im Vergleich mit Rosberg im Silberpfeil gegen Vettel und Hamilton und Alonso schlägt. Ich bin überzeugt, wir werden eine höchst spannende Saison erleben."

    Briatore-Sperre aufgelöst: Gericht gibt ihm Recht

    Briatore-Sperre aufgelöst: Gericht gibt ihm Recht

    Die Verbannung von Flavio Briatore aus der Formel 1 wurde aufgehoben. Ein französisches Gericht gab der Berufung des Italieners recht.
    Das Tribunal de Grande Instance in Paris hat die Formel-1-Sperre auf unbestimmte Zeit von Ex-Renault-Teamboss Flavio Briatore aufgehoben. Der Italiener war vom Automobilweltverband FIA für seine Beteiligung am Crashgate-Skandal von Singapur 2008 mit einem Quasi-Berufsverbot belegt worden. Zusammen mit Briatore ging der ehemalige Renault-Chefingenieur Pat Symonds in Berufung. Er war von der FIA für fünf Jahre gesperrt worden.

    Laut französischen Medienberichten bezeichnete das Gericht das Urteil der FIA vom 21. September als "irregulär" und stufte die Bestrafung als "illegal". Neben einer Aufhebung der Strafe forderte Briatore auch eine Million Euro Schadensersatz. Das Gericht stand ihm jedoch nur 15.000 Euro zu.

    Briatore und Symonds sollen zusammen mit ihrem damaligen Fahrer Nelson Piquet Jnr. den Großen Preis von Singapur 2008 manipuliert haben, indem sie Piquet einen absichtlichen Unfall auslösen ließen. Die nachfolgende Safety Car Phase sollte seinem Teamkollegen Fernando Alonso zu einem besseren Ergebnisse verhelfen. Das gelang: Alonso gewann das Rennen.

    Ecclestone: Briatore kommt nicht zurück

    Ecclestone: Briatore kommt nicht zurück: Es geht immer weiter

    Bernie Ecclestone rechnet nicht mit einer Rückkehr von Flavio Briatore als Teamchef. Er hätte gerne einen Schlussstrich unter Crashgate.
    Das französische Gericht hat entschieden: Die FIA muss ihre Sperren für Flavio Briatore und Pat Symonds aufheben. Der Weltverband hatte den Ex-Renault-Teamboss und dessen Chefingenieur nach dem absichtlichen Unfall von Nelsinho Piquet in Singapur 2008 auf unbestimmte Zeit respektive für fünf Jahre von der Formel 1 und allen FIA-Aktivitäten ausgeschlossen. Die FIA erwägt, gegen das Urteil in Berufung zu gehen. Bis alle Berufungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind, bleibt das Urteil laut dem Automobilverband bestehen.

    Briatore feierte seinen Gerichtstriumph als einen Sieg der Gerechtigkeit. "Er ist glücklich, dass er gewonnen hat", sagte Bernie Ecclestone dem Daily Mirror. "Aber er hat nicht gesagt, dass er in die Formel 1 zurückkommen möchte und ich bezweifle, dass er es wird." Briatore ließ sich eine F1-Rückkehr am Dienstagabend offen. Er sagte nur: "Ich habe Zeit für eine mögliche F1-Rückkehr."

    Als Teamchef erscheint ein Comeback von Briatore nach seinem Vergehen unwahrscheinlich. So sagte Ferrari-Teamboss Stefano Domenicali: "Die Leute mögen keine aufgewärmte Suppe. Er wird sich eine andere Möglichkeit suchen müssen." Ecclestone könnte sich aber durchaus vorstellen, dass Briatore weiter Fahrer managt. Im Zuge des FIA-Urteils mussten alle mit Briatore verbundenen Fahrer ihre Verträge mit ihm lösen. Das betraf unter anderem Mark Webber, der sich nun selbst managt, und Fernando Alonso, der jedoch weiterhin mit Briatores Managementfirma zusammenarbeitet.

    "Es gibt keinen Grund, warum er nicht als Manager weitermachen soll, wenn er es denn möchte", sagte Ecclestone. "Aber es wäre schwierig für jemanden, der etwas falsch gemacht hat, in seinen alten Job zurückzukehren."

    Das Schlimmste ist für Ecclestone, dass die Crashgate-Affäre durch das Urteil erneut beginnt. "Es ist noch lange nicht vorbei", mahnt Ecclestone. "Nur weil ein Richter das gesagt hat, macht das noch keinen Unterschied. Nichts ist geschehen. Das Gericht hat gesagt, es war falsch, also wird die FIA mit einer neuen Anhörung kommen und es wird weiter und weiter und weiter gehen. Das ist das Schlimmste daran. Es wäre besser, wenn sich alle an einen runden Tisch setzen würden."

    Brawn: Das Feuer brennt wieder: Keine Zweifel an Michael

    Brawn: Das Feuer brennt wieder: Keine Zweifel an Michael

    Michael Schumacher saß seit 2008 in keinem aktuellen F1-Auto mehr. Ross Brawn hat keine Bedenken, dass der Champion es noch drauf hat.
    Ross Brawn machte von Anfang an klar, dass er volles Vertrauen in das Comeback seines langjährigen Weggefährten Michael Schumacher habe. Der Deutsche habe ihm versichert, dass das Feuer seit dem gescheiterten Ferrari-Comebackversuch wieder brenne und die Fitness und Gesundheit kein Hinderungsgrund seien.

    "Ich habe keine Zweifel, dass sein Talent und seine Fähigkeiten noch da sind", wird Brawn von Autosport zitiert. "Man sieht es noch aufblitzen, wenn er an Wettbewerben wie dem Race of Champions oder Kartrennen teilnimmt." Das seien keine absoluten Maßstäbe, aber dabei gewännen immer die gleichen Piloten wie in der Formel 1. "Die Fahrer, die Schumacher dabei geschlagen haben, sagen viel aus." Dazu gehörten Namen wie Barrichello, Massa und Liuzzi.

    Schumacher in Brackley: Extreme Motivation

    Schumacher in Brackley: Extreme Motivation

    Noch sind die Formel-1-Motoren stumm. Michael Schumacher nutzte die Zeit, um seinem Team einen Besuch abzustatten.
    Michael Schumachers erster Besuch in der Fabrik des neuen Mercedes GP Teams war eine Art Weihnachtsgeschenk: Erst unterschrieb er seinen Dreijahresvertrag, dann bekam er die große Tour durch Fabrik und Windkanal. Am Morgen der Vertragsbekanntgabe sprach er zum ersten Mal mit seinen neuen Ingenieuren und fühlte sich dabei wie ein kleines Kind unter dem Weihnachtsbaum, eben wie an Weihnachten.

    Seitdem sind einige Wochen ins Land gestrichen, die Begeisterung ist aber nicht gewichen. Zwei Tage lang war Schumacher in der vergangenen Woche in Brackley, um erneut beim Team vorbeizuschauen und sich auf die Testfahrten im Februar vorzubereiten. "Ich habe die Zeit genutzt, um die Ingenieure und die Strukturen näher kennen zu lernen, und ich bin extrem positiv überrascht von der Motivation, die mir überall entgegen schlug", sagt er. "Dies ist ein Weltmeister-Team, aber es wirkt in keinem Fall erfolgsverwöhnt; es wirkt im Gegenteil hungrig nach mehr!"

    Der Deutsche zeichnete sich schon immer durch seinen Perfektionismus aus. "Mir ist es wichtig, über alles informiert zu sein", gesteht er, "und es war sehr interessant, nun all die Ingenieure und ihre Strukturen und Arbeitsweisen kennen zu lernen." Bei seinem zweiten Besuch in Brackley konnte er das Team noch genauer kennen lernen.

    Auch der Fabrik von Mercedes-Benz High Performance Engines in Brixworth stattete Schumacher einen Besuch ab. "Das hohe Niveau, das man dort überall erkennt, hat mich doch sehr beeindruckt", sagt er. Auch in Brixworth wirkten die Mitarbeiter auf Schumacher sehr motiviert. "Ich finde das sehr ermutigend, weil es genau meine Stimmungslage trifft", betont der Rekordweltmeister.

    Auch eine positive Überraschung gab es für den Silberpfeilpiloten: "Was ich aber auch schön fand ist, dass dort viele Leute deutsch sprechen. Das ist auch mal schön, das bin ich von meiner früheren Arbeit her nicht so gewöhnt, und ich finde das durchaus sehr angenehm."

    Mercedes GP schließt langfristigen Vertrag mit PETRONAS

    Mercedes GP schließt langfristigen Vertrag mit PETRONAS

    Stuttgart/Kuala Lumpur – Mercedes GP gab heute den Abschluss eines langfristigen Vertrages mit dem malaysischen Öl- und Gas-Unternehmen PETRONAS als Titelsponsor bekannt. Ab 2010 wird PETRONAS Partner des neuen Silberpfeil-Werksteams.
    Das neue Team geht ab der FIA Formel 1-Weltmeisterschaft 2010 unter dem Namen Mercedes GP PETRONAS Formel 1-Team an den Start und wird mit dem charakteristischen PETRONAS-Logo auf Auto und Teamkleidung antreten.

    Mit der erfolgreichen Motorsportgeschichte von Mercedes-Benz und dem langfristigen Engagement von PETRONAS in der Formel 1 ebnet die neue Partnerschaft auch den Weg für eine künftige Zusammenarbeit beider Unternehmen. Der Öl- und Gas-Konzern PETRONAS erhält durch die strategische Partnerschaft und Geschäftsverbindung mit Mercedes-Benz, der wertvollsten Premium-Automobilmarke der Welt, die Möglichkeit zur nachhaltigen Ausweitung seiner Geschäfte, besonders im After-Sales Markt für Schmierstoffe.
    Das Mercedes GP PETRONAS Formel 1-Auto für 2010 wird am 1. Februar 2010 in Valencia, bei den ersten offiziellen Testfahrten für die neue Saison, erstmals auf der Rennstrecke getestet.
    PETRONAS bleibt Titelsponsor des PETRONAS Grand Prix von Malaysia, der am 4. April 2010 als drittes Rennen der neuen Saison auf dem Sepang International Circuit ausgetragen wird.


    Norbert Haug, Mercedes-Benz Motorsportchef
    Norbert Haug, Mercedes-Benz Motorsportchef: „Wir freuen uns sehr über den Beginn unserer langfristigen Partnerschaft mit unserem neuen Titelsponsor PETRONAS. Daimler, unsere Premiummarke Mercedes-Benz und PETROANS werden auf und abseits der Rennstrecke zusammen arbeiten und ich bin sicher, dass sich jeder in dieser Partnerschaft voll und ganz dem Erfolg verschrieben hat. Der PETRONAS Hauptstandort in Kuala Lumpur liegt in Mitten einer schnell wachsenden Region für die Automobilindustrie und das macht diese neue Partnerschaft umso wertvoller. Im Rahmen der so genannten „Resource Restrictions“ in der Formel 1 wird das Mercedes GP PETRONAS Formel 1-Team gut aufgestellt sein, um unsere Ziele zu erreichen. Wir werden alle hart und effizient für den Erfolg in der Zukunft arbeiten. Dabei ist uns allerdings bewusst, dass die neue Formel 1-Saison mit einigen grundlegenden Regeländerungen eine besondere Herausforderung wird.“


    Ross Brawn, Teamchef von Mercedes GP PETRONAS
    Ross Brawn, Teamchef, Mercedes GP PETRONAS Formel 1 Team: „Jeder bei Mercedes GP freut sich über unsere Vereinbarung mit PETRONAS und auf die enge Kooperation mit unserem neuen Partner. Die Zusammenarbeit zwischen der Premiummarke Mercedes-Benz und dem renommierten Unternehmen PETRONAS schafft für unser Team eine fantastische Ausgangsbasis. Damit wollen wir unser Ziel erreichen, in der Formel 1 auf Topniveau zu fahren und an die Erfolge von 2009 anzuknüpfen, als wir die Konstrukteurs- und die Fahrer-WM gewannen. Unsere Vorbereitungen für die neue Saison kommen gut voran, das gilt auch für die Entwicklung unseres Formel 1-Fahrzeugs für 2010. Wir freuen uns darauf, das Auto im Design der neuen Silberpfeile mit PETRONAS-Logo bei den Tests im Februar in Valencia zu sehen.“


    Nico Rosberg
    Nico Rosberg: „Toll, dass Michael wieder in der Formel 1 fährt und bei MERCEDES GP PETRONAS mein Teamkollege wird. Es ist eine große Herausforderung für mich, gegen einer der besten Fahrer aller Zeiten anzutreten. Ich bin sicher, wir werden ein starkes Team bilden, denn er hat nichts von seinem Speed verloren. Sein Comeback ist auch eine tolle Nachricht für unseren Sport und die Fans.“

    Norbert Haug im Interview mit der dpa

    Norbert Haug im Interview mit der dpa
    "Kann Michael nicht zu Comeback überreden"


    Das Interview erschien am 26. Dezember 2009
    Hamburg/Stuttgart (dpa) - Nach drei Versuchen in 15 Jahren ist für Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug mit der Verpflichtung von Rekordweltmeister Michael Schumacher für das neue Werksteam der Schwaben ein Traum wahr geworden. Im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur dpa redet Haug über den bereits erzielten «medialen Gegenwert», die künftigen Generationenduelle, Schumachers Euphorie und den ersten Auftritt des Rückkehrers mit dem neuen Team.

    dpa: Was für ein Weihnachtsgeschenk! Wie haben Sie denn nach der Sensationsnachricht so kurz vor Heiligabend die Feiertage verbracht - und hätten Sie sich überhaupt noch was besseres vorstellen können?

    Haug: «Wie immer - ganz entspannt und ganz privat zu Hause. Es ist sehr schön, dass wir innerhalb der letzten fünf Wochen nacheinander den Kauf unseres Formel-1-Teams Mercedes Grand Prix, die Verpflichtung von Nico Rosberg, die Partnerschaft mit unserem Titelsponsor Petronas und schließlich - einen Tag vor dem Weihnachtsfest am 24. Dezember - das Engagement und Comeback von Michael Schumacher bekanntgeben konnten. Als Folge war medial in diesen fünf Wochen zwischen 16. November und 24. Dezember in TV, Zeitungen, Radio und Internet noch weitaus mehr geboten als während fünf Wochen innerhalb einer spannenden Formel 1-Saison.»

    dpa: Wie, wo und wann entstand die Idee, auf Michael Schumacher zuzugehen und den Vorstoß zu wagen, ihn zu verpflichten?

    Haug: «Die Idee stand stets als Stehsatz in meinem Kopf - schon über 15 Jahre lang. Aber man muss ja auch nicht gerade Albert Einstein sein, um draufzukommen, dass es das Beste wäre, den Mann zu verpflichten, der die meisten WM-Titel und -Rennen gewonnen hat. Es muss allerdings der Zeitpunkt passen. Bei drei Gelegenheiten zuvor zwischen 1995 und 2005 hatte der nicht gepasst. Jetzt passte der Zeitpunkt und ohne unseren Teamchef Ross Brawn, unter dessen Regie Michael seine sämtlichen sieben Titel - zwei bei Benetton und fünf bei Ferrari - gewann, wäre seine Verpflichtung nie möglich gewesen.
    Michael kommt von Mercedes-Benz, war 1990 und 1991 einer unserer Mercedes-Junioren - und er hat nie vergessen, dass wir 1991 maßgeblich halfen, sein Formel-1-Debüt zu ermöglichen.»

    dpa: Mussten Sie viel Überzeugungsarbeit leisten?

    Haug: «Man kann Michael Schumacher nicht zu einem Comeback überreden. Ross sprach mit ihm, wir hatten das zuvor besprochen und Michael war bei der vorliegenden Konstellation Mercedes-Silberpfeil-Werksteam/Teamchef Ross Brawn/Mercedes-Benz als Teambesitzer und Verantwortlicher sehr rasch Feuer und Flamme. Ich denke, alle, die seine Interviews nach der Ankündigung im Fernsehen sahen, haben bemerkt, wie authentisch begeistert und voll energiegeladener Vorfreude er ist. Und das freut mich ungemein.»

    dpa: Wenn man die in Medien kolportierten sieben Millionen Euro pro Jahr betrachtet, wäre das ja ein Schnäppchen für einen siebenmaligen Weltmeister, der für seine Beratertätigkeit bei Ferrari fünf Millionen kassiert haben soll...

    Haug: «Noch haben wir gar nichts bezahlt, der Vertrag beginnt im neuen Jahr. Der mediale Gegenwert weltweit beträgt aber bereits jetzt leicht ein Hundertfaches dessen, was Sie als Zahl nennen - die ich natürlich nicht kommentieren werde. Ich denke, es gab beispielsweise am 23. Dezember keine Haupt-Nachrichtensendung im deutschen Fernsehen, die nicht als Auftaktmeldung minutenlang über Schumacher, Comeback, Mercedes und Silberpfeil berichtete. Insgesamt waren das an anderthalb Tagen über 90 Millionen TV-Kontakte! Das ist einmalig in der Geschichte des Sports und wird - vielleicht - erst dann überboten werden, wenn die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft nächstes Jahr in Südafrika Weltmeister werden sollte - was ich natürlich hoffe.»

    dpa: Warum gleich drei Jahre - immerhin wird Michael Schumacher dann am Ende stolze 43 Jahre alt sein?

    Haug: «Ich glaube nicht, dass viele seiner künftigen Rivalen annehmen, sie hätten Michael fitnesstechnisch im Sack. Wer die Lage richtig einschätzt, weiß, dass Rubens Barrichello in diesem Jahr mit 37 um den WM-Titel kämpfte. Warum sollte der um drei Jahre ältere Michael das nicht können - vorausgesetzt natürlich wir bauen ihm ein Auto, das dazu in der Lage ist?»

    dpa: Wie schätzen Sie das Duell der Generationen ein - Sebastian Vettel zum Beispiel ist 22, Schumachers neuer Teamkollege Nico Rosberg 24 Jahre alt?

    Haug: «Generationenkämpfe gab es schon immer in der Formel 1. Dort zählt nicht nur Jugend und Kraft wie beim 100 Meter-Sprint, sondern Erfahrung, Cleverness, Ausdauer, technischer Durchblick, Rennwitz - die Formel 1 ist kein Zehnkampf, sie ist ein Tausendkampf - und Michael hat all jene Faktoren, die man braucht, um erfolgreich zu sein. Nico Rosberg hat Großes vor sich, davon bin ich überzeugt - auch er hat's drauf. Und dass es Sebastian Vettel draufhat, hat er ja bereits bewiesen. Also wird's spannend und viele Deutsche mischen mit und der Mercedes-Silberpfeil wird das auch tun. Blendende Aussichten also für alle Formel-1-Interessierten und das obwohl BMW und Toyota jüngst plötzlich überraschend ausgestiegen sind. Trotzdem werden die Grundvoraussetzungen für eine großartige Saison jetzt besser als jemals zuvor in der Geschichte der Formel 1 - und bei dieser Einschätzung wird mir auch nicht Bernie Ecclestone widersprechen, der mehr als doppelt so lange in der Formel 1 ist wie ich.»

    dpa: Was gibt Ihnen die Zuversicht oder sogar Gewissheit, dass Michael und Mercedes das gemeinsame Ziel erreichen können, ganz vorne mitzufahren?

    Haug: «Auch weiterhin gibt's keine Prognosen von mir. Das ist Zeitverschwendung und wer in der Formel 1 Zeit verschwendet, ist zu langsam. Wir haben die Zielsetzung, um Siege und Titel zu fahren und das hat sich in den letzten zwölf Jahren nicht geändert. Wir gewannen in diesem Zeitraum mit Partner McLaren mehr als jedes vierte Formel-1-Rennen und vier Weltmeistertitel. Daran wollen wir mit unserem Silberpfeil-Werksteam anknüpfen.»

    dpa: Fürchten Sie nicht, dass der mit Abstand erfolgreichste Formel-1-Pilot gegebenenfalls seinem Ruf schaden könnte, wenn es dann doch nicht so läuft und er sich für drei Jahre verpflichtet hat?

    Haug: «Ich fürchte, dass Ihnen in diesem Fall ziemlich kritische Geschichten einfallen würden. Ein weiterer Grund also, dass wir das verhindern wollen, aber - Spaß beiseite - wir unterschätzen die Herausforderungen natürlich keineswegs und wissen wie extrem hart der Wettbewerb in der höchsten Spielklasse des Motorsports ist.»

    dpa: Welche Ausmaße wird der Schumi-Hype annehmen: Zurück nach über drei Jahren Pause und dann auch noch im Mythos Silberpfeil?

    Haug: «Ich habe das Gefühl, dass Michael, Nico und unser Mercedes-Silberpfeil-Werksteam große Begeisterung auslösen können. Diese wird steigen, sollte es uns gelingen, dass keiner vor uns fährt - aber wie gesagt: Dies ist das Ziel und keine Prognose...»

    dpa: Wann werden die Fans Michael Schumacher erstmals im neuen Dress und mit dem neuen Team erleben?

    Haug: «Lassen Sie und Ihre Leser sich überraschen - es wird noch im Januar der Fall sein.»

    Michael Schumacher bei MERCEDES GP PETRONAS

    Michael Schumacher bei MERCEDES GP PETRONAS

    Stuttgart/Brackley – Das MERCEDES GP PETRONAS Formel 1-Team gab heute das Comeback des siebenmaligen Formel 1-Weltmeisters Michael Schumacher (40) für 2010 im Silberpfeil-Team bekannt.

    Sieben Fahrer-Weltmeisterschaften, 91 Siege aus 248 Grand Prix, 154 Podiumsplätze und 68 Pole Positions – Michael Schumacher vorzustellen definiert alle Formel 1-Rekorde. Nach über 15 Jahren in der Formel 1 zwischen August 1991 und Oktober 2006, in denen er für Jordan, Benetton und Ferrari fuhr, gibt es kaum eine Liste der Bestleistungen, die er nicht anführt.

    Mit dem Comeback bei MERCEDES GP PETRONAS schließt sich für Michael Schumacher und Mercedes-Benz Motorsport ein Kreis. Als Mercedes-Benz Junior fuhr Michael 1990 und 1991 in der Gruppe C und DTM. Mit Mercedes-Hilfe stieg Schumacher in der Formel 1 ein – am 25. August 1991 in Spa-Francorchamps mit Jordan. Bei MERCEDES GP PETRONAS erneuert er auch seine Zusammenarbeit mit Teamchef Ross Brawn, mit dem gemeinsam er bei Benetton und Ferrari seine sieben WM-Titel gewann.
    Michael Schumacher wird Teamkollege von Nico Rosberg (24), dessen Verpflichtung das Team am 23. November 2009 bekannt gegeben hatte.


    Michael Schumacher
    Michael Schumacher: „MERCEDES GP PETRONAS stellt für mich eine neue Herausforderung dar, sowohl sportlich als auch persönlich. Nun beginnt ein neuer Abschnitt in meiner Rennfahrer-Karriere, und ich freue mich ungemein, ihn mit so alten Freunden wie Ross Brawn und den alten Weggefährten von Mercedes angehen zu können. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam ein gewichtiges Wort in der Formel 1-WM mitreden können, und ich freue mich jetzt schon auf den Kampf auf der Rennstrecke. Für mich schließt sich damit ein Kreis, denn Mercedes hat mir vor vielen Jahren bei meinem Einstieg in die Formel 1 geholfen. Jetzt kann ich dem Stern hoffentlich etwas zurück geben.“

    Schumacher testet ab Dienstag in Jerez

    Schumacher testet ab Dienstag in Jerez

    Formel-1-Pilot Schumacher: drei Tage Testfahrten ins einem 600-PS-Auto

    Michael Schumacher steigt von Dienstag bis Donnerstag für Testfahrten in ein GP2-Auto. Damit geht der siebenfache Weltmeister schon weit vor der offiziellen Testphase auf die Strecke. Der Automobilweltverband Fia stellte ihm eine entsprechende Sondergenehmigung aus.

    Hamburg - Rekordweltmeister Michael Schumacher wird sich mit dreitägigen privaten Testfahrten in einem GP2-Auto in Jerez auf sein Comeback in der Formel 1 vorbereiten. Von Dienstag bis Donnerstag soll der 41-Jährige, der 2010 nach drei Jahren Pause im neuen Mercedes-Werksteam in die Königsklasse zurückkehrt, Fahrpraxis sammeln. Das meldete die "Bild"-Zeitung. Auch soll Schumacher in Spanien testen, wie sich sein bei einem schweren Motorradsturz im Februar 2009 verletzter Nacken bei den Belastungen einer kompletten Renndistanz von mehr als 300 Kilometern verhält.

    Der Internationale Automobilverband Fia habe die Tests drei Wochen vor Beginn der offiziellen Formel-1-Testphase genehmigt. Schumachers Sonderfahrten sollen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Reguläre Tests mit Formel-1-Autos sind derzeit noch nicht erlaubt. Erst vom 1. bis 3. Februar in Valencia, sechs Wochen vor dem Saisonstart in Bahrain, stehen die ersten offiziellen Termine auf dem Programm.

    Der GP2-Bolide, in dem Schumacher nun seine Runden absolviert, hat rund 600 PS und kommt damit einem Formel-1-Auto (rund 750 PS) recht nah. Durch Siege in Rennautos dieser Klasse hatten sich unter anderem Lewis Hamilton, Timo Glock und Schumachers neuer Teamkollege Nico Rosberg den Weg in die Formel 1 geebnet. Seinen bislang letzten Test bestritt Schumacher am 31. Juli 2009 auf der Ferrari-Hausstrecke in Mugello. Dabei hatten sich gesundheitliche Beschwerden nach seinem Motorradunfall ergeben, aufgrund derer Schumacher sein erstes geplantes Comeback für Ferrari wieder absagen musste.

    Schon bei seiner Vorstellung als Mercedes-Pilot am 23. Dezember hatte Schumacher versichert, dass sein Nacken nun vollständig verheilt sei. "Im Sommer konnte ich den Belastungen nicht standhalten. Ich habe mich aber akribisch vorbereitet und jetzt alle Übungen gemacht, die ich im Sommer nicht aushalten konnte", sagte er. Voll des Lobes zeigte er sich indes über sein neues Team: "Ich war jetzt zwei Tage lang in der Fabrik in Brackley und habe die Zeit genutzt, um die Ingenieure und die Strukturen näher kennenzulernen", schrieb der 41-Jährige auf seiner Homepage, "dies ist ein Weltmeister-Team, aber es wirkt in keinem Fall erfolgsverwöhnt; es wirkt im Gegenteil hungrig nach mehr."